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Löcher in der Dampfbremsfolie?

Christoffer Walcher
Kategorie: Konstruktion
Kommentare: 46

Löcher in der Dampfbremsfolie ?

Immer wieder kommt es vor, dass sich Bauherrn bei uns melden, um Bedenken hinsichtlich eventuell vorhandener Durchdringungen in der Dampfbremsfolie anzusprechen.  Vor allem die durch  Klammern und Schrauben hervorgerufenen Löcher in der Dampfbremsfolie bei Holztafelbaukonstruktionen werden häufig hinterfragt und in diesem Zuge der bauphysikalische Funktionserhalt des betroffenen Bauteils in Frage gestellt.
Das Gerücht der Notwendigkeit einer vollständig verklebten und unperforierten Dampfbremsfolie hält sich immer noch hartnäckig. Schuld ist hierbei meist die Unwissenheit über die Funktion und Lage der einzelnen bauphysikalischen Ebenen in der Gebäudehülle. In diesem Zusammenhang wird die Funktion der Luftdichtheit und der damit verbundene Schutz vor konvektivem Feuchteeintrag, die Winddichtheit und der Feuchteeintrag durch Diffusion sehr häufig vermischt und verwechselt.
Über die Notwendigkeit und Pflicht zur Planung und Herstellung einer luftdichten Gebäudehülle wird bereits im Blogbeitrag “Die luftdichte Gebäudehülle“ hingewiesen. Die Winddichtheit verhindert das Durchströmen und Auskühlen der  Wärmedämmung durch die Außenluft, und ist auf der Außenseite der Dämmschicht angeordnet. Die Funktion der Luftdichtheit und Winddichtheit kann beispielsweise durch Plattenwerkstoffe sowie auch bahnenförmige Baustoffe realisiert werden, und liegen meist auf unterschiedlichen Ebenen. Spricht man hingegen von einer Dampfbremsfolie mit dem Einsatzzweck, die Konstruktion vor Feuchteeintrag (Tauwasser) durch Diffusion zu schützen, handelt es sich gänzlich um einen anderen bauphysikalischen Zusammenhang.
Warme Luft hat die Eigenschaft, unter Annahme der gleichen relativen Luftfeuchtigkeit mehr Feuchtigkeit aufnehmen zu können als kalte Luft. In der warmen Jahreszeit spielt dieser Sachverhalt eine untergeordnete Rolle, wohingegen sich in der Tauperiode (Winterzeit) ein Dampfdruckgefälle zwischen dem Innen- und Außenraumklima einstellt. Kurz gesagt hat die warme feuchte Luft das Bestreben, diesen Zustand auszugleichen und versucht nach außen zu gelangen, um einen Gleichgewichtszustand wieder herzustellen. Man spricht dann vom bauphysikalischen Prozess der Diffusion. Hierbei kann es dazu kommen, dass die gesättigte Luft durch das Auskühlen an der kalten Außenseite innerhalb der Bauteilkonstruktion kondensiert; es kommt zum Tauwasserausfall. Mit Hilfe eines rechnerischen Nachweis entsprechend DIN 4108-3 (Glaserverfahren) kann die Tauwasserfreiheit einer Bauteilkonstruktion nachgewiesen werden. Plattenwerkstoffe mit einem entsprechend hohen Dampfdiffusionswiderstand und Dampfbremsfolien werden maßgeblich dafür eingesetzt, um die Tauwasserfreiheit in der Konstruktion gewährleisten zu können.
Betrachtet man nun im Gegensatz dazu einzelne Fehlstellen in der Dampfbremsfolie (Löcher oder Leckagen), kann es hierzu zu keinem Tauwasserausfall innerhalb der Konstruktion kommen. Zwar kann die warme Luft nun partiell ungebremst in das Bauteil hinein diffundieren, verteilt sich jedoch wiederum auf einen vielfach größeren Bereich auf der Außenseite des Bauteils, sodass sich der Dampfdruck innerhalb des Gefaches gleichmäßig verringern kann. Holztafelbaukonstruktionen mit definierten bauphysikalischen Funktionsebenen sind im Stande, selbst größere Leckagen und Löcher in der Dampfbremsfolie problemlos zu verkraften, sodass im allgemeinen ein Schaden hiervon ausgeschlossen werden kann.
Abschließend kann gesagt werden, dass konvektive Feuchteeinträge durch eine unzureichend geplante und mangelhaft ausgeführte luftdichte Ebene weitaus kritischer anzusehen sind gegenüber Feuchteeinträge durch Diffusionsvorgänge.

46 KOMMENTARE
Daniel Schäfer von Daniel Schäfer
12. März 2018, 14:39
Guten Tag Herr Bülow,

für die Befestigung von Anbauteilen an Fassaden gibt es für SchwörerHaus-Kunden eine Anleitung im Kundenportal.
Wichtig hierbei ist die Bohrung im Putz beim Eindrehen der Schraube mit einem Fassadendichtstoff zu füllen und somit den Spalt um die Schraube abzudichten.

Da wir den Aufbau des Fassadensystems nicht kennen, können wir leider keine genauen Angabe machen, wie hier Befestigungen möglich sind.
Bitte fragen Sie hierzu bei Ihrem Haushersteller nach, da dieser die verwendeten Materialien und den Aufbau kennt und Aussagen zu technischen Möglichkeiten treffen kann.

Viele Grüße
Daniel Schäfer
von Maik Bülow
11. März 2018, 07:04
Hallo ...wir haben ein scanhaus gekauft bj 2005 und jetzt sagte der alte Besitzer mir das er die aussenlampe 3 Stück mit einer langen schraube bis ins Holz gebohrt hat (von aussen durch die dämmung ) und nun hab ich große sorge das Wasser Jahre lang eindringen konnte ...ist noch was zu retten ???
von Jochim
4. Oktober 2017, 12:52
Hallo Frau Baur,
Vielen Dank für die Infos und viele Grüße

Anton Jochim
Manfred Hölz von Manfred Hölz
29. September 2017, 11:01
Hallo Jörg,

grundsätzlich kann man sagen, dass zw. beheizten Räumen keine Dampfdiffusion im Bauteil stattfindet. Es herrschen nahezu die selben Temperaturen und die selben Luftfeuchten. „Die Natur“ hat keine Veranlassung, einen natürlichen Ausgleich vorzunehmen – der Antrieb fehlt.

Wenn größere Temperatur- und/oder Luftfeuchteunterschiede vorhanden wären, z.B. bei einer Außenwand:
Löcher in der Dampfbremse sind solange zu vernachlässigen, solange das Loch mit einem Medium gefüllt ist – sprich solange die Schraube drin steckt, ist das Loch im Prinzip nicht existent. Wenige Löcher von entfernten Schrauben spielen bzgl. Dampfdiffusion keine nennenswerte Rolle (wenn Sie die Latten wieder entfernen). Bei vielen Hausbauern ist die Dampfbremse gleichzeitig die Luftdichtheitsebene (bis uns nicht). Das ist das größere Thema. Leckagen gibt es immer. Es gilt jedoch, diese möglichst gering zu halten. Ihre wenigen Schraubenlöcher sind nach Entfernen auch diesbezüglich kein Problem. Aber logischerweise sollten Sie das nicht unnötig oft machen, da bei größerer Anzahl das mehr und mehr eine Rolle spielen kann.

Der Vollständigkeit halber:
Bei großen oder bei sehr vielen Löchern in einer inneren Luftdichtheitsebene (z.B. o.g. Dampfbremse) könnte es zur Konfektion kommen, was zu einem erhöhten Lufteintrag führt. Diese warme Luft kondensiert in der Wand, wenn der Temperaturunterschied innen zu außen groß ist und Feuchte würde ausfallen.

Falls Sie hierzu noch Fragen haben, melden Sie sich an unserem Empfang und lassen sich zu mir durchstellen.

Mit besten Grüßen
Manfred Hölz
Claudia Baur von Claudia Baur
28. September 2017, 09:03
Hallo Herr Jochim,
das ist aus der Ferne etwas schwierig zu beurteilen, weil wir die Details zu Ihrem Haus nicht kennen.
Unsere Konstruktion hat mir folgendes als Rückmeldung gegeben:
In einem mehrschaligen Wandaufbau hat jede Schicht ihre Funktion. Diese unterschiedlichen Funktionen müssen so auch mit den entsprechenden Materialien wieder hergestellt werden. Es ist nicht damit getan, das Loch nur mit einem Material zu verschließen (z.B. Bauschaum).
Im Kern muss sicherlich der Dämmstoff ergänz werden, die Dampfsperre auf der Innenseite ist wieder dicht herzustellen durch ein geeignetes Material, die Regensicherheit außen muss mit dem ursprünglichen Werkstoff angearbeitet werden, damit keine Undichtheiten durch Unverträglichkeit der Materialien entstehen.
Als Tipp: Der Wandaufbau muss in der damaligen Bau- und Leistungsbeschreibung ersichtlich sein.
Bitte beachten Sie, dass dies eher "allgemeine" Hinweise sind, die vom jeweiligen Spezialisten (des Hausherstellers) geprüft werden sollten, sprechen Sie daher bitte unbedingt mit Ihrem Haushersteller was für Ihr Haus die optimale Lösung ist.
von Jörg
27. September 2017, 21:23
Hallo, erstmal vielen Dank für den hilfreichen Artikel. Sonst liest man nur "unbedenkliche Löcher gibt es nicht" :) Trotzdem eine Frage zur Sicherheit. Ich möchte für eine Trockenbaukonstruktion eine Latte in eine mit Gipsplatten verkleidete Holzbalkendecke schrauben. Darunter befindet sich direkt eine Folie und dahinter die Dämmwolle. Allerdings ist über dem Zimmer auch noch ein ausgebauter (und zumindest teilweise beheizter) Dachboden. Es geht also nicht um die Dachschräge oder so. Wären kleine Löcher also problemlos?
von Jochim
18. September 2017, 12:02
Hallo Herr Walcher,
wie kann ich ein Dunstabzugs loch richtig zu machen, weil die befestigung von neue Hängeschrank betrift genau die stelle.Das ist ein streif-fertighaus.

Mfg
Anton Jochim
Christoffer Walcher von Christoffer Walcher
14. September 2017, 11:54
Hallo Markus,
nein, das ist nicht zwingend notwendig.
Freundliche Grüße Christoffer Walcher
von Markus Bierkant
13. September 2017, 09:28
Hallo Herr Walcher,

wir haben auf der Unterseite im DG zum Spitzboden auf die vorhandenen Holzbalken eine 12mm Gipskartonplatte geschraubt.
Meine Frage müssen wir von oben her im Dachboden zwischen den Balken diese mit Mineralwolle ausdämmen und hier dann auch eine OSB-Platte anbringen?

Viele Grüße
Markus
Christoffer Walcher von Christoffer Walcher
23. März 2017, 10:33
Hallo Herr Seidel,

bitte haben Sie Verständnis, dass wir keine individuelle bauphysikalische Betrachtungen von Konstruktionsaufbauten durchführen.
Wir empfehlen Ihnen sich an ein Planbüro für Bauphysik zu wenden.

Viele Grüße
Christoffer Walcher
von Marian Seidel
21. März 2017, 13:10
Hallo Herr Walcher,

ich weiß nicht, ob ich hier richtig bin mit meiner Frage, stelle sie aber trotzdem mal.

Ist der Einsatz einer innenliegenden Dampfbremse mit einem sd-Wert von > 100 bei einer Vollsparrendämmung aus 20 cm Glaswolle sowie einer Untersparrendämmung aus 4 cm Glaswolle unterhalb der Sparren und einer außenseitigen Vollholzschalung mit einer außen auf der Schalung aufgebrachten diffusionsoffenen Unterspannbahn sd-Wert ca. 0,02 sinnvoll? Die raumseitige Beplankung besteht aus Gipskartonplatten, die Dacheindeckung aus Betondachsteinen.

Eine Hinterlüftung zwischen Wärmedämmung und Holzschalung ist nicht vorhanden.

Vielen Dank
Marian
Manfred Hölz von Manfred Hölz
10. Februar 2017, 08:29
Hallo Daniel,

wären die zusätzlichen Steckdosen bei der Bemusterung schon festgelegt/bemustert worden, wären diese einfach nur zusätzlich enthalten.
Durch unsere Synergietechnik ist die Dampfsperre nicht für die Luftdichtheit und somit nicht zur Verhinderung von Konvektion verantwortlich.
Die Dampfsperre in der Fläche verhindert so viel Dampfdiffusion, so dass die sehr geringen Mengen an Wassermolekühlen im Bereich der Installation keine negative Auswirkungen haben.
Wenn Sie trotzdem was tun wollen, schneiden Sie die Gipsbauplatte leicht zurück, kleben auf der Holzwerkstoffplatte ab und ergänzen die Gipsbauplatte wieder.

Mit besten Grüßen
Manfred Hölz
von Daniel
6. Februar 2017, 20:56
Hallo Herr Walcher,

bei der Veränderung der Elektroinsallation mussten neue Dosen (Verteiler-, Schalter- und Steckdosen) gebohrt und und hemalige außer Betrieb genommen werden.

Wie gehe ich mit der nun Mehrfach durchdrungenen Dampbremse um? Beim Dosenbohren wurde Die GK- und die Spanplatte sowie die Dampfbremse durchdrungen. An zwei stellen musste ebenfalls ein (Dosen-)Ausschnitt gemacht werden um die Leitungen in den Hohlräumen hinter der KG/Spanplatte verziehen zu können.

Ein Abdichten per Klebeband scheint mir nicht sinnvoll möglich, da ich ja nicht an die Ebene der Dampfbremse komme . Gibt es da evtl ein einspritzbares Material oder eine andere geschickt hadhabbare Lösung?

Vielen Dank
Daniel
Christoffer Walcher von Christoffer Walcher
12. Dezember 2016, 11:32
Hallo Jens,

der Rolladenkasten ist nicht breiter als das Fensters. Unser Modernisierungsservice kann Ihnen hierzu entsprechende Zeichnungen
zukommen lassen, aus denen die Position hervorgeht. Bezüglich Ihrer zweiten Frage verhält es sich wie folgt: Da in einem SchwörerHaus
die Luftdichtheitsebene auf der Wandaussenseite angeordnet ist, müssen von Nägeln oder Schrauben hervorgerufene Löcher in der
Dampfbremsfolie nicht unbedingt nachträglich verschlossen werden. Aus optischen Gründen kann man natürlich das Loch mit Maleracryl
o.ä. verschließen.

Mit freundlichem Gruß
Christoffer Walcher
von Jens
10. Dezember 2016, 18:38
Hallo Herr Walcher,

hätte 2 Fragen zum Schrauben in die Innenwand:
1. Wir möchten einen Innenrollo an der Wand oberhalb vom Fenster aufhängen. Wie viel steht denn der Rolladenkasten (haben elektrische Rolläden) seitlich am Fenster über. Möchte vermeiden da reinzuschrauben.
2. Wenn ich eine längere Schraube in die Wand drehe oder einen Nagel reinhaue verletze ich ja die Dampfbremsfolie. Solange Schraube oder Nagel drinstecken, ist das Loch ja verschlossen. Was mache ich denn, wenn ich Schraube oder Nagel entferne? Muss das entstehende Loch abgedichtet werden?

Vielen Dank für die Infos und viele Grüße
Jens
von Stefan
22. September 2014, 19:22
Hallo Thomas,

wir haben auch einen Edelstahlkamin von Schwörer montieren lassen.
Es wurde alles zur vollsten Zufriedenheit erledigt. Planung und Umsetzung.
Markus Amann von Markus Amann
22. September 2014, 15:18
Hallo Thomas,

das ist auf jeden Fall durch uns möglich. Schicken Sie einfach Ihren Grundriss, wo Sie den Kamin planen, dann erstellen wir Ihnen gerne ein Angebot.
modernisierung@schwoerer.de

Viele Grüße
Markus Amann
von Thomas
16. September 2014, 13:20
Hallo Herr Walcher,

da ich mich ebenfalls mit dem Gedanken an einen Kaminofen mit Außenschornstein beschäftige - wäre der Einbau denn durch den Schwörer Modernisierungsservice machbar? Denn dann wäre doch am ehesten sichergestellt, dass die Monteure wissen, worauf zu achten ist.
Christoffer Walcher von Christoffer Walcher
15. Juli 2014, 07:50
Hallo Manfred,

aufgrund der hohen Zugbelastungen auf die Befestigungspunkte eines Sonnensegels sollten
diese generell im Holzständerwerk liegen. Unser Modernisierungsservice kann hierzu die entsprechenden
Wandpläne zur Verfügung stellen, aus denen die Position der einzelnen Holzständer hervor geht.

Viele Grüße
Christoffer Walcher
von Manfred
14. Juli 2014, 17:16
Hallo zusammen!
Habe mit Interesse die Beiträge zur Außenbefestigung gelesen. Nun möchte ich gerne ein Sonnensegel am Haus befestigen (an zwei Punkten). Geht das überhaupt? Hält die Cospanplatte die Zugbelastung einer solchen Befestigung aus oder muss ich da direkt ins Holz der Konstruktion? Und wenn zweiteres, wie stelle ich die geeignete Bohrstelle fest?

Viele Grüße,
Manfred
von Karl
4. Februar 2014, 09:23
Hallo Herr Walcher,
vielen Dank für die Infos!
Christoffer Walcher von Christoffer Walcher
3. Februar 2014, 15:40
Hallo Karl,

die Hülse sollte ein Aluminium-Rundrohr sein, welches die Drucklasten auf die tragende Unterkonstruktion und
damit Riegelwerk weiterleitet. Die Länge der Hülse sollte so bemessen werden, dass der Befestigungsgegenstand z.B.
Konsole direkt auf der Hülse anliegt, und dadurch keine Drucklasten auf die Putzfassade einwirken.

Freundlicher Gruß
C. Walcher
von Karl
3. Februar 2014, 14:46
Hallo Herr Walcher,
ich habe noch eine Frage zum Thema Befestigung an der Außenwand. In der Beschreibung steht, dass bei schwereren Lasten eine Hülse eingesetzt werden soll. Ist mit Hülse ein "normaler" Dübel gemeint oder quasi ein Stück eines Kunststoff-Röhrchens?
Freundliche Grüße
Karl
Christoffer Walcher von Christoffer Walcher
17. Januar 2014, 10:11
Hallo Martin,

der Passivhauswandaufbau ist standardmäßig mit einer Dampfsperrfolie versehen. Bauphysikalisch ist die Dampfsperrbahn aus Gründen der Dampfdiffuision
in der Passivhauswand auch notwendig. Diese ist jedoch von innen nicht sichtbar, da die Folie eine Ebene weiter hinten angeordnet ist.

Freundliche Grüße
Christoffer Walcher
von Martin
16. Januar 2014, 20:08
Sehr geehrter Herr Walcher,

bezüglich meiner Frage aus Dezember... könnten wir hier noch die angefragten Infos bekommen?

Vielen Dank und ein gutes Neues Jahr,
mit freundlichen Grüßen,

Martin
von Martin
23. Dezember 2013, 13:41
Sehr geehrter Herr Wacher,

ich habe eine Frage bezüglich des Wandaufbaus Ihrer Passivhauswand. Wie mir aufgefallen ist, gibt es hier keine zur Synergiefolie zusätzliche innenliegende Dampfsperrfolie und keine Installationsebene. Nun frage ich mich, ob dies bei dem Wandaufbau nicht erforderlich ist und welche Auswirkungen hier die Löcher in der Aussenwand haben können. Hintergrund ist, dass wir möglicherweise in naher Zukunft ein zweites Haus mit Schwörer bauen werden, jedoch in Passivbauweise.
Sind da mittelfristig Änderungen im Wandaufbau geplant? Der Trend wird ja wohl immer mehr zum Passivhaus gehen, was jedoch mit 46 cm Aussenwand auch größeren Einfluss auf die Raumgrößen haben wird.

Vielen Dank für Ihre Antwort,
mit freundlichen Grüßen,

Martin
Christoffer Walcher von Christoffer Walcher
17. Dezember 2013, 11:25
Hallo,

die Dampfsperre muss natürlich für die Schottmontage entsprechend zugeschnitten werden. Um einen konvektiven Feuchteeintrag in den Hohlraum zwischen Schott und Holzständerwerk zu vermeiden, ist es äußerst wichtig die Luftdichtheitsschicht nach dem Wanddurchbruch sauber wieder herzustellen. Hierzu muss die Luftdichtheitsmembran (angeordnet zwischen zementgebundener Spanplatte und Holzständerwerk) an die Wanddurchführung ringsum luftdicht angeschlossen werden. Die Herstellerangaben und Vorgaben aus der Zulassung müssen zwingend eingehalten werden, hinsichtlich des Anschlusses der normal entflammbaren Folien an die Wanddurchführung (unter anderem Notwendigkeit zur Verwendung nicht brennbarer Dichtstoffe etc...).

Freundliche Grüße
Christoffer Walcher
von Christian
16. Dezember 2013, 21:06
Hallo der Artikel ist gut. Aber verwirrt mich...... ich möchte an mein Schwoerer Haus eine Wanddurchführung für einen Kamin machen. Da wird die Dampfbremsfolie beschädigt bzw ein Loch reingebohrt. Ich habe die Wanddurchführung mit dem Bauelement von der Firma Schraeder zu machen. Link siehe unten. Kann ich die Dampfbremsfolie durchbohren?? Im Viedeo sieht es einfach aus??

http://www.schraeder.com/abgastechnik/wanddurchfuehrung/
Christoffer Walcher von Christoffer Walcher
7. Juni 2013, 07:39
Hallo Birgit,

prinzipiell sollte für die Befestigung von schweren Lasten (z.B. Briefkästen) oder Gegenstände mit dynamischen Belastungen aus Wind (z.B. auskragende Lampen) immer die Befestigung direkt in die Cospanplatte zur Ausführung kommen. Kleinere leichte Gegenstände wie zum Beispiel Hausnummerschilder oder Bewegungsmelder können hingegen entsprechend der Variante mit den Gipskartondübel an die Außenwand befestigt werden.

Freundlicher Gruß
C. Walcher
von Birgit
6. Juni 2013, 17:14
Hallo,
ich nehme nochmal Bezug auf das Thema oben "Befestigungen an der Außenwand". Inzwischen hat das Kundenportal dazu ja einige Informationen, Danke dafür!
Verwirrend finden wir jetzt allerdings die Angaben, dass es offenbar 2 Optionen der Befestigung gibt:
1. Schrauben mit Abdichtung bis hinter die Cospanplatte.
2. Kürzere Schrauben mit Gipskartondübeln nur in den Putz/WDVS - immerhin halten die offenbar auch Gewichte bis 8-10kg.

Was wäre denn nun sinnvoller bei Befestigung von z.B. (kleineren) Außenlampen?

Danke und Grüße
Birgit
von Sarah Babatz
21. Mai 2013, 13:10
Hallo Herr Schreck,

hier möchte ich auf die beiden Kommentare von Herrn Walcher vom 16. Mai zurückgreifen und Sie bitten, sich mit unserem Kundendienst in Verbindung zu setzen.

Viele Grüße
i. A. Sarah Babatz
von Jochen Schreck
21. Mai 2013, 12:58
Wir haben auch Spatzen an den Ecken unserer Gaube am Ortgang, schlüpfen auch vom Dachrinnenende aus hinein. Der Bereich ist ja innen scheinbar nicht hohl.

Sollte man die Spatzen denn am Nisten hindern? Machen die da etwas kaputt?

Grüße,
Jochen Schreck
von Sarah Babatz
21. Mai 2013, 09:36
Hallo sf,

bezüglich möglich anfallender Kosten kann Ihnen der Kundendienst im konkreten Fall direkt Auskunft geben.

Freundliche Grüße
i. A. Sarah Babatz
von sf
21. Mai 2013, 09:28
Hallo Frau Babatz,

meine Frage kam eher wegen der kosten für den Kundienst.

Ist dieser denn dann trotzdem "Kostenlos" wenn einer vorbei kommt um nach möglichen
Ausführungsfehlern zu schauen, da ja die 5 Jahre um sind???

Schönen Gruß,
sf
Christoffer Walcher von Christoffer Walcher
21. Mai 2013, 08:49
Hallo,

zum Schutz vor Tauben und Vogelnester können natürlich hierzu auf die Pfettenköpfte (Oberkante Dachbalken) Systeme wie z.B. Drahtgitter, Taubenabwehrspitzen etc...aufgebracht werden.

Freundliche Grüße
C. Walcher
von Sarah Babatz
21. Mai 2013, 08:48
Hallo sf,

selbstverständlich dürfen Sie sich jederzeit an unseren Kundendienst wenden.

Freundliche Grüße
i. A. Sarah Babatz
von sf
17. Mai 2013, 12:51
Hallo Frau Babatz und Herr Walcher,

gilt das mit dem Kundendienst auch wenn unser Haus schon knapp über die
5 Jahre kostenloser Kundendienst hinaus ist?

Noch was, habe zusätzlich entdeckt das sich ein Taubenpaar versucht oben auf dem höchsten
Dachbalken ein Nest zu bauen.

Kann man auf diese Dachbalken unter dem Überstand solche Taubenschutz Spitzen aufkleben?
Auch das müsste ja eigentlich einige Hausbesitzer als Problem haben?

Schönen Gruß,
sf
von Sarah Babatz
17. Mai 2013, 08:36
Hallo Eiche,

um dies prüfen zu können, bitte ich Sie ebenfalls sich an unseren Kundendienst zu wenden.

Freundliche Grüße
i. A. Sarah Babatz
von Eiche
17. Mai 2013, 06:43
Hallo,

wir haben das gleiche Problem. Die Spatzen schlüpfen von der Dachrinne aus unter die seitliche Aussparung der Ortgangziegeln. Das Verschließen mit Maschendraht hat zumindest ein Schlupfweg versperrt.

Grüße
Eiche
Christoffer Walcher von Christoffer Walcher
16. Mai 2013, 14:43
Hallo,

falls in diesem Bereich erneut Vögel einnisten sollten, kontaktieren Sie bitte unseren Kundendienst,
damit geklärt werden kann, ob hier ein Ausführungsfehler vorliegt oder nicht.

Vielen Dank

Freundliche Grüße
C. Walcher
von sf
16. Mai 2013, 12:07
Hallo Herr Walcher,

ok danke aber wie kann ich dann auf Dauer verhindern das sich dann nicht wieder neue Vögel dort ein Nestchen bauen?

Ich kann ja nicht jedes Jahr einen Dachdecker dafür kommen lassen? Das würde etwas teuer jedesmal die Pfannen öffnen und so weiter.

Gibt es da nicht eine dauerhaftere Lösung. Das Problem müßten doch eigentlich viele Leute haben. Sowas ist mir vorher nie aufgefallen das da überhaupt genug Platzt ist, ist das normal oder ein Konstruktionsproblem?

Schönen gruß,
sf
Christoffer Walcher von Christoffer Walcher
16. Mai 2013, 10:29
Hallo,

eine Beschädigung der Dampfsperre ist aufgrund der konstruktiven Anordung eigentlich ausgeschlossen. Jedoch kann auf Dauer die außenseitig angeordnete Synergiefolie von den Vögeln beschädigt werden, weshalb die Nester wenn möglich entfernt werden sollten.

Freundliche Grüße
C. Walcher
von sf
15. Mai 2013, 08:19
Hallo zusammen,

bei uns haben sich ein paar kleine Vögelchen ein Netzt unter den ersten Dachpfannen seitlich gebaut.
Dachüberstandbereich.
Ist das ein Problem für die Synergiefolie oder die Dampfbremse?
Können die Vögel da was kaputt machen?
Schönen Gruß,
sf
von Michael Rau
22. März 2013, 11:57
Hallo Karl,
viele Informationen und Tipps finden Sie auf unserem Kundenportal.
Allerdings können Sie sich auch immer gerne an unseren Kundendienst wenden:
(service@schwoerer.de, Tel. 07387/16-400)
von Karl
20. März 2013, 14:57
Hallo,
ich weiß nicht ob ich hier richtig bin - aber wo finde ich Tipps zur Montage von z.B. Lampen bzw. Hausnummern-Schild an der Außenwand? Welche Schrauben müssen verwendet werden und was ist sonst noch zu beachten?
lg Karl
von W. Müller
14. Februar 2013, 09:18
Guter Artikel!

Einige verzichten ja sogar ganz auf eine Dampfbremse oder reduzieren diese auf beschichtete Innenplatten. Ob das ok ist oder nicht, kann vermutlich keiner sagen.
Kürzlich half ich bei Renovierungsarbeiten bei einem 50 Jahre alten Holzständerhaus. Innen beplankt ist das Haus mit einer 19mm Spanplatte. Darauf angebracht ist eine ca. 4cm dicke Holzfaserdämmung. Danach folgt Luft und die äußere Konstruktion aus Dichtmaterial, Holz und Putz.
Alles war soweit trocken und unbeschädigt, obwohl keine Dampfbremse vorhanden und es im Innenraum zwischen den Balken kalt war.

Gruß,
W. Müller

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