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Wie wird die EnEV-Änderung bei SchwörerHaus umgesetzt?

Manfred Hölz
Kategorie: Allgemein
Kommentare: 7

Unsere Schwörer-Häuser erfüllen bereits seit Jahren die Anforderungen der Energieeinsparverordnung in all ihren unterschiedlichen Verschärfungen. Die SchwörerHaus-Grundkonstruktion schaffte die KfW-Effizienzhaus-Klasse 70 standardmäßig lange vor Einführung dieser Definition. Nun wurde mit der zum 01.01.2016 verschärften EnEV die Anforderung an den max. Primärenergiebedarf um 25 % gesenkt. Dies entspräche einem KfW-Effizienzhaus 75, also sehr nahe am KfW-Effizienzhaus 70. Die Kreditanstalt für Wiederaufbau fördert Bauherren, welche sich z.B. beim Neubau eines Wohnhauses nicht auf das Mindestmaß beschränken. Da das bisherige “70er” zu dicht am neuen Grenzwert liegt, wurde die Förderung neu festgelegt. Ab April 2016 werden nun nur noch für die Klassen 55 und 40 Fördermitteln gewährt.

Was sich nicht ändert: Die Bezugsgröße der KfW-Effizienzhaus-Klassen bleibt das sogenannte Referenzgebäude, welches exakt die Geometrie des von Ihnen geplanten Gebäudes abbildet, aber mit festen U-Werten (Dämmstandards) hinterlegt wurde.

Um diese höheren Effizienzhaus-Klassen erreichen zu können, hat die KfW in einem Merkblatt energetisch vernünftige Planungsvorgaben für die Architektur zusammengestellt. Mit der SchwörerHaus-Gebäudehülle erfüllt man unter Beachtung dieser Planungshinweise die Förderkriterien für ein KfW-Effizienzhaus 55.

Als neue Besonderheit wird nun der Möglichkeit Rechnung getragen, mittels einer Photovoltaik-Anlage mehr Energie zu erzeugen, als der im EnEV-Nachweis ausgewiesene Bedarf eines Gebäudes. Das Plus an Energie muss eine gewisse Mindestgröße aufweisen, um eine definierte Energiemenge für den Haushaltsstrom bereit zu stellen. Ebenso ist ein Energiespeicher verpflichtend mind. 5 Jahre zu betreiben, welcher die Nutzung des selbst produzierten Stroms auch in den Abend- und Nachtstunden ermöglicht. Ein Managementsystem regelt eine sinnvolle Verwendung des Stroms als Eigenbedarf, die Batteriebeladung als auch -entladung sowie die Einspeisung etwaigen Stromüberschusses. Auch hierfür hat SchwörerHaus die richtige Antwort und bietet ein für Sie abgestimmtes Paket aus PV-Anlage, Energiespeicher und Visualisierung von Stromerzeugung und Stromverbrauch über ein entsprechendes Benutzerinterface.

Unserer Überzeugung nach ist die wirtschaftlichste Lösung, ein KfW-Effizienzhaus 55 mit PV-Anlage und Energiespeicher zu errichteten. Ein “40er” braucht nur unwesentlich weniger Energie für den Unterhalt des Gebäudes, welcher deutlich günstiger mit einer etwas größeren PV-Anlage kompensiert werden kann.

7 KOMMENTARE
Avatar von Felix Guldner
1. August 2019, 11:18
Hallo Herr Hölz,

das mit den E-Autos ist tatsächlich so, liegt v.a. am viel höheren Wirkungsgrad des Antriebs. Ist aber natürlich hier nicht das Thema.

Ich verstehe es so, dass die KfW Geschichten immer sehr individuell sind. D.h. man muss für jedes Haus konkret durchrechnen, welche Maßnahmen notwendig sind und sollte anschließend eine Kosten/Nutzen Analyse durchführen. Werde ich dann so machen.

Die Beiträge von Herrn Schwarz schaue ich mir gerne an und freue mich auch auf zukünftige Blog Einträge.

Viele Grüße
Felix
Manfred Hölz von Manfred Hölz
1. August 2019, 07:14
Hallo „Felix“

das Elektro effizienter sind, da es weniger bzw. keinen Systemverlust gibt, ist mir bei Heizungen bekannt. Aber wie sich ein Faktor 3 – 4 im Automobilbereich ergeben soll, ist mir weder bekannt noch kann ich mir das in der Realität vorstellen. Wenn man Bremsenergien mitnutzen kann, dann erhöht sich das sicher auch, aber so viel….. ?? Aber hier bin ich zu wenige tief im Thema und das soll hier ja nicht unser Thema sein.
Fast jedes Haus kann auf ein KfW-Effizienhaus 40 getrimmt werden. Aber wie Sie schon richtig erkannt haben, hat das nichts mehr mit einen Aktionshaus zu tun. Dann wird das Haus normal durchkalkuliert.
Die WP kann bei der FLH sicher nicht den kompletten Wärmebedarf decken. Sie kommt sicher in den Übergangszeiten weit, aber da diese in der Leistung begrenzt ist, kann sie nicht den kompl. Wärmebedarf abdecken. Wie gesagt, hier bitte in den Beiträgen von Herrn Schwarz nachlesen.

Beste Grüße
Manfred Hölz
Avatar von Felix
30. Juli 2019, 15:59
Hallo Herr Hölz,

besten Dank für die informative Antwort. Dass Schwörer Haus selbst KfW 40 Häuser ohne klassisches WDVS baut, halte ich für einen enormen Vorteil. Noch ein Kommentar zu Ihrem Vergleich mit der E-Mobilität:

Der wesentliche Punkt ist hier m.E. nicht die Umstellung von einem Energieträger (Benzin) auf einen anderen (Strom), sondern der damit verbundene Effizienzgewinn. Aus eigener Erfahrung ist ein E-Auto etwa um den Faktor 3-4 effizienter. Dies sollte auch im Wärmebereich unser Ziel sein. Also nicht einfach 15.000 kWh Gasverbrauch durch 15.000 kWh Stromverbrauch (Direktheizung) ersetzen, sondern durch Wärmepumpen mit entsprechend hohen Arbeitszahlen den Energieverbrauch senken.

Ich habe überhaupt kein Problem mit strombetriebenen Heizungen, sondern halte sie im Gegenteil für den absolut richtigen Weg. Ich überlege mir lediglich, ob die Luft/Luft Wärmepumpe in einem KfW 40 Haus nicht etwas länger im reinen Wärmepumpenbetrieb arbeiten könnte und die Zeiten mit elektrischer Direktheizung (PTC Elemente) reduziert oder ganz vermieden werden könnten. Mal abgesehen von den Bädern.

Noch eine kurze Frage: können auch die Aktionshäuser zu KfW 40 aufgerüstet werden oder verliert man dadurch den "Aktionsvorteil". Ich habe gelesen, dass die Außenwände in den Aktionshäusern fix sind, allerdings bräuchte man ja die Iso+ Wand mit geänderten Außenabmessungen.

Danke und Grüße
Felix
Manfred Hölz von Manfred Hölz
30. Juli 2019, 06:54
Hallo Felix,

das kommt darauf an, wie gut Sie und Ihr/e Architekt/in das Gebäude planen. Wenn Sie eine kleine Zahl von Hüllfläche zu Volumen erzeugen, wird es immer einfacher. Die Aufdachdämmung ist nicht zwingend erforderlich, es hat auch schon das ein oder andere Mal ein 32er Sparren mit Vollsparrendämmung ausgereicht. Die ISO+Wand sollten Sie in jedem Fall wählen. Ein Haus auf Bodenplatte ist viel einfacher als mit Keller (das bieten viele Hausanbieter in ihrem Standard an und scheitern oft mit deren Standardaufbauten, wenn das Haus dann aber mit Keller realisiert werden soll).

Wir planen innen, die Wand wird nach außen größer. Das machen alles so, der berüchtigte Vollwärmeschutz wird dann einfach dicker gemacht. Unsere Wand (ohne klassischen Vollwärmeschutz) wird um 7cm stärker – es wird auf der inneren Wandseite eine sog. Installationsebene vorgesehen, welche komplett ausgedämmt wird.

Das Paradoxe ist, dass wir uns über Stromheizungen Gedanken machen, weil die Verbrennung von fossilen Brennstoffen so schädlich für die Umwelt ist und genau aus diesem Grund wollen nun alle, dass man im Straßenverkehr auf E-Motoren umsteigt. Strom erlebt hier eine ungeahnte Akzeptanz. Warum Strom beim Heizen nach wie vor in Frage gestellt wird, ist für mich schwer nachzuvollziehen. Und bei Nutzung einer PV-Anlage….. (es liegt ja nur in wenigen Gebieten Deutschlands von Nov. bis April Schnee auf dem Dach). Aber zum Frischluft-Heizsystem lesen Sie in den Beiträgen von Herrn Schwarz.
Auch eine Fußbodenheizung mit Luft-Wasser-Wärmepumpe ist eine Stromheizung. Durch den geringeren Energiebedarf infolge guter Arbeitszahlen entstehen höhere Anschaffungskosten für Heizung und Verteilsystem. Aber jedes System hat, je nach Vorlieben, seine Berechtigung.

Mit besten Grüßen
Manfred Hölz
Avatar von Felix
28. Juli 2019, 11:08
Hallo Herr Holz,

welche Zusatzmaßnahmen sind denn üblicherweise bei der Ausführung als KfW 40 Haus erforderlich?

An anderer Stelle habe ich bereits gelesen, dass dann die 16 cm Aufdachdämmung eingesetzt wird. Ist auch die Iso+ Wand mit doppelter Holzständerkonstruktion (Installationsebene) notwendig, welche ja einen Innenraumverlust zur Folge hat?

Gerade beim Einsatz der Frischluftheizung sollte man doch den Wärmebedarf des Hauses so gering wie möglich halten, um die elektrische Direktheizung so weit wie möglich zu vermeiden. Von daher könnte die KfW 40 Ausführung schon interessant sein, oder?

Danke und Grüße
Felix
Manfred Hölz von Manfred Hölz
9. April 2019, 16:42
Hallo Jens,

die Statik des Daches hat ausreichend Reserve, so dass eine PV-Anlage montiert werden kann.

Lassen Sie sich von Ihrem Anbieter nicht nur einen zertifizierten Dachhaken anbieten, sondern auch die Statik für diese mit der zugehörigen Unterkonstruktion zeigen. Oft wird nur der Dachhaken lt. Last-Tabelle verwendet, die UK aber nicht berücksichtigt.

Wenn die Dachziegel „geschrotet“ werden, sprich die Ziegel werden an der Verfalzung ausgeschlagen oder ausgeflext, verlieren Sie die 30-jährige Gewährleistung auf die Dichtheit der Dachhaut. Da sind die Dachsteinhersteller kompromisslos und wir haben keine andere Wahl, als Ihnen dieses weitervermitteln zu müssen. Die Verfalzung hat nicht nur Dichtheitsgründe, sondern lt. Hersteller auch Stabilitätskriterien für den Dachstein selbst.

Alternativ können Sie sog. Lüfterziegel einsetzen, durch welche Sie die Dachhaken hindurchführen können, ohne die Ziegelverfalzung beschädigen zu müssen. Ggfs. ist eine Zwischenbohle zw. den Sparren vorzusehen.

Mit besten Grüßen
Manfred Hölz
Avatar von Jens
11. März 2019, 17:33
Sehr geehrter Herr Hölz,

leider habe ich keinen passenderen Blogeintrag für meine Frage gefunden. Wir haben 2016 ein Schwörerhaus gebaut (Satteldach mit Gaube) und planen gerade, eine PV-anlage darauf errichten zu lassen.
Gibt es dabei wichtige Punkte zu beachten? Z.B. Dach/Windlasten, empfohlenes Befestigungssyszem usw.

Vielen Dank im Voraus für die Information.

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