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Welchen Keller benötigen wir denn? Teil 2

Manfred Hölz
Kommentare: 54

Der wasserundurchlässige Keller

Eine Weiße Wanne wählt man, wenn wie im Teil 1 erwähnt, Sickerwasser nicht sicher abgeführt werden oder gar Grundwasser anstehen kann. Aber was ist eine Weiße Wanne? Dies ist eine zwischenzeitlich etablierte Art der Kellerabdichtung, bei der die Eigenschaften einer speziellen Betonrezeptur genutzt werden. Der WU-Beton. WU steht für wasserundurchlässig. Da Ecken und Übergänge besonders rissanfällig sind, werden an solchen Stellen z.B. spezielle Fugenbleche eingebaut, die dafür sorgen, dass der Beton an eben dieser Stelle – kontrolliert – reißen kann. Die Fugenbleche übernehmen an diesen Stellen die Abdichtung. Der WU-Beton ist aber nicht gänzlich dicht, wie ja der Name schon sagt: er ist wasserundurchlässig.

Der Beton lässt in gewissem Grad Wasserdampf durch, also Wasser in gasförmigem Zustand. Dies ist immer wieder ein Diskussionspunkt, weshalb auch schon viele Untersuchungen und Forschungsprojekte ins Leben gerufen wurden. Praxisbeispiele als auch Fachliteratur zeigen auf, dass es in Weißen Wannen, die tatsächlich im Wasser stehen, durchaus zu erhöhter Luftfeuchtigkeit kommen kann. Kein Wasserdurchtritt oder gar Rinnsale im Keller, aber die relative Luftfeuchte steigt oft deutlich an.

Gerne wird die Kondensatbildung auf der Innenseite der Kellerwände ins Feld geführt, die für die Feuchte verantwortlich sei. Aber heute wird wohl jeder seinen Keller außen mit einer Perimeterdämmung versehen, so dass Schwitzwasser nahezu ausgeschlossen werden kann.

Der Beton braucht ca. 1–3 Jahre, bis er soweit getrocknet ist, dass er seine sog. Ausgleichsfeuchte erreicht hat. Dies führt selbstverständlich ebenfalls zu einer anfänglichen erhöhten Luftfeuchte.

Bei erhöhter Luftfeuchtigkeit hilft eine konsequente und richtige Fensterlüftung der Kellerräume. Oft der erste Gedanke an dieser Stelle: die Anbindung der Kellerräume an die Lüftungsanlage bringe die Lösung. Das wäre zwar denkbar, aber hier gilt es, einen wichtigen Punkt nicht außer Acht zu lassen. Die kalte Kellerluft käme gemeinsam mit der warmen Abluft über das Abluftrohr zum Wärmetauscher. Aus der so abgekühlten Abluft lässt sich deutlich weniger Energie rückgewinnen, was wiederum einen höheren Energieaufwand für die Beheizung des Hauses bedeutet. Der Wirkungsgrad der WGT-Anlage würde deutlich sinken.

Würden Wand- und Bodenflächen verkleidet, könnte die durch nicht auszuschließende Wasserdampfdiffusion auftretende Feuchte nicht über die inneren Wandoberflächen an die Raumluft abgegeben und mittels Lüftung abgeführt werden. Wir empfehlen, entsprechend geeignete Farbanstriche zu wählen. Ein Ausbau zu Wohnräumen kommt für uns daher nicht in Frage.

Das Ganze hängt natürlich im Wesentlichen davon ab, wie lange und wie oft der Keller im Wasser – also im zeitweise aufstauenden Sickerwasser oder gar im Grundwasser stehen wird. In vielen Gesprächen mit Geologen/innen mussten wir erfahren, dass selbst jene Fachleute, die sich täglich mit der Materie Baugrund beschäftigen, keine zuverlässige Prognose abgeben können. Sind Grundwassermessstellen in der Umgebung vorhanden, geben die Messprotokolle Einblicke in vergangene Ereignisse und können als Entscheidungsgrundlage dienen.

Teil 3 folgt.

54 KOMMENTARE
Manfred Hölz von Manfred Hölz
13. Juni 2018, 08:02
Sehr geehrter Herr Delbrück,

mit Verlaub, aber das bedingt eine ehrliche Antwort: Wenn sie nicht vom Fach sind und – ich zitiere Sie: „Ich bin nicht vom Fach und habe daher keine Ahnung von den Materialien und deren Verarbeitung“, macht es m.E. keinen Sinn, das Sie die Arbeiten selbst ausführen. Dafür gibt´s Handwerksbetriebe, welche das technische als auch das handwerkliche Know How haben.

Ihr Keller hat eine FrischBetonVerbundfolie (FBV-Keller). Auf diese gibt der Hersteller dieser Abdichtungsfolie vor, mit welchem Kleber die Perimeterdämmung aufgeklebt werden darf. Der von Ihnen benannte Dichtkleber ist von der Fa. StekoX, zu finden auf der Seite www.stekox.de. Dies ist jedoch eine extrem teure Lösung. Wir empfehlen eine 2-komponentige Kunststoff-Modifizierte-Bitumendickbeschichtung (KMB). Das ist eine günstige Lösung die super hält und gut zu verarbeiten ist. Die Bitumen-Masse mit einer Zahntraufel (10er Zahnung) vollflächig (!) auf die Platte aufbringen und dann an die Wand kleben (Damit der Frischbetonverbundfolie durch die Zahntraufel kein Schaden zu gefügt wird). Vollflächig, weil durch das Verdichten des Material beim Verfüllen des Arbeitsgrabens Schubkräfte nach unten entstehen und es bei eine sog. Batzenklebung nicht selten zu erheblichem Verrutschen der Perimeterdämmplatten kommt. Damit wären die Dämmplatten ohne die gewünschte Funktion.
Die von Ihnen genannte Dämmplatte hat lt. Hersteller eine Zulassung für den Einsatz an Wänden im Erdreich. Damit wäre die Platte geeignet.
Sie sehen, es gehört dann doch eine Menge Input für eine fachgerechte Ausführung dazu. Bedienen Sie sich eines Fachpersonals – zum Beispiel Ihr Bauunternehmer und anschließend ein Stuckateur für die Putzarbeiten.

Mit freundlichen Grüßen
Manfred Hölz
von Robert Delbrück
6. Juni 2018, 20:51
Hallo Herr Hölz,

Die letzte Nachricht ist nun schon 4 Jahre her. Ich hoffe Sie lesen das noch...

Ich möchte bei meinem Neubau die Perimeterdämmung sowie den Sockelputz selber machen. Ich bin nicht vom Fach und habe daher keine Ahnung von den Materialien und derren Verarbeitung und brauche daher Hilfe.
Wir haben einen wasserdichten Keller (FBVK)
Mir wurde empfohlen "2K-Dichtkleber SX1" zum vollflächigen verkleben der Perimeterdämmung. Diesen Kleber kann ich aber nicht im Netz finden.
Können Sie mir sagen welchen Kleber ich alternativ nehmen kann und muss ich diesen wirklich vollflächig auftragen?
Reicht es für die Perimeterdämmung einfach mit dem Kleber die Platten zu bestreichen und direkt an die Kellerwand zu kleben oder muss der Keller zuvor noch vorbereitet/imprägniert werden?
Den Teil mit dem Sockel und Kompriband habe ich nicht ganz verstanden. Können Sie bitte nochmal schreiben in welcher Reihenfolge vorzugehen ist.
Als Perimeterdämmung hat mir der Architekt "Bachl EPS Duo" empfohlen. Ist das gut? Kann ich das für den Erdbereich und den Sockel nutzen?

Vielen Dank und Grüße
Robert Delbrück
Manfred Hölz von Manfred Hölz
14. Juli 2014, 09:13
Hallo Thomas,

der Glattstrich sollte nicht mehr sanden - vermutlich wurde er zu nass eingebracht! Dann zieht das Wasser hoch und der WZ-Wert (WasserZementWert) wird zu wässrig.
Wenn Sie einen Anstrich anbringen wollen, müssen Sie auf eine Diffusionsoffene Farbe achten. Dazu empfehlen wir, einen Malerfachbetrieb bzw. Farbenanbieter zu konsultieren.

Grüße
Manfred Hölz
von Thomas M.
9. Juli 2014, 12:17
Hallo
vor drei Wochen wurde unser Glattstrich auf Trennlage auf unserer WU-Bodenplatte im Keller eingebracht.
Da der Boden etwas "sandet" stellt sich die Frage für mich ob ich den Kellerboden nicht streichen soll. Hier würden sich beispielsweise m.E. Flüssigkunststofffarben oder vielleicht auch einfach Tiefgrund anbieten um den Staub zu binden. Für mich stellt sich aber die Frage ob ich damit nicht wieder die Dampfdiffusion der WU-Bodenplatte behindere. Was empfiehlt Schwörer ?
Danke im Voraus.
Manfred Hölz von Manfred Hölz
13. Mai 2014, 07:53
Sehr geehrter Herr Thomas M.,

wie Sie sagen, da gehen die Meinungen auseinander. Erstmal ist eine weiße Wanne nicht in der DIN 18195 geregelt, sondern über die WU-Richtlinie. Diese DIN im Teil 4 regelt "Abdichtungen gegen Bodenfeuchte (Kapillarwasser, Haftwasser) und nicht stauendes Sickerwasser an Bodenplatten und Wänden, Bemessung und Auführung". Die WU-Sohle sorgt dafür, dass kein Kapillarwasser nach innen eindringen kann. Durch eine Schweißbahn wird eher verhindert, dass die Bauteil-Restfeuchte der Bodenplatte nicht in den Estrich eindringt und diesen durchfeuchtet - hier soll aus besagten Gründen ja kein Estrich, sondern ein Glattstrich (ohne Dämmlage) ausgeführt werden. Der zementäre Glattstrich (ohne Abdichtungsbahn) leitet diese Restfeuchte geradewegs durch und gibt diese an die Raumluft ab, welche in den ersten Jahren (man sagt zw. 1- 3 Jahre) durch vermehrtes Lüften abtransportiert wird/werden kann. Bei Verzicht auf eine Abdichtung unterm Glattstrich ist auch gewährleistet, dass eine mögliche Dampfdiffusion immer über die Raumlüftung abgeführt werden kann (Lüftungsaufwand). Abdichtungen auf Bodenplatten und unter Bodenaufbauten verhindern o.g. Weiterleitung von Feuchten. Würde man die Restfeuchte der Bodenplatte alleine betrachten, wäre eine Abdichtung in jedem Fall die gute Variante. Im Falle von WU-Sohlen gibt es aber Praxisfälle, bei denen die Dampfdiffusion zu einer Feuchteanreicherung unter der Abdichtung geführt hat und sich diese Feuchte nach Jahren dann plötzlich am Wandfußpunkt sichtbar werden.

Mit freundlichen Grüßen
Manfred Hölz
von Thomas M.
12. Mai 2014, 08:40
Hallo Herr Hölz,
vielen Dank für Ihren hilfreichen Kommentar. Ich habe nun ein Angebot von unserem Estrrich-Leger erhalten in dem er aber noch eine Polymerbitumenabdichtungsbahn mit Glasvlies und Aluminiumeinlage mit anbietet. Er bezieht sich hier auf die DIN18195 T4 gegen aufsteigende Feuchtigkeit. Ich habe im Netz etwas gestöbert und die Meinungen gehen hier bezüglich eines WU-Kellers wieder auseinander. Was empfiehlt Schwörer ? Meines Erachtens ist die Polymerbitumenabdichtung nicht notwendig bzw. sogar evtl. schädlich !? Oder ist die zusätzliche Abdichtung nach DIN18195 T4 bei WU-Kellern doch zu empfehlen ?
Danke im Voraus für Ihre Unterstützung.
Manfred Hölz von Manfred Hölz
6. Mai 2014, 06:56
Hallo Thomas M.,

bei einem Glattstrich unterscheidet man zwischen einem Verbundestrich und einem Glattstrich auf Trennlage. Bei Verbundestrichen muss mittels einer Haftbrücke (chemisch modifizierter Stoff zum Einstreichen) der Verbund hergestellt werden, dann reichen 2 - 3 cm Schichtstärke. Diese Lösung wird m.E. nur gewählt, wenn Anschlußhöhen im Raum zwingend eingehalten werden müssen - z.B. Treppenanschlüsse, Türhöhen usw. Aber die Regel ist der Glattstrich auf Trennlage, also normale PE-Folie einlegen. Das bedingt eine Schichtstärke von 4 - 5 cm. Beim Abbinden zieht sich der Zement zusammen, er schwindet. Das erzeugt Reibungskräfte zum Untergrund. Wenn der Verbund gut ist, hält der Glattstrich und reist nicht. Auf einer Trennlage wird planmäßig die Reibung stark reduziert und so kann der Glattschrich schwinden, ohne zu reißen. Die PE-Folie hat keinerlei abdichtende Funktion, sie dient "nur" als Trennlage. Bei WU-Kellern erlauben wir keinen beheizten Ausbau, da die Fachpresse und -literatur die Dampfdiffusion von im Wasser stehenden Kellern immer wieder mit Feuchteschäden in Verbindung bringt. Deshalb raten wir dringend von Dämmlagen ab. Falls Sie im Keller eine Werkstatt haben (wollen), empfiehlt sich vor der Werkbank eine Holzplatte auf dem Glattstrich - Holz ist bekanntlich ein "warmer Baustoff" und sorgt für weniger kalte Füße.

Mit freundlichen Grüßen
Manfred Hölz
von W. Müller
5. Mai 2014, 08:38
Hallo Thomas M.

Folie ist obligatorisch. Dämmung ist optional. Die Deckenhöhe wird mit Dämmung zwar noch geringer, als sie schon ist, aber der Boden ist ohne diese sehr kalt und die paar Styroporplatten kosten nicht viel. Wir haben unseren Nutzkeller ohne Dämmung gemacht (mangels besseren Wissens) und im Nachhinein bereue ich es ein bisschen. Wir haben gefließt, der Boden ist sehr kalt - gut für die Lagerung der Sprudelflaschen im Sommer, schlecht für die Füße in der Werkstatt.

Grüße,
W. Müller
von Thomas M.
3. Mai 2014, 10:47
Hallo,
eine Frage zum Estrich im Keller:
wir haben einen WU-Keller der als reiner Nutzkeller ausgelegt ist. Wir wollen nach der Hausübergabe einen Zementestrich einbringen lassen. Wie ist der sinnvolle Aufbau. Benötigt man eine PE-Folie oder eine sonstige Dämmung zwischen Bodenplatte und Estrich ?
Danke im Voraus
Manfred Hölz von Manfred Hölz
14. Juni 2013, 10:21
Hallo Herr Kehrer,

leider sehe ich da keine fachgerechte Möglichkeit zur nachträglichen Abdichtung der Fuge. Was denkbar wäre - ein Alu-Winkel, der an die Putzabschlussschiene der EG-Wand angebracht wird und die Fuge nach unten überdeckt.
Grüße
Manfred Hölz
Manfred Hölz von Manfred Hölz
11. Juni 2013, 06:52
Hallo Birgit,

ausschäumen ist quasi ein Ersatz der Wärmedämmung (besser als nichts) weil der Erdbauer diese nicht 100% zugeschnitten hat (Toleranzen), hat aber keine Abdichtungsfunktion.

Mit freundlichen Grüßen
Manfred Hölz
von Thomas Kehrer
7. Juni 2013, 15:11
Hallo Herr Hölz,

unser Haus wurde im März fertiggestellt, wegen dem Verputzen der Kellerfassade habe ich einen der Schwörer-Monteure (gelernter Maler) nach den weiteren Arbeitsschritten gefragt und auch über ein Kompriband gesprochen.
Er sagte, ein Kompriband wäre nicht nötig, ich könnte die restlichen "oberen" ca 15 cm der Perimeterdämmung (die ja wegen der Synergiefolie frei gelassen wurden) bis an die Unterkante des EG-Überstands legen und (nach der Befestigung der später sichtbaren Sockelfläche mittels Tellerdübel) die Dämmplatten verputzen. Die Dämmplatten habe ich dann (wie die restliche UG-Isolierung vor dem Verfüllen der Baugrube) mit Bitumenkleber geklebt und mit Tellerdübeln gesichert.

Da ich nun mit dem Bau der Terrasse begonnen habe, habe ich bereits zwei Seiten des Sockels verputzt (mit Armierungsgewebe und Armierungsputz, Eckschienen usw).
Die Laibungen von Kellertür- und Fenster sollen auch noch 2-3 cm Isolierung bekommen.

Gibt es hier noch eine Möglichkeit das bereits verputzte zusätzlich abzudichten?


Mit freundlichen Grüßen

Thomas Kehrer
von Birgit
6. Juni 2013, 16:20
Hallo Herr Hölz,

vielen Dank für Ihre Ausführungen! Es sieht wohl so aus, als hätte unser Erdbauer beim Anbringen der Perimeterdämmung schon irgendeine Art Abdichtung eingebracht (reicht auch ausschäumen?).
Wir werden sehen wie wir nun weiterkommen.

Grüße
Birgit
Manfred Hölz von Manfred Hölz
6. Juni 2013, 06:44
Hallo Birgit,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Wenn die Hauswand 2cm übersteht, kommt die Putzschicht idealerweise direkt an die Unterkante unseres Fassadenabschlußprofils. Dieser Aluminiumwinkel ist 3cm ausladend, so dass die Putzschicht exakt in diesem Bereich liegt. Die Aussagen des Stuckateurs sind nicht nachzuvollziehen. Holz hat gänzlich andere "Bewegungskennwerte" als Beton, die Dämmschichten sind unterschiedlich stark und der Fassadenabschlußwinkel aus Metall hat ebenso andere Längenausdehnungen als die Putzschicht am Sockel. Es werden unterschiedliche Bewegungen stattfinden, welche an einem stumpfen Stoß IMMER zum Abriss führen werden. Gerade deshalb werden relativ starre Schichten wie Putze mit einer sog.Bewegungsfuge an andere Bauteile angeschlossen. Das sollte auch bei Putzanschlüßen an Fenstern der Standard sein. Das Kompriband (ein komprimiertes und imprägniertes Schaumstoffband) wird eingesetzt, um ein Eindringen von Schlagregenwasser hinter die Putzschicht zu verhindern. Wir wollen ja keine Werbung betreiben, aber auf dieser Seite gibt es u.a. Artikel für den "Putzer" käuflich zu erwerben. http://www.putzer-einkauf.de/catalog/product_info.php?products_id=873. Man lese nur den Verwendungszweck "Zur Abdichtung von Fugen und Anschlüssen an Wärmedämm-Verbund-Systeme...." Die Anforderung von einer Schlagregendichtheit mit 600 Pa (Pascal) ist auch die maßgebende Zahl für ganz normalen Fenster ! Es gibt auch Systeme, die direkt eingeputzt werden können, doch diese sind meist nur in Längen unter 3m einsetzbar und dürfen nicht gestoßen werden - wegen der Längenausdehnung infolge der Fassadentemperatur. Eine weitere Detailempfehlung ist unter folg. Seite aufzurufen: http://puschmann-dt.de/pdf/schwenk_wdvs_details.pdf. Hier wird das Dichtungsband direkt hinter der Putzschicht angeordnet. Sie haben beschrieben, dass bei Ihnen zw. der Dämmplatte und der Hauswand ein Spalt vorhanden ist ("Dämmplatte bis nahe an die Unterkante"). Je nach Spaltgröße könnte evtl das Dichtband so an die Fassadenabschlußschiene geklebt werden, dass dieser Spalt mittels Kompriband geschlossen wird. Damit könnte dann der Putz bis direkt an die Metallschiene geführt werden. Bei entstehendem Riss erfüllt das hinter dem Putz liegende Dichtband auch seinen Zweck. Es könnte auch sinnvoll sein, die letzte Platte (wenn´s denn ein freiliegender, nicht erdüberdeckter Streifen wäre) nochmals zu entfernen, das Kompriband anzubringen und zügig die Platte wieder einzusetzen. Zur Befestigung wären auch sog. Tellerdübel in ausreichender Anzahl geeignet.

Mit freundlichen Grüßen
Manfred Hölz
von Birgit
3. Juni 2013, 11:26
Hallo,
uns beschäftigt aktuell auch das Thema Sockelputz:
Wir haben uns diesen von einigen Handwerkern anbieten lassen (Stand jetzt ist die Dämmung am Keller angebracht). Wir haben ein ISO+ Haus und die Hauswand steht aktuell ca. 2cm über die Perimeterdämmung am Keller über.
Nun haben wir die Handwerker (die sich die Baustelle angesehen haben) auf das einzubringende "Kompriband" (wie oben von Herrn Hölz beschrieben) angesprochen. Dies wurde aber sofort abgelehnt - sei nicht machbar und auch nicht nötig, da ja ein so hoher Überstand besteht und der Putz lediglich wenige Millimeter dick wird. Da könne nichts reißen und der Handwerker wüsste nicht, wo/wie er da ein Kompriband an die Schiene einbringen soll... ?!
Die Dämmplatten sind bei uns (vom Erdbauer erledigt) sehr nah bis Unterkante Überstand angebracht.

Wir sind nun absolut keine Fachleute und etwas ratlos, was wir machen sollen - möchten uns aber nichts verkaufen lassen, was uns dann später Probleme bereitet.
Was raten Sie uns?
Vielen Dank vorab und Grüße
Birgit
von Tobias Kuhn
14. August 2012, 15:02
Guten Tag Herr Tziopanos,

es ist ganz normal, dass sich in diesem relativ kurzen Zeitraum nach der Montage des Kellers Feuchtigkeit auf der Innenseite der Kelleraußenwände niederschlägt. Zum Einen ist die die relative Luftfeuchte zu dieser Jahreszeit sehr hoch, sodass sich Kondensat an der kalten Oberfläche niederschlagen kann, zum Anderem gibt der Beton noch Feuchtigkeit an die Umgebungsluft ab.
Raumecken sind grundsätzlich einer höheren Gefährdung ausgesetzt, als flächige Bauteile, da diese schlechter belüftet werden und dort die Oberflächentemperatur niedriger ist.
Unsere Empfehlung ist, für Konvektion in den Räumen zu sorgen - oft hilft hier bereits das Aufstellen eines Ventilators. Außerdem sollte die Feuchtigkeit in den Räumen durch richtiges Lüftungsverhalten regelmäßig abgelüftet werden.
Durch diese Maßnahmen müsste sich die Feuchtigkeit in den Räumen und somit auch die Folgen der erhöhten Feuchtigkeit v.A. in den Raumecken mittelfristig reduzieren.
Eine fehlerhafte Ausführung der weißen Wanne ist zu diesem Zeitpunkt noch nicht zu befürchten - Sie können Ihr Haus also bedenkenlos beziehen.
Sie sollten die Angelegenheit augenscheinlich beobachten und sich gegebenenfalls zu einem späteren Zeitpunkt nochmals melden, sollte sich keine Verbesserung einstellen.

Wir hoffen Ihnen weitergeholfen zu haben.

Freundliche Grüße
T.Kuhn
von Niko Tziopanos
11. August 2012, 17:44
Hallo Herr Hölz,

unser Schwörer Haus steht jetzt seit ca. 3 Wochen. Wärend der Aufbauphase hatten wir aufgrund Regens, Wasser in den Kellerräumen. Welches aber schon wärend des Innenausbaus beseitigt war. Der Kellerboden ist optisch trocken (uns ist klar das es bis zu drei Jahren dauert, bis der Keller durchgetrocknet ist). An einigen Ecken ist es jedoch stark feucht, in einem Raum würde ich sogar von nass reden. Die Wand glänz regelrech an den unteren 10 Zentimetern. Dies kann meines Erachtens nicht mehr vom stehenden Regenwasser kommen. An einigen Stellen in den Ecken ist jetzt schon Schimmel (oder salpeter?) zusehen. Laut Bodengutachten haben wir auch kein Grundwasser. Lediglich schlecht sickerfähigen Lehmboden. Der Keller ist in der Ausführung weisse Wanne gebaut.
Sind dies noch normale Symtome wärend der Austrocknungszeit, oder sollte man den Keller schon nach einer fehlerhaften Ausführung der weissen Wanne untersuchen? Noch ist der Keller auch so gut wie leer da wir erst im nächsten Monat einziehen.

Mit besten Grüßen,
Niko Tziopanos
Manfred Hölz von Manfred Hölz
2. März 2012, 09:52
Hallo Markus,

Auf jeden Fall sollte das weiter beobachtet werden. Wenn keine Bewegungen mehr feststellbar sind, sollten die Stellen überarbeitet bzw. erneuert werden.
von Markus
29. Februar 2012, 08:14
Hallo Herr Hölz,

vielen Dank für die schnelle Antwort. Das könnte natürlich auch sein. Weil unsere Bodenplatte für den Kellerabgang später betoniert wurde.

Muß man hier jetzt Sorgen haben?

Gruß
Markus
Manfred Hölz von Manfred Hölz
27. Februar 2012, 15:34
Hallo Markus,

die Setzungen dauern je nach Baugrund von wenigen Tagen (Felsig) bis Jahre (Ton, Lehm, Schluff).
Allerdings setzt sich der Keller im gesamten, und nicht nur der untere oder obere Teil. So kann es also nicht sein, dass sich auf der Putzebene eine Verschiebung übereinander, also eine Stauchung gibt, weil der Keller sich gesetzt hat. Einzig kann ich mir vorstellen, sollte die Anfüllung am Haus Ihren Baueingabeplänen entsprechen, dass sich das Auffüllmaterial des Arbeitsgrabens setzt, da dies nur bis zu einem gewissen Punkt verdichtet werden kann. Ebenfalls abhängig vom Material selbst (Lehm, Schluff, Kies/Schotter, Mineralbeton oder Betonreceycling). Durch die Verdichtung entsteht an der Wand selbst Reibung, welche - sollte sich die Verfüllung setzen - eine Abwärtsbewegung verursachen könnte. Bei richtiger Anbringung des Mauerschutzes (meist Noppenbahn mit Fliesgewebe) dient diese begrenzt, gewissermaßen als Gleitschicht.

Risse an Aussparungsecken, sprich Kellerfenstern, Türen etc. sind ganz normal. Beton schwindet (zieht sich zusammen) beim Abbindevorgang. Solche Schwächungen im Wandquerschnitt führen zu Spannungsumlenkungen, was i.d.R. leichten Rissen führt. Nun will kaum einer einen Keller ohne Fenster, deshalb nimmt man diesen Effekt in Kauf. Selbstverständlich werden an den Kellerecken entsprechende Bewehrungen eingelegt, um diese Risse zu minimieren. Im übrigen: Stahlbeton funktioniert nur im gerissenen Zustand. Würde der Beton die Zugspannungen aufnehmen können, wäre die Bewehrungseinlage sinnlos. Der Beton kann nur sehr wenig Zugkräfte aufnehmen - also erwartet man, das es eine leicht Rissbildung gibt. Die Bewehrung (Eisen) übernehmen ab dem Zeitpunkt der Rissbildung die Zugkräfte.
von Markus
24. Februar 2012, 11:52
Hallo Herr Hölz,

ich habe eine Frage:

Kann es sein das sich unser Haus nach einem Jahr noch setzt?? Ich frage deshalb weil mein Sockelputz im Bereich der Kellertüre und am Fenster daneben gerissen ist. Und zwar ca 1,50m über der Bodenplatte man sieht auch das das Gewebe sich hier übereinander geschoben hat. Ich hoffe ja nicht das es ein Statisches Problem ist. Auch an den Kellerfenstern ist Innen jeweils an den Ecken ein Riß zu sehen.

Vielleicht haben Sie ja ein Tipp was das sein kann.

Vielen Dank!

Gruß Markus
Manfred Hölz von Manfred Hölz
26. Januar 2012, 08:33
Sehr geehrter Herr Gabele,

Sicherheit ist ein großes Thema und jeder denkt, für Sicherheit kann man nicht genug Prävention leisten. Im Prinzip ist das natürlich richtig.

Erlauben Sie mir die "Steilvorlage" aufzugreifen, da man sich oft fragt, warum manche Bauherren über die Notwendigkeit eines Bodengutachten so lange diskutieren müssen - dabei geht es hier um die Stand-Sicherheit des Gebäudes. Hierüber sind sich leider offensichtlich viele Bauherren nicht im Klaren.

Zurück zum Kellerfenster.
Die Polizei empfiehlt jegliche Art von Prävention, um den Schurken das Leben so schwer wie möglich zu machen. Manche behaupten, Betonschächte wären besser, weil man besser dübeln könne, jedoch bieten Kunststofflichtschächte für Einbrecher kaum ausreichend Platz, um Hebelwerkzeuge richtig einzusetzen.

Wer macht sich die Mühe, durch einen Lichtschacht einzusteigen, sich durch das dahinter liegende Kellerfensterchen (Lichte Maße ca. 65/45cm) durchzuzwängen und mit Beute (unter Zeitdruck) wieder zu flüchten. Kellertüren und Balkontüren sind hier weitaus gefährdeter, weil sehr gut erreichbar und ausreichend Platz vorhanden ist. Auch die Flucht gestaltet sich leichter.

<http://www.bmi.bund.de/SharedDocs/Downloads/DE/Broschueren/2011/PKS2010.pdf?__blob=publicationFile>

Durch die Laibung des Kellerfenster können Sie bohren und dübeln, sofern es sich nicht um wasserdichte Fenstersysteme handelt. Wirkliche Sicherheit bringt das m.E. nicht, aber lt. polizeilichen Statistiken geben Einbrecher oft schon nach wenigen Minuten auf, wenn sie auf Widerstand stoßen und Zeit verlieren. Damit wäre ein gewisser Grad an Abschreckung gegeben. Verwenden Sie sog. Betonschrauben, die keinen Dübel brauchen, sondern sich quasi beim Eindrehen "ein Gewinde in den Beton schneiden". Diese Schrauben haben kaum Sprengwirkung und können auch mit kleineren Randabständen im Beton gute Wirkung erzielen.
von Matthias Gabele
23. Januar 2012, 08:50
Guten Tag Herr Hölz,
zuerst einmal vielen Dank für die schnelle Antwort auf meine Frage zum Sockelputz.

Im Moment informieren wir uns gerade über Sicherungsmöglichkeiten der Lichtschachtgitterroste. Es gibt hier verschiedene Möglichkeiten: die Sicherung des Rostes am Kunststofflichtschacht oder direkt am Mauerwerk. In einem Polizeiladen wurden wir informiert, dass auf alle Fälle die Sicherung am Mauerwerk vorzuziehen sei.
Da die Isolierung und die Lichschächte schon montiert sind und eine Befestigung an der Kelleraussenwand nicht mehr machbar ist bleibt noch die Fensterlaibung.
Wir würden also in die Fensterlaibung zwischen Aussenwand und Kellerfenster in den Beton bohren. Darf hier das weiße Plastik (ein paar mm dick) durchbohrt werden darf?

Vielen Dank im Voraus.
Mit freundlichen Grüßen
Matthias Gabele
Manfred Hölz von Manfred Hölz
19. Januar 2012, 06:48
Sehr geehrter Dejan

das mit der Bauleitung tut uns natürlich leid. An der Tatsache, das der Bauleiter nicht mehr bei Schwörer ist, sehen Sie, dass wir reagiert haben.

Wir bieten unseren Kunden in den Zahlungsmodalitäten an, 90% erst nach Hausabnahme bezahlen zu müssen. Die Putzarbeiten am Sockel können wir nicht anbieten, da wir auch in der kalten Jahreszeit montieren, der Putz aber nicht angebracht werden kann. Zudem sind die Aussenputzarbeiten sehr stark von der Gartengestaltung abhängig. Somit wäre eine Endabnahme nicht möglich. Und sicher ist verständlich, dass wir die ohnehin schon sehr lange Vorfinanzierung der Materialien zum Hausbau nicht noch weiter verlängern können.

Mit den Gartenarbeiten ist es ja ähnlich - hier ist jedem klar, dass weitere Unternehmer für das Finish des Projekts "Traumhaus mit Garten" nötig sind. Meist ist auch der Bauunternehmer, der schon zu Beginn im Boot war, in der Lage, diese Arbeiten mit zu übernehmen, so dass hier durchaus Fachpersonal zur Verfügung steht. Solche Anschlüße an bereits bestehende Gewerke gehören im übrigen zur Alltagsarbeit im Bau, so dass die Ausführung für einen Fachunternehmer selbstverständlich sein sollte/muss.
von Stefan
18. Januar 2012, 17:53
@ Markus

Hallo Markus,

doch das wäre nett - bitte an st.zimmermann@arcor.de schicken. Bei uns ist jedoch bereits alles fertig verputzt, aber so wie es aussieht leider nicht ganz richtig. D.h. wir benötigen jetzt eine Lösung die noch nachträglich anzubringen ist. Nur welche?

Grüße
Stefan
von Dejan
18. Januar 2012, 09:28
Hallo Herr Hölz,

wieso bietet eigentlich Schwörerhaus nicht an, den Sockelputz zu machen (andere Hersteller haben das im Angebot)?
Unser Gala-Bauer hatte es zum ersten Mal mit einem Fertighaus zu tun und wusste nicht so recht, wie er die Aussenanlage um das Haus machen sollte. Auch unser Bauleiter von SchwörerHaus war (nicht nur) in dieser Frage überfordert (der Bauleiter ist mittlerweile auch nicht mehr bei Ihnen). Wir haben uns bei solchen Fragen alleine gelassen gefühlt (dieses Forum gab es da noch nicht, und wie erwähnt, der Bauleiter konnte oft nicht weiterhelfen).

VG
Dejan
von Markus
17. Januar 2012, 11:31
@ Stefan

Hallo Stefan,

wenn du mir mal deine E-Mailadresse gibst dann ich dir mal ein Bild von mir schicken. Wie das bei mir aussieht.

Gruß Markus
von Stefan
17. Januar 2012, 08:10
Hallo Herr Hölz,

vielen Dank für die schnelle Rückmeldung. Wir haben lediglich den Spalt zwischen Perimeterdämmung und Haus mit Bauschaum ausgeschäumt. Allerdings hat der Stukateur (soweit ich mich erinnern kann) zwischen Putz und Wandunterkante kein Kompriband angebracht, sondern ist mit dem Putz direkt bis an die Metallschiene der Hausunterkante rangefahren. Was können (bzw. müssen) wir jetzt als "Schadensbegrenzung" unternehmen, um eine dauerhaft "saubere Lösung" zu erreichen?
Grüße
Stefan
Manfred Hölz von Manfred Hölz
16. Januar 2012, 16:01
Hallo Stefan,

nein, nicht, wenn die Dämmung zw. Haus und Perimeterdämmung ergänzt wird. Der Stukateur soll bitte kurz vor den Putzarberiten ein langsam aufgehendes
Kompriband an der Wandunterkante anbringen, so dass die Putzschicht gegen dieses K-Band geführt werden kann.
von Markus
16. Januar 2012, 15:58
@Stefan

Hallo Stefan,

ich sage ja. Den der Schaum kann keine Bewegungen aufnehmen. Der Schaum wird nach der Aushärtung richtig hart.

Gruß Markus
von Stefan
16. Januar 2012, 13:09
Hallo Herr Hölz,
wenn man nun anstelle des Kompribands die Fuge zwischen Perimeterdämmung und Hausüberstand vor dem Verputzen mit Bauschaum ausgeschäumt hat: ist hier dann mit Problemen zu rechnen?
Grüße
Stefan
Manfred Hölz von Manfred Hölz
16. Januar 2012, 10:36
Hallo Herr Gabele, hallo Markus,

vielen Dank für die Beiträge. Markus hat das sehr gut beschrieben ! Der Armierungskleber nennt sich i.d.R. Hapftputz, der den Haftvermittler von Perimeterdämmung zum Putz darstellt. Putzsysteme gibt es m.W. zwei Vorgehensweisen. Manche ziehen den Haftputz etwas dicker auf und sparen sich den Sockelputz. Hier wäre beim Hersteller zu klären, ob der Haftputz im Sockelbereich auch als Putz zugelassen ist. Die Putzschicht ist i.d.R. ein Zementmörtel ohne Kalk, der mit Feuchteresistent ist.

Meine Empfehlung: Hapftputz, Grundputz aus Zementmörtel (Fertige Mischung vom Baustoffhändler) - in diesen Grundputz möglichst nahe an der Oberfläche das Glasfaser-Gewebe (denn an der Oberfläche treten die grösten Spannungen auf) einarbeiten. Diesen Grundputz kann man mittels einer Filsscheibe abreiben, so dass ein zusätzlicher Oberputz nicht nötig wäre. Fassadenfarbe als Abschluß. Klar: der Keller trennt sich optisch vom Haus.

Alternativ einen Strukturputz (z.B. 2mm Körnung). diesen mit einer sog. Gummischeibe aufziehen (Reibschiebe mit Gummiauflage) - die Optik kommt einem Spritzputz sehr nahe und bei selbiger Fassadenfarbe kann man den Unterschied Haus zu Keller kaum erkennen. Hängt etwas vom handwerklichen Geschick ab.

Ganz wichtig ist das von Markus angesprochene Kompriband ! Dies gehört zwischen Perimeterdämmung und Unterkante Hausüberstand. Dies sorg für Dichtheit, weil der Putz sich beim Abbinden zusammenzieht und somit oben immer ein Haarriss entstehen wird, in welchen Schlagregen eindringen könnte. Das Kompriband verhindert das.

Die Filtermatte können Sie ca. 5 - 10cm unter der Kiesschicht zurückschneiden. Diese oben nicht versiegeln, anfallendes Wasser soll ja über die Filtermatte schnell nach unten weitergeleitet werden.
von Markus
13. Januar 2012, 10:25
@Matthias Gabele

Hallo Matthias,

wir haben unseren Sockelputz am Keller selber gemacht. Hier kannst du sicher viel sparen und ist auch wirklich nicht so schwer. Als erstes mußt du mit Armierungskleber eine Schicht aufziehen und dann das Armierungsgewebe mit einbetten. Das ganze eine Weile trocknen lassen bis es ausgehärtet ist und danach einfach den Sockelputz auftragen (am besten 2 Leute) und danach abscheiben und fertig. Ich denke du bist mit der Dämmung am Keller schon fertig oder? Falls nicht ist es ganz Wichtig von der Dämmung bis zur Putzkante vom Haus ein Kompriband einzulegen(Putzabriß). Mit der Drainmatte haben wir das so gemacht. Wir machen ums Haus rum so eine Art spritz Schutz (mit Kies oder Steinen) und dann beginnt erst der Weg. Hier die Matte ungefähr auf die Höhe abschneiden und fertig. Aber Wichtig du mußt den Sockelputz bis runter auf den Boden machen (hinter die Matte). Wenn du fragen hast kannst gern schreiben. Kann dir ja auch mal ein Bild schicken wie das bei mir so aussieht.

Gruß

Markus
von Matthias Gabele
12. Januar 2012, 14:47
Sehr geehrter Herr Hölz,
ich habe eine Frage zum Sockelputz.
Im Moment ist die Kellerwand bis zum Hausputz mit Isolation verkleidet. Daran sind noch die Drainmatten hochgeklappt und befestigt. Im Frühjahr planen wir dann den Abschluß sauber ausführen zu lassen.
Auf was müssen wir bei der Auftragsvergabe an einen externen Unternehmer achten?
Wie soll der Sockelputz ausgeführt werden und wie sieht der Abschluß der Drainmatte aus? Wird diese speziell versiegelt oder einfach nur abgeschnitten?
Der Abstand zwischen Hausputz und Spritzschutz ist in Ihrer Baumappe beschrieben. Wenn Sie uns noch beim Sockelputz unterstützen könnten wären wir Ihnen dankbar.
Vielen Dank im Voraus.
Mit freundlichen Grüßen
Matthias Gabele
Manfred Hölz von Manfred Hölz
17. Juni 2011, 06:41
Sehr geehrter Herr Anner,

Danke für Ihre Schilderung.

Wenn Sie so lüften, wie Sie sagen, und davon gehen wir aus, muss sich zwischenzeitlich der Austrocknungseffekt der Betonbauteile deutlich eingestellt haben.

Ein Beispiel für den Zusammenhang von Temperatur und relativer Luftfeuchtigkeit. Wenn Sie z.B. 10°C "kalte" Luft mit einer relativen Luftfeuchte von 60% durch Lüften in den Keller bekommen und die Temperatur auf ca. 15°C ansteigt (normale Kellertemperatur), wird sich die relative Luftfeuchte auf ca. 45% einstellen. (Damit kann diese Luft Feuchtigkeit aufnehmen.) Wenn Sie aber 20°C warme Luft mit relativer Luftfeucht von 60% in den Keller bekommen und diese auf 15°C runter kühlt, wird sich die realtive Luftfeuchte bei ca. 80% einstellen.

Sie sehen, das hat imense Auswirkungen. Der Beton sollte, zumal Sie auch technische Trocknung einsetzen, nahezu seine Ausgleichsfeuchte erreicht haben. Sofern Sie die von Ihnen beschriebene Lüftung die letzen zwei Jahre konsequent dauerhaft durchgeführt haben.

Gerne möchte ich folg. Erfahrung weitergeben:
Vor ca. drei Jahren hatte sich über unsere Verkaufsleitung West eine Bauherrschaft gemeldet und über genau den selben Sachverhalt berichtet. In langen Telefonaten und Erklärungen wurde uns versichert, die Lüftung werde nur in den frühen Morgen- und späten Abendstunden durchgeführt. Wir hatten mit der BHschaft vereinbart, einen unabhängigen Sachverständigen einzuschalten, welcher sich die Sache vor Ort anschauen sollte. Dieser stellte beim Ortstermin fest, dass im Keller Wäsche getrocknet und ein Wäschetrockner betrieben wurde. Im Keller waren keinerlei Türen eingebaut, so dass sich die sehr feuchte Luft im ganzen Keller verteilen konnte und eben auch in den kühleren Kellerräumen, welche nicht durch die Abwärme von WM und WT provitierten, die Luft abkühlte und so eben o.g. Effekt eintrat. Die Luft in den Kellerräumen wurde ständig auf hohem Niveau gehalten.

Wir bitten Sie, den Zeitraum der intensiven Lüftung und die Kellernutzung zu reflektieren. Dokumentieren Sie die Luftfeuchte sowie die Temperatur er Zuluft ebenso wie die Raumdaten. Stellen Sie außen und innen eine Wetterstation auf. Nur so lässt sich der Sachverhalt eingrenzen. Bitte Raumweise vorgehen und Türen geschlossen halten.
von Christian Anner
8. Juni 2011, 20:58
Hallo Herr Hölz,

unser Haus mit wasserdichtem Keller wurde vor knapp zwei Jahren fertiggestellt. Die Luftfeuchtigkeit im Keller kann nur mit einem Entfeuchtungsgerät unter 70% gehalten werden. Ist dies normal bzw. ab wann können wir mit der uns bei Vertragsabschluß versprochenen Wohnraumqualität rechnen? Hinzuzufügen wäre noch, dass wir nur bei kalten, trockenen Aussentemperaturen lüften.

Grüße, Christian Anner
Manfred Hölz von Manfred Hölz
11. März 2011, 12:23
Sehr geehrter Herr Reutter,

wie bereits telefonisch besprochen bräuchten Sie keine Wannenausbildung, wenn der max. Wasserstand immer 30cm unter der BP liegen würde. Wenn das nicht gewährleistet werden kann, und dies kann keiner vorhersagen, ist nun mal mit Staunässe zu rechnen. Vor allem im Bereich der Bodenplatte. Eine Dampfdiffusion kann an selbiger immer stattfinden, hängt aber - wie besprochen - von der Dauer des Wasserstaus ab. Somit ist die Austrocknung der Betonbauteile nicht maßgebend. Die Abdichtung der Wände muss immer erst in einem gesonderten Arbeitsgang erfolgen, das Anbringen der Dämmplatten mittels KMB muss immer nachträglich - ohne Verletzung der eigentlichen Abdichtung - erfolgen. Auch das hatten wir ja schon ausführlich diskutiert.
von Frank
7. März 2011, 23:09
Sehr geehrter Herr Hölz,

Danke für Ihre Ausführungen, die mir schon sehr weitergeholfen haben. Wenn wir von einem Grundwasserstand der mindestens 30 cm unter der Bodenplatte liegt ausgehen (Lehmboden) und den Keller wie vorgeschlagen 1 - 3 Jahre austrocknen lassen, dann spricht nach dieser Zeit mit eventueller Nachrüstung einer Einzelraumlüftung oder Anschluß an die WRG einem Ausbau zu Wohnraum nichts mehr entgegen, oder doch?
Sie beschreiben noch das folgende Problem:
"Der Beton lässt in gewissem Grad Wasserdampf durch, also Wasser in gasförmigem Zustand."
Dies könnte man umgehen, wenn man die geplante Perimeteraussendämmung mit Bitumenkleber (bspw. Öko-Dick) aufbringt.
Ich danke Ihnen für eine Einschätzung.
Beste Grüße
Frank Reutter
Manfred Hölz von Manfred Hölz
4. März 2011, 07:01
Sehr geehrter Herr Reutter,

Sie können solche Einzelraumlüfter selbstverständlich einbauen. Dazu müssen Sie sich entweder vor Einreichung der Pläne für ein Produkt entscheiden
und uns die Aussparungslage und Größe angeben oder aber später eine Kernlochbohrung pro Lüfter setzen, um die Lüftung flexibel zu platzieren und
mehr Zeit für die Produktwahl zu haben. Frischluftansaugstellen sollten ca. 1.60m über Erdreich angeordnet werden. Wenn im Keller kein Wohnraum entstehen wird, könnte hierüber sicher diskutiert werden. Eine Anordnung im Lichtschacht stelle ich mal in Frage, weil sich ein Luftaustausch dort wohl kaum einstellen wird. Wenn Ihr Keller unbeheizt ist, dient ein solches Gerät lediglich der Lüftung. Die Frage nach einem Wärmetauscher wäre zu stellen, denn für einen unbeheizten Keller wäre dieser nur bedingt nutzbar.
Wichtig ist auch, dass Sie ein System wählen, das mit einer Regelung ausgestattet ist. Es sollte vermieden werden, dass im Sommer an warmen Tagen die
Lüftung auch tagsüber läuft, denn wenn Sie warme und damit feuchtere Luft in den kühlen Keller bringen, erhöht sich die Luftfeuchte im Keller, das wäre kontraproduktiv.
von Frank
2. März 2011, 23:14
Hallo Herr Hölz,

Sie schreiben: "Oft der erste Gedanke an dieser Stelle: die Anbindung der Kellerräume an die Lüftungsanlage bringe die Lösung. Das wäre zwar denkbar, aber hier gilt es, einen wichtigen Punkt nicht außer Acht zu lassen. Die kalte Kellerluft käme gemeinsam mit der warmen Abluft über das Abluftrohr zum Wärmetauscher. "

Wie sehen Sie einen möglichen Lösungsansatz mit Hilfe eines sogenannten Inventers? siehe:
http://www.inventer.de/

Ich freue mich auf Ihre Antwort.

Grüße

Frank Reutter
von Björn Freisinger
17. Februar 2011, 08:42
Hallo Herr Hölz,

wir bekommen laut Bemusterungsprotokoll folgenden Keller:
SchwörerKeller (WK), wasserundurchlässig, mit Fugenblech, 2-schalige Aussenwände 24 cm,Baustufe 3, nach Normgrundriss und Baubeschreibung.Mit druckwasserdichten Kellerfenstern(bis 80 cm Wassersäule ab Unterkante Fenster ist das Fenster wasserdicht).Kellerhöhe: 2,43 m bis Oberkante Keller-Aussenschale.
Mit wasserundurchlässiger Bodenplatte (25 cm).

Unsere Bodenplatte wurde Anfang der Woche gesetzt. Nun steht das Wasser knapp über der Bodenplatte. Der keller wird in KW9 kommen.

Wird die Bodenplatte durch das Grundwasser beschädigt?

Wir würden gerne den Keller mit einem E-Strich versehen und den Heizung- und Waschraum zusätzlich fließen. Nun zu meinen Fragen:

- Wann sollte der E-Strich eingebracht werden?
- Stehen die Wärmepumpen (Heizung & Warmwasser) auf Podesten, bzw. sind an der Wand montiert um den Raum im Nachhinein mit einem E-Strich und Fließen versehn zu können?
-Muss ein besonderer E-Strich bzw. eine besondere Konstruktionart (Verbund-, schwimmender E-Strich...) verwendet werden?

Vielen Dank im Voraus
Björn Freisinger
Manfred Hölz von Manfred Hölz
19. Januar 2011, 07:22
Hallo Stefanie,

wie schnell in eine Drainage Feinanteile eingeschwemmt werden, hängt von den örtlichen Baugrundverhältnissen ab.
Die Drainage wird in eine Filterschicht aus abgestuften Kies-Korngrößen als auch einem Filterflies (ganz wichtig) gebettet, so dass ein Einschwemmen von Feinanteilen minimiert wird.

Die Drainage sollte regelmäßig kontrolliert werden - einmal im Jahr ist empfehlenswert. Dies erfolgt über die sog. Spülschächte. Spätestens bei erkennbaren Verschmutzungen in der Schachtsohle (Spülschacht) sollte eine Spülung dringend erfolgen.

Professionell und sicher wäre natürlich eine Kanalbefahrung mit einer Kamera. Hier würde natürlich der Grad der Verschmutzung besser erkannt werden.
von Stefanie
15. Januar 2011, 15:59
Hallo Herr Hölz,
herzlichen Dank für Ihr rasches Feedback. Das hilft mit schon mal weiter!
Das Bauvorhaben wird in Deutschland (auf der Schwäbische Alb) realisiert. Haben Sie Erfahrungswerte bzgl. des Spülens der Drainage? Sollte man so eine Reinigung alle paar Jahre vorsorglich vornehmen oder ist die Gefahr der Verschmutzung/Verstopfung eher gering? Woran erkennt man, wann ein Spülen der Drainage notwendig wird?
Manfred Hölz von Manfred Hölz
13. Januar 2011, 15:15
Hallo Stefanie,

generell gilt, so banal es sich auch anhört: "wenn kein Wasser am Keller ansteht, kann keine Feuchtigkeit durch die Bodenplatte oder Wände diffundieren"

Sollte die Drainage im Kanalsystem abgeleitet werden können, stellen Sie sicher, dass das anfallende Wasser abgeführt wird und somit der Keller trocken bleibt.

Aus Ihrer Mailadresse ist zu erkennen, dass Ihr Bauvorhaben in der Schweiz realisiert werden soll.
Die Schweizer Drainagelösung ist zwar geregelt, aber u.E. nachteilig im Vergleich zum deutschen System. Bei uns wird eine gesonderte spezielle Rohrleitung (mit vielen Löchern) in ein spezielles Kiesbett mit Filterflies gelegt. Dieses Rohr nimmt das Wasser auf und leitet es ab. Für die Spülmöglichkeit der Rohre werden an den Hausecken sogenannte Spülschächte vorgesehen, um eine spätere Reinigungsmöglichkeit gewährleisten zu können.

In der Schweiz wird oft das Regenwasserrohr der Fallleitungen aus dem Dach, welches am Fundamentfuß zum Kanal geführt wird, dazu verwendet. Damit fällt bei Starkregenereignissen sehr viel Wasser in Rohrbereich an evtl. könnte der Wandfuß sogar bewässert werden. Argumentiert wird damit, dass das Regenwasser die Leitung spült und somit sauber hält.

Deshalb bevorzugen wir eine Doppelte Leitung - Regenwasser und Drainagewasser getrennt.
Bitte sprechen Sie die Lösung mit Ihrem Bauunternehmer nochmals durch, um hier die bestmögliche Ausführung sicher zu stellen.

Im Falle eine Drainage reicht der Schwörer-Basiskeller. Die Wände erhalten immer eine Abdichtung gegen Erdfeuchte. Der wasserundurchlässige bwz. wasserdichte Keller sind deutlich teurer. Ihr Bauberater hat dafür die Preise. Wir bitte um Verständnis, dass im Blog keine Preise diskutiert werden. Vielen Dank.

Bedenken Sie: Die Drainagekosten würden im Falle eines wasserundurchlässigen oder wasserdichten Kellers entfallen können. Leider muss aber die Gefahr von aufstauendem Wasser beachtet werden. Es muss erörtert bzw. festgelegt werden, welcher Wasserstand anzusetzen ist, da dies sowohl für die Auftriebssicherung als auch für die Statik wichtig ist.
von Stefanie
12. Januar 2011, 09:42
Hallo Herr Hölz,
laut unserem Bodengutachten wurde auf unserem Grundstück in 2,5 m Tiefe eine ausgeprägte Stauwasserbildung festgestellt. Nun haben wir zwischenzeitlich mit verschiedenen (Fach-)Leuten gesprochen: eine ortskundige Architektin rät uns eher zum wasserundurchlässigen Keller, der Bauunternehmer vom Ort, der die Erd- und Kanalarbeiten vornehmen wird, tendiert eher zur Drainage-Lösung (darf bei uns ans Kanalisationssystem angeschlossen werden) ...
Von Schwörer haben wir diesbezüglich noch keine Info/Empfehlung erhalten.
Für uns ist klar, dass wir weder einen feuchten Keller, noch eine stark erhöhte Luftfeuchtigkeit im Keller haben wollen. - Wie ist ihr Erfahrungswert? Ist eine Drainagelösung überhaupt eine Alternative zur weißen, bzw. schwarzen Wanne? Wie liegen die beiden Wannen-Varianten preislich?

Herzlichen Dank für Ihr Feedback!
Manfred Hölz von Manfred Hölz
10. Januar 2011, 17:36
Hallo Markus,

zur Montage der Heizungsanlage ist seltenst der Estrich eingebracht, da dies Witterungsbedingt sehr schwierig ist.
Wie Frank schon richtig gesagt hat, bringen wir für die Aufstellung des Gerätes entsprechende Unterlag-Platten
aus Beton mit. Der Estrich kann später problemlos angearbeitet werden.
von Norbert
10. Januar 2011, 10:48
Hallo Herr Hölz,

bezügl. Keller hat unsere Baufirma einen Partner vorgestellt. Nach einigen Recherchen und Überlegungen haben wir dann mit denen (vistona GmbH) zusammen gearbeitet. Das Ergebnis ist perfekt! Die Weisse Wanne ist noch dicht. ;-) Was uns absolut überzeugt hat, war die Garantie von 15 Jahren! Solange dürfte mal nichts in den Keller kommen. Ich bin gespannt!

Grüsse vom Bodensee
Norbert
von Frank
5. Januar 2011, 15:20
Hallo Markus,

soweit ich weiß sind die Schwörer-Mitarbeiter bis nächste Woche im verdienten Urlaub, da telefonisch und per Email niemand erreichbar ist. Deine Frage kann ich dir soweit beantworten, dass ich von meinem Verwandten (ebenfalls Schwörer-Kunde) weiß, dass seine Buderus-Pumpe erst geliefert und dann auf ein Podest gestellt wurde, später kam dann der Glattstrich.
Ich beschäftige mich ebenfalls derzeit intensiv mit den Fragestellungen zum Keller und würde mich freuen mich mit jemanden austauschen zu können. Hier meine Emailadresse, falls du ebenfalls Interesse hast: frank.reutter(at)web.de.

Viele Grüße Frank
von Markus
3. Januar 2011, 09:08
Hallo Herr Hölz,

ich hätte da kurz eine Frage:

Wir können den Estrich bei uns im Keller leider noch nicht einbringen. Ist es egal ob bei der Hausmontage bzw. Montage der Brauchwasserwärmepumpe der Estrich drin ist? Oder sollte man hier so einen art Podest bauen für die Pumpe. Damit Sie auf der richtigen Höhe steht???

Wäre Ihnen sehr dankbar wenn Sie mir dies beantworten könnten.

Viele Grüße

Markus
von michael faller
29. Dezember 2010, 21:45
Sehr geehrter Herr Hölz,
der von Ihnen beschriebene Punkt.....
Oft der erste Gedanke an dieser Stelle: die Anbindung der Kellerräume an die Lüftungsanlage bringe die Lösung. Das wäre zwar denkbar, aber hier gilt es, einen wichtigen Punkt nicht außer Acht zu lassen. Die kalte Kellerluft käme gemeinsam mit der warmen Abluft über das Abluftrohr zum Wärmetauscher. Aus der so abgekühlten Abluft lässt sich deutlich weniger Energie rückgewinnen, was wiederum einen höheren Energieaufwand für die Beheizung des Hauses bedeutet.
... kann dieser nicht dadurch gelöst werden, wenn man die Kellerluft als Zuluft zur WP oder zumindest als Mischluft mit der Außenluft gestaltet und so einen Luftaustausch im Keller gewährleistet ohne dabei die Kosten in die höhe zu treiben?

Viele Grüsse
Michael Faller
Jasmin Neuburger von Jasmin Neuburger
18. November 2010, 13:03
Hallo Herr Freisinger,
unsere Konstruktionsabteilung wird sich in Kürze bei Ihnen melden, um die Fragen zu beantworten.
Schöne Grüße,
Jasmin Neuburger
von Freisinger Björn
18. November 2010, 08:33
Hallo Herr Hölz,

vielen Dank für die schnelle Antwort. Eine Frage hätte ich aber noch. Sie schreiben:

"Würden Wand- und Bodenflächen verkleidet, könnte die durch nicht auszuschließende Wasserdampfdiffusion auftretende Feuchte nicht über die inneren Wandoberflächen an die Raumluft abgegeben und mittels Lüftung abgeführt werden. Wir empfehlen, entsprechend geeignete Farbanstriche zu wählen. Ein Ausbau zu Wohnräumen kommt für uns daher nicht in Frage."

Wie sind denn die Bodenflächen standardmäßig ausgeführt? Könnte man den Boden im Keller nicht fließen?

Gruss Björn Freisinger
von Manfred Hölz
15. November 2010, 10:48
Sehr geehrter Herr Freisinger,

wenn Sie einen wasserundurchlässigen (oder wasserdichten - bitte beachten Sie den Unterschied) Keller bauen, kann auf die Drainage verzichtet werden - mit allem was zu einer Drainage gehört.

Wie immer gibt es Ausnahmen - nämlich dann, wenn mit sehr hohen Wasserständen gerechnet werden muss. Man spricht dann vom Auftrieb des Gebäudes, welcher natürlich verhindert werden muss. Das kann entweder mit Gewicht (dickere Bodenplatte, Bodenplatten Überstand über die Kelleraußenmaße hinaus, Betondecke) oder mit einer Sicherheitsdrainage auf der Höhe, welche durch die "normalen" Bauteilgewichte schon erreicht wird, erfolgen. Wie gesagt, das ist aber nur bei höheren Wasserständen z.B. ab 1,50 - 1,60 m notwendig (und es bleibt die Problematik, wohin mit dem Drainagewasser).

Mit freundlichen Grüßen
Manfred Hölz
von Freisinger Björn
15. November 2010, 08:17
Hallo Herr Hölz,

unser Keller wird folgendermaßen ausgeführt:
Wasserundurchlässigen Keller (verstärkte Bodenplatte, dickere Außenwände, druckwasserdichte Kellerfenster Spezialabdichtung, siehe Baubeschreibung Keller 01/2009)

Laut Architekt kann bei einem wasserundurchlässigen auf die Kontroll-, Spulschächte sowie die Drainage verzichtet werden. Können sie dies bestätigen?

Gruss Björn

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