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Welchen Keller benötigen wir denn? Teil 3

Manfred Hölz
Kommentare: 4

Der wasserdichte Keller

Eine Schwarze Wanne wählt man, wenn wie in Teil 1 erwähnt, die Kellerräume wasserdicht ausgebildet werden sollen. Das ist der Fall, wenn im Kellergeschoss Wohnraum entstehen soll, aber der Keller in aufstauendem Sickerwasser oder gar Grundwasser stehen kann oder wird.

Aber was ist eine „Schwarze Wanne“?

Sowohl die Bodenplatte d=25cm als auch die Wände d=20cm werden mittels einer sogenannnten Hautabdichtung von außen abgedichtet. Hautabdichtung deshalb, weil diese Abdichtung um alle erdberührten Kellerbauteile herum angeordnet wird. Solche Abdichtungen können spezielle Folien oder sogenannte Schweißbahnen als auch kunststoffmodifizierte Bitumendickbeschichtungen, um nur einige zu nennen, sein.
Wir bei SchwörerHaus haben uns für ein spezielles Foliensystem entschieden. Die Folie hat eine spezielle Kleberschicht, die erst dann seine Klebewirkung entwickelt, wenn der Beton auf diese Folie aufgebracht wird. Ein wichtiger Punkt für eine praxisgerechte Verarbeitung. Doch wofür ist das gut?

Nun sprechen wir über den Fall, den es zu verhindern gilt. Aber eben den Fall, der nicht weg diskutiert werden darf, sondern bereits bei der Wahl des Systems mit einzubeziehen ist.

Der Schwarzen Wanne wird nachgesagt, es sei kein sicheres Abdichtungssystem, da – sollte je eine Beschädigung auftreten – keine Reparatur mehr möglich sei. Das ist wahr, unter der Bodenplatte kommt keiner mehr hin. Selbst bei wieder freigelegten Wänden wird eine nachträgliche Fehlersuche sehr schwer werden. Und genau hier setzt das von uns eingesetzte System an. Es muss im Vorfeld bedacht werden, was keiner hören will – aber keiner, ist man ehrlich, kann menschliches Versagen – ein Verarbeitungsfehler ausschließen.

Diese oben genannte entstehende Verklebung zwischen Beton und Folie verhindert, dass eindringendes Wasser sich hinter der Abdichtung verteilen kann. Der Abdichtungsspezialist, dessen System wir einsetzen, spricht von einer möglichen Fehlstellen-Lokalisierung. Sollte es trotz aller Vorsicht bei der Verarbeitung dennoch vorkommen, kann man zum Beispiel mit einer Kunstharzverpressung jederzeit von innen abdichten, so dass die Dichtigkeit im Bedarfsfall von innen wieder hergestellt werden kann.

Wie schon angesprochen – die letzten beiden Absätze beschreiben sicherlich das Horrorszenario für Bauherren, Planer und Ausführende! Aber nur, wer dies im Vorfeld bereits in seinem Konzept berücksichtigt, kann ganzheitliche, dauerhafte Lösungen anbieten.

Die notwendige Sorgfalt der Ausführung ist selbstverständlich gegeben!! Wir legen größtes Augenmerk auf eine ordnungsgemäße Ausführung und haben uns gerade deshalb für diesen Systemanbieter entschieden.

4 KOMMENTARE
von Simon Brozio
19. Oktober 2012, 19:53
Hallo Herr Hölz,
wir haben eine weiße Wanne und unser Haus steht seit März 2012. Ab wann bzw, besteht überhaupt die Möglichkeit, die Wände zu gestalten (Lattung und Fermazellplatten drauf)? Isolierung ist ja anscheinend wegen dem Taupunkt nicht ratsam.
Wir wenden uns in diesem Blog an Sie / Schwörer, weil in anderen Blogs dazu nichts zu finden war.
Vielen Dank im Voraus
Simon Brozio
Manfred Hölz von Manfred Hölz
6. März 2012, 06:43
Hallo Herr Kraul,

die Wände können selbstverständlich gestrichen werden. Da der Zeitpunkt relativ früh (im Verhältnis zur Austrocknung von Beton) ist, sollten Silikat-Farben verwendet werden. Diese sind resistent gegen Feuchteeinwirkung. Um genaueres zu erfahren, sollten Sie aber einen Maler-Fachbetrieb aufsuchen. Meine Informationen (von Seite der Konstruktion/Tragwerksplanung) reichen hier nicht erschöpfend in die Tiefe der Materie. Der Theorie nach dauert der Austrocknungsvorgang ca. 1 - 3 Jahre. Dies hängt sehr von der Nutzung, Beheizung und Lüftungsverhalten der Bewohner ab. Leider gibt es nichts verbindliches, sondern nur eine relative Zeitangabe.
von Hr. Kraul
1. März 2012, 20:54
Hallo Hr. Hölz,

wir haben uns für die schwarze Wanne (Tricosal-Wanne) entschieden und der Keller wurde im Oktober 2011 gestellt. Eine Frage hierzu. Wie lange dauert der Austrocknungsprozeß und empfiehlt es sich, nach Einzug (Mai 2012) in das Haus die Wände zu streichen? Welche Art der Farbe wird für diesen Kellerwände empfohlen bzw. ist eine Grundierung (welche?) nötig.

Vielen Dank für die Beantwortung der Fragen im Voraus!
von Claus
15. Februar 2011, 16:38
Hallo Herr Hölz,

ich möchte mich hiermit über den Interesannten Bericht bedanken!!

gruss Claus

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