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Warum ein Spritzschutz für die Fassade notwendig ist

Steine als Spritzschutz für die Hausfassade

Kategorie: Tipps
Kommentare: 112

Nachdem das neue Haus fertiggestellt und bezogen wurde, folgt bei den meisten Hausbesitzern die Gartengestaltung. Oft wird dabei der Spritzschutz für das Haus vergessen. Dies kann erhebliche Schäden an der Fassade verursachen. Der Abstand von 15 cm zwischen Gelände und der Unterkante der Holzschwelle ist zunächst einzuhalten.

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Im Film und im folgenden Beitrag zeigen wir Ihnen zwei Varianten, wie Sie einen Spritzschutz an Ihrem Haus umsetzen können. Außerdem eine Variante, wie man es nicht machen sollte.

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Steine als Spritzschutz für die Hausfassade

Die häufigste Variante eines Spritzschutzes ist ein Kiesstreifen um das Haus herum. Das haben Sie sicher schon öfters an Häusern gesehen. Die Steine vermeiden, das Regen gegen die Fassade spritzt und Schmutzwasserpfützen vor der Fassade für starke Sockelverschmutzung sorgen.

Ein Spritzschutz ist deshalb für die Langlebigkeit der Fassade sehr wichtig. Fehlt der Spritzschutz, spritzt das Regenwasser an die Hauswand. Die Folgen sind Verschmutzungen und Feuchteschäden an der Fassade. Neben der optischen Beeinträchtigung, des fehlenden Spritzschutzes, welche sich nach kurzer Zeit durch Verschmutzung und Algenbildung auf der Fassadenoberfläche abzeichnen, gibt es auch technische Argumente. Durch die ständige Feuchtigkeitsbelastung wird nicht nur die Fassade Ihres Hauses stark in Mitleidenschaft gezogen, sondern es können auch Schäden an der Konstruktion entstehen. Denn wir verzichten auf den Einsatz von chemischem Holzschutz, um wohngesundes Wohnen sicher zu stellen.

Wer einen großen Dachüberstand hat schützt dadurch automatisch die Fassade vor Regen und Schmutz. Ein kubisches Haus mit Flachdach hat keinen schützenden Dachüberstand und benötigt daher umso mehr einen sorgfältig geplanten Spritzschutz für seine Hauswände und den Sockelbereich.

Auf den folgenden Bildern sehen Sie drei Beispiele ohne Spritzschutz. Man kann deutlich erkennen, dass die Wand Schmutz- und Feuchteschäden aufweist.

Geländeabsatz für Spritzschutz

Hausbesitzer sollten deshalb bei der Ausführung ihres Spritzschutzes auf folgende Regeln achten:

Kiesstreifen ums Haus als Spritzschutz

Wie bereits erwähnt, ist die klassische Variante ein Kiesstreifen ums Haus anzubringen. Feuchteschäden und eine Verschmutzung der Fassade können durch das Anlegen eines sogenannten Kiesstreifens vermieden werden. Das Kiesbett fängt die Wassertropfen ab und das Wasser kann versickern. Dadurch bilden sich keine Pfützen.

Wir empfehlen eine Rasenabschlusskante anzubringen, um zu vermeiden, dass Gras zwischen dem Kies wächst.

Spritzschutz Anleitung: Variante A (PDF)

Spritzschutz-Abstand von 15 cm

Der Abstand von Gelände bis Unterkante Haus muss 15 cm betragen – das heißt der Keller/oder Sockel des Hauses ist etwas zurückgesetzt und ragt im fertig angelegten Geländezustand 15 cm aus dem Gelände (DIN Norm). Die Umsetzung können Sie anhand den Zeichnungen gut erkennen.

Spritzschutz-Abstand von 5 cm
Neben der einfachen Lösung mit 15 cm senkrechtem Abstand, kann auch mit Bedacht die Varianten mit 5 cm Abstand ausgeführt werden. Hierbei muss jedoch abhängig von der Fassadenoberfläche unterschieden werden. Bei Putz- und Klinkerfassade (wichtig: nur bei diesen Fassaden!) kann nach Norm DIN 68800-2 mit einem Kiesbett, oder im Terrassenbereich auch mit einem geneigten Pflasterbelag an den Sockel herangefahren werden.

Spritzschutz Anleitung: Variante B1 – Kies (PDF)

Spritzschutz Anleitung: Variante B2 – Gehbelag (PDF)

Spritzschutz bei Holzfassaden

Bei Holzfassaden muss eine Fassaden-Entwässerungsrinne verbaut werden, da die Fassadenhölzer sonst durch starke Durchfeuchtung schnell Risse und Oberflächenablösungen aufzeigen würden. Ein in der Norm genanntes „Opferbrett“ lässt sich bei den heute gestalterisch ausgeführten Holzfassaden nicht realisieren, da stets auch vertikale Eckpfosten, oder auch Fenster-Anschlussprofilhölzer verbaut sind, bei denen ein Austausch der unteren 30 cm nicht möglich ist. Daher sollte bei Holzfassaden der konstruktive Holzschutz am Sockelpunkt sehr genau beachtet werden.

Spritzschutz Anleitung: Variante B3 – Aluwanne mit Gitterrost (PDF)

Gitterrost als Spritzschutz

Im Bereich der Terrassen ist es möglich, das Gelände anzuheben und mit Winkelsteinen einen Abstand zur Fassade zu schaffen. Der Abstand zwischen Winkelsteinen und Fassade kann mit einem Gitterrost überbrückt werden. Somit wird die klassische Schwelle vermieden. Bei Regen kann das anfallende Wasser durch den Gitterrost ablaufen und versickern.

Unter dem Gitter muss ein versickerungsfähiger Untergrund vorhanden sein. Ein Kiesbett als Untergrund ist gleichzeitig auch eine schöne Lösung. Oberste Priorität muss hierbei die gesicherte Entwässerung des tieferliegenden Grabens haben. Ansonsten könnte bei starkem Regen der Graben voll laufen und der Haussockel würde geflutet. Da der Rohfußboden tiefer liegt als das Terrassenniveau, könnte Wasser ins Haus drücken. Als Auflage für den Gitterrost vor der Fassade, sollte beispielsweise ein Metallrahmen im Untergrund verankert werden, oder Konsolträger an den Rabattkanten angebracht werden, auf denen die Gitter aufgelegt werden können.

Spritzschutz Anleitung: Variante C (PDF)

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112 KOMMENTARE
von Simon Debus
8. Juni 2018, 07:31
Hallo,

ich habe eine Frage zur Sockelabdichtung. Wir bekamen von unserem Bauleiter damals die Info, dass der Sockel im Spritzschutzbereich mit einer Bitumenschicht abgedichtet werden muss. Zudem wird eine Noppenbahn an den Sockel gelegt und mit Kies aufgefüllt. Jedenfalls hab ich das so verstanden.
Die Bitumenschicht (ich habe einen Bitumenvoranstrich und anschließend 2K Bitumen verwendet) habe ich direkt auf die Dichtschlämme am Sockel aufgetragen. Der nächste Schritt wäre die Noppenbahn und hier bin ich mir unsicher wie diese verlegt werden soll. Zur Info vorab, wir haben keinen Keller, dies dient also nur der Sockelabdichtung. Wie tief sollte der Graben rund um das Haus ausgehoben werden und wie breit sollte er sein? Wird die Noppenbahn am Boden nochmal umgeschlagen (also 90° Winkel) oder wird sie nur an den Sockel angelehnt. Wie wird die Noppenbahn befestigt bzw. fixiert? Mit Was soll der Graben aufgefüllt werden? Unten Erde oben Kies? Und wieviel Kies sollte verwendet werden (Schichthöhe)? Soll der Kiesstreifen mit Randsteinen eingebettet werden?
Vielen Dank schonmal für Ihre Antwort.

Viele Grüße,

Simon Debus
von Daniel Schäfer
8. Mai 2018, 14:38
Hallo Herr Albrecht,

die Varianten unterscheiden sich durch das Niveau des fertigen Terrassenbelags.
Zunächst ist die Variante A als Standard gesetzt. Hierbei wird die Fassade bis zur Unterkante der Holzwand heruntergeführt und die Terrasse/Sockelstreifen 15cm tiefer liegt.
Für einen Terrassenaustritt müssen Sie in diesem Fall eine einzelne Blockstufe vor der Türe anbringen. Um die Schwelle hierbei geringer ausführen zu können, kann die Variante B nachträglich noch ausgeführt werden, da hierbei eine Entwässerungsrinne mit Steggittern 25mm unterhalb der Fassadenkante angebracht wird und somit die Terrasse bis auf das Niveau 25mm unterhalb der Fassadenkante hochgehoben werden kann.
Für mehr Komfort, also eine noch geringere Schwelle, kann die Variante C gewählt werden. Hierbei wird die Fassadenkante bis zur Tropfkante der Fensterschwelle hochgezogen. Hierdurch kann mit einem Gitterrost unter die Fassade gefahren werden, welcher in den Fensterbereichen breiter ist und bis an die Fenster herangeführt wird und auf der Aluwanne aufliegt. Um die Terrasse abzustützen werden beispielsweise L-Winkelsteine als Abgrenzung der Terrasse/ des Geländes auf Abstand zum Gebäude gestellt. Am Grund zwischen Kellerwand/Haussockel und der L-Steine muss ein sickerfähiger Untergrund vorhanden sein. Dies kann über groben Schotter und darüber ein Schicht gröberer Dekosteine erreicht werden. Sollte der Untergrund nicht sickerfähig sein, kann eventuell auch über eine Drainage dafür gesorgt werden, Wasser abzuführen.

Gruß Daniel Schäfer
von Kevin Albrecht
6. Mai 2018, 23:54
Hallo Herr Schäfer,

leider konnte ich erst jetzt ihren aktuellsten Kommentar sehen. Da wir - in diesem Fall leider ;)) - wie erwähnt mit einem anderen Anbieter gebaut haben, könnten Sie mir kurz die Varianten B und C erläutern? Varinte C ist ein Anschluss über Putzkante und Variante B unter Putzkante? Wenn ja, würde Ihre Erläuterung meine Bedenken hinsichtlich einer Entwässerungsrinne (z.B. ACO Profiline) anstelle der Gitterroste stützen, richtig?
von Daniel Schäfer
3. Mai 2018, 17:08
Guten Tag,

für die Ausführung der Anschlussvariante C sind die Gitterroste vorgesehen. Nur hierdurch wird Wasser von der Fassade, und viel wichtiger, von der Holzkonstruktion und der Holzschwelle ferngehalten.
Die Ausführung einer „Birco-Rinne“ ist für die Variante B vorbehalten, da hierbei die Rinne unterhalb der Holzkonstruktion vor der Perimeterdämmung angebracht wird. Die Perimeterdämmung selbst ist feuchtigkeitsunempfindlich. Wird eine solche massive Rinne vor der Holzwand angebracht, kann es zu einem Feuchtestau oder kapillar aufsteigender Feuchtigkeit zwischen Rinne und Holzwand kommen.
Die aufgeklebten Fliesen würden zwar die Optik ansprechend halten und sind sicher eine Möglichkeit, bringen jedoch keine Verbesserung bezüglich des Risikos der Durchfeuchtung.
Nur die Kombination Gitterrost mit tieferliegendem Kiesbett stellen hier eine ausreichende Belüftung dar.

Aufgrund der wiederkehrenden verunsicherten Rückfragen auch seitens der Gartenbauer, möchte ich an dieser Stelle auf einige weiterführende Literatur verweisen.
Veröffentlichung Holzforschung Austria:
http://www.holzforschung.at/fileadmin/Content-Pool/PDFs/2015/Publikationen/HFA_richtlinie_sockel_20150410.pdf
Veröffentlichung Bundesverband Deutscher Fertigbau:
https://www.fertigbau.de/bdf/service/bestellen-herunterladen.html?getDownloadFile=237

Die letztendliche Ausführung liegt in der Verantwortung des GaLa Bauers.
Auch dessen Fachverband hat eine entsprechende Fachregel veröffentlicht.
http://www.fll.de/shop/fassadensockel.html

Viel Erfolg
Daniel Schäfer
von Heiko
3. Mai 2018, 10:07
Hallo, ich habe zu dem Thema Spritzschutz auch eine Frage:
Wäre es denn nicht auch möglich an den unteren Bereich der Fassade in einer Höhe von 15 cm Natursteinplatten, Fliesen o.ä. aufzukleben, um dadurch die Fassade vor Schmutz und Regenspritzer zu schützen?
Das müsste doch wesentlich einfacher und günstiger zu realisieren sein, als beispielsweise Gitterroste einzubauen.
von T. Borch
27. April 2018, 08:24
Hallo,
ich habe noch eine große Menge an Betonresten (mittelgroße Brocken) von einer ehemaligen Mauer. Da ich diese nicht entsorgen will kam mir der Gedanke, dass ich diese in den Spritzschutzstreifen um das Haus integrieren könnte. Wegen der Optik und der besseren Eigenschaften würde ich dann die oberen 10cm mit dem üblichen Kies auffüllen. Würde das so funktionieren?
von Daniel Schäfer
18. Dezember 2017, 11:30
Sehr geehrter Herr Heimbach,

Ihr Vorschlag zur Ausführung des Geländeanschlusses an die Fassade mittels Rinne passen mit den Ausführungsvorgaben überein.
Wichtig ist, dass hinter der Rinne, welche Sie ins Mörtelbett setzen, eine drainagefähige Schicht ist.
Dies erreichen Sie mit Hilfe einer von Ihnen beispielhaft angeführten Mauerwerkssperre. Hierbei gilt es jedoch zu beachten, dass es verschiedene Systeme gibt.
Ideal ist eine Bahn mit geplanter Drainageschicht, die sicherstellt, dass Feuchtigkeit hinter der Rinne absickern kann.
Auf der Seite von Dörken im Produktbereich Delta Keller sind diverse Produkte aufgeführt und die jeweilige Drainageeigenschaft und Einbauvorgaben zu finden.

Viel Erfolg
Daniel Schäfer
von Morten Heimbach
15. Dezember 2017, 14:27
Hallo liebes Schwörer-Team,

wir möchten gerne eine Terrasse nach Variante B ca. 3,5cm unter Putzkante/Hausüberstand mit Terrassenplatten auf einer Schotter-/Splittschicht und mit einer Entwässerungsrinne anlegen.

Die Entwässerungsrinne möchten wir gerne einbetonieren. Da wir nicht direkt gegen die Hauswand (Perimeterdämmung und Sockelputz) betonieren möchten: was können wir dazwischen anbringen, insbesondere auch im Hinblick darauf, dass unser Gewährleistungsanspruch nicht verloren geht? Können wir z.B. eine Delta-Mauerwerkssperre bis Oberkante Entwässerungsrinne verwenden?

Viele Grüße
Morten Heimbach
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