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Luftdichtheitsmessung - BlowerDoor Messung

Hausbau Blog 2021

Kategorie: Konstruktion
Kommentare: 20

Wie in meinem letzten Beitrag dargestellt (Link), ist die Luftdichtheit ein entscheidendes Kriterium für ein bewohntes Gebäude.

Wann nun ein Gebäude als luftdicht eingestuft werden kann und wann nicht lässt sich durch eine Luftdichtheitsmessung (auch BlowerDoor Messung genannt) nach Baufertigstellung ermitteln.

Bei dem genormten Differenzdruck-Messverfahren wird ein Ventilator in die Gebäudehülle in ein Tür- oder Fensterloch integriert, mit dem ein Über- und Unterdruck mit einer festgelegten Druckdifferenz zwischen Innen- und Außenklima erzeugt wird. Mit Hilfe des Gebäudevolumens wird dann die maximale Luftwechselrate n50 [1/h] bestimmt, welche die charakteristische Kenngröße für die Luftdichtheit eines Gebäudes ist.

Hierbei gilt: Je kleiner der n50-Wert , desto luftdichter ist die Gebäudehülle. Der Gesetzgeber schreibt in der aktuell gültigen EnEV für Gebäude mit mechanischer Lüftungsanlage einen Wert von n50 £ 1,5 [1/h] vor. Bei Passivhäuser muss ein Wert von n50 kleiner gleich 0,6 [1/h] eingehalten werden, um die Kriterien für diese Gebäudeart erfüllen zu können. Beispielsweise dürfte für ein Passivhaus mit einem zugehörigem Raumvolumen von 400m³ die maximale Leckagefläche circa 120cm² betragen, was einem Quadrat mit einer Kantenlänge von nur 11cm entspricht! Dieses Beispiel zeigt deutlich, wie hoch die Anforderungen an die Ausführung der Luftdichtheit von energetisch hocheffizienten Gebäuden sind.

SchwörerHaus setzt für die Luftdichtheit aller Fertighäuser eine eigens dafür entwickelte Synergietechnik ein. Ähnlich wie bei einer Funktionsjacke wird mit Hilfe einer Funktionsmembran die Luft- und Winddichtheit mit nur einer Bahn gewährleistet.

Diese Funktionsmembran erfüllt zum einen die hohen Anforderungen an die Luftdichtheit und verhindert zudem das Hinterströmen der Dämmung mit kalter Außenluft. Um eine dauerhaft luftdichte Gebäudehülle erstellen zu können, wird deshalb bereist schon im Planungsprozess ein umfassendes  Luftdichtheitskonzept herangezogen.

Somit wird bereits schon im Voraus ausgeschlossen, dass auf der Baustelle Sonderlösungen notwendig sind, um die Luftdichtheitsebene zu erstellen, wodurch unnötige Leckagestellen entstehen könnten. Nach der Fertigstellung wird die Luftdichtheit eines jeden SchwörerHauses durch unsere Bauleiter mit einer Luftdichtheitsmessung kontrolliert, und durch ein Zertifikat bestätigt. Dadurch können wir unseren Kunden ein hohes Maß an Sicherheit für eine dauerhaft luftdicht ausgeführte Gebäudehülle garantieren.

20 KOMMENTARE
von Tobias Kuhn
15. August 2013, 08:54
Guten Tag,

selbstverständlich darf es bei geschlossener Haustüre, deren Funktionalität gewährleistet ist, zu keiner Zuglufterscheinung kommen.
Ist dies dennoch der Fall, dann kann die Haustüre an den drei Haltebändern im Haustürrahmen justiert werden, sodass der Dichtgummi wieder ringsum an dem Türblatt anliegt und somit keine Zuglufterscheinung auftritt.

Durch unterschiedliche Klimabedingungen im Haus und im Freien, und damit einhergehenden Temperaturdifferenzen ist die Haustüre teilweise extremen Bedingungen ausgesetzt. Ein Blog-User hat es bereits richtig angesprochen: heutzutage wird der Flur häufig in den Wohnraum mit eingeschlossen und somit auch voll beheizt, was natürlich zu größeren Temperaturdifferenzen zwischen außen und innen führt, als dies früher der Fall war, als der Flur als Übergangsbereich genutzt wurde.
Zusätzlich ist die Haustüre häufig direkter Bewitterung ausgesetzt oder es wirken mechanische Belastungen auf die Türe ein.
Auch durch den mehrschichtigen Aufbau der Haustüre können Verformungen durch oben beschriebene Einflüsse nicht gänzlich verhindert werden.

Daher wird generell empfohlen, die Haustüre über Nacht zu verriegeln, sodass das Türblatt durch die 3-fach Verriegelung in der Position gehalten wird und somit weniger zum Verziehen neigt.
von W. Müller
25. Juni 2013, 13:58
Naja, ich habs vielleicht etwas überspitzt formuliert - ein 1..2mm breiter Luft-Schlitz an der Haustür würde den Blower-Door-Test vermutlich nicht maßgeblich verschlechtern. Dennoch finde ich fallen die Haustüren im Vergleich zu den Fenstern von der Passgenauigkeit, Dichtheit, u-Wert usw. doch sehr ab. Für mich am falschen Eck gespart, da der Flur heute nicht mehr die "Kaltzone" von früher ist. Vielleicht wärs schlauer gewesen, statt einer Haustüre eine Balkontüre einzuplanen ;-) Wesentlich dichter, wesentlich besserere U-Wert und dazu noch günstiger....

Gruß
von rdg
24. Juni 2013, 07:34
Geht mir genau so. Irgenwie macht unsere Türe nicht den dichtesten Eidnruck. Hatten letztes Jahr und dieses Jahr auch Ameisen im haus bereich Eingangstüre. Mir ist damals auch aufgefallen, dass die Kunstoffschiene am Boden nicht verdichtet ist.
Vielleicht kann jemand von Schwörer sich hier nochmals zu wort medlen.

Grüße
von W. Müller
20. Juni 2013, 12:13
Hallo zusammen,

unser Blower-Door-Test war für ein KFW70-Haus recht gut - irgendwas um die 0,5 oder sogar leicht darunter (Zertifikate gibts offensichtlich nur auf Anfrage). Ich zweifle aber an der Aussagekraft, da die Haustüre nicht mitgemessen wird. In dieser Öffnung sitzt dicht und gut verklebt der Test-Ventilator. Und die ist mit Haustüre definitiv undicht - zumindest bei uns - heute haben sich schon diverser Ameisen von einer Ameisenstraße vor der Haustüre rein in den Flur verlaufen. Und das bei einer, mit dem Schlüssel zugeschlossenen Türe.

Gruß,
W. Müller
von Robert Wenk
25. Juni 2012, 21:18
Hallo Frau Potell,
vielen Dank für Ihre Information und den Hinweis zum Kundenportal.

Mit freundlichen Grüßen

Robert Wenk
von Claudia Potell
25. Juni 2012, 08:11
Hallo Herr Wenk,

vielen Dank für den Hinweis, ich gebe es gleich an meinen Kollegen weiter, sodass Sie es in den nächsten Tagen erhalten.

Das ist richtig, bei der Hausübergabe erhalten Sie unter anderem das Garantie-Zertfikat. Außerdem sollten Bedienungsanleitungen zu Ihren Geräten dabei sein (z.B. zur Frischluftheizung, etc.)

Alle weiteren Infos sowie hilfreiche Tipps und Kundennews finden Sie auf dem Schwörer Kundenportal www.schwoerer-service.com.

Um dieses Portal nutzen zu können, bitte ich Sie sich unter http://www.schwoererhaus.de/de/hausbesitzer/kundenportal einmalig zu registrieren. Im Anschluss an die Registrierung erhalten Sie eine Email mit Ihren Zugangsdaten.

Falls Sie Fragen haben, gerne melden!
von Robert Wenk
24. Juni 2012, 21:19
Guten Tag Frau Potell,

uns wurde vor einigen Wochen das Haus übergeben. Ich lese in diesem Blog interessiert, daß man Protokoll und Zertifikat zum durchgeführten BlowerDoortest bekommt. Wir erhielten diese ebenfalls nicht. Bei dieser Gelegenheit möchte ich Sie gerne fragen, welche Unterlagen ein Kunde bei Hausübergabe denn generell erhält?
Wir erhielten ein Zertifikat über die 30 Jahre Garantie auf die Grundkonstruktion. Ist noch mehr vorgesehen?

Mit freundlichen Grüßen

Robert Wenk
von Claudia Potell
28. März 2012, 14:57
Hallo Herr Thiel,

ich habe meinen Kollegen Herrn Rockenstein informiert.

Er ist seit kurzem der richtige Ansprechpartner hierfür. (wolfgang.rockenstein@schwoerer.de)

Er schickt Ihnen Ihr Zertifikat zu.
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