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  • Massivhaus oder Fertighaus

Massivhaus vs. Fertighaus: Die Unterschiede

Detlef Buehmann
Kategorie: Konstruktion
Kommentare: 2

Sie wollen Bauen, wissen aber nicht in welcher Bauweise? Fertighaus oder Massivhaus ? Die meisten Bauherren starten in das Projekt „Hausbau“ mit der gleichen Frage und Herausforderung. Massiv Bauen oder lieber doch mit einem Fertighaus-Anbieter? Als Hilfestellung für Ihre Entscheidung, haben wir die beiden Bauweisen gegenübergestellt.

Das Massivhaus unter der Lupe

Massivhäuser werden aus mineralisch basierten Baustoffen, wie Kalksandstein, Beton oder Ziegeln gebaut. Der Begriff des Massivhauses hat sich im Grunde genommen fast überlebt, da die Materialien heute aufgrund der energetischen Anforderungen immer leichter geworden sind, wie Porenbeton oder Hohllochziegel. Man spricht hier auch von der Nassbauweise, da die Materialien auf der Baustelle bei Wind und Wetter mit Beton, Zementmörtel oder Klebern „Stein auf Stein“ verbaut werden. Die schwere Massivbauweise der Vergangenheit hat der Bauweise jedoch den Ruf eingebracht, besonders solide und wertbeständig zu sein.

Bei Massivhäusern werden oft Architekten mit der individuellen Hausplanung nach den Wünschen des Bauherrn beauftragt. Die Gewerke, wie Maurer, Zimmerer, Dachdecker, Klempner, Elektro, Heizung, Sanitär, Fliesen, Tischler und Maler werden dann einzeln beauftragt und vergütet. Dies kann sich negativ auf die Zeit- und Budgetplanung auswirken, da die Handwerker eigenständig arbeiten und separat beauftragt werden müssen. Die Mehrzahl der heute gebauten Massivhäuser werden von Komplettanbietern oder Bauträgern schlüsselfertig erstellt. Hier werden in der Regel vom Massivhaus-Anbieter für die einzelnen Gewerke Subunternehmer beauftragt.

Achten Sie bei schlüsselfertigen Massivhäusern in Nassbauweise auf die entsprechende Trocknungszeit. Oft werden die Häuser zu schnell gebaut und bezogen, ohne dass Sie ausreichend getrocknet wurden. Die mineralischen Baustoffe nehmen während der Bauphase, da sie der Witterung auf der Baustelle ausgesetzt sind, große Mengen an Feuchtigkeit auf. Es dauert oft bis zu zwei Jahre, bis die Feuchtigkeit vollständig abgebaut ist. Experten empfehlen deshalb das Haus einen Winter im Rohbau stehen zu lassen, oder mit Entfeuchtungsanlagen zu trocknen, um mit dem Einzug keine Schimmelprobleme zu bekommen.

Die Ausbaustufen können bei einem Massivhaus wie bei einem Fertighaus, je nach handwerklichem Geschick des Bauherrn, individuell gewählt werden. Ein Massivhaus können Sie komplett selbst bauen oder schlüsselfertig bauen lassen. Dies wirkt sich natürlich auch auf den Preis aus. Die Preise bei einem Massivhaus sind im Vorfeld oft nicht genau kalkulierbar, wenn die verschiedenen Gewerke selbst beauftragt werden. Im Laufe der Bauzeit kann es deshalb zu nicht planbaren Kosten kommen, die evtl. das Budget überschreiten. Bei Garantieleistungen wird zudem häufig die Ursache für einen Mangel von einem Subunternehmer auf den anderen geschoben.

Über die Massivhaus Preise lässt sich sagen, dass die individuell gebauten Architektenhäuser oft teurer sind, als die Massivhäuser der Komplettanbieter. Bei den Massivhaus-Anbietern erhalten Sie oft ein Angebot mit Festpreis in dem alle Gewerke einkalkuliert sind.

Die wichtigsten Fakten in Kürze:

  • Mineralisch basierte Baustoffe, wie Kalksandstein, Beton oder Ziegeln
  • Traditionell und wertbeständig
  • Individuelle Architektur
  • Verschiedene Ausbaustufen möglich
  • Fertigung witterungsabhängig auf der Baustelle
  • Trocknungszeit der Baufeuchte beachten

Das Fertighaus unter der Lupe

Fertighäuser haben mittlerweile bundesweit einen Marktanteil von knapp 20 Prozent, in Bundesländern wie Baden Württemberg, Hessen und Rheinland-Pfalz entscheidet sich bereits jeder Dritte für ein Fertighaus. Üblicherweise werden sie aus dem nachwachsenden Baustoff Holz hergestellt. Sie finden jedoch inzwischen auch Fertighäuser aus mineralisch basierten Baustoffen.
Der große Unterschied beim Fertighaus liegt in der Herstellung. Fertighäuser werden im Werk witterungsunabhängig vorgefertigt und innerhalb 1-3 Tagen auf der Baustelle errichtet. Wand-/Decken- und Dachelemente werden komplett und geschlossen vorproduziert, d.h. diese Häuser sind von Anfang an trocken und haben ein gutes Raumklima.

Moderne Fertighäuser sind sehr energieeffizient. Die hoch wärmegedämmte und luftdichte Gebäudehülle, ist die ideale Voraussetzung für ein Energiesparhaus. Die meisten Fertighäuser erfüllen heute die verschärften Anforderungen an ein Effizienzhaus 55 oder Effizienzhaus 40. Damit erhalten die Bauherren neben einem energiesparsamen Haus zinsgünstige Darlehn und Fördermittel der KfW-Bank.

Auch Fertighäuser können individuell nach den Wünschen der Bauherren gebaut werden. Gemeinsam mit einem Architekten wird der Grundriss und die Architektur nach den persönlichen Vorstellungen geplant. Fertighäuser von der Stange sind längst Geschichte. Viele denken noch heute, Fertighäuser können nur nach dem Katalog gebaut werden. Das Gegenteil ist der Fall, einige Fertighaushersteller haben sogar Architekturtrends gesetzt, die häufig im konventionellen Bau kopiert werden.

Auch in der Wertbeständigkeit und vor allem in der Nachhaltigkeit hat das Fertighaus das Massivhaus auf Platz 2 verwiesen. Moderne Fertighäuser sind in der Herstellung und Montage mehrfach qualitätsüberwacht, zum Beispiel durch die Qualitätsgemeinschaft deutscher Fertigbau (QdF). Nicht zuletzt aus diesem Grund wird ihnen durch wissenschaftliche Gutachten schon seit Jahren die gleiche Lebensdauer wie anderen Bauweisen bescheinigt.

Mit dem Service „Alles aus einer Hand“ haben Sie im Fertigbau eine Firma als Ansprechpartner während der ganzen Bauphase. Auch in der Zeit nach dem Einzug steht den Hausbesitzern im Gewährleistungszeitraum von 5 Jahren ein werkseigener Kundendienst für alle Gewerke zur Verfügung.

Sie erhalten vor Vertrag ein verbindliches Angebot mit Bau- und Leistungsbeschreibung, in dem alle Kosten und Leistungen aufgeführt sind, mit Festpreisgarantie. In der Transparenz bei Preis und Leistung gibt es auch unter den Fertighaus-Anbietern Unterschiede. Deshalb achten Sie immer darauf, dass Sie vor Vertragsabschluss ein detailliertes Angebot mit ausführlicher Bau- und Leistungsbeschreibung vorliegen haben.

Die wichtigsten Fakten in Kürze:

  • Nachhaltiger Baustoff Holz
  • Vorfertigung witterungsunabhängig im Werk
  • Energieeffizient und hoch wärmegedämmte und luftdichte Gebäudehülle
  • Individuelle Architektur
  • Innovative Bauweise, wertbeständig und nachhaltig
  • Service „Alles aus einer Hand“
  • Werkskundendienst nach Einzug

Weitere Fertighaus Vorteile finden Sie auf unserer Webseite: Fertighaus Vorteile

Fazit Massivhaus vs. Fertighaus

Jede Bauweise hat ihre Vor- und Nachteile. Am Ende kommt es immer auf die individuellen Ansprüche und Bedürfnisse an. Jeder hat einen anderen Fokus. Wenn Sie unsicher im Hinblick auf die Frage „Fertighaus oder Massivhaus?“ sind, empfehlen wir Ihnen sich umfassend beraten zu lassen und auch Häuser in der Bauphase zu besichtigen. Verlassen Sie sich nicht nur auf Ihr Bauchgefühl, bleiben Sie kritisch.

Vereinbaren Sie gleich einen Termin mit einem Bauberater in Ihrer Nähe und lassen Sie sich umfassend über die Fertighaus-Bauweise beraten.
>> Berater finden

2 KOMMENTARE
Detlef Buehmann von Detlef Buehmann
7. Mai 2018, 11:58
Hallo Herr Müller,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Beide Bauweisen haben ihre Berechtigung und es ist schön, dass Ihre Doppelhauspartner offensichtlich einen zuverlässigen Bauträger gefunden haben. Die Energiekosten werden neben der Bauweise sehr stark von dem Nutzerverhalten (Raumtemperatur und Warmwasser-Verbrauch) beeinflusst. Wünsche Ihnen weiterhin viel Freude mit Ihrem Schwörer-Haus!

Herzlichst,
Ihr Detlef Bühmann
von W. Müller
2. Mai 2018, 18:21
Hallo Herr Bühnmann, liebe Blogleser,

auch wir haben uns vor Baubeginn viel mit dem Thema beschäftigt - wir haben uns dann für Schwörer entschieden. Witzigerweise hat unser Doppelhauspartner massiv gebaut - auch mit einem Bauträger, jedoch kleiner und Lokal. Es ist doch viel subjektives Bauchgefühl dabei - bei mir sind noch die warmen Holzwände meines Elternhauses im Gedächtnis gewesen, beim Nachbarn der Wunsch nach einer soliden und wertbeständigen Ziegelbauweise. Energetisch sind die beiden Häuse vergleichbar, auch hat ein modernes Ziegelhaus ebenfalls warme Wände. Ganze ehrlich, das fast freie Stapeln von Ziegelsteinen erlaubt mehr architektonische Freiheiten, als der Holzständerbau, auch wenn Sie sicher recht haben, dass die Beschränkungen hierbei verkraftbar sind. Ich freue mich dafür jedesmal, wenn ich mit einer einfachen SPAX-Schraube Dinge an der Wand befestigen kann ohne lästiges Bohren und Dübeln. Mein Eindruck und auch der meines Nachbarn ist, dass es unterm Strich fast egal ist, welchen Weg man geht. Wichtiger ist das Bau- Unternehmen und seine EInstellung zum Kunden und zur Qualität. Schließlich möchte man auch nach dem Bau noch ein gutes Gefühl haben und das ist bei Schwörer definitiv so.

Schöne Grüße,
W. Müller

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