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  • Schwörer-Haus mit Keller

Verschiedene Kellerarten

Manfred Hölz
Kommentare: 7

Viele Baufamilien entscheiden sich für einen Keller, denn er bringt unverzichtbaren Stauraum und das zu einem vertretbaren Preis. Bei der Wahl des passenden Kellers ist eine fundierte Beratung ebenso wichtig, wie ein Bodengutachten eines Geologen für das jeweilige Grundstück. Denn der Schein kann trügen was augenscheinlich unauffällig aussieht kann spezielle Schichtungen aufweisen, die wasserstauend sind. Beim Bodengutachten werden Proben tiefer als die Gründungssole genommen, erst das verschafft die notwendigen Erkenntnisse.

Basiskeller

Der sogenannte Basiskeller kann ausgeführt werden, wenn anfallendes Wasser im Untergrund versickert oder durch eine Drainage dauerhaft geregelt abgeführt werden kann.

So kann eine Baugrube mit Keller aussehen:

Schwoerer Standard Keller ZeichnungAnfallendes Wasser kann ungehindert im Untergrund versickern:

Kellerzeichnung-2

Anfallendes Wasser kann über eine Drainage abgeführt werden:

Keller mit Drainage

Der wasserundurchlässige Keller

Der wasserundurchlässige Keller als sogenannte „Weiße Wanne“ kann als Nutzkeller ausgeführt werden, wenn anfallendes Sickerwasser nicht abgeführt werden kann und sich Grundwasser aufstaut. Spezielle Betonzusammensetzung + geprüfte Abdichtelemente an Stoßfugen Wand/Wand und Wand/Bodenplatte.

Kellerzeichnung-4

Der Wohnkeller

Der Wohnkeller hat eine wasserdichte Wanne zur höherwertiger Nutzung, wie Hobby-, Büro-, Wohnraum etc.. Eine so genannte höherwertige Nutzung besteht bereits, wenn beispielsweise Gegenstände wie Kleidung, Bücher, Büromaterial etc. im Keller gelagert werden sollen. Es ist im Prinzip ein Keller, der von einer umlaufenden Spezialabdichtungsbahn (Frischbetonverbundfolie) umhüllt ist – auf den Außenseiten und unter der Bodenplatte mit Gewährleistung (5 Jahre). Die Frischbetonverbundfolie wird im Werk bereits in den Wänden eingelegt. Die komplette Bodenplatte wird vor Ort von einem Abdichtungsspezialisten mit der Frischbetonverbundfolie umhüllt. Der Fugenverschluss der Bauteilstöße erfolgt nach der Kellermontage.

Kellerzeichnung-5Die vielen unterschiedlichen Möglichkeiten, die sich aus der Grundstücksbeschaffenheit, den Bodenverhältnissen und Ihren Wünschen ergeben, beantworten wir mit einem um fassenden Kellerprogramm. Um die Gründung und Abdichtung festlegen zu können, benötigen wir ein aussagefähiges Bodengutachten, welches Informationen über notwendige Maßnahmen enthält.

7 KOMMENTARE
Manfred Hölz von Manfred Hölz
22. Mai 2018, 13:52
Hallo Herr Sokolowski,

richtig – siehe oben. Wichtig, dass Sie innen nicht zu viel Dämmung anbringen, orientieren Sie sich bitte an 2 x 60mm Wärmeleitgruppe 040, so erzielen Sie einen guten bis sehr guten U-Wert für Kellerräume. Wir empfehlen heute sog. C-Profile/Metallständer – z.B. ein 60er mit 60mm Abstand zur Wand. Erste Lage Dämmung vollflächig an der Außenwand, die zweite Lage zwischen die Metallständer. Auf die Metallständer die Beplankung, z.B. 12,5mm Gipskarton oder Gipsfaser.

Viele Grüße
Manfred Hölz
von Sascha Sokolowski
20. Mai 2018, 10:31
Hallo Herr Hölz

Vielen Dank für die Antwort.
D.h. ich könnte auch Mineralwolle ohne Dampfbremse verwenden?

Viele Grüße

Sascha Sokolowski
Manfred Hölz von Manfred Hölz
17. Mai 2018, 16:03
….falls Sie sich wundern, dass ich im oberen Beitrag explizit auf eine Dampfbremse hingewiesen habe und bei Ihnen sage, dass diese nicht ausgeführt werden soll, liegt es daran, dass bei o.g. nur eine relativ dünne Perimeterdämmung aufgebracht wurde. Damit läge der Taupunkt auf der Betonwandoberfläche innen und deshalb ist bei der damaligen Ausführung eine Dampfbremse auf der Innendämmung extrem wichtig.
Sie sagen ja, dass bei Ihnen die Perimeterdämmung mit 100mm ausgeführt wurde. Und somit liegt der Taupunkt so weit außen, dass innen keine Dampfbremse notwendig wird/ist.

Viele Grüße
Manfred Hölz
Manfred Hölz von Manfred Hölz
15. Mai 2018, 07:43
Hallo Herr Sokolowski,

grundsätzlich ist anzumerken, dass bei Ihnen kein Kellerausbau geplant wurde und dieser somit auch nicht im Energieeinsparnachweis berücksichtigt wurde. Würden Sie nun den Keller ausbauen und beheizen, wäre als erstes zu prüfen, ob es noch ein KFW-Effz.Haus 55 ist oder welchen Umfang die Dämmmaßnahmen benötigen, um den 55er Standard behalten zu können.

Der von Ihnen angedachte Aufbau ist in Ordnung, so haben wir bis vor einem Jahr auch gemacht. Hat vermutlich Ihr Bauberater oder Architekt auch so beraten.
Wir haben umgestellt, weil wir alle Dämmstoffe, und besonders jene im Innenbereich, auf Mineralwollbasis haben wollen.

Der Ausbau zum frühen Zeitpunkt ist kein Problem. Zum einen wird schon während der Bauphase getrocknet und zum anderen sind die Baustoffe diffusionsoffen sind und evtl. Restfeuchte problemlos an die Raumluft abgegeben werden können. Wichtig ist, dass innen keine Dampfsperre aufgebracht wird.

Mit besten Grüßen
Manfred Hölz
von Sascha Sokolowski
10. Mai 2018, 12:22
Hallo Herr Hölz

Wie sieht das bei einem neuen Keller aus? Es ist ja noch viel Feuchtigkeit im Beton vorhanden. Ist die Minerallwolledämmung dann unproblematisch?
Ich hatte mir ursprünglich Folgendes gedacht:
PUR Dämmung 40mm, alukaschiert, darauf dann Lattung als Installationsebene und auf die Lattung eine Gipsbauplatte.
Geplant ist auch eine dezentrale Lüftung.
Wir haben eine 100mm Perimeterdämmung außen montiert.

Viele Grüße

Sascha Sokolowski
Manfred Hölz von Manfred Hölz
21. Februar 2018, 08:19
Sehr geehrte Frau Jourdan,

wichtige Info: Energieeinsparverordnung beachten – alle beheizten Räume müssen in die EnEV-Berechnung mit aufgenommen werden. Sollten Sie KFW-Fördermittel in Anspruch genommen haben, wäre mit der KFW zu klären, ob eine Veränderung Ihres Effizienzstandards von der KFW akzeptiert wird. Denn in der Regel wird durch das hinzunehmen einzelner Kellerräume die Gesamtbilanz stark beeinflusst.

Wenn die KFW zustimmt, dann können (dürfen) Sie innenseitig auf jeden Fall dämmen. Welche Dämmung Sie verwenden, ist prinzipell egal. Wir bevorzugen nach jüngsten Entwicklungen Mineralwolle - auch im Kellerausbau. Dazu bauen Sie eine Art Gerüst/Gerippe mit Lattung/Kantholz, welches auf die Wand gedübelt wird. (Vollständigkeitshalber sei gesagt: nicht zu tief bohren). Dazwischen kommt die Dämmung. Darüber die vollflächige Dampfbremse und darauf mind. 12,5 Gipsfaserplatten. Wichtig ist, dass Sie innen eine Dammbremse anbringen und diese an Stößen sowie an den Rändern zur Wand/Decke/Boden mit sehr gutem Klebeband ab-/ankleben – kein Baumarktprodukt (man möge mir verzeihen) – gehen Sie in einen Baustoffhandel. Gute Klebebänder sind teuer – erschrecken Sie nicht. Statt der Holzrippen könnten Sie auch Metall-Ständer auf Abstand stellen und zweilagig dämmen (wärmebrückenfreie Konstruktion).

Welchen Oberbelag Sie innen aufbringen, hängt m.E. von der Nutzung ab. Wenn Sie dauernd beheizte Räume einrichten, ist Tapete problemlos möglich. Wenn die Räume nur sporadisch genutzt werden und immer wieder auskühlen, ist besonders auf die richtige Lüftung zu achten (warme Luft nimmt Feuchte auf – kühlt diese aber ab, steigt die relative Luftfeuchte schnell an – je nach Luftverhältnissen kann eine erhöhte Lüftung erforderlich werden.

Mit besten Grüßen
Manfred Hölz
von Sabine Jourdan
17. Februar 2018, 11:43
Hallo Herr Hölz,

wir haben einen Tricosal-Keller. Ist eine zusätzliche Dämmung von Innen möglich? Wenn ja, mit welchen Materialien. Was ist generell bei der Gestaltung dieser Kellerwände zu beachten? Z.B. welche Art von Tapeten oder Putz etc.

Grüße
Sabine Jourdan

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