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Welches Heizungssystem passt zu meinem Haus?

Ralf Jaudas
Kategorie: Energie sparen
Kommentare: 11

Gerade heutzutage ist es wichtig, die richtige Heizungsanlage zu wählen, denn das spart Energie und Geld. Welche Heizung die richtige ist, hängt vor allem vom Dämmstandard, von der Lage als auch vom Grundriss und der Hausgröße ab. Es ist ein Unterschied, ob das Haus groß und offen gebaut ist, evtl. mit Galerie oder ob es eher kompakt geplant ist. Wir stellen Ihnen fünf gängige Heizungstypen vor.

Heizen mit Strom und Wärmepumpe

Haben Sie keine Angst vor dem Heizen mit Strom. Denn Strom ist die Zukunft. Denken Sie an eine Photovoltaikanlage in Kombination mit einem Energiespeicher. Dies können Sie bei einer Stromheizung in der Regel problemlos nachrüsten.

Schwörer-Frischluftheizung (Luft-Luft-Wärmepumpe)

Für jedes neugebaute Haus ist ein Lüftungskonzept nach DIN 1946, Teil 6 zu erstellen. SchwörerHaus bietet eine kontrollierte Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung an, die kontinuierlich das ganze Haus be- und entlüftet. Das Schwörer-Lüftungssystem wird in der werkseigenen Produktion gefertigt und in jedem Schwörer-Haus standardmäßig eingebaut.

Anstatt ein zweites Heizungssystem zu installieren, kann das Leitungsnetz der kontrollierten Be- und Entlüftung mit Wärmerückgewinnung im Synergieeffekt genutzt und durch eine nachgeschaltete Luft-Luft-Wärmepumpe und mit keramischen Direktheizelementen zur Schwörer-Frischluftheizung erweitert werden. Das Trinkwasser wird über eine separate Trinkwasserwärmepumpe bereitgestellt.

TIPP:

  • Heizkosten sparen durch Wärmerückgewinnung und Wärmepumpe
  • Geringe Anschaffungs- und Wartungskosten
  • Unabhängig von Preisschwankungen fossiler Energieträgern
  • Umwelt- und ressourcenschonend dank Ökostrom
  • Abkühlen und entfeuchten der Außenluft bzw. Zuluft

Luft-Wasser-Wärmepumpe

Eine Wärmepumpe nutzt die Umweltwärme. Sie überträgt Wärmeenergie von einem Ort niedriger Temperatur (Außenluft, Grundwasser oder Erdreich) auf ein höheres Temperaturniveau – dem Luft- oder Wasserkreislauf eines Heizungssystems. Anders als bei Pellet-, Öl- oder Gasheizungen, funktioniert die Heizung nicht durch eine Verbrennung, sondern über einen technischen Prozess. Der größte Vorteil liegt an der Energiegewinnung, da die Energiequelle endlos und umweltfreundlich ist. Die Anschaffungskosten der Wärmepumpe sind etwas teurer, der Verbrauch bzw. die laufenden Betriebskosten jedoch geringer, da sie sehr effizient arbeitet.

TIPP:

  • Zukunftssichere Heizungsanlage mit geringen Betriebs- und Wartungskosten
  • Unabhängig von Preisschwankungen fossiler Energieträgern
  • Umwelt- und ressourcenschonend dank Ökostrom
  • Dank Fußbodenheizung keine kalten Füße
  • Kühleffekt im Sommer optional über Fußbodenheizung

Alternativen zur Wärmepumpe: Gasheizung

Als effiziente Brennwerttechnik gilt Gas als die am meisten verbreitete Heizungsmethode. Die bei der Verbrennung und bei der Kondensation entstehende Wärmeleistung wird über Heizkörper oder eine Fußbodenheizung in die Räume verteilt. Die hohe Effizienz und die geringen Investitionskosten sind eindeutige Stärken der Gasheizung. Der Verbrauch von fossilen Energieträgern und die nicht absehbare Preisentwicklung sind dagegen Nachteile dieses Heizsystems. Gegenüber der Ölheizung gilt sie durch die geringere CO2 Freisetzung jedoch als die umweltfreundlichere Heizungsanlage. Zur Erfüllung des EEWärmeG (Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz) sind jedoch Zusatzmaßnahmen erforderlich.

TIPP:

  • Betriebssicherheit durch zuverlässige und ausgereifte Technik
  • Platzsparende Heizungsanlage
  • Geringe Anschaffungskosten

Ölheizung

Ölheizungen sind in Deutschland nach Gasheizungen in den meisten Häusern vorzufinden. Schließlich heizen moderne Ölbrennwertheizungen sparsam und ressourcenschonend und geben völlige Unabhängigkeit, auch in der Beschaffung des Brennstoffes. Als verlässliche Wärmequelle sind Versorgung und Service sichergestellt. Trotzdem weist Öl steigende Preise und schlechte Umweltbilanzen auf. Außerdem hoher Platzbedarf für den Öltank. Zur Erfüllung des EEWärmeG (Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz) sind Zusatzmaßnahmen erforderlich.

TIPP:

  • Betriebssicherheit durch zuverlässige und ausgereifte Technik
  • Hoher Wirkungsgrad
  • Geringe Anschaffungskosten

Pelletheizung

Die Holzpelletheizung schlägt jede andere Heizung in Bezug auf den Umweltschutz, schließlich weist Holz als nachwachsender Rohstoff eine sehr günstige CO2 Bilanz auf. Die Pellets werden aus Sägespäne oder Sägemehl gepresst und getrocknet. Diese vollautomatisch funktionierende Heizungsanlage kann bequem und ohne ständigem Nachlegen genutzt werden. Nachteil ist der hohe Anschaffungspreis und der große Platzbedarf für die Pellet Lagerung.

TIPP:

  • Umwelt- und ressourcenschonend
  • Förderfähige Heizungsanlage
  • Unabhängig von Preisschwankungen fossiler Energieträgern
  • Moderne und umweltschonende Heizung

Film „Heizen mit Strom und Wärmepumpe“

Familie Nack berichtet über ihre Erfahrungen ihrer Luft-Luft-Wärmepumpe von SchwörerHaus.

 

11 KOMMENTARE
von Caro
17. Juli 2018, 10:06
Das Bild ist mir als erstes aufgefallen, sehr gemütliche Stimmung!

Nun zu Ihren Artikel Herr Jaudas: Ich bedanke mich recht herzlich für Ihre Tipps zu den jeweilgen Heizungsarten, hat mir bei meiner Entscheidung sehr geholfen!

LG Caro
von Hans-Juergen Leick
28. Februar 2018, 07:59
Hallo Frau Siegle,

aufgrund der Witterung waren diese Monate sicher ungünstig und der Energieverbrauch entsprechend hoch.
Aus eigener Erfahrung kann ich Ihnen mitteilen, dass ich selber im Dezember 17 und Januar 18 jeweils ca. 900kWh Strom verbraucht habe. Dazu kommt das Holz für den Wohnraumofen.
Daher ist ein Verbrauch von ca. 1000kWh pro Monat bei entsprechenden Bedingungen möglich.
Zum Thema Wartung ist zu bemerken, dass neben dem regelmäßigen Filterwechsel kaum weitere Arbeiten anfallen. Diese sind in der Bedienungsanleitung beschrieben.
Sie können einen Wartungsvertrag abschließen, sind dazu nicht verpflichtet. Wenn Sie diesen Wartungsvertrag beauftragen möchten, können Sie dies über den Kundendienst erledigen.

Viele Grüße
Hans-Jürgen Leick
von Siegle
26. Februar 2018, 19:45
Hallo

Wie haben 2016 ein Schwörerhaus KFW 55 gebaut mit der Standartheizung und sind über die Heizkosten leicht schokiert. Wir haben ca 137 qm Wohnfläche und haben jetzt im Dezember 17 und Januar 18 über 2000 kw Strom gebraucht ( nur Heitstrom) haben mit dem Sommer einen monatlichen Heitstromanschlag von ca 140€.
Hätten uns deutlich weniger vorgestellt für einen Neubau mit KfW 55.

Mit freundlichen Grüssen
Fam. Siegle
Carolin Baisch von Carolin Baisch
8. Januar 2018, 10:57
Hallo Jens,

mein Kollege Herr Henschel wird sich direkt bei Ihnen melden.

Viele Grüße
Carolin Baisch
von Jens
6. Januar 2018, 22:53
Hallo Herr Jaudas, hallo Herr Leick,

wir haben ein Luft-Wasser-Wärmepumpe der Fa. Buderus (WPL AR mit 6 kW). Kürzlich war ein lokaler Heizungsinstallateur zur Wartung bei uns. Er hat uns darauf aufmerksam gemacht, dass sich die Garantie der WP bei jährlicher Wartung auf 5 Jahre verlängert. Wir bräuchten dazu aber ein Buderus-Formblatt, das bei der Installation ausgefüllt werden muss und das der lokale Heizungsinstallateur dann weiterführt. Bei Durchsicht unserer Unterlagen, die wir von Schwörer erhalten haben, haben wir das entsprechende Dokument leider nicht finden können.
Beim Hausbau ist der Heizungsinstallateur von Schwörer leider krankheitsbedingt ausgefallen, so dass die Installation von einer Fremdfirma durchgeführt werden musste. Evtl. wusste diese nichts von der Garantieverlängerung.
Wäre es möglich, dass Sie uns das Dokument noch zukommen lassen!? Unsere Auftragsnummer lautet 37771.

Vielen Dank im Voraus und viele Grüße
Jens
Detlef Buehmann von Detlef Buehmann
18. Dezember 2017, 15:50
Hallo Herr Müller,

gern werden wir Sie detailliert beraten, um die beste Heizung zu definieren, die zu Ihnen und Ihrer Familie passt. Wenn Ihre Frau Venenprobleme hat, ist es besser auf eine Fußbodenheizung zu verzichten. Auf der anderen Seite liegt die Oberflächentemperatur eines Fußbodens mit Fußbodenheizung im Schwörer-Haus in der Heizperiode, also auch im Winter bei knackigen Temperaturen, nur ca. 2 Grad über der Raumtemperatur. Der Grund liegt in der perfekt gedämmten Gebäudehülle und vor allem in unserer warmen DämmWertDecke. Am besten Sie besuchen uns jetzt in den Wintermonaten im Musterhauszentrum am Werk und testen die Temperaturen der Böden mit unterschiedlichen Heizsystemen selbst. Ziehen Sie die Schuhe aus und laufen Sie in unseren Musterhäusern mit und ohne Fußbodenheizung auf Socken oder auch gern barfuß, dann bekommen Sie ein Gefühl dafür, wo Sie sich am wohlsten fühlen.

Viele Grüße
Detlef Bühmann
von Tom Müller
16. Dezember 2017, 19:28
Wir planen ein Schwörerhaus mit zwei Vollgeschossen und ca. 160qm. Aktuell schwanken wir hinsichtlich der Heizungsauswahl. Wir werden an der Südseite große Fenster haben. Zudem hat meine Frau Venenprobleme, weshalb wir von einer Fubo-Heizung absehen. Dem gegenüber steht der Fakt, dass wir Familie planen und uns die Frage hinsichtlich Kinder, spielen, Fußboden und eventuell zu kalt beschäftigt. Also jede Menge Fragen. Wäre klasse, wenn Sie mir Ihre Erfahrungen mitteilen. Gibt es darüberhinaus Empfehlungen basierend auf den vorab genannten Punkten oder Richtwerte? Vielen Dank.
von Hans-Juergen Leick
12. Dezember 2017, 15:38
Hallo Herr Meier,

der Einsatz der Frischluftheizung ohne Direktheizgeräte ist nicht möglich.
Die Verwendung eines Kaminofens als Ersatz für die Direktheizgeräte können wir nicht empfehlen, da die Wärmeversorgung aller Räume im Haus über den Ofen nicht sichergestellt ist.
Sie können anstelle der keramischen Direktheizgeräte (PTC-Elemente) Infrarot-Heizgeräte als Deckenelemente verwenden. Diese können unabhängig von der Lüftungsanlage geschaltet werden.
Diese IR-Heizelemente können in allen Räumen, auch im Bad, verwendet werden. Die PTC-Elemente können nur in Zulufträumen genutzt werden, da diese im Luftstrom platziert sind.

Viele Grüße
Hans-Jürgen Leick
von R. Schimpfky
12. Dezember 2017, 10:41
Hallo Herr Meier,

ob die Luft-Luft-Wärmepumpe ausreichend ist, kann pauschal wohl nicht so einfach beantwortet werden. Maßgeblich ist hier wahrscheinlich die Größe und Form des Hauses, die Dämmung sowie ihr individueller Wärmebedarf (20° oder doch lieber 24°).
Ich bewohne ein Schwörer-Haus (Baujahr 2013) mit zwei Vollgeschossen und ca 150m² Wohnfläche. Das Haus ist nach dem normalen Schwörer-Dämmstandard gebaut (kein Passivhaus). Die Luft-Luft-Wärmepumpe allein ist in dieser Konstellation zum Beheizen des Hauses nicht ausreichend. Ich habe einen Kaminofen im Wohnzimmer, der in der kalten Jahreszeit täglich in Betrieb ist. Die Wärme verteilt sich um Haus, genügt aber nicht um das Haus vollständig richtig warm zu heizen - dafür verteilt sich die Wärme nicht ausreichend.

Ein kompletter Verzicht auf die Direktheizelemente funktioniert für mein Haus nicht. Der Kamin senkt die Energiekosten aber signifikant.

Das Haus hat außerdem eine PV-Anlage. Die Investition fühlt sich erstmal teuer an. Auf der anderen Seite ist eine solche Anlage auf 20 Jahre Laufzeit ausgelegt. Die Kosten pro Jahr sind also schon viel niedriger.
Die "Gewinnzone" wird schon nach 8 - 11 Jahren erreicht. Ich möchte meine PV-Anlage nicht mehr missen.
Sie senkt die monatliche Stromrechnung enorm.

beste Grüße
R. Schimpfky
von Thomas Meier
11. Dezember 2017, 19:57
Ist die Kombination Schwörer-Frischluftheizung (Luft-Luft-Wärmepumpe) OHNE keramische Direktheizelemente dafür mit Kaminofen ausreichend als Heizsystem? Wir wollen uns bewußt die Kosten für die Fußbodenheizung (=Luft-Wasser-Wärmepumpe?) sparen. Oder sind dann wenigstens im Wohnzimmer und z.B. Bad, also die Räume die man am ehesten "gemütlich" haben will zusätzlich mit den keramischen Direktheizelementen auszustatten? Natürlich sind dann auch die Kosten für dieses "elektrische Heizen" deutlich höher oder? Eine PV Anlage wollen wir aus Kostengründen erstmal nicht mit anschaffen.
von Selim Güler
8. November 2017, 11:49
Bei der Frage der Art der Heizung komme ich auch oft ins Nachdenken und versuche herauszufinden, welche die bessere Art für mich ist. Danke für den ausführlichen Bericht. Hier kann man sich wirklich eingehend mit dem Thema beschäftigen und informieren

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