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Zusatzoption Sole-Erdrohrwärmetauscher

Albrecht Schwarz
Kategorie: Energie sparen
Kommentare: 90

In den Beratungsgesprächen taucht immer wieder die Frage auf, inwieweit ein Sole-EWT (Erdrohr-wärmetauscher) als Zusatzkomponente zur WGT (Wärmegewinntechnik) bzw. der FLH (Frischluftheizung) sinnvoll ist.

Aus technischer Sicht kann man die Frage ganz einfach mit „ja“ beantworten und damit dieser Komponente nur zustimmen.

Gerne möchte ich ein paar Gründe hierfür nennen.

Die winterliche Nutzung steht für mich im Vordergrund, daher diese Argumente zuerst:

  • bei frostigen Außentemperaturen gelangt die „frostige Außenluft“ direkt in den Wärmetauscher. Dadurch wird es möglich, dass die Abluft im Wärmetauscher nicht nur zu Wasser auskondensiert, sondern zumindest stellenweise zu Eis gefriert.
  • Nachfolgend sinkt nicht nur der Wirkungsgrad des Wärmetauschers, das Eis verstopft die Tauscherplatten, was wiederum zum Defekt des Wärmetauschers führen kann.
  • Als Vorsorgemaßnahme hierzu erwärmt der elektrische Luftvorheizer die sehr kalte Außenluft.
  • Um den Einsatz dieses elektrischen Vorwärmes bis zu einer Außentemperatur von etwa –10°C ausblenden zu können und damit Strom sparen zu können, kann der Sole-Erdrohrwärmetauscher in der winterlichen Nutzung seinen Dienst tun.
  • Bei einer Verlegung der Soleleitung in der Erde (ca. 1,5 bis 3 m Tiefe) kann die ca. 100 m lange Soleleitung genügend Wärme aus dem Erdreich entnehmen, um den Einsatz des elektrischen Lufterwärmers bei minusgrädiger Außenluft recht lange hinauszögern.
  • Die elektronische Steuerung der WGT-Anlage überwacht sowohl den rechtzeitigen Einsatz des Soletauschers, als auch die elektrische Vorerwärmung im Notfall.

Sommerliche Nutzung

im schwülheißen Sommer bedient sich der Soletauscher ebenfalls der konstanten Erdtemperatur, die in diesem Fall die warme Außenluft um ca. 10 K ankühlt. Man spricht hier „nur“ von einer Ankühlung, nicht von einer Klimatisierung. Im Gebäude wird es sehr wohl wahrgenommen, ob die Zuluft mit 30° C (direkt, ohne EWT) oder nur mit 20°C mittels vorgeschaltetem Sole-EWT ins Haus eingebracht wird.

Zusammenfassend kann man sagen:

Ein Sole-Erdrohrwärmetauscher ist sowohl im Winter, als auch in der sommerlichen Nutzung eine energetisch interessante Zusatzoption zur WGT-Anlage. Der Sole-EWT steigert damit nicht nur die Effizienz der Gesamtanlage, sondern auch den Wohnkomfort.

90 KOMMENTARE
von Hans-Juergen Leick
18. Dezember 2017, 15:46
Hallo Thomas,

der Sole-Erdwärmekorb kann auch nachträglich noch eingesetzt werden.
Voraussetzungen:
- Durchführung der Soleleitung in den Keller
- Platz für die Positionierung des Sole-Luft-Wärmetauschers in der Außenluftleitung
- Platz für die Sole-Pumpen-Gruppe im Gehäuse im Keller unter dem Sole-Luft-Wärmetauscher

Für den Einsatz des Erdwärmekorbs muss ein passend großes Loch zur Verfügung stehen.
Kosten für die Erdarbeiten können beim Bauunternehmer erfragt werden.
Die Bauteile könnten über Bau Info Center bestellt werden, wenn gewünscht.

Weitere Infos und den Preis sende ich Ihnen direkt per E-Mail.

Viele Grüße
Hans-Jürgen Leick
von Thomas
17. Dezember 2017, 23:23
Hallo zusammen,
wir haben unser Schwörerhaus dieses Jahr bezogen und haben keinen Erdwärmekorb eingeplant gehabt. Die Frage wäre ob man dies nachholen kann? Und wie hoch die Kosten pimaldaumen auf Seite der WGT wären? Da wir aktuell noch keine Gartengestaltung haben, wäre es jetzt noch durchaus sinnig das ganze anzugehen. Uns wurde damals auch abgeraten da wir einen Kamin eingeplant haben.
von Hans-Juergen Leick
27. Januar 2015, 08:38
Hallo R. Schönborn,

die Abtaufunktion für den Gegenstrom-Wärmetauscher wird über die Fortlufttemperatur überwacht.
Während des Abtauprozesses wird die Außenluft genau so temperiert, dass dies für die Abtauung ausreicht.
So wird der nötige Stromverbrauch für das Vorheizregister minimiert.
Für die Wärmepumpe im Lüftergerät gibt es einen zweiten Abtauvorgang, der unabhängig von der Abtauung des WT erfolgt.
Hierfür gelten selbstverständlich andere Parameter.

Es ist nicht zu erwarten, dass bei einer Außentemperatur von -3,3°C die Abtaufunktion für den WT schon aktiv ist.
Die beobachteten Sprünge können mit dem Betrieb der Zusatzheizung zusammen hängen.

Viele Grüße
Hans-Jürgen Leick
von R.Schönborn
25. Januar 2015, 20:33
Hallo Herr Leick,

Wenn ich mir die Beschreibung der "Parameter WT" in der Bedienungsanleitung ansehe, komme ich zu dem Schluss dass das VHR einerseits über die Temperatur der Frischluft (TnVHRmax und TnVHRmin) und andererseits über die Temperatur der Fortluft gesteuert ( Frost.AN, Frost.AUS) wird? Wann genau läuft denn dann die Abtauung? Müssen beide Bedingungen (Temperaturen) genügen (d.h. in dem Fenster liegen) ?
Sind die Werte bei "Parameter WP": "AbtauEIN" und "AbtauAUS" ebenfalls für das VHR zuständig oder ist das wieder ein anderer Abtau-Vorgang?
Gibt es vielleicht noch eine Dokumentation die die Steuerung etwas ausführlicher erklärt?
von Hans-Hermann Freymuth
14. Januar 2015, 10:17
Hallo Herr Buschmann
Wir haben ein Passivhaus mit 155 qm2Wohnfläche, Frischluftheizung Sole EWT,Kamin Aqua Insert.Dadurch keine Stromheizkörper sondern wassergeführte.Der Verbrauch lt Energieausweis sollte bei 10,5 KW liegen.Dieser Wert geht von 19Grad Raumtemperatur aus.Wir haben im ganzen Haus ständig ohne zu heizen mit den PTCs 22-23 Grad.Der Ofen wird ca.alle 3-4 Tage angeworfen,hauptsächlich zur Warmwassererzeugung.Jetzt im 3.Winter könne wir nur sagen,die errechneten Werte werden auf keinen Fall überschritten.Die WGTheizung reicht nach unseren Erfahrungen im Passivhaus voll und ganz aus.Klar ist die Passivhausausstattung etwas teurer,aber die darin enthaltene Mehrausstattung rechnet sich auf jeden Fall.Man muß sich mit dieser Art Heizung erst enimal beschäftigen,ist nicht wie früher Öl oder Gasheizung an,Heizkörper auf und das wars.Aber wenn man weiß wie es funktioniert,genial einfach,einfach genial!

Hans-Hermann Freymuth
von Hans-Juergen Leick
13. Januar 2015, 07:49
Hallo R. Schönborn,

ursprünglich wurde diese Funktion mit den Werten aus der Bedienungsanleitung gestartet. Mittlerweile hat sich gezeigt, dass ein kleinerer Bereich auch ausreichend ist und wir haben dies bei der Gerätekonfiguration berücksichtigt. In der Anleitung wurde diese Änderung später übernommen.
Das Vorheizregister wird für die Abtaufunktion des Luft-Wärmetauschers verwendet. Wird dort eine Teilvereisung festgestellt, wird über die Regelung das Vorheizregister aktiviert. Es wird über die oben genannte Funktion so geregelt, dass es die Luft auf nicht mehr als 12°C erwärmt. Dies erfolgt auch nur für einige Minuten. Die Leistung beträgt 1,5 kW.
Unterschreitet die Fortlufttemperatur den Wert “FrostAN” wird die Abtauung aktiviert.

Sie können die Einschaltwerte für den Sole-EWT individuell festlegen. Wenn Sie die Standardwerte verändern möchten, ist dies möglich.

Viele Grüße
Hans-Jürgen Leick
von W. Müller
7. Januar 2015, 14:25
Hallo Herr Buschmann,

wie die SchwörerHaus-Besitzer-Kollegen schon geschrieben haben, es ist eine Frage der Rechnung Einmalkosten versus Verbrauchskosten. Ausreichend ist Ihre Idee auf alle Fälle - die wäre sogar ohne Erdwärmekorb und Schwedenofen ausreichend. Denke die 64€ pro Monat können Sie wieder erreichen, viel günstiger wirds aber nicht.

Habe dazu einige Rechnungen im Vorfeld meines Baus gemacht, die sich aktuell in den Verbrauchszahlen auch bestätigen:

- Ein Schwedenofen mit 1-2 Schüttraummeter Holz spart ca. 1500 bis 3000kWh pro Jahr Heizstrom. Die Anschaffungskosten liegen in meinem Fall (inkl. Schornstein + Zubehör, sonst. Kosten) bei 9000€. Die 1-2 Schüttraummeter Holz kosten ca. 120..150€. Man sieht schon, das dauert lange, bis der sich rechnet (20 Jahre vielleicht). ABER: Wir können auch mal ohne schlechtes Gewissen 25°C im Wohnzimmer haben, es ist eine tolle Wärme und alleine der Blick ins Feuer ist das Geld wert. Für mich eine tolle Investition in Wohnkomfort - ganz ohne Elektrik, der läuft auch bei Stromausfall (ok, sehr selten bei uns).
- Erdwärmekorb - spart vielleicht 300..500kWh Heiz- bzw. Kühlstrom im Jahr. Kostenpunkt bei mir ca. 4000€. Das rechnet sich auch nur über sehr lange Zeiträume, zumal auch die Soleflüssigkeit richtig Geld kostet, wenn man die mal tauschen muss. ABER: Man kann im Sommer die Luft schön ankühlen, das Haus ist angenehm temperiert und im Winter muss man keine Angst haben, dass ständig das elektr. Vorheizregister anspringt. Also auch eine gute Sache, wobei ich finde zu teuer.

Eine Gasheizung mit Flächenheizkörper (Fußboden, Decke, Wand) in Kombi mit einer Lüftungsanlage und einem Kaminofen ist sicherlich auch eine feine Sache, allerdings zumindest bei Schwörer in Summe teurer. Dafür werden die Verbrauchskosten niedriger sein. Danke der besseren Dämmung würden Sie sicherlich mindestens ein Drittel weniger brauchen, als jetzt. Einfach mal anbieten lassen und vergleichen. Die Anschlusskosten für Gas nicht vergessen, die waren in unserem Baugebiet satte 3500€... Das alleine sind ungefähr die Heizkosten für (je nach Haus) mehrere Jahre.

Gruß, W. Müller
von R.Schönborn
4. Januar 2015, 20:43
Hallo Herr Schwarz,



Im Bendienteil unserer Frischluftheizung gibt es die Parameter für den Start / stop des Vorheizregisters. In der Dokumentation sind die Default-Werte für "TnVHRmin" =8°c und "TnVHRmax"=12°c. Bei uns eingestellt sind aber 10/12 (min/max). Was ist die empfohlene Einstellung?
Wofür wird das Vorheizregister überhaupt benötigt und wieviel Strom verbraucht es? Ist das die Abtaufunktion der Wärmepumpe, die durch die Sole-EWT vermieden werden soll?
Verstehe ich den Parameter "Frost.AN" richtig, dass bei Unterschreitung dieser Temperatur das Vorheizregister eingeschaltet wird und somit der Abtauvorgang aktiviert wird?

Zum Sole-EWT: ich habe hier im Forum gelesen die Einstellung zum Start/stop soll 2/5 °c betragen. Nun habe ich die Vermutung dass die Pumpe des EWT nur 35Watt braucht. Durch ausprobieren habe ich festgestellt dass der EWT auch bei einer Außentemperatur von ca 5°c die Lufttemperatur auf bis zu 10°C erwärmen kann. Wäre es da nicht sparsamer den EWT maximal auszunutzen um die Zuheizung durch die Heizelemente minimal zu halten? Mit den empfohlenen Einstellungen (2/5) ist bei einer Außentemperatur von ca -4°C der Sole-EWT weniger als 50 % der Zeit aktiv...
von Thomas M.
22. Dezember 2014, 12:52
Hallo Herr Buschmann,

wir sind seit August in unser KFW 70 Haus eingezogen. Haben einen Schwedenofen - keinen Erdwärmekorb. Bislang sind wir sehr zufrieden mit dem Konzept. Der Stromverbrauch ist bislang absolut überschaubar - wobei wir auch einen sehr milden Winter haben. Wir heizen derzeit jeden Tag mit Holz - insofern habe ich bislang keinen Vergleich wenn mal der Schwedenofen nicht an ist. Da Sie den Kaminofen aber installieren wollen, haben Sie hier die Möglichkeit den Stromverbrauch zu senken - die Anschaffungskosten des Ofens/Schornsteins sowie die lfd. Kosten für Holz sind natürlich zu berücksichtigen.

Großes Plus ist natürlich auch der Komfort der Lüftungsanlage. Die Luftqualität ist super. Gerüche in Küche und Schlafzimmer werden schnell abgelüftet. Auch das lästige Fensteröffnen entfällt.

Man sollte sich schon mit dem Konzept befassen und für sich idealen Einstellungen finden. Im Blogbeitrag "Anwendertipps für die Frischluftheizung" finden Sie viele Anregungen und Tipps - des Weiteren ist ein Workshop für die Frischluftheizung - der von Schwörer angeboten wird - zu empfehlen.
von Dietmar Buschmann
22. Dezember 2014, 11:56
Hallo Herr Schimpfky,
Danke für Ihre schnelle Antwort,für ein KFW 55 Haus mit Holzfaserdämmung müsste es dann doch reichen?
Wie gesagt wir möchten noch einen Erdwärmekorb und einen Schwedenoffen installieren.
Vielen Dank und ein schönes Weihnachtsfest.

MFG
Dietmar Buschmann
von R. Schimpfky
22. Dezember 2014, 08:27
Hallo Herr Buschmann,

es ist wohl für großer Qualitätsbeweis für Schwörer, wenn sie erneut mit dieser Firma bauen wollen. Mit der Qualität der Bauausführung und dem Kundendienst bin ich auch zufrieden.

Als Laie denke ich über Ihre Frage: Ein Haus hat zunächst einfach nur einen Wärmebedarf. Dieser wird über ein Heizsystem gedeckt. Der Wärmebedarf ist wahrscheinlich fast unabhängig vom verwendeten Heizsystem. Nun ist der Preis für Strom aktuell ca. 3,5 mal so hoch wie der für Gas. Persönlich glaube ich, dass dieser Faktor in den nächsten Jahren sinken wird - Strom wird etwas günstiger werden, und Gas wohl auf lange Sicht teurer.

Leider ist von Schwörer verbaute Wärmepumpe einfach zu klein dimensioniert, um ein Haus (kfw-70 Standard) an typischen Wintertagen allein zu beheizen (außer Sie planen ein sehr kleines oder sehr stark isoliertes Haus).
Wäre die Wärmepumpe mit ihrer JAZ von 3 als Wärmequelle ausreichend, wären die Betriebskosten nahezu identisch, bei beiden Heizsystemen (Wärmepumpe: 1 kWh Strom -> 3 kWh Wärme). Durch die Elektroheizkörper und PTC-Elemente liegt die Jahresarbeitszahl für das Heizsystem aber viel viel niedriger.

Lassen Sie sich doch von Schwörer die verschiedenen Optionen über 10 oder 15 Jahre durchrechnen, das sollte ein gutes Bild über die Herstellungs- und Betriebskosten geben. (Leider kam mir diese Idee erst _nach_ Fertigstellung des Hauses, und der Schwörervertrieb hatte mir so etwas nicht von sich aus angeboten).

Irgendwie hier im Blog hatte es jemand auf den Punkt gebracht: Die Frischluftheizung ist etwas teurer im Betrieb, dafür sind die Anschaffungskosten deutlich günstiger als die für ein wasserführendes System.

Oh und noch ein Tipp: Schauen Sie sich die Brauchwasser-Wärmepumpe genau an, bzw. suchen Sie einen etwas abseits gelegenen Aufstellungsort. Das Gerät ist im Betrieb erstaunlich laut!

mit freundlichen Grüßen
Rolf Schimpfky
von Buschmann Dietmar
19. Dezember 2014, 14:57
Hallo,
bin durch das ganze lesen im Internet verunsichert.
Wir haben 1997 schon mit Schwörer gebaut und waren sehr zufrieden.Wir haben einen Gasheizung
(kein Brennwertgerät) und brauchen für unsere 140 Quadratmeter 64 Euro fürs Heizen und Warmwasser.
Wir möchte wieder mit Schwörer bauen und es soll dieses mal ein KFW 55 Haus werden mit Holzfasserdämmung.Jetze habe ich gelesen das die Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung und PTC
viel Strom fressen.
Meine fragen
1.) stimmt das.?
Wir planen zu der Lüftungsanlage noch einen Erdwärmekorb hinzu und möchten noch einen kleinen
Kamin ins Wohnzimmer
2:)Was haltet Ihr davon, damit müssten doch die Stromkosten im Rahmen bleiben?
oder lieber wieder Gas und Fußbodenheizung
viele Dank für euere Hilfe und schöne Weihnachten.

MFG
Dietmar Buschmann
von Jochen Schreck
10. Dezember 2014, 09:58
@R. Schimpfky:

Wir haben hier noch den Luft-EWT (Langes Ansaugrohr für die Zuluft in 2 m Tiefe rings um das Haus herum) und sind ebenfalls sehr zufrieden seit 2007.

Wir lassen den EWT bei unter +4°C und über +23°C laufen. Dazwischen wird direkt angesaugt.

Grundsätzlich "verbraucht" sich die Wärme im Boden ja nicht, da ständig Wärme von unten nachgeführt wird. Das Erdreich um den Wärmetauscher im Boden (ob Luftrohr oder Solerohr ist egal) kühlt aber mit sinkender Außentemperatur und längerer Laufzeit des EWT immer weiter ab, wodurch die Effizienz des EWT sinkt. Trotzdem bleibt die Zuluft mit EWT immer noch deutlich wärmer als ohne EWT. Von daher erst mal: Keine Sorge!

Viele Grüße,
Jochen Schreck
von R. Schimpfky
1. Dezember 2014, 19:12
Hallo miteinander,

nun, bei den ersten sehr kalten Tagen & Nächten hier in Sachsen freue ich mich den EWT zu haben.

Gibt es hier Erfahrungen wie lange der Wärmevorrat im Erdreich bei normaler Verwendung des EWT genügt? Ist die Wärme bei kälteren Wintern schon im Januar verbraucht, oder ist die Anlage so dimensioniert, dass die Wärme in jedem Fall über den Winter reicht? Ich möchte gern die Start-temperatur des EWT von der Werkseinstellung +1° auf +2°C hochstellen.

Warum wird die Zulfut für die Brauchwasser Wärmepumpe nicht ebenfalls über den EWT vorgewärmt? Wären die zusätzlichen Rohrleitungen problematisch, oder genügt die Leistung des EWT nicht um zwei Wärmepumpen zu versorgen?

vielen Dank
R. Schimpfky
von Julian Mross
28. Oktober 2014, 12:01
Hallo Herr Schimpfky,

ja, sie haben schon richtig beobachtet. Es dauert eine gewisse Zeit, bis sich das an den Zeigewerten ablesen lässt.
Richtig ist auch, dass der Sole-EWT dann, wenn die Außentemperaturen ins Minus gehen, seinen Dienst im Winterbetrieb aufnehmen soll.
Bei Anlagen mit Sole-EWT wird auch bei frostiger Außenluft der Wirkungsgrad des Wärmetauschers hoch gehalten, indem auf den Wärmetauscher durch den EWT noch gewisse Zeit Luft ohne Minusgrade zugeführt wird.
Durch die EWT-Vorwärmung wird Ihre Anlage weniger Abtauzyklen fahren, da der Wärmetauscher recht lange Eisfrei gehalten werden kann.

Darin liegt im Winterbetrieb ein entscheidender Vorteil in Verbindung mit dem Sole/EWT.

Viele Grüße
Albrecht Schwarz
von R. Schimpfky
27. Oktober 2014, 22:03
Hallo,

offenbar benötigt das System aus Pumpen, Wärmetauscher und Soleleitung einige Zeit um anzulaufen. Mit gewisser Wartezeit ergibt sich ein deutlicher! Wärmegewinn bei Verwendung des Sole-EWT.

mit freundlichen Grüßen
R. Schimpfky
von R. Schimpfky
27. Oktober 2014, 21:36
Hallo,

mit den ersten Heiztagen wird auch die richtige Einstellung der Frischluftheizung wieder wichtiger. Mein Schwörer Haus (KfW-70 Standard) ist mit einem Sole EWT ausgestattet.

Heute habe ich die beiden Betriebsmodi "Winterbetrieb - Stufe 1" und "Handbetrieb" miteinander verglichen.
In beiden Betriebsarten läuft die Lüftung auf Stufe 1, beim Handbetrieb schaltet sich zusätzlich der EWT ein (Steuergerät im Wohnzimmer zeigt "EWT ein" an). Die Außentemperatur beträgt +1°C.

Interessant ist jetzt, wie sich die Zulufttemperatur verändert.
Im Winterbetrieb liegt sie bei 47,8 bis 48°C (EWT aus).
Im Handbetrieb liegt sie bei 47,3°C (EWT ein).

Dieses Ergebnis überrascht mich sehr. Ich bin davon ausgegangen, dass durch den EWT die Zulufttemperatur steigt. Inbesondere jetzt, vor dem Winter, sollte das Erdreich wärmer sein als +1°C. Entsprechend sollte die Zulufttemperatur höher liegen, wenn der EWT verwendet wird.

An welcher Stelle liegt hier mein Denkfehler oder das Problem?

mit freundlichen Grüßen
Rolf Schimpfky
Claudia Baur von Claudia Baur
13. August 2014, 12:23
Hallo Thomas,
nach Rücksprache mit unserer Technik würde ich Sie bitten sich hierzu mit unserem Kundendienst Tel 07387 16400 in Verbindung zu setzen, da die Einstellung der Pumpe auf den berechneten Volumenstrom der Lüftungsanlage abgestimmt werden sollte.
Danke!! Viele Grüße Claudia Baur
von Thomas
9. August 2014, 22:53
Hallo,
an meinem EWT wurde die Umwälzpumpe "Wilo-Yonos PICO" wegen Defekt ersetzt. Nun frage ich mich, wie man die Pumpe genau einstellen sollte.
1. Differenzdruck "konstant" oder "variabel"?
2. Förderhöhe bzw. Watt?

Info: Erdwärmekorb BetaTherm ECO.
Welche Einstellung empfehlen Sie?

Gruß
Thomas
von W. Müller
6. August 2014, 15:19
Hallo,

eine Erinnerungsfunktion ist eigentlich in der WGT enthalten... Zumindest in unserer Baujahr 2012. Respekt, drei Jahre der gleiche Filter. Den möchte ich auch nicht sehen ;-) Aber scheint doch eine stabile Lösung zu sein, dass da überhaupt noch Luft durchkommt...nach drei Jahren?

Luftige Grüße,
W. Müller
von wolfgang
4. August 2014, 19:35
Hallo Herr Methner,
vielen Dank für den support und schnelles zusenden der Filter. der Muffel Geruch ist weg. Es lag am nicht sachgemäßen rechtzeitigen tauschen des Filters (bei uns nach ca. 3 Jahren, Ihre Empfehlung 6-8Monate) durch mich am Eingang in das Frischluft/Hezungs-/Kühlungssystem. Jetzt leben wir wieder "Muffelfrei" mit im Moment 22 Grad und 45% Luftfeuchte in unserem geliebten Schwörerhaus mit Leerkassette und EWT!
Vielleicht können Sie den Heizungsservice stärker sensibiliisieren bzgl. dem Tausch dieses Filters bzw. eine Funktion in die Zentraleinheit programmieren die den Anwender darauf hinweist die zu tun.
Gruß
Wolfgang
von Gerald Methner
25. Juli 2014, 08:54
Hallo Wolfgang,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Um die Ursache genau zu lokalisieren bitte wir Sie unseren Kundendienst zu kontaktieren.
Kontakt: service@schwoerer.de; 0738716400

Gruß Gerald Methner
von wolfgang
23. Juli 2014, 19:23
Hallo Herr Schwarz wir wohnen seit 10.2011 in einem Schwörer Haus (BV:33840) und sind soweit mit dem Heizungssystem (Frischluftheizung und Sole EWT) zufrieden. Seit kurzem (Mai 2014) ist es aber so, dass sobald wir auf Kühlfunktion umstellen und die Anlage längere Zeit (ca. 12h) am Stück läuft (mit und ohne Leerkassette) wir einen Muffe Geruch (leicht nach faule Eier) warnehmen wenn wir nach Hause kommen.
Können Sie uns weiterhelfen, was der Grund sein kann? (u.u der Filter am Eingang oder die Sole?).
Gruß und Danke
Wolfgang
Albrecht Schwarz von Albrecht Schwarz
30. Juni 2014, 09:50
Hallo Thomas,

unsere Erfahrungen liegen in dem offerierten Bereich einer Ankühlung von 8- 10 K.
Was bei Ihnen jetzt ursächlich die von Ihnen geschilderte Temperaturen ist, muss geprüft werden.
Ein Blick in unsere Tourenplanung hat mir verraten, dass ein Techniker zufällig heute bei Ihnen ist. Er wird sich dieser Sache annehmen, wenn er Vorort ist.

Freundlicher Gruß
Albrecht Schwarz
von Thomas
27. Juni 2014, 18:01
Hallo Herr Schwarz,

heute bei einer Außentemperatur von 26°C habe ich am WGT-Leistungsteil folgende Werte abgelesen:
Temp. nach EWT: 24°C
Zuluft-Temp.: 22°C
Sie schreiben, dass der Erdwärmetauscher die Außenluft ca. 10 K ankühlt. Leider bei meiner Anlage nur 2 K. Und wie erklärt sich die um 2 K kühlere Zuluft-Temperatur? Müsste diese nicht durch die nicht zu 100% schließende Bypass-Klappe und die Abwärme des Zuluftmotors höher sein, als die Temp. nach EWT?
Sind diese Werte in Ordnung oder sollte die Anlage überprüft werden?
(Kom-Nr.: 36220)

Vielen Dank!
Thomas
von Heinrich Suhrenbrock
9. Dezember 2013, 08:18
Hallo Alexander,

die Parameter für den Sole-EWT (Winterbetrieb) bitte wie folgt einstellen: Start > 1°C ; Stop < 5 °C.

Freundliche Grüße
Heinrich Suhrenbrock
von Alexander
2. Dezember 2013, 18:09
Parameter für EWT start/stop im Winterbetrieb

Hallo,

wir haben eine WGT mit Sole-Erdwärmetäuscher (und Solekorb von Betatherm).

Die Einstellungen start EWT habe ich verstellt, um die Funktion des EWTs vor der Heizperiode zu testen.

Leider kann ich meine handschriftliche Dokumentation der Ursprungsparameter nicht mehr auffinden.


Das Schwörer-Handbuch der Frischluftheizung zeigt da zwei unterschiedliche Parameter (Schwörer Frischluft/WärmeGewinnTechnik, Bedienungsanleitung Steuerung, Lüftergerät mit Wärmepumpe, Ausführungen WRG ….., Stand Juli 2012)
auf Seite 24:
start EWT2

und auf Seite 30 -
start EWT 5


So habe ich ein paar Fragen:

Was sind denn nun die "richtigen" Parameter bzw. die Werkseinstellungen oder werden diese für jedes Haus individuell eingerichtet?

Ist es sinnvoll, die Schwellwerte so zu parametrisieren, dass die Pumpe des EWT permanent läuft (Energieaufwand für Pumpe vs. Wärmeertrag) ?

Ist es sinnvoll, die Schwellwerte manuell nachzuregeln, da der Erdboden in 2m auch deutlichen Temperaturschwankungen über die Wintersaison unterliegt? (siehe http://www.pik-potsdam.de/services/klima-wetter-potsdam/klimazeitreihen/bodentemperatur)

Danke für Feedback.

Mit freundlichem Gruß

Alexander
von Heinrich Suhrenbrock
29. November 2013, 08:35
Hallo,

die genaue Position des Erdwärmekorbes wird beim Baustellengespräch mit unserem Bauleiter und ihrem Bauunternehmer festgelegt.

Freundliche Grüße
Heinrich Suhrenbrock
von Andy T.
25. November 2013, 16:38
Hallo Herr Suhrenbrock,

vielen Dank für die Information.
Wie wir den Weg über den Erdwärmekorb anlegen, wissen wir noch nicht genau, wir sind noch am abwägen der Vor- und Nachteile der Möglichkeiten.
Ist eine andere Position des Erdwärmekorbs (in Radius der Anbindeleitung) bis vor den eigentlichen Einbau möglich? Oder sollte bereits bei den Mehrfertigungsplänen die genau Position fest stehen.

Viele Grüße

Andy T.
von Heinrich Suhrenbrock
21. November 2013, 07:51
Hallo Andy,

bei der Bepflanzung oder Überbauung eine Erdwärmekorbes sollte folgendes beachtet werden:
- keine tiefwurzelnden Bäume oder Sträucher
- keine feststehende Bebauung und keine Versiegelung von Flächen

Durch die Verlegung einer speziellen Pflasterung (Drainpflaster) darf der Erdwärmekorb unterhalb des Weges zum Hauseingang verlegt werden. Zudem sparen sie bei einer Drainpflasterung Abwassergebühren da dieses nicht mehr als versiegelte Fläche gerechnet wird. Falls sie den Weg zum Hauseingang versiegeln möchten besteht auch die Möglichkeit den Erdwärmekorb an einer anderen Stelle zu platzieren. Die Anbindeleitungen sind in der Regel 20 m lang.

Setzungen im Bereich des Erdwärmekorbes können laut der Fa. Betatherm (Hersteller von Erdwärmekörben) ausgeschlossen werden sofern mit einer entsprechenden Verdichtungstechnik während der Verfüllung des Erdwärmekorbes gearbeitet wird.

Freundliche Grüße
Heinrich Suhrenbrock
von Andy T.
14. November 2013, 17:28
Hallo Schwörer-Team,

wir planen unser Schwörer-Haus mit einem Erdwärmekorb. Unser Architekt hat nun diesen direkt neben dem Haus eingeplant. Darüber verläuft genau unser Weg zum Hauseingang.
Da ich erst bei Schwörer von Erdwärmekörben gehört habe, habe ich mich darüber im Internet informiert. Jetzt Frage ich mich, ob der Erdwärmekorb richtig eingeplant ist.
Zum einen, da ich laut den Infos die ich gelesen habe, über den Erdwärmekorb keine versiegelte Fläche sich befinden dürfen. Da feuchte Erde eine bessere Wärmeleitung hat und somit eine bessere Funktion des Erdwärmekorbes bringt.
Zum anderen habe ich gelesen, dass es in der ersten paar Jahren leichte Absenkungen geben kann, diese würden sich ebenfalls negativ auf unsere momentane Planung auswirken.

Viele Grüße
Andy T.
von Sarah Babatz
25. Juni 2013, 09:54
Hallo Birgit,

in diesem Fall ist eine Ferndiagnose über das Internet nicht möglich.

Bitte wenden Sie sich unter 07387/16-400 direkt an unseren Kundendienst, damit dies genau überprüft werden kann.

Vielen Dank.

Freundliche Grüße
Sarah Babatz
von Birgit
21. Juni 2013, 15:33
Hallo Herr Methner,

Danke für die Antwort, aber das kann u.E. nicht sein, zumindest verhält es sich nicht so. Wir haben das gestern abend auch nochmal beobachtet und haben die Parameter an der Schwelle Außentemperatur 25->24 Grad immer wieder abgelesen.
Die Temp nach EWT betrug (bei aktivem EWT) und 25 Grad Außentemperatur recht konstant 19-20 Grad (dies war auch in etwa der Wert vom ganzen Tag, auch bei 30 Grad Außentemperatur am Mittag).
Als dann die Außentemperatur auf 24 Grad fiel stellte sich gleichzeitig der EWT ab. Eine Temp nach EWT von kleiner als 15 Grad hat da sicher nicht vorgelegen.
Das gleiche Verhalten hatten wir am Vortag ja auch schon.
Also wir haben vielmehr den Verdacht, dass sich der EWT abschaltet, sobald die Außentemp um 1 Kelvin kleiner als 25 Grad ist.
Das ist ziemlich schade, da uns dadurch am Abend einiges an Kühlfunktion "flöten" geht, die gerade dann wünschenswert wäre.

Ist da jetzt etwas falsch eingestellt oder programmiert?

Grüße
Birgit
von Gerald Methner
20. Juni 2013, 06:51
Hallo Birgit,

in der Steuerung ist folgendes hinterlegt: Einschalten des EWT bei einer gemessenen Außentemperatur von 1 Kelvin größer als 25°C. Der EWT Stopp erfolgt bei einer gemessenen Temperatur nach EWT von 0,5 Kelvin kleiner als 15°C.

Viele Grüße
Gerald Methner
von Birgit
19. Juni 2013, 09:12
Hallo Herr Methner,

ja Danke. Wie gesagt sind wir da ohnehin schon dran. Nur da der Kundendienst schon einige Male da war und bzgl. des Wärmeverlustes nichts gefunden hat, hatte ich auf noch ein paar Tipps für den nächsten Einsatz gehofft.
Wir beobachten zur Zeit noch und schreiben auf - im Moment ist ja aufgrund der heißen Witterung das Thema Wärmeverlust zumindest nicht negativ spürbar :-)

Ich habe noch eine weitere Frage - zurück zum Thema dieses Blogs: EWT.
Im Sommer schaltet sich dieser ja zu sobald die Außentemperatur 26 Grad oder höher ist (die Einstellung 25 Grad um 1 Grad überschritten ist). Frage: Wann schaltet er sich im Sommer wieder ab?
Die Aussagen dazu in der Bedienungsanleitung sind leider widersprüchlich:
Offenbar ist hier der Parameter SOMMERstop im EWT Menü entscheidend. Dieser steht bei uns (Default) auf 15 Grad.
An einer Stelle steht nun in der Anleitung, dass die Außentemp auf 15 Grad fallen muss, dann stellt sich der EWT ab.
An anderer Stelle steht, dass die Temp nach EWT auf 15 Grad fallen muss (??).

Was stimmt nun? Ersteres scheint nicht zu stimmen, letzteres erscheint uns aber merkwürdig - heißt das nicht, der EWT schaltet sich ab, wenn er gerade besonders effizient arbeitet ( bei 25 Grad draußen die Luft um 10 Grad ankühlt)?

Gestern abend haben wir die Beobachtung gemacht, dass der EWT sich direkt ausschaltete, nachdem am Abend die Außentemperatur auf 24 Grad gefallen war.
Die Temp nach EWT kann man dann (bei EWT schon inaktiv) ja leider nicht mehr beobachten. Kurz vorher stand sie aber noch so bei 19-20 Grad - dass dann wirklich bei 24 Grad draußen nur noch 15 vorlagen ist eher unwahrscheinlich?

Wir hätten uns gestern gewünscht, dass der EWT noch weiter gelaufen wäre - dann hätten wir sicher für die Nacht eine bessere Abkühlung des Hauses erzielt.

Danke und Gruß
Birgit
von Gerald Methner
18. Juni 2013, 08:47
Hallo Birgit,

um den Sachverhalt effektiv und gezielt zu ermitteln bitte ich Sie sich mit unserem Kundendienstbüro in Verbindung zu setzen.

Freundliche Grüße
Gerald Methner
von Birgit
11. Juni 2013, 12:15
Hallo Thomas,

vielen Dank für diese Infos. Das ist sehr interessant. Mit dem Aqua Insert haben wir (trotz ständigen Anheizens im Winter, wir sind allerdings schon Ende Januar eingezogen) den Puffer nur sehr schwer auf Temperaturen jenseits der 60-65 Grad gebracht - 70-80 wäre ja traumhaft! Mal sehen, ob wir hier im nächsten Winter erfolgreicher sind...
Mit der Sonne schaffen wir (jetzt wo es funktioniert) an (wirklich super-sonnigen Tagen) jetzt auch so 70-80 Grad, dafür muss aber schon den ganzen Tag lang die Sonne scheinen.

Skeptisch macht uns aber der Temperaturverlust.
Wir scheinen da - ohne jegliche Verbraucher, auch kein Duschen etc. wie wir an "Schwimmbad-Tagen" mal getestet haben - ca. 15-20 Grad pro Tag zu verlieren. Wenn geduscht wird, dann eben noch mehr... (gegen das "Leerlaufen" braucht das Duschen dann aber widerum erstaunlich wenig Energie, nur ca. 5-10 Grad bei ausführlicher Dusche).
Natürlich kommt es darauf an, wie stark der Puffer auch im unteren Bereich (Puffertemp 2) geladen ist, wie schnell ein Temperaturverlust nach oben durchschlägt, aber ich gehe bei diesen Werten mal von einem gleichmäßig geladenen Puffer aus.

Die Brauchwasser-Zirkulationspumpe haben wir, ist ja ohnehin jetzt im Standard - da wundert es mich auch, dass ein Abbemustern bei euch so ohne weiteres möglich war? Uns hat man das eher anders kommuniziert.
Allerdings haben wir die Pumpe testhalber auch mal abgeschaltet und keine große Veränderung feststellen können. Der KD hielt es auch eher für unwahrscheinlich, dass die Pumpe so sehr viel rauszieht, schließlich pumpt die nur "im Kreis" wenn nichts gebraucht wird.

Bei uns hat der tägliche Temperaturverlust zur Folge, dass wenn mal einige (2 oder mehr) bewölkte Tage in Folge sind, wir die Heizpatrone zuschalten müssen.
Dass ihr das bisher nie brauchtet, macht uns in der Tat neidisch!

An Schwörer deshalb nochmal die Frage an welchen "Stellschrauben" es denn nun noch liegen kann, wenn ohne Verbraucher so viel Energie aus dem Puffer verloren geht??

Grüße
Birgit
von Thomas Kehrer
7. Juni 2013, 14:33
Hallo zusammen,
wir wohnen seit Ende März in unserem Haus (Wärmedirekthaus mit AquaInsert - ohne Sole EWT).

Seit unserem Einzug gab es ein paar Nächte mit Minusgraden, die PTC wurden aber seit wir dort wohnen nie benötigt und selbst die Wärmepumpe war nur an wenigen Tagen in Betrieb.
Unser Warmwasser wurde seither nur durch die Sonne oder durch den Aqua Insert gemacht, den Heizstab habe ich nicht aktiviert.
Wenn wir abends mit einem schönen Feuer den Warmwasserspeicher auf 70-80° geheizt hatten, waren morgens ab und an nur noch ca 40° übrig, hier waren dann aber die wassergeführten Heizkörper und teilweise auch das Nachheizregister in Betrieb, Händewaschen und Duschen fällt ebenso in dieses Zeitfenster.

Wenn an schönen Tagen durch die Sonne das Wasser auf knapp 80° erhitzt wird und die Heizkörper zugedreht sind (bzw. bei den derzeitigen Temperaturen auch die Heizungszirkulationspumpe nicht läuft) haben wir einen "Temperaturverlust" über die Nacht von ca 10-15° - über einen Zeitraum von ca 10 Stunden, in denen man auch mal warmes Wasser zum Händewaschen oder Duschen braucht.
Allerdings haben wir keine Brauchwasserzirkulationspumpe, die haben wir bei der Bemusterung Ende 2012 gestrichen.

Ursprünglich hatten wir auch einen EWT vorgesehen, da es aber auf Grund der Gebäudeposition ziemlich umständlich mit dem verlegen geworden wäre und wir sowieso von Anfang an den Aqua Insert eingeplant hatten, haben wir darauf verzichtet.

Grüße
Thomas Kehrer
von Birgit
6. Juni 2013, 16:27
Hallo Herr Jaudas,

Ihre Aussage "Ein auskühlen des Speichers bei nicht Gebrauch deutet auf eine Fehleinstellung hin." ist sehr interessant. Welche Art Fehleinstellung könnte denn da möglicherweise vorliegen?
Nachdem nun unsere Solaranlage (im Zshang mit Aqua Insert) endlich nach 4 Kundendiensteinsätzen funktioniert, scheinen wir nach wie vor das Problem zu haben, dass die einmal gewonnene Wärme bei Nichtverbrauch (und wenig Sonneneinstrahlung) - für unsere Begriffe - relativ schnell wieder verloren geht.
Der Kundendienst hatte auch hier schon nach möglichen Ursachen gesucht, war aber nicht wirklich erfolgreich.
Wir beobachten das derzeit noch genauer und schreiben die Werte auf, um ein paar mehr Anhaltspunkte zu bekommen, bevor wir wieder den KD einschalten. Aber wenn Sie Ideen haben, an welchen Stellen der KD noch suchen sollte, wäre das sicherlich hilfreich!

Was würden Sie denn sagen ist an Energieverlust (ohne Verbraucher) noch "im Rahmen" und wann ist es nicht mehr normal?

Danke und Grüße
Birgit
Ralf Jaudas von Ralf Jaudas
6. Juni 2013, 06:52
Hallo Michael,

die Frischluftheizung ist eine in der Anschaffung kostengünstige Heizungsvariante. Die Option Sole EWT unterstütz die Systemtechnik indem im Winter die Anlage frostfrei gehalten wird und im Sommer noch die Möglichkeit der Ankühlung besteht.
Der Aqua Insert bietet die Möglichkeit die Energie sowohl über ein wassergeführtes System auf weitere Räume als auch die Trinkwasserbereitung zu ermöglichen. Primär steht in der Regel der Wohlfühlaspekt "Feuer" im Aufstellungsraum im Vordergrund.
Ein auskühlen des Speichers bei nicht Gebrauch deutet auf eine Fehleinstellung hin. Der Kunde sollte sich entsprechend bei unserem Kundendienst melden, damit die Anlage überprüft werden kann.

Öl oder Gasheizungen sind nach wie vor eine Alternative. Es ist lediglich die Abhängigkeit von den nicht regenerativen Energiequellen die viele Bauherren nicht mehr haben wollen. Durch ein elektrisch betriebenes Heizungssystem, sei es unsere Frisch-Luft-Heizung oder aber einer Wärmepumpe in Kombination mit einer PV Anlage und zukünftig noch mit eigenem Energiespeicher im Haus oder auf Quartiersebene schafft sich der Bauherr die entsprechende Unabhängigkeit. Die Tatsache, dass in Deutschland die Energiewende beschlossen ist, und der Ausbau der regenerativen Energien vorangetrieben wird, macht den Strom immer "grüner" aber leider noch nicht billiger.

Freundliche Grüße
R. Jaudas
von Michael
20. Mai 2013, 21:55
Hallo zusammen,
da wir gerade an der Zusammenstellung unseres Häuschens sind machen mir die hier beschrieben Probleme mit der WGT nicht gerade Mut!
Eine einfache aber deutliche Frage: Warum soll ich mir die WGT samt EWT-Sole (glaub ca. 3000 € Aufpreis) ins Haus holen wenn ich dann auch noch die Heizpatronen deaktivieren soll bzw. wie bereits beschrieben wurde die PTC auf 10 Grad schalte damit diese nicht zum Einsatz kommen um folge dessen die Stromkosten im Zaum zu halten! Der Sinn des Aqua Insert möchte ich hier mal garnicht in Frage stellen, jedoch die hier benannten Pufferzeiten bzw. deren starke Absenkung trotz nicht Betrieb macht mich schon sehr Nachdenklich bezüglich dieser Investition von ca. 11.000 €!!!
Ist es daher nicht Sinnvoller eine Öl-Brennwert Heizung in Verbindung mit einer Brauchwasser Solaranlage zu installieren (ca. 1500 Liter Heizöl großzügig berechnet)... ja Öl wird auch nicht billiger, aber die Ökostrom Geschichte ist auch bei allen in der Geldbörse angekommen. Zumal Schwörer in seinen Berechnungen im Energiesparleitfaden mit einem Preis von 15,12 ct/kWh aus Januar 2010 wirbt...
Ich freue mich auf Eure Antworten.
Grüße Michael
von Martin
26. Februar 2013, 10:09
Hallo,

ich kann hier von unseren ersten Erfahrungen mit dem Sole-Erdwärmekorb Betatherm ECO Turbo berichten, der in unserem Haus seit einigen Tagen in Betrieb gegangen ist. Wir sind noch nicht eingezogen, weil die Türen noch nicht eingebaut sind, aber haben die Heizung dennoch angeschaltet um das Haus zu temperieren. Aktuell ist es so, dass bei egal welcher Aussentemperatur die Temperatur nach EWT bei ca. 6 °C liegt, auch bei den bisher tiefsten beobachteten Temperaturen aussen von -5 °C. Ob die Spreizung noch weiter reicht bei noch tieferen Temperaturen, wissen wir aktuell noch nicht, aber wir sind mit der Leistung des Turbo-Korbes mehr als zufrieden. Der Wirkungsgrad des ECO Turbo scheint recht gut zu sein, allerdings setzt dies laut Hersteller voraus, dass eine gute Wasserbindung des Erdreiches besteht, um den Korb schnell regenerieren zu können. Daher hatten wir den Korb mit unserem Tiefbauer bis maximal 5,50 m vergraben, die Zu- und Ableitungen in dem sowieso schon tiefen Graben um das Haus bei ca. 2,20 m verlegt, und für eine gute Wasserbindung den Korb in Humus gebettet. Das Ergebnis ist denke ich schon gut, und der geringe Mehraufwand für den Turbo-Korb (ca. 70 EUR) denke ich gerechtfertigt, ohne dass ich jedoch genau sagen kann, wie groß der Unterschied zwischen Betatherm ECO und ECO Turbo ist in der Leistung. Laut Datenblatt macht das wohl ca. 20 % aus.
Kann den Einbau eines solchen Korbes also durchaus empfehlen.
von Birgit
20. Februar 2013, 19:58
Hallo Herr Schwarz,

ok vielen Dank, wir hatten uns schon gedacht, dass das wohl Sinn macht. Wir werden den Kundendienst kontaktieren.

FG Birgit
Albrecht Schwarz von Albrecht Schwarz
20. Februar 2013, 10:34
Hallo Frau Birgit,

Bitte wenden sie sich mit Ihrem Anliegen an unseren Kundendienst, über den eine Überprüfung der Sache veranlasst werden kann. Ohne Einsicht der Situation Vorort können wir den Sachverhalt m.E. nicht lösen.
(service@schwoerer.de, Tel. 07387/16-400)

FG A. Schwarz
von Birgit
19. Februar 2013, 11:04
Hallo Herr Schwarz,

ich habe mal eine Frage zum Wirkungsgrad des EWT:
Wir wohnen jetzt seit etwa 4 Wochen in unserem Haus mit Sole EWT und BetaTherm Solekorb ECO.
Uns ist bei den Parametern an der WGT aufgefallen, dass die T.nach EWT eigentlich immer (nur) 2 Grad über der aktuell von der WGT gemessenen Außentemperatur liegt. Also z.B. bei AußenTEM. von -3 Grad liegt die T.nachEWT bei -1 Grad . Bei AußenTEM. von -7 Grad liegt T.nachEWT bei etwa -5 Grad. EWT ist dabei aktiv.
Übrigens scheint dieser Versatz von 2 Grad immer vorzuliegen, auch bei EWT inaktiv wird dies angezeigt (z.B. bei AußenTEM. von +3 Grad ist T.nachEWT +5 Grad).
Das kommt uns etwas merkwürdig vor - zumal wir uns den Wirkungsgrad des EWT deutlich besser vorgestellt hatten.
Kann es sein, dass hier etwas nicht richtig eingestellt oder angeschlossen ist?

Vielen Dank und Grüße
Birgit
Albrecht Schwarz von Albrecht Schwarz
30. Januar 2013, 16:07
Hallo Herr Heidt,

Unsere Aussage für die winterliche Nutzung des Sole-EWT's liegt ganz klar bei der Einstellung < 1°C AT.
Warum: erst bei AT unter 0°C kann das Kondensat im Wärmetauscher gefrieren. Daher ist ein früherer Einsatz des Sole-EWT nicht sinnvoll, da ansonsten auch der Wirkungsgrad des WT geringer wird.

FG A. Schwarz
von David Heidt
30. Januar 2013, 09:33
Hallo Herr Schwarz,

können Sie eine Aussage abgeben, ab welchen winterlichen Temperaturverhältnissen der Sole-EWT Sinn macht?
In unserem Fall ist das Monatsmittel in unserer Stadt von 1980-2009 im Januar mit 2ºC am niedrigsten. Minustemperaturen haben wir jährlich bis max -15ºC, tiefer als -10ºC bleibt es jedoch höchstens 2 Wochen.

Viele Grüße aus Karlsruhe,
David Heidt
Albrecht Schwarz von Albrecht Schwarz
11. Dezember 2012, 11:10
Hallo Hr. Pfau,

ein oder mehrere Sole-EWT's können durchaus auch bei Häusern mit Bodenplatte (also Technikraum im EG) eingebaut werden.
Unsere Abteilung Haustechnik-Konstruktion hat hier ein entsprechendes Merkblatt, in welchem die Einbaubedingungen festgehalten bzw. beschrieben sind.

FG A. Schwarz
von Oliver Pfau
10. Dezember 2012, 15:30
Hallo,

mich würde interessieren ob man auch die EWT einbauen kann wenn der Technikraum und die WGT im OG liegen. Und braucht man eigentlich je WGT eine ETW? Wir werden 2 WGTs haben.

Viele Grüße
Oliver Pfau
von Florian Marquart
20. November 2012, 16:46
Guten Tag Herr Schwarz, oder auch EWT-Besitzer,

da der Kundendienst seit 2 Wochen auf sich warten lässt, versuche in mein Problem hier zu klären:

Im Winterbetrieb wird der EWT an der Steuerung permanent als "ausgeschaltet" angezeigt. Er lässt sich auch nicht einschalten.
Hat dies seine Richtigkeit und wenn ja, warum?

Würde mich freuen wenn mir jemand weiterhelfen könnte.

Schöne Grüße
Florian Marquart
von W. Müller
1. November 2012, 16:10
Hallo,

wir haben eben so ein Teil vergraben. Die Gesamtkosten für Korb, Sole, Lieferung, Dichtungen, Kernbohrungen, Ausheben, Abfuhr, Einbau, wiederaufüllen mit ungewaschenen Sand, Wärmetauscher, Installation, Zirkulationspumpe, ... liegt bei uns etwa bei 4000€. Für die WGT wird ein Korb verwendet (Eco).

Gruß, W.Müller
von F. Potocnik
29. Oktober 2012, 23:00
Hallo Herr Schwarz

Ich war an Ihrem letzten Workshop in Suhr und da haben Sie die möglich Nachrüstung mit einem Betatherm Solekorb angesprochen.
Unser Stromverbrauch für Warmwasser und Heizung betrug von Okt 11 - Sep 12 zirka 3'000 KWh + 3 m3 Holz bei 175 m3 GNF. Unser WHD Haus hat Baujahr 2008. Wie viele Körbe machen da Sinn und mit welchen Projektkosten muss da gerechnet werden?

Vielen Dank für Ihre Info
F. Potocnik
von Birgit
25. September 2012, 22:09
Hallo Herr Schwarz,

das finde ich ein wirklich gutes Angebot und wäre auch sehr schön!
Noch kann ich dazu nur theoretisch beitragen, unser Haus mit Sole-EWT wird ja erst noch gebaut. Allerdings kann ich im Kundenportal den von Ihnen genannten Z-Line Filter für den Sole-EWT nicht finden. Dort sind lediglich runde Rondenfilter sowie runde Taschenfilter genannt, ich vermute dass dies Filter für die (Küchen-)Abluft bzw. Außen-Zuluft sind.
Könnten Sie dies mal auf dem Kundenportal http://www.schwoerer-service.com/de/kundendienst/filterbestellung/ überprüfen, evtl. müssten Sie hier Ihr Angebot überarbeiten?

Schöne Grüße
Birgit
Albrecht Schwarz von Albrecht Schwarz
25. September 2012, 10:42
Hallo W. Müller,

sämtliche Filter, in und um die WGT können Sie bei SchwörerHaus z.B. über das Kundenportal (www.schwoerer-service.com) bestellen.
Von einer Reinigung der Filter raten wir dringend ab!
Der Z-Line Filter im Sole-EWT hat je nach Verschmutzung eine Standzeit von 6- 9 Monaten.
von W. Mueller
24. September 2012, 12:54
Hallo EWT-Besitzer und Fa. Schwörer,

ich hätte eine Frage zum Filter im Gehäuse des Erdwärmetauschers. Laut Video im Kundenbereich genügt es, diesen einen Filter für die Zuluftfilterung einzusetzen. Der schaut recht groß und teuer aus - ganz im Gegensatz zu der einfachen und losen Filtermatte im WGT-Gerät. Dazu hätte ich folgende Fragen:

- Wie oft muss man diesen Filter tauschen?
- Kann man den ggf. auch reinigen?
- Was kostet der bzw. kennt hier jemand günstige Bezugsquellen?

Beim Bauinfocenter stehen im Online-Shop leider keine Preise und es wurde für die Anlagen nach 2010 die Bestellgröße von einem 10er Pack auf einen Einfachfilter geändert.

Danke und Gruß,
W. Müller
Albrecht Schwarz von Albrecht Schwarz
1. August 2012, 12:34
Hallo Herr Häller,

eine Kombination Klimaanlage/Lüftungsanlage ist nach wie vor nicht möglich.
Wenn eine Klimaanlage, dann ein separates System. Gerne werden so genannte Splitgeräte verwendet.

FG A. Schwarz
von Häller
30. Juli 2012, 12:54
Sehr geehrte Damen und Herren

Können Sie mir bitte mitteilen, ob sich eine Klimaanlage mit der kontrollierten Lüftung kombinieren lässt. 2004 war dies leider nicht möglich (und mir sind die 'Kühlmöglichkeiten' der WGT durchaus bewusst.

Ich wünschte mir eine Klimaanlage, welche in den Sommermonaten (optional) zugeschaltet werden könnte.

Besten Dank für Ihre Stellungnahme.

Freundliche Grüsse
Roman Häller
von W. Müller
19. Juli 2012, 10:41
Die Sole-Leitung wird mit einer Zirkulationspumpe betrieben. Diese braucht zwar auch Energie, aber verschwindend wenig ggü. des Energiegewinns. Eine Regelung schaltet diese Pumpe bei Bedarf zu oder weg - z.B. wenn das Erdreich nicht mehr kühler ist, als die Aussenluft.

Ein Luft-EWT funktioniert sicher auch, aber ich hätte ebenfalls ein ungutes Gefühl wegen Verschmutzung usw.

Nach meinen Informationen benötigt eine WP (ähnlich wie ein Kühlschrank) - sofern dicht - kein neues Kältemittel in Intervallen. Falls es mal undicht wird, dann verdampft das Zeug allerdings sehr schnell.

Gruß, W. Müller
von JH-CAD-Architekt.de
3. Juli 2012, 19:28
Hallo Herr Mueller,

danke fuer Ihre Kompetente Antwort! Das mit der sommerlichen Kuehlfunktion ist natuerlich schon ein Vorteil, der fuer das Sole-EWT spricht.

Aber muss ich dann nicht eine Zirkulationspumpe laufen haben, die gegen meine Kuehlung im Kreislauf arbeitet arbeitet und die Kuehlung wieder zunichte macht?
Und der Luft-EWT als Alternative zum Sole-EWT ist hygienisch nicht unbedenklich...wenn man einmal selbst in solch ein Erdkollektor-Zuluftrohr geschaut hat, weiss man auch warum!

Die WP's sind deshalb so anfaellig, weil die Kuehlfluessigkeit leicht fluechtig ist. Deshalb sollte die Fluessigkeit alle 2 Jahre wie beim Auto gewechselt und neu aufgefuellt werden. Macht man das nicht, wird die WP bei zu wenig Kuehlwasser zu heiss und schrottet... mal ganz davon abgesehen, das die WP Strom braucht zu Jahreszeiten, wo meine Solaranlage noch effektiv kostenlose Energie geben kann. Deshalb kann das nicht wirklich so rentabel sein. Wenn dann nur als Kuehloption im Sommer bei einer Kreislaufumkehrung, sofern die Anlage das kann...

Gruss,
J. Haerle
von W. Mueller
3. Juli 2012, 12:34
Hallo JH,

prinzipiell haben Sie Recht, was den Winterbetrieb im Bezug auf Wirkungsgrad und Feuchtigkeit, auch bis zu sehr tiefen Temperaturen, angeht. Ob die Wärmepumpe so anfällig ist, weiß ich jetzt nicht, aber den EWT könnte man sich im Winter mit diesem System (Rotationswärmetauscher + Feuchterückgewinnung) vermutlich sparen. Finde auch, dass Schwörer hier nicht auf dem Stand der Technik ist. Jedoch muss man auch die Philosophie "never change a running system..." respektieren. Evt. hat man als Kunde damit langfristig mehr Freude.

Beim Sommerbetrieb bringt mir ein Rotationswärmetauscher nebs Feuchterückgewinnung ohne EWT allerdings nichts. Da wird über den Sommerbypass schön heiße Luft ins Haus geblasen, während man in anderen Häusern ohne Lüftungsanlage die Fenster lieber geschlossen hält... Wenn ich also im Hochsommer die Lüftung nicht ausschalten möchte, dann halte ich den EWT für eine gute Sache.

Gruß, W. Müller
von JH-CAD-Architekt.de
29. Juni 2012, 15:59
Ehrlich gesagt versteh ich den Sinn der Wärmepumpe im Lüftungsgerät nicht, da beim Plattenwaermetauscher ab einer Fortluft von 2°C der Frostschutz anspringen muss. Das heisst im Klartext, das die WP ab Aussentemperaturen von -2°C abschalten muss und gar nichts mehr bringt, weil sonst die Fortluft unter 2°C faellt. Wenn meine Heizgradtemp. des Hauses bei 9°C liegt, bringt mir die WP in den Ubergangszeiten also lediglich ein bischen, aber dafuer verbau ich doch nicht ein so anfaelliges System in ein Lueftungsgeraet, das 3mal hoehere Wartungskosten mit sich bringt, als es einsparen kann!

Als ernsthafte Alternative zum Sole-EWT (Erdrohr-wärmetauscher) sehe ich ein Rotationswaermetauscher als Zentralgeraet, da hier auch bei -16°C noch 80% der latenten Waerme zurueckgewonnen werden koennen, waehrend die Waermerueckgewinnung beim Plattenwaermetauscher nur noch bei 55% liegen.

Daher kann man bei einem Rotationswaermetauscher den Erdrohr-Waermetauscher einsparen, weil er nicht soviel bringt, und das Geld in ein teureres Hoval-Geraet investieren bei fast gleichem Energieverbrauch. Aber man hat noch den Vorteil der Feuchterueckgewinnung!
von Heinrich Suhrenbrock
13. April 2012, 09:23
Hallo Richard,

ein Sole-Erdwärmetauscher kann auch bei einer Hanglage verlegt werden. Allerdings ist hier der Aufwand für das Verlegen der Soleleitung größer. Eventuell wäre in diesem Fall ein Erdwärmekorb z.B. von der Fa. BetaTherm Typ EWK Beta - ECO günstiger. Bitte fragen Sie - zwecks Preisvergleich - bei ihrem Bauunternehmer nach.
von Richard
11. April 2012, 07:47
Hallo Herr Schwarz,

angestochen von der Diskussion hier, habe ich mich gestern bei meinem Vorbemusterungstermin mit Frau Stockmar nochmal etwas näher mit dem Thema beschäftigt. Mitunter sind da auch nochmal zusätzliche Fragen aufgetaucht, die ich auch zum Teil noch mit Frau Giesbrecht abklären muss (KfW-Klassifizierung). Vorweg wäre dem allen aber die Frage ob man ein Sole-Erdrohrwärmetauscher auch bei einem Haus an Hanglage verlegen kann, denn der Kellerbereich auf der Vorderseite liegt vollkommen frei und wird als Eingangsbereich genutzt. Somit kann man nicht mehr die Leitung rund ums Haus legen. Frau Stockmar nannte mir dann noch die Möglichkeit (falls Rohre nicht zu verlegen sind) Körbe zu nehmen, sagte aber gleich dazu sich doch lieber nochmals mit Ihnen in Verbindung zu setzen wegen Machbarkeit und vor allem Kosten. (generelle Kosten und der direkte Vergleich zwischen Rohre und Körben)
Vielen Dank im Voraus und Grüße
Richard
von tobias
20. März 2012, 10:18
Hallo Jochen und Robert,

ein Unterschied zwischen Häusern mit und ohne Aqua Insert liegt in den Wandheizkörpern in Flur, Bad, WC, oder wo man sich die halt sonst noch einplanen lies. Diese werden nicht mit Strom betrieben, sondern sind wassergeführt und werden vom Pufferspeicher gespeist. Diese voll aufgerissen können beschriebenes Szenario ergeben.

Noch ein paar Beispiele aus unserer Praxis:
Recht schnell nach unserem Einzug hab ich es mir zur Gewohnheit gemacht morgens den Gang in den Keller zu machen und die Zählerstände abzulesen. Dies begann am 15.11.2010 und die ersten 6 Tage ergaben einen Schnitt von über 40kW/Tag. Erschien mir hoch, habe dann die elektrische Heizpatrone ausgeschaltet und für den restlichen November ergab sich ein Schnitt von 13,5 kW/Tag. Unser sonstiges Heizverhalten haben wir dabei nicht geändert.
An Weihnachten dann der nächste Test. Die Woche davor war bei 9,5kW/Tag. Dann Heizpatrone eingeschaltet, Verbrauch stieg auf 33,5kW/Tag. Wieder ausgeschaltet und für die Woche drauf war der Schnitt wieder bei 10kW/Tag.
Ende Januar dann eine weitere Testphase mit Heizpatrone und PTC. Ergebnis war unser Rekordverbrauch von 105kW an einem Tag!
Mitte April dann der letzte Versuch. Die Woche zuvor war bei 5,1kW/Tag. 4 Tage eingeschaltet bedeutete 23,25kW/Tag. Nach dem Ausschalten waren wir die folgenden 7 Tage wieder bei 5,1kW/Tag.
Daher steht für mich fest dass die Heizpatrone der große Stromfresser ist.

Als letztes Beispiel möchte ich die strenge Zeit Anfang Februar 2012 heranholen.
Die ersten 2 Wochen im Februar zeigte unser Stromzähler im Schnitt 29,5kW/Tag (natürlich war die Heizpatrone ausgeschaltet). Dazu kamen täglich rund 20kg Buchenholz (Heizwert ~4,2kW/kg), also 84kW. Wirkungsgrad des Aqua Insert wird mit 85,4% angegeben, dann bleiben also knapp 72kW im Haus (mit den 29,5kW sind´s also über 100kW). Davon gehen rund 2/3 (~48kW) in den Pufferspeicher und 1/3 (~24 kW) werden an die Raumluft abgegeben.
48kW mehr im Pufferspeicher bedeutet für den 500L Speicher eigentlich eine Temperaturerhöhung von über 82°C. Da ich aber wassergeführte Heizkörper und das Nachheizregister als Verbraucher habe wird das so nicht passieren. Lädt der Aqua Insert den Pufferspeicher mit knapp 6kWh und meine Verbraucher ziehen aber gleichzeitig 3kWh bleibt am Ende also nicht mal die Hälfte. Bei einer angenommen Puffertemperatur von durchweg 30°C vor dem Feuer machen, ergibt sich am Ende meines lodernden Feuers eine Puffertemperatur von ~70°C (durchweg). Das ist real.
Lädt der Aqua Insert nun nicht mehr, aber meine Verbraucher ziehen munter weiter, heißt das, pro Stunde wird nun mein Puffer um über 5°C kälter, zumindest solange es was zu holen gibt.
Habe ich die elektrische Heizpatrone eingeschaltet gibt’s halt immer was zu holen, da sie den Puffer immer auf Temperatur hält.

Hoffe ich konnte helfen,

Gruß tobias
von Robert
20. März 2012, 08:40
Vielen Dank
Albrecht Schwarz von Albrecht Schwarz
20. März 2012, 06:40
@ Robert:

Wir werden einen KD-Auftrag anlegen und den gewünschten Termin planen.
Bitte haben Sie etwas Geduld, bis wir mit einen Fachmann in Ihre Region kommen.
von Robert
19. März 2012, 14:36
Das Fazit aus dem Chat hier: Kann ein kompetenter Kundendienstmitarbeiter bei mir nochmals nach der Heizung schauen? Er sollte sich an der WGT und dem Aqua Insert auskennen. Ich denke bei meinem extrem hohen Stromverbrauch sollte jemand nochmals die Anlage überprüfen und einweisen.
Herr schwarz könnten Sie mir einen schicken? 34159.
von Jochen Schreck
18. März 2012, 14:15
@ Tobias:

Die Heizpatrone kann man meiner Ansicht nach nicht einfach pauschal im Verbrauch berechnen! Wir haben 4,7 m² Solarkollektorfläche und die 6 kW Heizpatrone.

Den Primärkreislauf der Heizpatrone habe ich auf 60°C eingestellt. Die Zieltemperatur der Heizkreislaufs über unser Buderus-Steuergerät auf ca. 48°C. Damit ist immer genügend warmes Wasser im Pufferspeicher. Wir haben einen 300-Liter-Warmwasserspeicher. Der Kreislauf der Heizpatrone beheizt nur das obere Drittel des Speichers, das ist auch bei anderen Heizkonzepten üblich (wir haben das WärmeDirekt-System von 2006).

Der Solarkollektor darf bei uns das WW auf maximal 80°C erhitzen, da wir eine Entkalkungsanlage (Ionentauscher) einsetzen und so kein Kalk ausfallen kann. Der Solarkollektor liefert eigentlich immer die Hauptenergie, auch wenn's im Winter vielleicht nur für 30 - 40 Grad reicht. Den Rest übernimmt die Heizpatrone.

Wir hatten die letzten drei Jahre bei einer Gebäudenutzfläche von gut 190 m² immer 3500 kWh Verbrauch für WärmeDirekt-System (Lüftung, PTC, Direktheizgeräte - auch Bad!), Warmwasser und Solarpumpe.

Ok, wir sind nur zwei erwachsene Personen im Haushalt derzeit. Dabei benutzen wir praktisch immer die Dusche, gebadet wird sehr selten. Möglicherweise macht das den Unterschied. Aber ansonsten kann ich mir nicht erklären, wie die Heizpatrone so viel Energie verbrauchen soll. Die läuft schließlich nicht rund um die Uhr. Ich denke, da liegt eine falsche Annahme vor.

Wenn man's mal ausrechnet:

Um einen Liter Wasser um 1 °C zu erwärmen, sind 4,19 kJ nötig, also 1,16 Wh (= 0,0016 kWh). Um also 100 Liter Wasser von 20 °C auf 60 °C zu erwärmen (40 °C Differenz), muss man folgendes rechnen:
0,0016 kWh/°C x 40 °C x 100 Liter = 6,4 kWh

Mit Deinen genannten 80 kWh könntest Du also 80 : (40 x 0,0016) = 1250 Liter Wasser um 40 °C erwärmen!

Ehrlich - ich glaube kaum, dass dies real ist! Selbst mit einigen Verlustfaktoren (Verlustwärme Speicher und Übertragungsweg Heizpatrone - Speicher) sind Deine 80 kWh noch jenseits von Gut und Böse.

Ich denke, da muss man woanders nach nach Problemen (Einstellung Lüftung, Direkt-HK etc.) suchen.

Beste Grüße,
Jochen
Albrecht Schwarz von Albrecht Schwarz
16. März 2012, 12:02
@ Robert

Ich vermute mal, dass Sie für den Heizstrom einen Doppeltarifzähler haben. Bei dieser Tarifart gibt es einen Hochtarif (HT)für den Tag und einen Niedertarif (NT) für die Nachtstunden, daher haben sie 2 Zählwerke.

Die Heizkörperventile können Sie auf der für Ihre Anforderung gewünschten Einstellungen stehen lassen.
Ob das in jedem Fall die maximale Einstellung ist, möchte ich so pauschal nicht behaupten.

Wichtig für die Einstellungen der WGT und den PTC-Elementen ist, dass zwischen der Sollwertvorgabe der WGT ca. 3° höher eingestellt wird, als die Eberle Raumregler für die PTC-Elemente. Dadurch wird zuerst die Wärmepumpe und erst bei Bedarf die PTC-Elemente genutzt.
Weitere Hilfestellungen zu diesem Thema erhalten Sie auch über die Video-Clip zur Bedienung der FLH im SchwörerHaus Kundenportal.
von tobias
14. März 2012, 15:49
Hallo Robert,
die Einweisung zum Aqua Insert fiel bei uns (11/2010) auch sehr sehr dürftig aus. Bauleiter sagte das mache der von Elco und der meinte dann das gehört zu Schwörer…. (wenn’s immer noch so ist hat Schwörer da wohl noch Nachholbedarf)

Ist zwar nicht ganz die richtige Stelle um über den Aqua Insert zu schreiben, aber ihr (Schwörer) könnt es ja verschieben, kopieren…

So Robert, wenn du einen Aqua Insert hast, gehören standardmäßig (glaub ich mal) ein 500L Pufferspeicher, 7,5m² Solarkollektoren, Nachheizregister, wassergeführte Heizkörper, Frischwasserstation,…..dazu.

Dein Pufferspeicher hat 3 verschiedene Möglichkeiten auf Temperatur gebracht zu werden.
1.Die Sonne (Idealfall – billigste Art)
2.Feuer im Ofen (schön – auch nicht teuer)
3.Die elektrische Heizpatrone im Pufferspeicher (Luxusvariante/nur im Notfall – hier wird’s teuer)

Zu 1. Bei uns ist (noch) so eingestellt dass die Solarladung beginnt wenn die Kollektortemperatur 8K über der Pufferspeichertemperatur ist und bei unter 4K aufhört.
Zu 2. Der Aqua Insert lädt, wenn seine Wassertaschen 60°C erreicht haben.
Zu 3. Wenn die Heizpatrone aktiviert ist (und nicht gerade durch Sonne oder Aqua Insert gespeist wird) und z.B. auf 55°C eingestellt ist, erhitzt diese den Speicher auf 55°C, schaltet dann ab und fängt wieder an wenn die Pufferspeichertemperatur um 10K gefallen ist. Und das ist dein Teufelskreislauf.

Als Verbraucher hast du zum einen die wassergeführten Heizkörper (bis zu 3kW – irgendwo gelesen), das Nachheizregister (bis zu 1,4 kW - laut Herrn Böhm im Ofen-Blog) und dein Warmwasser für Haushalt, Bad, usw.
Jetzt stellen wir uns einen kalten sonnenlosen Tag vor ohne Feuer im Ofen.
Heizkörper und Nachheizregister ziehen z.B. 3kWx24h = 72kW
Für Haushalt, Duschen usw. sagen wir mal 5kW
Lüftungsanlage(~200W) mit Wärmepumpe(~800W)-> 1kW*20h = 20kW
Macht zusammen 97kW. Dazu noch 3kW die der Speicher übern Tag durch Abstrahlung an Energie sowieso verliert, macht 100kW am Tag, ohne PTC´s!!!
Soll heißen, die 80kW entfallen auf die Heizpatrone und dein Energieversorger sagt danke.

Deshalb haben wir ziemlich schnell die Heizpatrone ausgeschaltet (Taste links oben im Eck der Elco Steuerung). Im schönen November 2011 z.B. hat alleine die Sonne genügt um unseren Warmwasserbedarf abzudecken. Auch wenn der Puffer mal nur noch 40°C hat, reicht das uns zwei noch, um gemütlich und warm zu duschen. Wenn keine Sonne scheint machen wir am Nachmittag oder gegen Abend ein Feuer und füllen so den Speicher. Morgens ist der Speicher zwar im doppelten Sinne im Keller, doch wenn der Speicher meinetwegen 30° hat und die Sonne tagsüber scheint kann sie einen größeren Betrag leisten wie wenn der Speicher schon 50° hat.

Zu deinem doppelten Stromzählern: Vermutlich hast du einen Wärmepumpentarif der separat die Hauptzeit (Tag) und Nebenzeit (Nacht, Sonn- und Feiertage) erfasst.

Zur Regulierung der Heizkörper: An der Elco Steuerung kannst du mit dem Rad deine „imaginäre“ Wunschtemperatur eingeben. Dahinter verbirgt sich eine Heizkurve, die in Verbindung mit der gemessenen Außentemperatur eine bestimmte Vorlauftemperatur ergibt, mit denen deine Heizkörper gespeist werden. Je kälter draußen je höher die Vorlauftemperatur, ebenso bei der Wunschtemperatur, und jeweils umgekehrt. Abfragen kannst du die Vorlauftemperatur auch am Elco Steuergerät. Info Taste drücken, danach das Rad im Uhrzeigersinn drehen. Kommst nach 2 Rastern erst an der Kollektortemperatur vorbei, nach 2 weiteren an der Trinkwassertemperatur im Puffer, weitere 3 dann bist bei der Pufferspeichertemperatur, dann nochmals 8 Raster weiterdrehen und es kommt die Vorlauftemperatur. (so ist es zumindest bei uns). Trinkwassertemperatur und Pufferspeichertemperatur finde ich ganz interessant da sie tiefer im Speicher angeordnet sind wie die Anzeige außen am Puffer und somit eine genauere Auskunft über die Energieverteilung und Energiegehalt im Puffer geben.

Wenn du Angst hast das die PTC´s einschalten dreh sie einfach auf 10° runter. Haben wir so im ganzen Haus den ganzen Winter gehabt, nur bei unserer kleinen (1J) haben wir etwas zu geheizt. Und bei Bedarf morgens im Küche-Wohn-Essbereich kurz zu geschaltet. WGT auf 23° haben wir auch.

Wenn wir schon dabei sind und bevor einige Angst bekommen wegen dem Energieverbrauch von Robert kurz unser Verbrauch von 2011:

WDH mit 2-fach Verglasung, Baujahr 2010
Wohnfläche: ~160m², ~200m² Gebäudenutzfläche
Ausstattung: kein Erdwärmetauscher, Aqua Insert mit 3 wassergeführten Heizkörpern.
Bewohner: 2 Erwachsene, 2 Kinder (3J+1J)
Sonstiges: offener Küchen- /Wohn- /Essbereich mit rund 65m² und 10m² südliche Fensterfläche
Verbrauch von 01.01.2011 bis 31.12.2011
Heizstrom: 3250 kWh, davon für Lüftung ~725kWh, Kühlung ~375 kWh, Heizung und Warmwasser ~2150 kWh
Haushalt: 2976kWh
Holz: ~2 rm

Gruß tobias
von Robert
13. März 2012, 17:16
Hallo Herr Schwarz und Tobias,

vielen Dank für Ihre Tipps.
@Tobias: Könntest du das nochmals etwas genauer beschreiben? Welche Heizpatrone? was bedeuted dann schaltet sich der Aqua insert zu? An dem Einweisungstag waren es einfach tmi. (to much informations.)


Wieso habe ich eigentich zwei Stromzähler in einem. Einmal für Ofen und einmal für WGT oder wie? Haushaltsstrom wird ja sowieso separat gezählt.

Ist es korrekt dass die Heizkörper, welche mit dem Aqua Insert verbunden sind sich automatisch einstellen. Wenn höhere Temp. gemessen wird reguliert er von selber die Temperatur nach unten? Das heisst ich kann die Heizkörper immer auf volle Kanone laufen lassen?

Wegen der WGT nochmal. Also wenn ich die individuellen Zulüfter immer unter der allg. eingestellten Temperatur an der WGT halte schalten diese sich nie zu?
Was sind denn die normalen Werte bei der WGT, ohne dass sie zu viel Strom brauchen? zwischen 18 und 24 Grad oder wie?

Vielen Dank für die Infos.

Gruss
von Wolfram
13. März 2012, 13:13
Hallo Robert,

Sie schreiben, dass Sie auf zwei Zählern jeweils 2500 kWh verbraucht haben – habe ich das richtig gelesen? In den Monaten Januar und Februar haben wir zusammen auch ca. 2500 kWh für die Heizung verbraucht. Aber eben nur auf einem Heizstrom-Zähler. Meinen Tagesschnitt der letzten 8 Wochen von knapp 40 kWh / Tag fand ich schon recht hoch – wenn Sie wirklich 80 kWh pro Tag verbraucht haben, kann (meines Erachtens) irgendwas nicht stimmen.

Seit letzte Woche die WGT vom Schwörer-KD eingemessen wurde, ist es bei uns nun im ganzen Haus gleichmäßig warm – auch dort, wo die Zusatzheizung aus ist. Es mussten zahlreiche Ventile nachjustiert werden aber jetzt scheint alles zu passen. Und auch mit den aktuellen Verbrauchswerten bin ich sehr zufrieden: der Tagesschnitt im März liegt bei 17 kWh.

Liebes Schwörer-Team: auch wenn es ein wenig länger gedauert hat, bis der KD-Termin zustande kam – nun bin ich sehr zufrieden und fühle mich rundum wohl im neuen Haus! Vielen Dank nochmals!

Viele Grüße,
Wolfram
Albrecht Schwarz von Albrecht Schwarz
13. März 2012, 12:39
@ Robert

Wenn der von Ihnen abgelesene Verbrauch ist sicher für diesen Zeitzraum recht hoch. Allerdings liegt der Zeitraum voll in der Kälteperiode von Ende Januar bis ca. 20. Februar enthalten. Daher schlage ich vor, wir warten bis zu einer 1. Analyse noch gut einen Monat ab und hoffen, dass sich der derzeitige Tagesschnitt von ca. 40 kWh nach unten korrigiert.

Die Einstellungen haben Sie völlig korrekt vorgenommen.
von tobias
12. März 2012, 16:42
Hallo Robert,

hast du vielleicht die elektrische Heizpatrone noch eingeschaltet?

Falls dem so ist würde ich diese abschalten (haben wir auch gemacht).
An einem sonnigen Tag (auch jetzt schon) reicht uns der Ertrag der Sonne aus.
Wenn nicht, dann geht der Aqua Insert in Betrieb.
Heizpatrone wird eigentlich nie benötigt. Frisst nur unheimlich viel Strom.

Gruß tobias
von Robert
12. März 2012, 10:58
Hallo Herr Schwarz,

ich habe seit ende Dezember ein Schwörerhaus mit Sole, Aqua Insert und der WGT.
nachdem ich nun des öfteren den Stromzähler abgelesen hatte musst ich feststellen dass der Haushaltstromzähler in Norm liegt, jedoch die zwei Heizungsstromzähler sehr hoch sind. Ich habe in 8 Wochen ca. 2500kwh pro Zähler gebraucht. Ist das normal? Mir scheint es extrem hoch.

Die WGT habe ich immer bei ca. 22-23 grad gestellt und die Zulüfter hatte ich darunter, bei ca. 16 Grad. Das bedeutet doch, dass Sie nicht zugeschaltet werden.Oder?

Um Hilfe wäre ich sehr dankbar.

Gruss
Albrecht Schwarz von Albrecht Schwarz
14. Februar 2012, 06:59
Hallo Herr Müller,

Der Ansatz, pro Korb mit ca. 1,5 kW zu rechnen, scheint mir relativ hoch. Ausschließen möchte ich die Leistung nicht, da uns weder die Fläche der Körbe, noch das Erdreich bekannt ist.
Unsere Erfahrungswerte beim Sole-EWT liegen zwischen 0,8 bis 1,1 kW.

Sollten die Werte tatsächlich wie angenommen sein, sollten wir uns mal zu einem Abstimmungsgespräch zusammen tun.
von Max
13. Februar 2012, 14:06
Hallo,

zu Thema was bringt der Sole EWT eigentlich:

Ich habe in den letzen Tagen mal die Werte an den recht kalten Tagen abgelesen:

Aussentemperatur: - 11° C
Temp. nach EWT: + 4,5° C

Aussentemperatur: - 14° C
Temp. nach EWT: + 3° C

Zumindest ist das bei uns so und wenn sie Messfühler richtig messen, was ich mal hoffe.
Vielleicht haben wir auch Glück und unser Erdreich hält die Wärme recht lange, keine Ahnung, fehlt mir der Vergleich.

Was das ganze nun in Euro und Cent ausmacht weiss ich nicht - wenn ich mir aber vorstelle mit welchem Temperaturunterschied die WGT zurechtkommen müsste wäre kein EWT vorhanden schwant mir böses.
von W. Müller
12. Februar 2012, 23:08
Hallo,

danke für die ausführlichen und einleuchtenden Pro-Argumente für den EWT. Da dieser unweigerlich auch mit Mehrkosten verbunden ist, wäre es interessant, wieviel Energie mit dem EWT eingespart wird. Gibt es hierzu Erfahrungswerte / Umfragewerte?

Gruß, W. Müller
von Jens Müller
11. Februar 2012, 11:42
Sehr geehrter Herr Schwarz,

wir spielen mit dem Gedanken ein Sole-System als Vorheizung zu unsere WGT einzusetzen und diesen mit entspr. Erdwärmekörben, die in unserem Garten eingesetzt werden, zu koppeln. Zu diesem Schluss sind wir gekommen, da sich der Energieumsatz nach nun ca. 6 Monaten in unserem Haus (ca. 160m²) auf ca. 4500kWh Strom entwickelt hat. Wir rechnen hier im Jahresverlauf mit min. 6500-7000kWh ext. Energieaufnahme, was deutlich über den vorhergesagten Werten liegt.
Meine Frage ist nun, mit welcher Leistung der Vorheizer betrieben werden darf? Pro Erdwärmekorb geht unser Handwerker von ca. 1,5-1,8kW Leistung aus. Er plant zur Zeit zwei solcher Erdwärmekörbe einzusetzen.

Mit freundlichen Grüßen
Jens Müller
Albrecht Schwarz von Albrecht Schwarz
10. Februar 2012, 11:59
Hallo Herr Debrunner,

vielen Dank für Ihre detaillierte Beschreibung.
Zunächst freuen wir uns mit Ihnen über das tolle Ergebnis des Sole-EWT's.
Anlagen ohne EWT gehen wesentlich früher in den Abtaumodus, da zeigt sich das getätigte Invest als richtigen Schritt.

Leider hat bei derartig niedrigen Außentemperaturen (< - 10°C) auch der Beste EWT seine Grenze, insbesondere dann, wenn es sich wie in der zurückliegenden Woche erlebten, um permanenten Dauerfrost (Tag u, Nacht) handelt.
Der Normalfall ist ja eher so, dass es zwischendurch immer wieder mal (zumindest Stundenweise) Temperaturen im Plusbereich gibt, so dass auch der EWT eine kleine Verschnaufpause erhält.

Der eingestellte WP-Abtauparameter -10°C ist der Maximalwert. Bei erreichen dieser Verdampfertemperatur muss allerspätestens ein Abtauzyklus erfolgen. Dies ist deswegen notwendig, damit der Kältekreislauf der Wärmpumpe sich wieder neu aufbauen kann. Die gesamte Steuerung ist ganz klar Temperaturgeführt, daher scheidet eine zeitliche Ansteuerung aus.

Nachdem die Wärmepumpe der WGT sich der Restwärme aus der Wärmerückgewinnung bedient, ist es sehr wichtig, dass auch der Abtauyklus des Wärmetauschers korrekt funktioniert.
Hier gelten wieder andere Parameter, die wir gerne z.B. in Rahmen eines Telefonates durchgehen können.
von Ernst Debrunner
9. Februar 2012, 20:00
Grüezi Herr Schwarz,
vielen Dank für Ihre interessanten Ausführungen zur Schwörer WGT-Technik.
Wir haben eine WGT plus (zum Glück) einen SoleWT – alles ok,
bis auf das Abtauen des Verdampfers der WP.

Lange Zeit habe ich mich gewundert, warum der Abtauzyklus erst bei -10° Celsius (+40 Sekunden) beginnt.

Die „normale Arbeitstemperatur“ des Verdampfers ist in der Regel bei -1 bis -4° C.
Nach fast unendlich langer Zeit driftet dann die Arbeitstemperatur zuerst langsam, dann immer schneller gegen die -10° C hinunter und dann taut es eben ab.

Dank den extrem tiefen Temperaturen (bei uns bis -23° C),
welche bis vor wenigen Tagen herrschten, konnte ich dann aber feststellen,
dass der eingestellte Wert "Verd. Abtau ein" (-10 ° C) schon seine Berechtigung hat:
Je kälter nämlich die Aussentemperatur, so scheint es,
desto tiefer die „normale Arbeitstemperatur“ des Verdampfers.

Das sieht dann bei unserer WGT Anlage etwa so aus:
(t Verd . = „normale Arbeitstemperatur“ des Verdampfers, die Temperaturen sind natürlich nicht genau
und fix, sie pendeln jeweils so ca +1° bis -1°)

t Aussen 0 ° C t. Verd. -1 °C.
t Aussen -6° C t Verd. -3° C
t Aussen -12° C t Verd. -5° C
t Aussen -18° C t Verd. -7° C
t Aussen -24° C t Verd. -9° C

Also, der Wert -10° C zum Einschalten der Abtauung dürfte nicht zu nahe an
die normale Arbeitstemperatur des Verdampfers zu liegen kommen,
sonst fängt die Anlage an zwischen dem Wärmeerzeugen und Abtauen
hin und her zu pendeln (so ca im 10 min Takt)

Wir hatten nun aber solch tiefe Temperaturen, bei welchen die
„normale Verdampfertemperatur“ in die Nähe der Abtau-Einschalttemperaturzu liegen kommt.
Genau dann, wenn von der WP höchste Leistung erwartet wird, stört sich die Wärmepumpe selbst,
das darf doch nicht wahr sein!

Man muss das Problem lösen, so dass es eine minimale Laufzeit der WP gibt (ca 1 bis 3 Stunden).
Bei dieser Gelegenheit könnte man dann auch gleich noch eine maximale Laufzeit der WP vorsehen.
Das heisst, mindestens alle 10 bis 24 Stunden sollte sie einmal auf Abtauen schalten.

Was meinen Sie dazu? Haben Sie Datenblätter welche die Zusammenhänge von
Aussentemperatur und Verdampfer-Temperatur erklären ?
Oder ein Tech.-Manual zur Wärmepumpe ?? Vielen Dank.

Herzliche Grüsse aus „Sibirien“, Ernst Debrunner
Albrecht Schwarz von Albrecht Schwarz
20. Oktober 2011, 05:47
Hallo Herr Zanker,

Sie haben recht, eine Alternative zum Sole-EWT wäre der Luftbrunnen schon. Allerdings glaube ich kaum, dass er finanziell interessanter wäre, als der Sole-EWT. Hygienisch sehe ich im Vergleich zum Sole-EWT eher Nachteile, obwohl mir natürlich auch bekannt ist, dass z.B. Kieselsteine als natürliche Filter gelten. Trotzdem sehe ich die Herausforderung in Sachen Pflege gewaltig, denken wir nur mal an vielen streunenden Katzen und sonstige Nachtiere, die sehr gerne überall ihre (ebenfalls natürlichen) Spuren hinterlassen.
Auch werden für derartige Systeme m.E. nach aufwendige Genehmigungen erforderlich, was beim Sole-EWT wesentlich unkomplizierter ist.
Ganzheitlich betrachtet finden wir daher den Sole-EWT effizienter und haben uns daher entschlossen, nur den Sole-EWT in unserem Programm zu führen.
von Michael Zanker
19. Oktober 2011, 09:08
Hallo Hr. Schwarz,

ich habe vor kurzem von einer Alternative zum Sole-EWT gehört, die sich Luftbrunnen nennt.
Luftbrunnen bestehen aus einem senkrechten zentralen Ansaugrohr für die Lüftungsanlage, einem ca. 10 m² großen und 2-4 m tiefen Schacht die teilweise mit Sand, Kies und Erde befüllt sind.
Bietet Schwörer so etwas ebenfalls an bzw. was halten Sie davon.
Scheint meiner Meinung nach preislich eine gute Alternative zum Sole-EWT zu sein.

Aufbau und Funktionsprinzip dazu stehen unter:
http://www.energiesparen-im-haushalt.de/energie/bauen-und-modernisieren/hausbau-regenerative-energie/energiebewusst-bauen-wohnen/emission-alternative-heizung/lueftungsanlage/luftbrunnen.html

Grüße
Michael Zanker
von sf
18. Oktober 2011, 14:34
Hallo zusammen,

Ich habe auch diese Abtauzyklen mit EWT bemerkt weiß aber nicht wie deren Anstände sind.

Wobei ich denke das es 2 verschiedene Abtau-Themenbereich gibt.

1. Wärmetauscher über das Vorheizregister
2. Wärmepumpe über vertauschen der beiden Seiten (Verdampfer/Kondensator)
Was dann dazu führt das die Zuluft Temperatur in den Keller geht.

Ich könnte mir vorstellen das der EWT den Wärmetauscher sehr gut vor einfrieren schützt aber
das die eine Wärmepumpenseite vereist findet auch bei einem EWT statt.
Wobei ich leider nix über die Häufigkeit dieser Abtauvorgänge sagen kann.

Gruß,
sf
Albrecht Schwarz von Albrecht Schwarz
18. Oktober 2011, 07:11
Hallo Herr Schibler,

es haben schon einige Workshops stattgefunden, weitere folgen noch. Die Abteilung Marketing organisiert diese. Bestimmt erhalten Sie zeitnah eine Einladung.

Was die Funktion der Wärmepumpe angeht, passt die von Ihnen beschriebene Situation in ein System ohne Sole-EWT. Allerdings dürfen auch die Abstände der einzelnen Abtauzyklen der Wärmepumpe nicht zu kurz sein. Sollten Sie diesen Zustand in der anstehenden Heizperiode wieder beobachten, nehmen Sie bitte Kontakt mit unserem technischen Kundendienst auf.
von Manfred Schibler
17. Oktober 2011, 21:36
Guten Tag Herr Schwarz

Anfang Jahr gab es mal eine Umfrage für einen Heizungsworkshop, habe von diesem leider keine Rückmeldung erhalten. Auf das folgende Phänomen hätte ich gerne mal eine Antwort erhalten. Gibt es da Unterlagen welche man beziehen kann?

Im letzten Winter ist uns aufgefallen, dass die Heizung nicht effizient funktioniert, wenn die Außentemperatur knapp im minus Bereich ist. Die Wärmepumpe schaltet in kurzen Periode von ein paar Minuten von der Abtaufunktion zur Heizfunktion und zurück zur Abtaufunktion. Gemäss der Anzeige erzeugt die Wärmepumpe keine konstante Warmluft (sehr kurz auf 20 Grad und fällt wieder auf Aussentemperatur) in die Räume. Dieses nicht effiziente Hin- und Hergeschalte dauert so lange an, bis sich dann endlich der Luftvorheizer einschaltet. Bis diese sich aber aktiviert kann es recht lange dauern.

Kann dieses Verhalten angepasst werden?

Ich würde heute auf jeden Fall eine Erdrohrwärmetauscher eingebaut. Unter 0 Grad erscheint mir, aufgrund der Abtauperioden, die Heizung nicht sehr effizient.

Viele Grüsse

Manfred Schibler
Albrecht Schwarz von Albrecht Schwarz
28. September 2011, 06:56
Sehr geehrter Herr Niebelschütz,

ein direkter Zusammenhang von Sole-EWT und Kaminofen besteht nicht, das haben Sie aus dem Beitrag schon richtig entnommen.
Eine Ablufttemperatur von +8°C ist recht unrealistisch, hier dürfen wir (bei bewohnten Objekt) schon ca. + 20°C ausgehen.
Fakt ist, dass Ablufttemperatur gut oder schlecht es bei frostigen Außentemperaturen der Zeitpunkt kommen wird, wo es im Wärmetauscher zu einer Eisbildung kommt. Eine logische Konsequenz daraus ist, dass die am Wärmetauscher (Abluftseitig) austretende Luft vom Temperaturwert ebenfalls ins Minus gelangt. Deshalb befindet sich am Ausgang des Wärmetauschers ein Fühler, welcher diesen Zustand der Steuerung mitteilt um somit den Außenluftvorwärmer freischaltet. Sobald am Wärmetauscherausgang die Temperatur wieder deutlich im Plusbereich ist (im Beispiel genannte +8°C) wird der Vorwärmer wieder deaktiviert.
Bedingt dadurch, dass der Sole-EWT die frostige Außenluft um etwa 8-10K vorwärmt, hat wird die elektrische Vorwärmung deutlich entlastet.
von Merten
27. September 2011, 06:50
Hallo Herr Schwarz,
unser Baubetrater hatte uns damals von dem Erdtauscher abgeraten da wir einen Kaminofen haben. Wenn ich Ihren Beitrag aber richtig verstehe würde das der Vereisung aber nicht verhindern, oder?

Noch eine Frage zum vorheizer: Wenn ich von 8°C abluft ausgehe und einen Wirkungsgrat des WT von 80% annehme würde sich der Heizer ja schon bei Zulufttemp von ca. 6,4°C einschalten. Diese Temperaturen hat man doch im Winter fast immer und unabhänig von einer Vereisung. Würde sich daraus nicht doch ein Dauerbetrieb ergeben.
Habe ich ihrgendwo einen Denkfehler.

Mit freundlichen Grüßen,
Merten Niebelschütz
Albrecht Schwarz von Albrecht Schwarz
27. September 2011, 05:55
Hallo Matthias,

nein, der Außenlufterhitzer wird in 1. Linie von der gemessenen Temperatur am Abluftausgang des Wärmetauschers (WT) akti- bzw. deaktiviert.
Wird an dieser Stelle minusgrädige Luft gemessen, muss man davon ausgehen, das Frost oder Eisansatz im Kern des Wärmetauscher besteht. Würde keine Abtauung erfolgen, wäre die totale Vereisung und daraus Luftverschluss die Folge.
Deshalb schaltet sich rechtzeitig der AUL-Vorheizer so lange zu, bis im WT wieder deutliche Plusgrade (Werkseinstellung + 8°C) gemessen werden. Je nach Vereisung und Luftmenge dauert dieser Vorgang ca. 10 bis 20 Minuten.
von Matthias Gabele
26. September 2011, 14:32
Sehr geehrter Herr Schwarz,
wenn ich Ihren Beitrag richtig verstehe, schaltet der Luftvorheizer ab einer bestimmten Außentemperatur ein. Ab welcher Außentemperatur beginnt der Luftvorheizer zu arbeiten (ab-10°C)?
Falls er einschaltet, wie lange läuft diese Heizung? Läuft sie immer solange wie die Außentemperatur einen bestimmten Bereich unterschritten hat?
In unserem Haus hat der Vorheizer 1,5kW. Wenn diese Heizung 24h/Tag bei diesen Minustremperaturen durchläuft, haben wir hier schon einen netten Stromverbrauch.
Oder wird die Lüftung immer mal wieder ausgeschaltet?
Könnten Sie bitte kurz beschreiben, wie die Heizphasen sind?
Vielen Dank im Voraus.
Mit freundlichen Grüßen
Matthias

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