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Welchen Keller benötigen wir denn? Teil 1

Manfred Hölz
Kommentare: 14

„Welche Art von Keller brauchen wir für unser Haus?“ Diese Frage stellen sich 92% aller Bauherren, die mit uns bauen.

Da gibt es den Basiskeller, die „Weiße Wanne“ und die „Schwarze Wanne“ – Begriffe, die von Baufachleuten alltäglich sind. Doch was verbirgt sich dahinter ?

Der Basiskeller erhält eine Streifenfundamentierung mit einer konstruktiven (ca. 15cm dicken) Bodenplatte. Die Betonaußenwände, d=20cm, werden gegen Erdfeuchte abgedichtet. Dazu verwendet man meist eine kunststoffmodifizierte Bitumendickbeschichtung, kurz KMB in einer Trocken-Schichtstärke von mind. 3mm. Um das Gebäude wird in Höhe der Fundamentsohle eine Drainage nach DIN 4095 vorgesehen, um das evtl. anfallende Sickerwasser sicher abzuleiten.

Aber wohin? Bei Hanggrundstücken könnte in evtl. vorhandene Sickergräben entwässert werden, sofern die Höhenlage der Drainage dies erlaubt. Ein Kanalanschluss ist die günstigste Variante. Scheidet das aufgrund der regionalen Baubestimmungen aus, stellt sich die Frage: Ist der Boden ausreichend sickerfähig?

Wenn ja, gibt es zwei Möglichkeiten:

– Ist die Versicherungsfähigkeit sehr gut, kann auf eine Drainage verzichtet werden. Bei Böden, die zwar Wasser versickern können, aber durch z.B. Lehmanteile dies nur zeitlich verzögert, kann z.B. ein Sickerschacht geplant werden, um das Drainagewasser gezielt in tiefere, besser versickerungsfähige Lagen zu versickern.

– Ist der Boden aber schlecht versickerungsfähig, nützt ein Sickerschacht nichts. Die Folge wäre, dass das Wasser zwar zum Schacht läuft, aber nur solange, bis sich das Wasser im Schacht auf Drainagenniveau aufstaut. Staut sich das Wasser bis in den Arbeitsgraben zurück, also bis zu den Kellerwänden und der Bodenplatte, spricht man vom „aufstauenden Sickerwasser“. Hierfür müssen aber die Bodenplatte und die Kellerwände speziell abgedichtet werden.

Damit stellt sich die Frage: wenn ich ohnehin eine Abdichtung von Bodenplatte und Kelleraußenwände gegen aufstauendes Sickerwasser brauche, kann ich dann nicht auf die Drainage verzichten? Doch, genau das macht man. Die dabei eingesparten Kosten tragen einen Teil der Mehrkosten, die für eine höherwertige Abdichtung anfallen.

Teil 2 folgt.

14 KOMMENTARE
von Stephan Vöhringer
18. August 2017, 10:59
Hallo Thomas,

je nachdem für welche Perimeterdämmstärke Sie sich entscheiden, variiert dieser Wert. Es sind Dämmstärken zwischen 60 und 120 mm möglich und von uns empfohlen. Der U-Wert variiert somit, je nach Hersteller, zwischen ca. 0,50 W/m²K (60 mm) und ca. 0,26 W/m²K (120 mm)."

Viele Grüße
Stephan Vöhringer
von Thomas
17. August 2017, 14:26
Wir haben einen Basis-Keller geplant. Nun geht es um die Stärke der Perimeterdämmung.
Wer kann mir sagen, wie hoch der Wert der Wärmeleitfähigkeit des Schwörer-Basis-Kellers ist?
Heiko Wolf von Heiko Wolf
6. August 2015, 11:18
Hallo Jens,

beim Basiskeller "Baustufe 3", ist die Bauwerksabdichtung nach DIN 18195-1 Teil 4, gegen nicht drückendes Wasser, beinhaltet.
Die Dämmung an der Kelleraußenwand ist eine außervertragliche Leistung. Diese kann über den Bauunternehmer oder in Eigenleistung angebracht werden. Dieser Punkt wird in der Ausschreibung mit ausgeführt.

Im Kellerbemusterungsprotokoll wird z.B. festgehalten, wie viele Lichtschächte und Fenster eingebaut werden sollen und ob die Innentüren von Schwörer oder in Eigenleistung ausgeführt werden. Desweiteren wird die Ausführung des Schornsteins, der Treppe und die Elektroinstallation festgehalten.

Mit freundlichen Grüßen
Heiko Wolf
von Jens
4. August 2015, 16:34
Hallo Herr Hölz,

vielen Dank für die ausführlichen Erläuterungen. Ich denke, dass wir bei dem Basiskeller mit Drainage bleiben werden.

Eine letzte Frage hätte ich noch: Bietet Schwörer die Außendämmung und Abdichtung des Kellers auch an oder macht das immer der Erdaushubunternehmer (ist der Punkt in der Standardausschreibung von Schwörer für den Erdaushubunternehmer enthalten?)? Was wird dann in der Kellerbemusterung noch festgelegt?

Danke für die Information.

Viele Grüße
Jens
Manfred Hölz von Manfred Hölz
28. Juli 2015, 14:14
Hallo Jens,

welche Art der Kellerabdichtung man wählt, hängt natürlich von den Grundstücksgegebenheiten und den Möglichkeiten zur Wasserableitung ab. Grundsätzlich muss man mit Sickerwasser im Erdreich rechnen und bei der Planung/Wahl des Abdichtungssystems darauf reagieren. Meine persönliche Wahl steht ganz unten. Doch möchte ich einige Punkte aufführen, über welche man sich Gedanken machen sollte, um eine Entscheidung treffen zu können.

Darf evtl. anfallendes Sickerwasser mittels einer Drainage in den Kanal abgeleitet werden oder kann gar ein Sickerschacht auf dem Grundstück in tieferliegende versickerungsfähige Schichten geführt werden, ist das die günstigste Lösung. Aber eine Drainage muss man auch mal Warten. Wie oft, steht nirgends geschrieben. Das hängt sehr von der Beanspruchung ab. Sie können das an den Spülschächten, welche an jeder Hausecke positioniert werden (ca Ø35cm) beobachten. Wird die Drainage stark frequentiert, werden trotz Fliesummantelung auch mehr Feinstanteile aus dem Erdreich eingeschwemmt. Wenn so gut wie nie Wasser drin steht, verlängert sich das Zeitfenster für ne Spülung. Es bleibt ein Restrisiko im Falle eines Kanalrückstaus. Die vorzusehende Rückstauklappe würde schließen, damit kein Kanalwasser in die Drainageleitung gedrückt wird. Damit kann in dieser Zeit auch kein Wasser abfließen und es könnte sich kurzzeitig aufstauen. Die Kellerwandabdichtung wird bei Drainagelösungen gegen Erdfeuchte ausgelegt und nicht gegen aufstauendes Sickerwasser. Was bedeutet, es könnte Sickerwasser in den Keller durchdrücken.
Die Frage lautet : wie oft gibt es einen Kanal-Rückstau ? Dies hängt wiederum vom Kanalnetz der Gemeinde ab. Alte Rohrnetze waren oftmals zu gering dimensioniert. Neue Rohrnetze tragen bei der Auslegung den Wetterkapriolen bereits Rechnung und werden mit größerer Reserve ausgelegt. Diese Frage könnte das zuständige Bauamt beantworten.

Ein Keller, von dem sämtliches Wasser dauerhaft und zuverlässig abgeleitet wird, kann jederzeit auch zu Wohnräumen ausgebaut werden (wenn die notwendige Perimeterdämmung an den Außenwänden schon vorgesehen wird).

Weiße Wannen erlauben den Verzicht auf eine Drainageleitung. Das Wasser darf im verfüllten Arbeitsgraben stehen bleiben. Es kommt nicht auf eine schnelle Versickerung im Untergrund an. Die Arbeitsfugen zw. Wand und Bodenplatte als auch Wandstoßfugen erhalten spez. Fugenbleche, welche einen Wasserdurchtritt verhindern. Das ist natürlich dauerhaft Wartungsfrei. Aber das im Arbeitsgraben verbleibende Sickerwasser kann durch die Betonwand durchdiffundieren. Das ist nach wie vor der Stand, den die Bauphysiker als auch die baubegl. Gutachter vertreten und m.M. nach auch den Erfahrungen entspricht. Damit ist kein Wohnraumausbau im Keller möglich. Je nach Bodenart kann sich Wasser bis zur Geländeoberkante aufstauen, bevor es nach und nach im Untergrund versickert. Das führt dann plötzlich zu einem unerwarteten Problem: Auftrieb ! Tatsächlich, Betonkeller sind zwar schwer, doch je nach Wasserstand reicht die Gewichtskraft nicht aus, um der Auftriebskraft entgegenzuwirken. Dann werden Beschwerungsmaßnahmen wie eine größere Bodenplatte, dickere Wände etc. notwendig. Die Kosten liegen im Vergleich zur Drainage etwa 2,5 - 3x höher.

Keine Wahl hat man, wenn man das Regenwasser zu 100% auf dem eigenen Grundstück versickern lassen muss. So gut versickerbare Böden sind sehr selten, dass man mit keine Rückkopplung mit einer Drainage rechnen bräuchte. In diesen Fällen würde ich auf alle Fälle eine Weiße Wanne empfehlen.

Für mein Bauvorhaben habe ich die Drainagelösung gewählt!

Mit freundlichen Grüßen
Manfred Hölz
von Jens
23. Juli 2015, 09:59
Hallo Herr Hölz,

wir haben kürzlich die Baugenehmigung von der Gemeinde erhalten und jetzt auch die endgültigen Pläne ("Mehrfertigungspläne") vom Architekten.

Bisher haben wir einen Basiskeller. Eine Drainage ist möglich mit Anschluss an Kanalisation. Wenn man auf Nummer sicher gehen wollte, was würde denn eine weiße Wanne als Aufpreis (prozentual) kosten? Im Internet stößt man immer mal wieder auf Beiträge, die eine weiße Wanne auf jeden Fall empfehlen. Oder schießt man da mit Kanonen auf Spatzen, wenn laut Bodengutachten kein Staudruck zu erwarten ist?

Wann legt man denn die Art des Kellers letztlich fest? In der Kellerbemusterung?

Im Architektenplan steht, dass die Außenwände des Kellers mit 8 cm Wärmedämmung in Eigenleistung versehen werden. Bietet Schwörer die Dämmung+Abdichtung des Kellers auch selbst an (wird das auch in der Kellerbemusterung festgelegt)? Beinhaltet ansonsten die Ausschreibung für den Erdaushub diesen Punkt? Ist eine Perimeterdämmung für die Bodenplatte nötig (Keller ist unbeheizt)?

Viele Grüße, vielen Dank im Voraus für die Informationen und Entschuldigung für die vielen Fragen auf einmal.
Manfred Hölz von Manfred Hölz
13. September 2011, 16:46
Sehr geehrte Frau Jourdan,

da das Kellergeschoss aus Beton und das Haus aus Holz ungleich "arbeiten" (unterschiedliche Materialien verhalten sich auch infolge thermischer Veränderung anders), wird eine fixe Verbindung
mit hoher Wahrscheinlichkeit reißen. Dies ist bei Mauerwerk im Erdgeschoß ebenso. Einfach nur die Putzfläche gegen das von uns vorbereitete Abschlußprofil (incl. Tropfkante) zu führen, wird keine ausreichende Haftung für einen dauerhaften Fugenverschluß gewährleisten können. Deshalb ist vor Auftrag des Putzes ein sog. Kompriband (vorkomprimierte Schaumstoffbänder) anzubringen, welches sich sehr langsam ausdehnt.
Zum einen sind diese Bänder hydrophob eingestellt, so dass sie kein Wasser durchlassen, zum anderen expandieren diese Bänder ("quellen"/Zurückstellung in die gewünschte Fugenbreite), so, dass die Fuge zum einen Bewegungen der unterschiedlichen Materialien zulässt, ohne abzureißen und trotzdem die Fuge dicht verschließt.
Langsam aufgehend deshalb, dass der Stukateur ausreichend Zeit für das Aufbringen des Putzes als auch eine gewisse Mindesterhärtung des Putzes ermöglicht wird, bevor das Kompriband expandiert.

Dauerelastische Dichtstoffe wie Silikone o.ä. sind nicht geeignet, da diese Fugen als sog. Wartungsfugen bekannt sind und entsprechend kontrolliert und ggf. ausgetauscht werden müssen.

Hier ein Link zu einer Internetseite eines Putzherstellers, welche diese Ausführung auch für den konventionellen Bau vorgibt, also wenn ein Mauerwerk auf einem Betonkeller stehen würde.
http://www.franken-maxit.de/detailzeichnungen/wdvs/Detail_1_3.pdf

Für den Bau von Holzhäusern ist dieses Detail in der ' E DIN 68800-2:2009-09 ' geregelt und gibt den o.g. Sachverhalt wieder.
von Sabine Jourdan
10. September 2011, 21:55
Sehr geehrter Herr Hölzl,

wie sollte idealerweise der Sockelputz unter der Hauskante angebracht sein? Wir haben den Sockel verputzen lassen, sind uns allerdings nicht sicher, daß die Übergänge zur Hauswand überall sauber verputzt sind.

MfG
Sabine Jourdan
von Thomas
2. Juli 2011, 17:05
Ich möchte mich an dieser Stelle bei Herrn Hölz für das sehr ausführliche und informative Gespräch bzgl. unseres Kellers (u.a. Bodenaufbau) bedanken. Jede noch so laienhafte Frage wurde verständlich beantwortet. Wir freuen uns schon sehr auf den baldigen Baubeginn. Auch hier nochmal ein großes Lob an die Fa. Schwörer für den Blog.

Mit freundlichen Grüßen,

Thomas
Manfred Hölz von Manfred Hölz
1. Oktober 2010, 06:46
Hallo Herr Baur,

es gibt zwei verschieden Arten von Fenstern, die im Keller eingebaut werden. Die handelsüblichen Fenster, wie im Erdgeschoss (nennen wir’s "Fenster") oder spezielle Kellerfenster (nennen wir’s "KG-Fenster"), welche eine komplette Laibung aus einem Kunststoffrahmen haben.
Bei einem Fenster muss auf jeden Fall eine Fensterbank vorgesehen werden. Entweder aus Aluminium oder aus Stein. Meist wird ALU verwendet, da oft ein Lichtschacht vor dem Fenster angeordnet wird/wurde und ohnehin kein Bezug zum Haus besteht. Bei einem KG-Fenster ist das nicht unbedingt erforderlich, da die Kunststoff-Laibung nach vorne abgeschrägt ist und evtl. anfallendes Wasser nach außen abgeleitet wird. Empfehlenswert wäre jedoch, die vom Fensterhersteller angebotenen "Steckleisten" anzubringen. Diese gibt es für viele Dämmstärken. Berücksichtigen Sie auch den Putzstärke. An den KG-Fenstern gibt es an der äußersten Laibungskante ein "Gummi"-Band (EPDM-Band). Dieses kann abgezogen werden, um die "Steckleisten" anzubringen. So ist auch hier gewährleistet, dass das Wasser nicht auf der verputzen Fläche stehen bleibt. Was von mir als Steckleisten beschrieben wird, kann beim Hersteller auch "Dämmungsanschlussprofile" heißen. Anbei ein Link, wie so etwas aussehen kann.
<a href="http://www.aco-hochbau.de/kellerfenster-leibungsfenster-nebenraumfenster/leibungsfenster/therm_leibungsfenster.html" rel="nofollow">http://www.aco-hochbau.de/kellerfenster-leibungsfenster-nebenraumfenster/leibungsfenster/therm_leibungsfenster.html</a>
von P. Baur
28. September 2010, 12:03
Hallo Herr Hölz,
wir haben einen Schwörer Basiskeller mit angeschlossener Drainage an einen Sickerschacht. Die empfohlene Kelleraussendämmung haben wir in Eigenleistung in Form von Drainplatten mit 6cm Dicke und 2-fach Noppenfolie mit Flies aufgebracht.
Nach dem Anfüllen haben wir den Sockel verputzen lassen und diesen wiederrum in Eigenleistung gestrichen.
Wir überlegen uns nun, ob wir an unsere Schwörer Standard Kellerfenster Aussenfenstersimse aus Alu anbringen sollen um ein eventuelles Eindringen von Wasser zwischen Dämmung und Betonkellerwand langfristig zu vermeiden. Dieser Bereich wurde zwar wie oben geschrieben verputzt und gestrichen, doch kann ich mir vorstellen, dass dies ein potentieller Schwachpunkt sein könnte.
Sieht Schwörer bei einem Schlüsselfertigen Haus solche Aussenfenstersimse vor? (Bei der Keller Bemusterung könnte ich mich nicht an einen solchen Punkt erinnern.) Empfiehlt sich solch ein zusätzlicher Schutz nachzurüsten?
Manfred Hölz von Manfred Hölz
27. September 2010, 13:49
Sehr geehrte Familie Maag,

wir haben in den Unterlagen nachgesehen und fanden zu diesem Thema eine Gesprächsnotiz, welche in Stichworten das Telefonat mit Ihnen wiedergibt.
Dabei wurde erläutert, dass eine Abdichtung der Wand mit einer verstärkten Ausführung, in Deutschland nach DIN 18195 Teil 6, in Kombination mit einer Bodenplatte aus wasserundurchlässigem Beton gegen den Lastfall aufstauendes Sickerwasser ausreicht.
Es wurde auf das Bauvorhaben in unmittelbarer Nähe hingewiesen, welche dieselbe Ausführung bekommen sollte.
Die Bauherrin wollte jedoch aus dem Gedanken einer zusätzlichen Sicherheit trotzdem eine Drainage ausgeführt wissen, worauf hin auf die Notwendigkeit eines funktionierenden Ablaufes hingewiesen wurde. Da ein Kanalanschluss nicht vorgesehen war, wurde der Sickerschacht favorisiert. Damit bietet sich die Möglichkeit, anfallendes Sickerwasser vom Haus weg zu führen, solange der Boden Wasser versickern kann. Es reduziert sich die Zeit für den Lastfall "aufstauendes Sickerwasser", in der der Keller im Wasser steht. Es ist also in keinem Fall kontraproduktiv, im Gegenteil! Wir hoffen, wir konnten die Sachlage aufklären. Falls Sie hierzu Fragen haben stehe ich auch jederzeit gerne telefonisch zur Verfügung (Tel. 07387/16-151).
von S. Maag
19. September 2010, 22:13
Sehr geehrter Herr Krögner

Ich habe gerade den Bericht von Herrn Hölz durchgelesen und gestaunt über folgenden Beitrag:

"- Ist der Boden aber schlecht versickerungsfähig, nützt ein Sickerschacht nichts. Die Folge wäre, dass das Wasser zwar zum Schacht läuft, aber nur solange, bis sich das Wasser im Schacht auf Drainagenniveau aufstaut. Staut sich das Wasser bis in den Arbeitsgraben zurück, also bis zu den Kellerwänden und der Bodenplatte, spricht man vom „aufstauenden Sickerwasser“. Hierfür müssen aber die Bodenplatte und die Kellerwände speziell abgedichtet werden.

Damit stellt sich die Frage: wenn ich ohnehin eine Abdichtung von Bodenplatte und Kelleraußenwände gegen aufstauendes Sickerwasser brauche, kann ich dann nicht auf die Drainage verzichten? Doch, genau das macht man. Die dabei eingesparten Kosten tragen einen Teil der Mehrkosten, die für eine höherwertige Abdichtung anfallen."

WIr haben im Juni miteinander telefoniert. Unser Boden ist fast genau wie hier beschrieben und Sie haben gesagt, wir müssten trotzdem eine Drainage mit Sickerschacht machen da wir ansonsten keine Garantie auf unseren Keller bekommen. Sie haben gesagt, man müsse IMMER eine Drainage mit Sickerschacht machen obwohl ich Ihnen gesagt habe, dass es in unserem Fall wahrscheinlich sogar kontraproduktiv sein könnte. Hier in diesem Bericht steht nun aber schwarz auf weiss, dass dies nicht immer gut ist. Ich bin gerade sehr enttäuscht!
von M.Bierkant
2. September 2010, 19:39
Hallo Herr Hölz,

Ihren Beitrag ist sehr informativ. Wir müssen auch eine WU-Bodenplatte machen (25cm stark) und machen eine Dickbeschichtung nach DIN 18195 Teil 5. Was sind den die Kosten für diese Dickbeschichtung???

Mit freundlichen Grüßen

M.Bierkant

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