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Kontrollierte Wohnraumlüftung in der sommerlichen Nutzung

Albrecht Schwarz
Kommentare: 82

Die Extreme werden immer größer. Wer hatte nach solch einem Winter bzw. nicht vorhandenem Frühjahr geglaubt, dass es so schnell zu derartigen Hitzewerten kommt.  Lüftungsanlagen versprechen eine Ganzjahresnutzung.

In den zurückliegenden und aktuell extrem heißen Tagen werde ich immer wieder gefragt , wie das System bei hochsommerlichen Witterung anzuwenden ist.

Hier unsere Empfehlung:

Eine Beschattung der Fensterflächen von außen (Rollladen, Schiebe- oder Fensterläden) ist das Wichtigste.

Fast jeder kennt dieses Bild von den Urlaubsfahrten in die südlichen Länder. Scheint die Sonne auf die Glasfläche, liegt der Wärmeeintrag bei ca. 800 W/m² (!).   In den zurückliegenden Jahren wurde darauf geachtet, dass Gebäude mit den Wohnräumen soweit möglich „südorientiert“ ausgerichtet werden. Einen solchen Wärmeeintrag kann nur die Beschattung von außen verhindern.

Daher die ganz klare Empfehlung, die der Sonne ausgerichteten Fensterflächen frühzeitig zu beschatten. Denn ist die Wärme erst mal im gut gedämmten Haus, sind erhebliche Leistungen nötig, die Wärme wieder aus dem Haus zu bringen.

Eine weitere Möglichkeit ist es, die Lüftung manuell oder über das Tagesprogramm so einzustellen, dass während den Tageshöchsttemperaturen der Luftaustausch deaktiviert wird. Die versäumte Lüftung sollte dann, wenn die Außentemperaturen wieder abgekühlt sind – also in den frühen Abendstunden – durch eine höhere Lüfterstufe, z.B. Stufe 3, nachgeholt werden. Gerne kann diese Betriebsart die ganze Nacht hindurch betreiben werden.

Die automatische Bypassfunktion oder eine so genannte Sommer-Leer-Kassette tun ein übriges, dass die kühlere Nachtluft nicht mit Wärmerückgewinnung versehen wird (Leerkassetten können bei fast allen SchwörerHaus WGT’s nachgerüstet werden).

Der “Schwörer WärmeDirektHaus – Kunde“ hat den Vorteil, die im Basisgerät enthaltene „Kühlfunktion“  zum aktiven Ankühlen der Zuluft zu nutzen.

Wer sich beim Hausbau bereits für einen Erdrohrwärmetauscher entschieden hat, erreicht an schwülheißen Tagen eine weitere, wunderbare Möglichkeit, die Luft vor der Einbringung ins Gebäude entsprechend anzukühlen.  Aufzeichnungen ergeben, dass beim Ankühlen der Zuluft bis zu 10° möglich sind.

Auch eine Möglichkeit kann der Sommer-Abluftbetrieb sein. Dazu ist es notwendig, dass einige Fenster mindestens gekippt sein müssen. Ganz positiv auf das Raumklima wirkt es sich aus, die frische Luft über die Kellerebene zu holen. Natürlich müssen Kellerfenster und  die Kellerabgangstüre geöffnet sein.

Bestimmt hat jeder Anwender seine eigenen Erfahrungen, die uns natürlich interessieren. Mit den vorgenannten Argumenten wollten wir unsere Erfahrungen auch als Tipps weitergeben. Wir freuen uns auf Ihre Rückmeldungen!

82 KOMMENTARE
von Mac Baertsch
6. August 2018, 12:34
Ich persönlich empfinde auch bei Tag und bei grösster Mittagshitze geöffnete Fenster weitaus angenehmer als geschlossene. Da zieht immer mal wieder etwas Luft durch die Räume, welche durch Verdunstung der Rest- und Atemfeuchtigkeit etwas kühlend wirkt.

Bei geschlossenen Fenstern wird die Atmosphäre im Nu stickig und drückend, und gerade in Büroräumen steigt die Temperatur nur schon durch laufende Elektrogeräte (Computer, Monitoren) rasch auf Werte an, die nicht kühler sind als jene im Aussenraum.

Mein Tipp also: Fenster gegen Sonneneinstrahlung beschatten (zwingend!) – möglichst alle Fenster weit öffnen.
von andreas stecker
2. August 2018, 22:43
Vielen Dank für den interessanten Artikel über Lüftung. Ich finde das Thema sehr spannend und habe im Internet auch schon einige gute Seiten gefunden.
von Hans-Juergen Leick
26. Juli 2018, 11:16
Hallo Herr Haug,

bei einem Rollladen aus Kunststoff ist eine Hinterlüftung erforderlich, damit keine Verformungen stattfinden. Ist der Rollladen aus Aluminium ist die Hinterlüftung nicht zwingend nötig.
Wenn der Rollladen soweit geschlossen ist, so dass die Schlitze noch offen sind, kommt etwas Licht in den Raum und eine Hinterlüftung ist auch realisiert. Das ist sicher angenehmer.
Der Rollladen könnte aber auch vollständig geschlossen werden. Die Alu-Oberfläche reflektiert einen Teil der Sonnenstrahlung und die Lamellen sind gedämmt.
Daher ist ein komplett geschlossener Rollladen kein Problem.

Viele Grüße
Hans-Jürgen Leick
von Hans-Juergen Leick
26. Juli 2018, 11:14
Hallo Margret,

aus unserer Sicht macht es wenig Sinn auch nachts die Kühlfunktion laufen zu lassen.
Nutzen Sie abends und morgens die Möglichkeit zum Stoßlüften. Tagsüber können Sie die Kühlfunktion betreiben.
Wichtig ist dabei, dass die Beschattung rechtzeitig und komplett genutzt wird.
So können Sie bei bester Beschattung über die Kühlfunktion die Temperatur im Haus auf niedrigem Niveau halten bzw. eine Erwärmung stark verlangsamen.
Die Maximallüftung bei aktiver Kühlung ist nachts, wie Sie schon selber gemerkt haben, eher unangenehm.

Viele Grüße
Hans-Jürgen Leick
von Stefan Haug
26. Juli 2018, 06:43
Hallo Herr Jaudas,

da ich nirgends etwas genaues finden konnte Stelle ich die Frage einfach hier. Mir wurde von Bekannten gesagt, das man im Sommer die Rolläden leicht geöffnet lassen sollte um eine Hinterlüftung bei sehr hohen Temperaturen gewährleisten zu können. Ist dies Sinnvoll und nötig oder vielleicht gar nicht notwendig?

Mit freundlichen Grüßen Stefan Haug
von Margret
26. Juli 2018, 06:26
Sehr geehrter Herr Schwarz,
Eine kurze Nachfrage zur Kühlfunktion: Macht es Sinn, diese auch nachts einzuschalten? Tagsüber liegen die Außentemperaturen derzeit bei >30 Grad, nachts bei 17 Grad. Ich empfinde die Lüfterstufe 3 bei eingeschalteter Kühlfunktion nachts als unangenehm. Was empfehlen Sie uns?
Ralf Jaudas von Ralf Jaudas
26. Juni 2018, 08:11
Hallo Herr Naschke,

wir können gem. Vorgabe durch den örtlichen Kältetechniker gewisse Montageöffnungen vorsehen, so dass dieser dann bauseits die Kältemittelleitungen in Abstimmung mit unserem Bauleiter verlegt.
Weiterhin werden noch Strom und Kondensatleitungen benötigt, auch hier können wir in Abstimmung mit dem zust. Kältetechniker entsprechende mechanische Vorbereitungen treffen. Die benötigten Stromkabel können unsererseits verlegt werden.

Viele Grüße
Ralf Jaudas
von andreas naschke
23. Juni 2018, 13:11
Hallo
ist es moeglich, dass Schwoerer bei einem neuen geplanten Haus die Leitungen die notwendig sind um eine Splitanlage zu installieren, gleich mit in die Waende installiert, sozusagen als Vorhaltung? Ich bin interessiert an einem Splitter, mit 4 Endgeraeten in den Schlafraeumen. Leitungslaengen von 20 Meter sind ja bei den meisten Anbietern von Klimageraten kein Problem.

viwele Gruesse
A. Naschke
Albrecht Schwarz von Albrecht Schwarz
28. Mai 2018, 08:31
Hallo Tim,

ja, eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung wird auch bei der Fußbodenheizung installiert, wobei die Wärmerückgewinnung im Sommerbetrieb deaktiviert wird.

Viele Grüße
Albrecht Schwarz
von Tim
25. Mai 2018, 14:39
Welche Art von Lüftungssystem wird beim Einsatz einer Fußbodenheizung als primäre Heizungsart verwendet?
Auch eine Anlage mit Wärmerückgewinnung?
von W. Müller
15. August 2017, 09:39
Es gibt auch Öfen, die raumluftunabhängig sind und eine DiBT Zulassung haben für den Betrieb mit Lüftungsanlage ohne Unterdruckwächter. Kann ich nur empfehlen. Die Unterdruckwächter können zu Störungen neigen- z.B. bei wechsenden Wetterlagen (Erfahrungen Nachbarschaft) und sind teuer.

Gruß, W. Müller
von Hans-Juergen Leick
14. August 2017, 13:18
Hallo Herr Zinßmeister,

das Lüftergerät selbst hat keine Eigenüberwachung. Dafür haben Sie lt. Bemusterung eine Vorbereitung für den Einsatz eines Unterdruckwächters gekauft.
Wir setzen immer den Leda LUC2 ein. Der Ofenbauer kann Ihnen hier evtl. etwas anbieten. Je nach Montagefortschritt können wir Ihnen auch den Leda LUC2 anbieten und montieren.

Viele Grüße
Hans-Jürgen Leick
von Andreas Zinßmeister
11. August 2017, 16:40
Hallo Hr. Schwarz,
wir sind gerade in der Bauphase und haben für ein Schwörer- Haus mit KFW 55 und dem Frischluftheizsystem von Schwörer entschieden. Zusätzlich haben wir einen Kachelofen mit externer Verbrennungsluftzufuhr dazu bestellt. Was müssen wir beim gleichzeitigen Betrieb des Kachelofens und der Lüftungsanlage beachten? In der Beschreibung des Ofenbauers steht unter anderem: " Der sichere Betrieb von Feuerstätten und Lüftungsanlage kann auf verschiedene Weise verwirklicht werden. Es gibt sogenannte eigensichere Lüftungsanlagen die vom Hersteller gegen Unterdruckbildung abgesichert sind und den gleichzeitigen Betrieb mit einer Feuerstätte erlauben. Ist das von Schwörer eine solch konzipierte Lüftungs-Anlage, sodass sie sich z.B. bei einem Unterdruck von > 4 Pascal selbständig ausschaltet bzw. Störung geht wenn z.B. wenn die Filter der Frischluftansaugung der Lüftungsanlage verschmutzt sind?
Oder ist sicherheitshalber ein Unterdruckwächter vorzusehen, welcher nur bei Betrieb der Feuerstätte aktiviert wird. Dieser würde dann den Unterdruck im Rauchrohr mit dem Unterdruck im Aufstellungsraum vergleichen. Die unterdruckerzeugende Lüftungsanlage würde dann ausgeschaltet wenn der Schornsteinzug nicht min. 4 Pascal größer ist als der Luftdruck im Aufstellungsraum. "Denn nur diesem Fall ist ein gleichzeitiger Betrieb der Lüftungsanlage und der Feuerstätte ohne Austreten von Rauchgasen möglich" schreibt die Kaminofen-Baufirma.

Herzlicher Gruß
Andreas Zinßmeister
von Hans-Juergen Leick
2. August 2017, 11:02
Hallo Herr Schwarz,

zu 1.: Der Kompressor als Teil der Wärmepumpe benötigt im Betrieb ca. 450 W pro Stunde. Das gilt für den Sommer und auch den Winter. Je nach Betriebszeit der Kühlfunktion ergibt sich ein entsprechender Stromverbrauch. Ein Beispiel: Die Kühlfunktion ist an 20 Tagen im Sommer aktiv und für 8 Stunden pro Tag – 8hx 450W x 20 Tage = 72 kWh; 72 KWh x 0,25€ = 18€
Zu 2.: Die einfachste Möglichkeit der Nachtkühlung ist direktes Lüften über das Fenster in den Abendstunden, evtl. über Nacht und in den frühen Morgenstunden. So gelangt die kühle Luft direkt in die Räume.
Zu 3.: Die Lüfterstufen können über das Tages- und Wochenprogramm vorgegeben werden. Die Kühlfunktion muss manuell freigeschaltet werden. Über die Vorgabe der Solltemperatur entscheidet die Steuerung, ob die Kühlung aktiv ist oder nicht. Eine zeitliche Freischaltung oder Deaktivierung der Kühlfunktion gibt es nicht. Diese Komfortfunktion soll manuell (bewusst) freigeschaltet werden.
Zu 4.: Der Bypass öffnet, wenn die Außentemperatur geringer ist als die Raumisttemperatur und wenn die Raumsolltemperatur niedriger eingestellt ist als die Raumisttemperatur.

Viele Grüße
Hans-Jürgen Leick
von Daniel Schwarz
1. August 2017, 16:42
Hallo Herr Leick,

ich habe vier Fragen zum Thema Kühlfunktion:
- Wie hoch ist der zusätzliche Strombedarf der Kühlfunktion?
- Wie ist es möglich den Temperaturunterschied in der Nacht zwischen Aussen und Innen zu nutzen? Aktuell schafft es die WGT nicht durch das Ansaugen von kühlerer Aussenluft die warme Innenluft zu kühlen?
- Welche Einstellungen zur zeitlichen "Deaktivierung" wird seitens Schwörer empfohlen?
- Wie wird der Bypass geschaltet?

Vielen Dank
von Hans-Juergen Leick
28. Juni 2017, 10:47
Hallo Jens,

wir können davon ausgehen, dass der installierende Handwerker ein Fachunternehmer ist.
Somit muss er in der Lage sein, eine Wand mit mehreren Schichten und Folien wieder korrekt abzudichten.
Das könnte nötig sein, wenn z.B. ein Klimagerät an der Außenwand montiert wird.
Wenn Sie Unterstützung benötigen, können Sie auch gerne bei unseren Technikern anrufen.

Viele Grüße
Hans-Jürgen Leick
von Jens
26. Juni 2017, 11:18
Hallo Herr Leick,

unterstützen Sie in diesem Fall die Kunden mit einer Anleitung für eine fachgerechte Durchführung der Leitungen durch Ihre Außenwand? Ich stell es mir etwas schwierig vor die ganzen Schichten und Folien der Außenwand wieder dicht zu bekommen. Außerdem muss ja gewährleistet sein, dass an den Leitungen der Taupunkt nicht unterschritten wird...

Vielen Dank für die Information und viele Grüße
Jens
von Hans-Juergen Leick
23. Juni 2017, 10:25
Hallo Herr Müller,

momentan ist es nicht angedacht, dass SchwörerHaus Klimageräte ins Programm aufnimmt.
Einige Kunden haben bei Bedarf Klimatechnik in verschiedenen Ausführungen mit dem örtlichen Kältetechniker realisiert.

Viele Grüße
Hans-Jürgen Leick
von W. Müller
22. Juni 2017, 17:18
BTW: Heutige Klimageräte sind kostengünstig und verbrauchsarm. Es wäre toll, wenn Schwörer den Einbau solcher Geräte auch im Angebot hätte - nebs fachgerechtem Einbau und Wandöffnung (Splitklima). Oder gibt es da schon was?
von W. Müller
22. Juni 2017, 17:15
Das mit den Eiswürfeln kann man schön mit der Physik abschätzen. 1 gramm Eis hat 300 Joule spez. Schmelzwärme. Wenn man stark vereinfacht dies als 100% Kühlenergie ansetzt, dann hätte 1kg Eis 300kJ "Kühlenergie" - das sind ca. 0,1kWh. Die Schwörer Wärmepumpe im Inversbetrieb hat soviel ich weiß um die 1,5kWh Kühlenergie - also rund 15 mal so viel, wie 1kg Eis und muss auch nicht nachgeschüttet werden ;-) Das Eis hat damit quasi rein energetisch betrachtet keinen spürbaren Effekt - leider.

Sommerliche Grüße,
W. Müller
von Hans-Juergen Leick
22. Juni 2017, 13:21
Hallo Lars,

über Ihr Lüftergerät mit integrierter Wärmepumpe haben Sie die Möglichkeit die Luft anzukühlen. In der Betriebsart „Sommer“ kann für die Wärmepumpe der Kühlbetrieb aktiviert werden. Alternativ dazu können Sie selbstverständlich die von Ihnen beschriebene Vorgehensweise testen. Über den Kondenswasserablauf ist zumindest gesichert, dass anfallendes Wasser ablaufen kann. Ob diese Art der Luftkühlung einen spürbaren Effekt bringt, kann ich nicht einschätzen.
Einfach mal probieren und Rückmeldung geben. Danke.

Viele Grüße
Hans-Jürgen Leick
von Lars
21. Juni 2017, 16:08
Hallo zusammen,

ich weiß nicht ob es die Idee schon mal früher gab. Im WGT gibt es ja eine Ablaufschale für Kondenswasser. Meine Überlegung war in diesem Bereich um die Kupferröhrchen einige Eiswürfel zu platzieren, sodass die vorbeigeführte Luft hier etwas abgekühlt wird. Jedoch würde mich interessieren ob es der Anlage schaden kann und ob es merklich was bringen kann.

Im Voraus vielen Dank für die Antworten.

MfG

Lars
von Ruschmann Wilfried
22. April 2017, 21:19
Die Kühlmaßnahmen habe ich schon alle beachtet. Eigentlich suche ich eine Erweiterung der WGT mit durch eine Klimaanlage. Ich hatte schon gehofft, daß Sie inzwischen die WGT mit integrierter Klimaanlage anbieten.
Vom Strom her wäre es kein Problem, da ich bereits eine Photovoltaikanlage betreibe.
von Hans-Juergen Leick
10. September 2015, 12:44
Hallo Herr Hofmeister,
Sie haben über das Glas-Bedienteil die Möglichkeit, die Grenztemperatur für die Funktion „Sommer Abluft“ zu verändern.
So können Sie auch bei niedrigeren Temperaturen diese Funktion im Sommer nutzen.
Hintergrund für diese Begrenzung ist die Vermeidung des gleichzeitigen Betriebes des Ofens und der Lüftungsanlage mit der Betriebsart „Sommer Abluft“.
Wenn das Lüftergerät in dieser Betriebsart nur Luft absaugt und keine Fenster zur Nachströmung von Frischluft geöffnet werden, entsteht ein Unterdruck im Gebäude.
Wird jetzt dazu der Ofen im Wohnbereich angefeuert, können aufgrund des Unterdrucks Abgase in den Raum gelangen. Das darf nicht sein.

Ein Unterdruck kann im Haus entstehen, wenn
- die Betriebsart „Sommer Abluft“ eingestellt und kein Fenster geöffnet ist
- ein Abluftgerät (z.B. Dunstabzugshaube, Staubsaugeranlage, Ablufttrockner o.ä.) bei geschlossenen Fenstern läuft
- die Frischluftansaugung der Lüftungsanlage verschmutzt ist und keine Luft mehr angesaugt werden kann
- der Zuluftventilator im Störfall nicht läuft
Bei der Betriebsart „Sommerbetrieb“ sind beide Ventilatoren (Zuluft und Abluft) in Betrieb, die Lüftungsanlage führt so viel Luft zu wie sie absaugt.
Es besteht ein Gleichgewicht, ein Unterdruck entsteht durch den Betrieb der Lüftungsanlage nicht.

Sie haben die Möglichkeit, eine Sommerleerkassette einzusetzen.
- Die Wärmerückgewinnung ist zu 100% deaktiviert, es wird keine Wärme von der Abluft an die Frischluft übertragen
- Wenn es draußen wärmer ist als im Haus, wird die warme Luft direkt ins Haus gefördert
- Jederzeit bestellbar unter Angabe der Auftragsnummer oder der Seriennummer des Lüftergerätes
Grüße aus Oberstetten
von Hans-Juergen Leick
10. September 2015, 07:49
Hallo Herr Meurs,
es ist nicht sinnvoll, die Kellerluft zu nutzen, um diese Luft im Haus zu verteilen.
Es müsste dafür warme Luft in den kühlen Keller nachströmen.
Die relative Luftfeuchtigkeit im Keller steigt, an der kalten Kellerwand würde diese Warmluft kondensieren, die Bildung von Schimmel würde begünstigt.
Mögliche Schäden aufgrund des Schimmelbefalls wären die Folge. Das ist sicher nicht gewünscht.
Grüße aus Oberstetten
von F. Hofmeister
4. September 2015, 16:26
Sehr geehrtes Schwörer Team,
Obwohl wir den heißen Sommer hinter uns haben, hier noch drei „Sommer“ Fragen:
- Da sich auch das bestgedämmte Haus nach einer Woche Tropenhitze aufheizt nutze ich nachts gerne das Programm „Sommer Abluft“. Leider ist diese Funktion nur bis zu einer Minimaltemperatur von 20° nutzbar. Wie sie nach diesem Sommer sicherlich nachvollziehen können würde ich gerne auch die Nachttemperaturen nutzen um das Haus wenigstens etwas abzukühlen. Ist es möglich diesen Minimalwert zu verändern?
(Unser Holzofen hat einen Unterdruckwächter welcher die Lüftung ausschaltet falls es zu einem Unterdruck kommt. Somit steht dem herabsetzen der Temperatur hier nichts im Wege.)
- Ebenso habe ich auch im Sommerprogramm das Unterprogramm „kühlen ein“ ausgetestet. Hier ist es passiert das wir einen starken Unterdruck im Haus hatten, welcher so stark ist das es einen den Schlüssel beim öffnen der Haustüre aus der Hand reißt. Ebenso ist an unserem Raumluftunabhängigen Ofen ein Pfeifgeräusch zu hören da anscheinend dessen Dichtungen dem Unterdruck nicht standhalten können.
Ist es normal dass sich hier ein solch starker Unterdruck im Haus bildet
- Unser Wärmetauscher ist mit einem Bypass versehen. Ist es trotz allem Sinnvoll in den Sommermonaten eine Leerkasette einzubauen?
Vielen Dank Vorab
Mit freundlichen Grüßen
Florian Hofmeister
von Andreas Meurs
1. September 2015, 17:38
Hallo Schwörergemeinde,

wir haben im Sommer 2o14 unser Haus ,voll unterkellert, bezogen. In den warmen Sommertagen frag ich mich immer wieder, wenn ich in den Keller gehe wieso es nicht möglich ist die kühle Luft die durch den Wärmepumpenwarmwasserspeicher produziert wird in die oberen Räume zu transportieren. Gibt es dazu schon eine Idee bei Schwörer ?

Viele Grüße

Andreas Meurs
von Detlef Schober
18. August 2015, 12:45
Hallo Frischluftgemeinde,

nachdem nun die hartnäckige Hitzewelle überstanden ist möchte ich unsere Erfahrungen schildern!
Es gab mehrere Tage über 35 °C und ein paar Nächte mit über 20 °C.
Unsere Anlage hat es geschafft im EG 23 °C und im DG 25 °C zu halten.
Dabei lief die Lüftung fast immer in Stufe 3 um die Wärmemenge die der Frischluft entzogen wird
abtransportieren zu können.
Eine geringere Lüftergeschwindigkeit schafft diesen Kraftakt nicht.

Voraussetzung war eine rechtzeitige automatische Beschattung (somfy iO-Technik),
morgentliches Gegenstrom-Fensterlüften bei Nacht-Temperaturen unter 18°C, sicher unser Sole-Erdwärmetauscher und Vermeidung von Backen oder langes Kochen, also Energieeinträge.
Es waren auch mal 5 Erwachsene über die Wochenenden als Heizkörper im Haus.

Wir haben bewusst nachts die Fenster geschlossen gehalten, da sonst Insekten den Innenraum des Hauses
erobern.
Der erhöhte Strombedarf wurde sicher durch entsprechenden Ertrag der PV-Anlage mehr als kompensiert.
Im Schlafzimmer konnten wir so bei ca 21-23° C gut schlafen.
Unser Haus hat ca. 180 qm und einen Bungalowgrundriss mit ausgebautem Dach.
Es ist als energetisch suboptimal gebaut.

Fazit. Es ist unbeschreiblich komfortabel mit dieser SchwörerHaus-Frischluftheizung im Haus!
Wir sind in allen Jahreszeiten mehr als zufrieden.
Vom Einsatz einer Leerkassette im sommerlichen Austausch zum Wärmetauscher der WGT werden wir im nächsten Sommer über unsere Erfahrungen berichten.

Viele Grüße aus Thüringen
Detlef Schober
von P. Feldmann
14. August 2015, 12:47
Hallo,

in den letzten Jahren haben wir im Sommer durch konsequente Beschattung am Tage bei Sonneneinstrahung (Rollladen) eine doch recht angenehme Temperatur in den Innenräumen halten können.
Über 26 Grad Celsius sind wir nie gekommen. Auch in diesem Sommer haben wir diese Marke nicht überschritten. Bisher sind wir vollständig ohne die aktive Kühlfunktion der WGT ausgekommen.

Dennoch habe ich mich nun entschlossen, die WGT - Kühlfunktion mit in meine WGT-Automation mit aufzunehmen bzw. zu implementieren, da die in diesem Jahr doch recht heißen Sommertage die Wärme im Haus konstant hielt.
Ich denke, dass ich mit einer weiteren "smarten" Autmation der WGT im Bereich Kühlung im Sommer nochmals gut 2 Grad weiter runter kühlen kann.
Dies würde dann Innentemperaturen von etwa 22 - 24 Grad maximal ergeben (an extrem heißen Tagen deutlich über 30 Grad Celsius und kaum Abkühlung in der Nacht).
Dies werde ich durch folgende Maßnahmen erreichen:

- Konsequente Beschattung am Tag (Rollladen)
- Bypass offen, nur bei niedrigeren Aussentemperaturen (mind. 1 - 2 Grad kühler) gegenüber der Innentemperatur, ansonsten Bypass geschlossen halten !!!
- WGT Kühlfunktion nur in der Nacht nutzen und nur wenn die Aussentemperaturen zu sinken beginnen, dadurch erreicht man einen höheren Nutzen, sprich höhere Kühlung bei gleichzeitig günstigem Stromverbrauch. Am Tage wird die WGT-Kühlung nicht gegen die Wärme der Sonne ankommen, auch nicht bei Beschattung!

Näheres zu meiner Automation der Kühlung werde ich hier posten oder auf meiner Homepage bekannt machen
sobald ich erste Ergebnisse erhalte - wahrscheinlich aber erst im nächsten Sommer.

Noch einen schönen Sommer

P. Feldmann
von W. Müller
6. August 2015, 16:34
Hallo,

klar Rollo unten, Kühlfunktion einige Stunden an, Fenster und Türen geschlossen halten und nachts bzw. in den frühen Morgenstunden gut Fenster lüften. So können wir ca. 25...26°C halten. Wenn man es gerne noch kälter hätte, wäre evt. eine mobile Klimaanlage gut. Die Kühlleistung der WGT ist beschränkt auf ca. 1,5kW.

Viele Grüße,
W. Müller
von Hans-Juergen Leick
29. Juli 2015, 14:11
Hallo Marina und Markus,

es freut uns, dass Sie mit Ihrer Lüftungsanlage zufrieden sind.

Es besteht allerdings keine Möglichkeit, die Kühlleistung des Lüftergerätes zu erhöhen. Die erzeugte Leistung ist direkt von der Luftmenge abhängig. Die Luftmenge kann auch nicht beliebig verändert werden. In erster Linie kann die Aufheizung der Räume durch frühzeitige Beschattung (Rollladen, Außenjalousie) vermindert werden. Der Kühlbetrieb der Lüftungsanlage kann ebenfalls dazu beitragen.

Die eigene Erfahrung in einem Schwörer Haus zeigt, dass an den sehr heißen Tagen eine Raumtemperatur von 24°C bis 26°C erreicht werden konnte. Der Betrieb des Lüftergerätes im Kühlbetrieb hat dabei eher eine untergeordnete Rolle gespielt. Die rechtzeitige Beschattung war am wichtigsten. So konnte der Wärmeeintrag über die Fenster verhindert werden.

Bei sehr heißen Temperaturen über 35°C kann die Lüftungsanlage auch mal ein paar Stunden tagsüber abgeschaltet werden. Wichtig ist dann die Lüftung in den Morgen-, Abend- und Nachtstunden.

Alle genannten Maßnahmen tragen dazu bei, die Raumtemperatur bei sehr hohen Außentemperaturen nicht zu stark ansteigen zu lassen.

Mit freundlichen Grüßen
Hans-Jürgen Leick
von Markus Hergeth und Marina Schöffler
21. Juli 2015, 14:40
Hallo an alle Schwörerhausbesitzer und an das Schwörerteam

ich würd mal gerne fragen, ob bei euch auch seit der Hitzewelle kein Rolo mehr geöffnet ist und die Kühlfunktion durchläuft.

Keine Angst, ich fang jetzt nicht zu jammern an, dass das Kühlen Geld kostet etc.

nur stell ich mir die Frage, ob es evtl Möglichkeiten gibt, die Kühlfunktion zu verstärken bzw wie WGT umzubauen, , meinetwegen auch mit einem höheren Energieaufwand und somit noch mehr Kühlung zu verschaffen.

ich weiß auch, dass die Kühlung keine Klimaanlage ist, jedoch fragt man halt obs noch Verbesserungen gibt.

Wie haltet ihr euer Haus angenehm kühl.

Wir haben keinen Keller und keine Sole, also nur die WGT mit Kühlfunktion,

würd mich freuen, von euch zu hören.

Gruß

Markus und Marina
von Hans Peter
28. Februar 2014, 07:24
Hallo,
vielen Dank für die Lösungmöglichkeiten. Im Sommer habe ich immer solche Probleme, Vor allem letztes Jahr war das einfach nicht zu fassen. Ich also die Vorschläge in diesem Jahr checken, vielleicht wird das helfen.
Grüße
Hand Peter
von W. Müller
12. August 2013, 10:11
Hallo,

ich setze die Wunschtemperatur im Sommer auf 22°C. Dann bin ich mir sicher, dass der Sommer-Bypass auch entsprechend früh öffnet.
Im Winter wird die Wunschtemperatur dann auf 24...25°C gesetzt, damit der Kaminofen nicht zu früh die Wärmepumpe deaktiviert.
In der Übergangszeit muss man hin und wieder flexibel verstellen...

Grüße,
W. Müller
von Gerald Methner
6. August 2013, 16:58
Hallo Herr Stef,

wir empfehlen die Raumsolltemperatur so hoch zu wählen, dass die Kontrollanzeige zur Wärmepumpe auch beim Betrieb des Kaminofens nicht erlischt. So profitieren die umliegenden Räume durch eine höhere Ablufttemperatur und somit höhere Ladeenergie der Wärmepumpe indirekt vom Kaminofen. Eine Anforderung an die PTC-Elemente wird dadurch verzögert bzw. vermieden.

Gruß Gerald Methner
von Stef
4. August 2013, 09:36
Hallo Wolfram (-> Beitrag vom März2012), Herr Schwarz,

Wir haben ein ähnliches Problem im Winterbetrieb, allerdings ist es bei uns eher umgekehrt: unser Thermostat befindet sich im Wohnzimmer wie auch unser Kaminofen. Das hat dann zur Folge, dass die WP relativ früh abschaltet, sobald die Solltemperatur von 22 Grad im Wohnzimmererreicht ist.
Unsere Kinderzimmer befinden sich nebenan und im ersten Stock, hier hat es an einigen Tagen dann nur knapp 20 Grad oder sogar weniger, so dass wir nur eine angenehme Wärme erreichen, in dem wir die PTC Elemente in den Kinderzimmern einschalten. Die WP reagiert nicht. Energietechnisch halte ich es auch nicht sinnvoll, die Solltemperatur höher zu stellen.
Deshalb meine Frage: wäre es nicht sinnvoller gewesen, den Thermostat in den Flur zu setzen? Andererseits hat Wolfgang ja oben beschrieben, dass das auch kontraproduktiv sein kann, weil die WP dann zu früh einschaltet?

Haben Sie irgendwelche Tips für uns?

Danke & Gruß
Stef
von Birgit
18. Juni 2013, 11:24
Hallo,

wir stellen uns inzwischen (bei den derzeitigen Temperaturen um 30 Grad und einer neuen Anlage) auch die Frage, welchen Sinn denn die "Sommer-Abluft" bei dieser Begrenzung auf > 21 Grad Außentemp noch haben soll.

Trotz EWT und Beschattung war es nach dem gestrigen sehr heißen Tag dann doch im Dachgeschoss (Schlafräume) eher warm (24-25) Grad. Es wäre schön gewesen per Sommer-Abluft und offener Fenster heute früh die frische Morgenluft ins Haus zu lassen.
Die Fenster haben wir auch alle aufgerissen, aber da es heute früh eben nur angenehme 19 Grad (->EWT auch aus!) draußen hatte, ließ sich der Sommer-Abluft-Betrieb nicht zuschalten, so dass die Fensterlüftung nur eine begrenzte Wirkung hatte, bis es dann auch draußen wieder warm war.

Das Zeitfenster, wo die Temperatur dann tatsächlich mal auf 21 Grad (und noch nicht auf dann wieder warme 25 Grad gestiegen war) war sehr kurz (vielleicht 15-20 Minuten), wobei wir noch das Glück hatten, heute um diese Zeit gegen 8:30 im Haus zu sein. Wenn man um 7:30h ins Büro muss ist die Chance, dieses 21 Grad Zeitfenster zu erwischen, dann ja noch viel geringer.

@Schwörer Bitte mal Aufklärung, wo/wie der Nutzen der Sommer-Abluft-Funktion hier zu sehen ist.

Danke und Grüße
Birgit
von Gerald Methner
18. Juni 2013, 10:06
Hallo Herr Björn,

Ihre Denkweise ist richtig. Ist die Außentemperatur höher als die Raumtemperatur so bleibt der Bypass geschlossen. Der Wärmetauscher arbeitet jetzt entgegengesetzt. Um das Haus nicht unnötig aufzuheizen können Sie die Lüftungsanlage in der Zeit von ca. 11°° Uhr bis 16°° Uhr abschalten, oder im Schaltprogramm auf die Lüfterstufe 0 stellen. Die versäumte Zeit können Sie dann über Nacht mit der Lüfterstufe 2 wieder nachholen.

Gruß Gerald Methner
von Gerald Methner
18. Juni 2013, 10:03
Hallo Wolfgang,

der Sole-EWT ist ein abgestimmtes System mit einem guten Wirkungsgrad.
Eine Änderung des Systems oder eine zusätzliche Luftzuführung ist nicht vorgesehen.

Die von Ihnen beschriebene Änderung können wir nicht empfehlen und raten Ihnen davon ab.

Siehe auch den Kommentar von Jochen Schreck.
von Jochen Schreck
17. Juni 2013, 22:54
@W. Müller & Björn:

Das ist richtig.... die Sommerleerkassette bringt eigentlich nur dann etwas, wenn man einen EWT hat, der die Luft ankühlt.

Ansonsten müsste in der Tat die (ganz aktuell) heiße Außenluft über die kühlere Abluft sogar abgekühlt werden. Allerdings müssen da noch die Lüfterverluste eingerechnet werden, denn die erzeugen ja ebenfalls Abwärme. Ohne EWT heizt sich also das Haus langsam immer weiter auf und die Sommerleerkassette würde das auch noch beschleunigen. Umgekehrt würde aber die kühle Nachtluft ebenfalls schneller ins Haus kommen. Mittels der Lüfterstufe könnte man da also gut gegensteuern, wie Du schon sagtest.

Das zeigt aber auch wieder, wie effektiv ein EWT ist. Ich würde unseren Luft-EWT nicht mehr missen wollen. Ob sich die neuen Sole-EWT genauso oder sogar besser verhalten, kann ich nicht sagen. Da müssten sich die Anwender mal hierzu äußern.

@Wolfgang:
Sicherlich ist die Kellerluft kühl. Jedoch würde ich diese Luft niemals aus dem Keller saugen. Wo nämlich Luft raus geht, muss auch wieder welche rein. Woher kommt die dann? Aus der Wohnung, aus dem Freien? In jedem Fall wird hier warme und vor allem evtl. feuchte Luft in den Keller geleitet, der dann die Luft abkühlen lässt. Damit steigt die relative Luftfeuchte sehr schnell über den Taupunkt und das Wasser kondensiert an den Wänden ab. Resultat wäre ein feuchter, evtl. schimmeliger Keller. Ich würde also dringend die Finger davon lassen!

@Michael Rau:
Mir war schon klar, dass es um den Sommer-Abluftbetrieb geht. Trotzdem: Welchen Sinn macht es, den Sommer-Abluftbetrieb überhaupt zu nutzen, wenn ich mir damit die über 21°C warme Luft ins Haus sauge? Tendenziell will ich im Sommer die warme Luft doch eher aus dem Haus draußen halten! Und so verliere ist nachts die Möglichkeit, die Sommer-Abluft zu nutzen, die die kühle Luft direkt ins Haus holt. Denn selbst mit Bypass offen geht noch einiges über den Passiv-WT. Optimal kühle Luft ins Haus holen geht also nur mit Sommer-Leerkassette. Und die habe ich bereits wieder installiert. Ergebnis ist eine angenehm kühle Haustemperatur bei der aktuellen Hitzewelle. Das war vor der Leerkassette noch etwas anders. Sommer-Abluft geht bei uns ohnehin nicht, da wir noch die alte häusliche Feuerstättenfunktion drin haben, die diesen Modus verbietet.

Grüße,
Jochen Schreck
von W. Müller
17. Juni 2013, 10:39
Hallo Birgit und Björn,

war ein Interpretationsfehler von mir. "Bypass aus" heißt tatsächlich Bypass Klappe auf. In meiner Denke hätte ich das andersherum interpretiert (Bypass ist ja ein Weg, der am "normalen" Weg vorbeiführt, für mich wäre daher logisch gewesen (Sommer)Bypass an - die Luft wird am Wärmetauscher vorbeigeführt - ist aber genau andersrum.)

Also, Klappe ist auf, trotzdem kommt von der kühlen EWT-Luft nur ein Teil im Haus an, weil, wie schon mehrfach hier zu lesen und auch mittlerweile in der Bedienungsanleitung der WGT, trotz Bypass ein Teil der Luft durch den Wärmetauscher geht. Da hilft eine Sommerkassette, allerdings mit dem Nachteil, dass die Zu-Luft vom Wärmetauscher nicht mehr angewärmt oder abgekühlt werden kann. Dahin geht auch die Frage von Björn - ob der Wärmetauscher mit kühler Raumluft auch die Zuluft ankühlt. Ich denke schon. Ohne EWT müsste man dann auf alle Fälle in den heißen Stunden die Lüftung abschalten, sonst bläst man die heiße Luft direkt in die Räume...

Gruß, W. Müller
von Björn
17. Juni 2013, 08:34
Hallo Herr Schwarz,
hallo zusammen,

ich hätte zwei Frage zum Thema Sommernutzung.
Der Wärmetauscher in der WGT gibt normalerweise (im Winterbetreib) als über die Lamellen die Wärme aus der Abluft an die Zuluft ab. Dies funktioniert doch nach dem physikalischen Prinzip des Energieausgleiches, oder?
Für den Fall dass die Außentemperatur höher ist als die Temperatur im Haus (z.B. Außen 32 C, innen 22 C), ist es dann eventuell nicht sinnvoll die Zuluft (sofern kein EWT vorhanden ist) über den Wärmetauscher zu leiten? Die kühlere Abluft aus dem Haus müsste doch über den Tauscher die Wärme aus der frischen Außenluft aufnehmen können und diese somit abkühlen ? Habe ich hier einen Denkfehler?

Noch eine weitere Frage; spricht etwas dagegen wenn man Tagesüber (bei hohen Außentemperaturen, z.B. von 10-21 Uhr) die Anlage auf Luftstufe 1 herabsetzt um nicht die Wärme ins Haus zu blasen und in der (kühlen) Nacht die Anlage dann wieder auf 2 schaltet?
Danke für eine Feedback

Viele Grüße!
von Birgit
17. Juni 2013, 07:57
Hallo,

@W. Müller Wir haben auch einen EWT und ich denke laut deiner Beschreibung auch ein ähnliches Verhalten. Aber "Bypass auf" bei warmen Außentemperaturen (ist bei uns auch so) heißt doch, dass er funktioniert - zumindest verstehen wir es so.
Wenn er geschlossen wäre, dann würde eben wieder der Wärmetauscher ins Spiel kommen.

Wir hatten bei den ersten warmen Tagen (und EWT ein) eigentlich bisher auch den Eindruck, dass es (natürlich bei zusätzlicher Beschattung der Fenster) nicht zu warm im Haus wird.

Man kann ja hier im Blog lesen, dass die Funktion des Bypasses auch nur bedingt ist - die Sommerleerkassette scheint da einiges mehr zu bringen. Allerdings haben wir subjektiv bisher den Eindruck, dass die Kombi EWT+"Bypass auf" durchaus ihren Beitrag zur Kühlung leistet. Es ist natürlich keine Klimaanlage.

Viele Grüße
Birgit
von wolfgang
14. Juni 2013, 19:24
Hallo,
ich hatte heute folgende Überlegung meine Temperaturen im Sommer kuehl zu halten.
Wir haben einen ETW integriert. Das heisst nach dem Eingang in den Keller geht die Luft in einen "Blauen in Kasten" aus Styropor. Meine Überlegung ist jetzt ein Loch in den Abschnitt zu bohren um so die Kalte Keller Luft mit einzuleiten.Kann mir jemand sagen ob das sinnvoll sein wird gepaart mit einer Leerkassette.
Gruß
Wolfgang (BV 33840)
von W. Müller
13. Juni 2013, 14:01
Hallo,

@ Jochen Schreck - Dankeschön. Aber ich denke mein Bypass funktioniert nicht, er steht im Display immer auf "Auf" - egal ob kalt oder warm (wie heute aktuell 27°C Außentemperatur) und die Fortluft hat 19,5°C...Schade um die 15,5°C, die der EWT gerade abgibt...

Gruß, W. Müller
von Michael Rau
13. Juni 2013, 13:27
Hallo Herr Schreck,

es geht hier ja nur um den Sommer-Abluft betrieb. Hier läuft nur die Abluft, die Zuluft muss über geöffnete Fenster kommen.
Die kalte Luft bei Nacht holen Sie sich direkt über die normale Lüftung ins Haus.
Albrecht Schwarz von Albrecht Schwarz
13. Juni 2013, 13:19
Hallo Herr Schreck,

Der Sommer-Abluft- Modus ist bei den Anlagen ab Oktober 2011 an die Außentemperatur (min. 20°C) gekoppelt.
Dies Verknüpfung hat seinen Grund in der Kombination mit den häuslichen Feuerstätten. Bei Außentemperaturen > 20°C wird i.d. R. niemand mehr den Kaminofen betreiben. Es handelt sich somit um eine sicherheitsrelevante Sache.
Der Parameter > 20°C lässt sich in der Anlage auch nicht verändern.

FG
von Gerald Methner
13. Juni 2013, 12:11
Hallo Herr Müller,

die Funktion ist schon passend. Die Raumtemperatur übersteigt auf jeden Fall die Ausgangstemperatur nach dem Sole-EWT (==>Geräteeingangstemperatur), und somit kann die kühlere Luft neben dem Wärmetauscher durch den Bypass durchströmen.

Freundliche Grüße
Gerald Methner
von Jochen Schreck
12. Juni 2013, 22:08
@Michael Rau:
Wieso erst ab 21°C? Wenn im Sommer Hitze im Haus ist und ich nachts bei unter 21°C kühle Luft reinsaugen will, geht das dann nicht? Das würde ja wenig Sinn machen, oder?

@W. Müller:
1. Bedingung: Raumtemperatur > Eingangstemperatur Lüftung
2. Bedingung: Raumtemperatur > Solltemperatur Fernbedienteil

Deine Bedingungen sind also erfüllt, der Bypass sollte dann offen sein, wenn der EWT läuft und somit die Eingangstemperatur so weit runter zieht. Sonst macht es ja auch keinen Sinn, da sonst die mühsam angekühlte Luft des EWT wieder über den WT aufgewärmt würde!

Wenn's sehr warm ist im Sommer, empfiehlt sich die Verwendung einer zusätzlichen Sommer-Leerkassette (Preis anfragen beim Service) anstelle der WT-Kassette, da die Bypassklappe niemals 100% Luft am WT vorbei leitet. Die Leerkassette dagegen sorgt für maximal kühle Luft im Sommer, da nur noch die Abwärme des Zuluftmotors zugefügt wird. Hat sich bei uns bestens bewährt.

Viele Grüße,
Jochen Schreck
von W. Müller
12. Juni 2013, 13:08
Hallo,

ich hätte eine Verständnisfrage zum Sommer-Bypass. In der Anleitung steht folgender Satz:

..."Übersteigt die Raumtemperatur die Geräteeingangstemperatur und ist die Raumtemperatur
höher als der Sollwert, der am Fernbedienteil eingestellt ist, dann öffnet
die Bypassklappe..."

Folgender Fall: Raumtemperatur ist bei 24°C, Sollwert bei 22°C - zweite Bedingung für Bypass ist erfüllt, aber wir haben einen EWT, der die Geräteeingangstemperatur senkt (kürzlich bei 28°C Außentemperatur auf ca. 16°C). . Ist es dann so, dass der Sommer-Bypass quasi nie betätigt wird? Dann wäre ja die Funktion des EWT durch den Wärmetauscher ausgehebelt. Oder erkennt das Gerät die Anwesenheit des EWTs und deaktiviert diese Voraussetzung?

Gruß, W. Müller
von Michael Rau
12. Juni 2013, 12:20
Hallo Marie,
die Option "Sommer Abluft" ist erst ab einer Außentemperatur von 21° C anwählbar.
von Marie
9. Juni 2013, 11:35
Hallo zusammen,

ich wohne erst seit wenigen Tagen in einem SchwörerHaus und habe nach Studium dieses Blogs jetzt so langsam auch im Sommer die Temperaturen halbwegs im Griff.
Allerdings kann ich nicht immer die Option "Sommerbetrieb Abluft" anwählen. Mal geht es und dann erscheint sie beim "Durchwählen" der Programme gar nicht. Woran liegt das?

Sommerlich, warme Grüße
Albrecht Schwarz von Albrecht Schwarz
11. Juni 2012, 07:50
Hallo Robert,

Ihre Überlegung ist korrekt. Beim geöffneten Bypass ist der Druckverlust geringer, was die Drehzahl nicht anhebt, sondern eher etwas nach unten abfallen lässt.
Wenn das bei Ihnen anders ist, muss die Ursache wo anders liegen, evtl. eine verschmutze Außenluftansaugung.
Für den Fall, dass Sie unsere Hilfe benötigen, wenden Sie sich Bitte an unseren Kundendienst.
von Robert
7. Juni 2012, 16:16
Guten Tag,
nach dem Übergang von Winterbetrieb auf Sommerbetrieb beobachte - besser höre - ich dass der Zuluftlüfter bei offenem Bypass mit Drehzahl ca. 3400 U/min läuft was den Geräuschpegel im Haus beeinflusst. Im Winterbetrieb war die Drehzahl gewöhnlich bei ca. 1800.
Die Filtermatten habe ich gerade gewechselt und auch sonst kann ich keine verschlossenen Kanäle feststellen. Bei offenem Bypass müsste doch der Querschnitt größer sein, es spricht eigentlich nichts für die hohe Drehzahl. Als Abhilfe läuft die Anlage zur Zeit meistens im SommerAbluftbetrieb, der Abluftlüfter macht nur ca. 2000 U/min und ist damit nicht zu hören, ein paar Fenster sind immer offen.
Viele Grüße
Robert
Albrecht Schwarz von Albrecht Schwarz
9. Mai 2012, 18:37
@ Wolfram

Bitte geben Sie uns Ihre Auftragsnummer über unsere service@schwoerer.de bekannt, damit wir uns der Sache Vorort annehmen können.
Anders kommen wir hier vermutlich nicht weiter, Danke.
von Wolfram
8. Mai 2012, 08:53
Hallo Herr Schwarz,

die Abluft-Korrektur habe ich vorhin mal auf 0 gesetzt, konnte aber keine Veränderung im Verhalten erkennen. Ggf. sollte ich diese Einstellung aber einfach einmal länger prüfen. Wozu wird die Abluft-Korrektur denn genau benötigt? Sollte der Bypass nicht eigentlich schließen, wenn Abluft-Temp >= T.nach.WT?

Beim Herumexperimentieren heute morgen habe ich aber noch verwunderlichere Dinge beobachtet: bei 23° C Solltemperatur am Fernbedienteil läuft die WP und der Bypass ist zu. Die am Fernbedienteil gemessene Temperatur scheint 22° C zu betragen, das ist zumindest die Summe aus 20° Abluft-Temp und -2° Abluft-Korrektur (bei Abluft-Korrektur 0, ändert sich entsprechend die Abluft-Temp auf 22° C). Reduziere ich nun die Solltemperatur am Fernbedienteil um 1K auf 22° C, läuft die WP weiter, aber der Bypass geht auf:

Soll-Temp am Fernbedienteil: 22

Aussen-Temp: 15,5
Zuluft-Temp: 32.8
T.nach.WT: 16
Abluft-Temp: 20
AbluftKorr: -2
Bypass auf

Kondens-Temp: 40,6
WP1 ZH0 MV0 ATW0

Reduziere ich die Solltemperatur am Fernbedienteil weiter auf 21° C, geht die WP aus und der Bypass bleibt offen. Wenn ich jetzt wieder um 1K auf 22° C erhöhe, springt die WP bei geschlossenem Bypass an. Diese Unterschiede, je nachdem ob eine Solltemperatur von oben oder unten aus gewählt wird, führe ich auf die von Ihnen angesprochene Hysterese zurück. Warum aber unter gewissen Bedingungen die WP bei geöffnetem Bypass läuft, verstehe ich nicht. Zumindest hier wäre es doch sinnvoller, die Wärme durch den WT im Haus zu halten, statt frische, kältere Luft direkt in die WP zu schicken (zumindest solange die Abluft-Temp >= Außenluft)

Entschuldigen Sie bitte, dass ich alles so genau unter die Lupe nehme und immer wieder nachfrage. Aber für den Winterbetrieb haben mit Ihre Erklärungen und Hilfestellungen schon sehr geholfen. Nun möchte ich auch den Sommerbetrieb möglichst gut verstehen, um aus der WGT das Beste herausholen zu können.

Vielen Dank für Ihre Erklärungen und herzliche Grüße!
Wolfram
Albrecht Schwarz von Albrecht Schwarz
8. Mai 2012, 07:00
@ Wolfram

Sie haben ja sehr genau die Sache beobachtet.
Meine Vermutung ist, dass die von Ihnen beschriebene Situation genau in die so genannte "Hysteresephase" reinplatzt.
Die Temperaturmessung am Fernbedienteil hat 1K Hysterese, so dass eben nicht exakt bei z.B. 22°C die Schaltfunktion ausgeführt wird. Diese Hysterese entspricht dem Stand der Technik.
Eventuell kann auch noch die eingestellte Abluftkorrektur von 2 K dazu beitragen, dass die Rückschaltung des Bypasses verzögert wird. Zumindest zu Test könnten Sie diesen Parameter auf 0° setzen. Sollten sie dazu Hilfe benötigen, können wir Ihnen über unseren Kundendienst telefonische Hilfe anbieten.
von Wolfram
6. Mai 2012, 13:51
Hallo Herr Schwarz,

heute habe ich mal eine Frage zum Sommerbetrieb und zum Bypass. An den heißen Tagen Ende April / Anfang Mai haben wir die "Wintersaison" beendet und die Anlage auf Sommerbetrieb umgestellt. Dank der Tipps aus Ihrem Blogbeitrag und aus den Kommentaren konnten wir unser Haus auch auf angenehmen Temperaturen halten. Tagsüber verschatten, Mittags LS 0 und Abends Abluftbetieb mit offenen Kellerfenstern funktionieren wirklich ganz gut.

Nun ist es ja wieder kälter geworden und ich beobachte seit einigen Tagen die Stellung des Bypass. Dabei fällt mir auf, dass dieser eigentlich immer auf ist. Bisher lag die Temperatur im Haus auch noch über der an der WGT eingestellten Zieltemperatur. Heute haben wir aber den Punkt erreicht, dass bei 9° C Außentemperatur eine Abluft-Temp von 20° C angezeigt wird; bei 2° K Abluftkorrektur sollten am Fernbedienteil also 22° C gemessen werden. Das ist auch die Einstellung für die Soll-Temperatur. Dennoch ist die Stellung des Bypass "auf". Erhöhe ich nun die Soll-Temperatur auf 23° C, geht der Bypass zu, aber auch die Wärmepumpe an. Dieses Verhalten finde ich eigenartig und energetisch wenig sinnvoll. Warum versucht die WGT bei Soll-Temp = gemessene Temp nicht, die Luft durch den Wärmetauscher zu schicken um die Temperatur im Haus zu halten?

Aus meiner Sicht ist die einzige Lösung, auf Winter- oder Handbetrieb umzuschalten. Wenn ich es richtig interpretiere, ist in diesen Betriebsarten der Bypass immer zu. Richtig? Aber eigentlich wünsche ich mir bei einer modernen Heizung mit einer eigentlich autmatischen Steuerung hier ein wenig mehr "Mitdenken".

Können Sie mir erklären, wann der Bypass auf und wieder zugeht? Lässt er sich manuell schalten, ohne das Sommerprogramm mit seinen Schaltzeiten zu verlassen?

Vielen Dank und schöne Grüße!
Wolfram
Albrecht Schwarz von Albrecht Schwarz
2. April 2012, 07:39
@ Merten

im Sommerbetrieb gibt keine Absenkwerte, da man im Sommer auch nicht von einem Heizbetrieb ausgeht. Im Sommerbetrieb gehen z.B. keine Zusatzheizung, also PTC-Elemente, dafür kann über die selbe Taste der Kühlbetrieb aktiviert werden. Ferner geht in der Sommerbetriebsart der Bypass, im Winterbetrieb hat dieser keine Funktion. Ganz praktisch ist, dass Sie sowohl im Sommer, als auch im Winter jeweils getrennte Zeitzonen im Tagesprogramm anlegen können.

Die Wärmepumpe wird Ihnen aus der Restwärme der Abluft immer die max. mögliche Zulufttemperatur erzeugen. In der Regel sind das so um die ca. 35°C. Diese Zulufttemperatur dient als Grundwärmeversorgung, die dann von den internen bzw. externen Gewinnen, oder dann eben durch die PTC ergänzt. Deshalb hat jeder Raum nochmals einen eigenen Raumthermostat.
Albrecht Schwarz von Albrecht Schwarz
29. März 2012, 15:47
Hallo Hr. Wolfram,

Die Temperatur kann man nicht beeinflussen.
Im Fernbedienteil wird die Raumtemperatur gemessen. Diese lässt sich zwar an einem Vergleichsmesser anpassen, aber eben nicht beeinflussen. Klar, dass die Abluft, die im Gerät am Wärmetauscher ankommt, vom Temperaturwert etwas niedriger ist, als im Raum gemessen.
Die Verzögerung kommt meiner Meinung nach von der softwaremäßigen Hysterese, die 1 K nach oben und 1 K nach unten ausmacht.
Diese Hysterese ist festgeschrieben und kann nicht über einen Parameter geändert werden. Sie haben völlig recht, wäre die Hysterese kleiner, würde die Wärmepumpe takten, was für den Betreib insgesamt nicht nützlich wäre.

Freundliche Grüße
A. Schwarz
von Merten
28. März 2012, 17:58
Hallo Wolfram,
danke für den Tipp. Bei uns ist die WGT Steuerung auch nicht im Wohnzimmer, sondern in einem Nordraum. Daher machen wir jetzt immer alle Türen im Haus auf damit sich die WP morgens schnell ausschaltet.
@ Herr Schwarz: Meine genannten Temperaturen sind natürlich „echte“ Werte und keine Strahlungstemperaturen. Die Ablufttemperatur war während dieser Zeit auch über 20°C.
Ich habe jetzt auch wieder auf Winterbetrieb umgestellt da eine Absenkung im Sommerbetrieb anscheinend nicht möglich ist.
Bei mir läuft die WP erst mitten in der Nacht an, da ich nun eine Absenkung auf 18°C programmiert habe. Mal sehen ob das auch noch geht wenn es nächste Woche keine Sonne mehr gibt ?
Mit der WP 22°C im Schlafzimmer haben wir noch nie erreicht. Selbst bei diesen Verhältnissen habe ich im Schlafzimmer immer, wie in allen andern Nordräumen, max. 20°C bei laufender WP. Sobald die Außentemperatur aber unter 10°C fällt werden es eher nur so 18°C. Daher jetzt auch mit Absenkung da ich mir dann die Stromkosten für die WP sparen kann.
Der Unterschied zwischen Sommer und Winterbetrieb würde mich auch interessieren
Gruß
Merten
von Wolfram
28. März 2012, 09:49
Noch eine kleine Anmerkung / Frage zu meinem Kommentar eben:

Ich betreibe die WGT noch im Winterbetrieb. Was ist denn der Unterschied zwischen Sommer- und Winterbetrieb (abgesehen davon, dass die Zusatzfunktion entweder mit PTC oder Kühlfunktion belegt ist)?

Viele Grüße
Wolfram
von Wolfram
28. März 2012, 09:35
Hallo Merten,

wir haben die letzten Tage auch etwas experimentieren müssen; mit der jetztigen Einstellung kommen wir aber zu einem ganz guten Ergebnis:

Da bei uns das WGT-Fernbedienteil und somit das Thermostat für die WP im Flur befindet (wegen der Kaminofens im Wohnzimmer), der nicht direkt von der WGT beheizt wird, sondern nur als "Überstrombereich" beheizt ist, ist es etwas kniffliger, die WP passend an- und abzuschalten. Wir mussten die Erfahrung machen, dass bei einer fest eingestellten Soll-Tempo von z.B. 22° C die WP weiterläuft, wenn die Sonne das Wohnzimmer bereits auf 26° C aufgeheizt hat. Irgendwann kommt die warme Luft dann natürlich auch im Flur an und so nach 3-4 Stunden völlig unnötigem WP-Betrieb schaltet die WP ab. Das größere Problem ist aber die Nacht: Die Außentemperatur fällt und die WGT ohne WP pumpt fleißig kalte Luft ins Haus, da es im Flur wohl noch über 22° C hat. Erst wenn die Temperatur im Wohnzimmer schon deutlich unter 22° C (auf ca. 20° C) gefallen ist, kommt die "Kälte" auch irgendwann im Flur an und die WP springt wieder an. Bei 4-5° C Außentemperatur in der Nacht tut sie sich nun natürlich schwer, das Wohnzimmer bis zum Morgen wieder auf die gewünschte Temperatur zu bringen – die PTCs sind natürlich aus.

Nach längerem Grübeln und Herumprobieren bin ich auf folgende Einstellung gekommen: Soll-Temp an der WGT-Fernbedienung: 23° C, Nachtabsenkung 22:30 - 05:00 Uhr auf Lüfterstufe 1 (damit das Schlafzimmer nicht zu warm wird), "Tagabsenkung" 10:30 - 17:30 Uhr um -2 Kelvin. Somit setze ich also die Soll-Temp am Tag, wenn die Temperaturen mild sind und die Sonne das Haus heizt, auf 21° C, was dafür sorgt, dass die WP auch ausgeht, wenn das Wohnzimmer beginnt, warm zu werden. Um 17:30 Uhr hat es zur Zeit draußen ja noch deutlich über 10° C. Nun soll die WP ruhig wieder beginnen, zu arbeiten. Immerhin soll das Haus ja jetzt nicht weiter mit kühlerer Luft befüllt werden (eine WRG ist eben kein Perpetuum Mobile). Abgesehen davon, dass ich im Schlafzimmer Abends das Fenster aufmachen muss, um die Temperatur dort unter 22° C zu bekommen, bin ich mit dieser Einstellung soweit recht zufrieden.

@ Herr Schwarz: was mir am Thermostat im WGT-Fernbedienteil auffällt, ist, dass dieses sehr träge ist. Wenn dort die Soll-Temp auf 21° C steht, steht im Keller an der WGT selbst oft bereits Abluft: 19 / Abluft-Korrektur: -2. Das bedeutet doch eigentlich, dass die 21° C im Flur erreicht sein sollten und die WP abschlaten sollte (oder wieder an – je nachdem ob die Temperatur steigt oder fällt). Es dauert aber oft noch Stunden, bis dann tatsächlich der erwartete Zustand (WP an / aus) eintritt. Woran liegt dies? Kann man die Verzögerung über einen Parameter beeinflussen? Ich habe nichts derartiges gefunden. Prinzipiell kann ich ja nachvollziehen, dass die WP nicht bei jeder Temperaturschwankung an- und ausgeht. Da bei uns das Fernbedienteil und somit das Thermostat aber an einer Stelle hängt, an der die eigentlich von der WP erzeugte Temperatur ohnehin nur sehr verzögert ankommt, wäre hier eine etwas schnellere Reaktion schon wünschenswert.

Herzliche Grüße,
Wolfram
Albrecht Schwarz von Albrecht Schwarz
28. März 2012, 08:27
Hallo Herr Niebelschütz,

Wir stimmen Ihnen zu, dass es für die so genante Übergangszeit, meist ein paar Einstellungs-Korrekturen mit sich bringt.
Die Strahlungswärme, die tagsüber über die solaren Gewinne erzielt wird, ist wie der Begriff schon aussagt, spürbar, solange die "Strahlung" vorhanden ist. Ein Beispiel kann das nochmals verdeutlichen: Wenn man bei einer Außentemperatur von 10°C, aber strahlendem Sonnenschein in der Sonne sitzt, empfindet der Mensch die Wärme sehr wohltuend. In Wirklichkeit ist die Umgebung jedoch kalt, bzw. nicht wirklich warm.
Ähnlich verhält es sich bei Ihrer Situationsbeschreibung.

Die Freigabe der Wärmepumpe im Sommerbetrieb als kleine Heizung ist daher bewusst gewählt, um für die Übergangszeit eine Beheizung möglich zu machen. Die Zusatzheizung ist gesperrt. Vielleicht müssten Sie die Sollwertvorgabe um 1-2 °C höher einstellen, damit sich die Wärmepumpe schon etwas früher zuschaltet.
Die Kühlfunktion ist nicht für die Übergangszeit, sondern für die schwülwarmen Tage gedacht.
von Merten
25. März 2012, 07:20
Hallo,
da die Tage jetzt wieder langsam wärmer werden hätte ich eine Frage zur Übergangszeit.
Bei der aktuellen Wetterlage (Tagsüber 18°C Sonnenschein, Nachts 5°C) „heizt“ sich unser Haus am Tag in fast allen Räumen auf. (Südzimmer 26°C, Nordzimmer 21°C) Ich habe die Lüftungsanlage nun auf Sommerbetrieb (Solltemp 20°C) gestellt habe nun aber ein sehr komisches Verhalten.
Den ganzen Tag läuft die Anlage „normal“ (WP aus, Zuluft Temp ca. 20°C) Sobald die Sonne untergeht fällt im ganzen Haus die Temp sodass sich so gegen 20 Uhr die WP einschaltet. Diese läuft dann durch, bis morgens die Sonne die Temp wieder über die 20°C im Kontrollraum bringt. (Morgens sind es meist 18°C)
Meine Frage ist nun: Warum wird im Sommerberieb überhaut geheizt. Wenn ich jetzt noch die Kühlfunktion freigeben würde, würde ich dann den Effekt haben, dass nachts geheizt und Tagsüber gekühlt wird. So richtig effizient wäre das nicht.
Im Winterbetrieb lässt sich eine Nachtabsenkung programmieren (habe ich nicht gemacht da die WP sowieso nicht über 18°C kommt). gibt es sowas auch für die Sommer, damit mir nicht immer die WP angeht?
Wo geht die Wärme hin die die Sonne gen ganzen Tag in das Haus „pumpt“?
Vielen Dank im Voraus,
Merten Niebelschütz
Claudia Potell von Claudia Potell
31. August 2011, 08:20
Hallo Herr Bauder,

da Herr Schwarz bis zum 11. September im Urlaub ist, habe ich Ihren Kommentar an die Kollegen im Kundendienst weitergegeben. Herr Methner hat sich Ihre Messergebnisse genau angeschaut und Kontakt mit Ihnen aufgenommen, da er noch einige Fragen hatte und Werte an Ihrer Anlage prüfen musste, um eine Aussage treffen zu können.

Anbei die Antworten auf Ihre Fragen:

Nach Begutachtung aller für uns relevanten Daten (es fehlte noch die Frischlufttemperatur am Eingang des Lüftergerätes) ergibt sich folgende Wirkungsweise. Die an der Steuerung ausgelesene Außentemperatur (Temperatur im Freien) von 27,5°C wird durch den Sole-EWT auf eine Temperatur von 23,3°C am Geräteeingang heruntergekühlt.
Dadurch bekommt Ihre WRG-Anlage eine bessere Ausgangssituation und somit auch im Kühlbetrieb eine tiefere Zulufttemperatur zum Rohrsystem. Diese Zulufttemperatur (am Ausgang des Gerätes) haben Sie uns mit 18,5°C angegeben. Das heißt, es wird Außenluft mit 27,5°C angesaugt und nach der WRG-Anlage mit 18,5°C ins Gebäudenetz eingespeist.
Mit der angefragten Fortlufttemperatur wird ein Wert nach dem Wärmetauscher ermittelt. Dieser Fühler hat im Sommer keine funktionelle Bedeutung, er dient zur Temperaturüberwachung des Wärmetauschers im Winter.
Die von Ihnen gemessene "Ablufttemperatur von 30°C" (nach telefonischer Rückfrage ==> Temperatur am Fortluftgitter der Außenfassade) ergibt sich durch den Kühlbetrieb. Eine Wärmepumpe hat immer eine kalte und eine warme Seite, in diesem Fall nimmt die Fortluft die Wärme mit nach draußen.
von Max
25. August 2011, 10:42
Hallo,

ich weiss die Kombination aus Vorkühlung vom Sole-EWT und Kühlbetrieb der Wärmepumpe mittlerweile bei den sehr heissen Tagen oder generell an Tagen mit viel Sonnenschein zu schätzen.
Bei einem sehr dichten und gut gedämmten Haus ist es nunmal sehr wichtig im Sommer die Sonneneinstrahlung durch die Fenster so gering wie möglich zu halten, ist die Wärme erstmal drin ist sie schwer wieder rauszukriegen. Also gleich morgens gut verschatten.
Zusätzlich schalten wir wenn wir das Haus verlassen den Kühlbetrieb ein. Wir warten also nicht nur das sich der Sole-EWT automatisch dazuschaltet. Das tut er nämlich bei uns erst etwa einer Aussentemperatur jenseits von 28 Grad weil die Luft die am Temperaturfühler ankommt noch unter des programmierten Schwellwertes liegt.
So erzielen wir angenehme Temperaturen von 23 - 24 Grad. Zu meiner Überraschung kostet das auch kaum Strom - ich hätte gedacht der Kühlbetrieb wird mächtig teuer aber ist gar nicht so - netterweise.
Das alles sollte man also bedenken - vergessen wir mal ein Fenster geht die Temperatur ruckzuck nach oben.
von Andreas Bauder
23. August 2011, 21:09
Guten Tag Herr Schwarz,
zu dieser Thematik passend hätte ich auch noch ein paar Fragen.

Wir haben ein zwei Jahre altes Wäreme-Direkt-Haus mit Luft-Wärme-Pumpe und einer Erdsoleleitung.
Letztere sollte im Winter kalte Luft vorwärmen und im Sommer warum Luft vorkühlen.


Folgende Daten:
Soleleitung:
Außentemperatur: 26C°
Soletemperatur Eingang: 16°C
Soletemperatur Ausgang: 16°C
Pumpe: 100%

Wärmepumpe:
Zuluft: 18,5°C
Abluft: 26°C
Außentemperatur: 27,5C°
Fortluft: 21°C (was sagt dieser Wert eigentlich aus?)

Eigene Messwerte:
Außentemperatur: 26°C
Raumtemperatur: 26°C
Ablufttemperatur: >30°C
Zulufttemperatur ca. 25°C

Einstellung WGT:
Kühlfunktion: AN
Wunschtemperatur: 20°C
Lüfterstufe: 3

Rollläden sind komplett geschlossen. Sonne bereits untergegangen. Türen überall geschlossen.

Trotz allen Versuchen gelingt es mir nicht, die Raumtemperatur in irend einem Zimmer unter 26°C zu drücken.
Woran kann das liegen? Mache ich hier etwas falsch?
Wo bleibt die Soletemepratur von 16° bzw. die Zulufttemperatur laut Pumpe von 18,5°C?
Wie erklärt sich die gemessene Ablufttemperatur von über 30°C (im Schatten)?

Viele Grüße
Andreas Bauder
Albrecht Schwarz von Albrecht Schwarz
4. Juli 2011, 06:25
Hallo Herr Bierkant,

für die sommerliche Nutzung würde ich Ihnen folgen Tipp geben:
Ganz wichtig ist, die Wärme nach Möglichkeit überhaupt nicht in das Haus zu lassen. Das Konzept der hochgedämmten Gebäudehülle ist, die Wärme im Haus zu halten.
Im Winter sind sämtliche solare Gewinne willkommen, sie verringern der Einsatz der Heizelemente. Im Sommer dagegen sollte man durch eine frühzeitige Beschattung den solaren Wärmeeintrag vermeiden. Daher kommt der Beschattung die größte Bedeutung zu. Sicher fördert auch die Lüftungsanlage warme Außenluft ins Gebäude, anteilmäßig wirkt sich jedoch deutlich geringer aus als die Wärme die über die Fensterfläche ins Gebäude kommt.
Als Tipp möchte ich Ihnen weitergeben, dass Sie durchaus die WGT während der heißen Mittagsstunden für einige Zeit aus schalten bzw. über das Tagesprogramm auf Lüfterstufe 0 zu programmieren. Die am Tag versäumte Lüftung kann dann gerne während der kühleren Nachtstunden über eine höhere Lüfterstufe ausgeglichen werden.

Mit dieser Vorgehensweise haben wir ganz gute Ergebnisse erzielt.
von Markus
30. Juni 2011, 09:15
Hallo Herr Schwarz,

ich hätte mal eine Frage zur Einstellung der WGT bei hohen Temperaturen. Die letzten Tage wahr es ja sehr Warm ich habe nun mal die Kühlfunktion probiert nur leider ohne Erfolg. Habe die Temperatur zb. auf 16° eingestellt (ca.22° im Raum) und die Kühlfunktion eingeschaltet. Die Anlage ist die ganze Nacht mit dieser Einstellung gelaufen nur hat die Anlage das Haus nicht abgekühlt. Es wahr genau so Warm wie zu vor.

Haben Sie hier zb. ein Einstellbeispiel oder ein Tipp?

Vielen Dank!

Mfg

Markus Bierkant
von sf
13. April 2011, 14:43
@Jochen Schreck

Habe zusätzlich zur Sommer Leerkassette die Schalttemperaturschwelle, wann der EWT im Sommer angeht auf 21Grad gesetzt.

Weil der Temp. Fühler der über diese Schalt-Temp. entscheidet sitzt unter dem Dach.
Wenn dann aber die Morgensonne voll auf dem normalen Lufteinlass steht (wie bei uns) ist es dort meiner Meinung nach viel wärmer ist als oben unter dem Dach.

Heißt es dauert, wenn die Gradzahl z.B. auf 24 Grad steht recht lange bis auf EWT umgeschaltet wird. Das ist nicht schön. Manchmal ist es schon fast 10:00-11:00 Uhr bis die WGT dann auf EWT schaltet.

Außerdem ist da noch eine Hysterese von +-1 Grad mit einzubeziehen.
Daher sind im Beispiel mind 25 Grad unter dem Dach nötig bis auf EWT geschaltet wird.

Ich hatte auch tatsächlich mal die beiden Temp verglichen. Also die AußenTemp (Dach). Mit der direkten Außentemp. WGT (hinter Vorheizregister) und da ist schon ein größerer Unterschied.

Daher habe ich die Geschichte auf 21 Grad gestellt dann geht der EWT recht früh mit an.

Dadurch ist der EWT Lüfter natürlich abends länger an als nötig. Denn dann steht oft noch mehr Hitze unter dem Dach bis dann (incl Hysterese) 20 Grad unterschritten werden. Heißt der EWT Lüfter läuft halt was länger mit als mir lieb wäre, ist mir aber trotzdem so lieber.

Gruß,
Frank Schmitt, sf
von Jochen Schreck
19. März 2011, 12:29
Hallo zusammen,

weiterführend zum Bericht von Herrn Merzbach (super Beitrag!):

Wie er richtig erkannt hat, ist hier die Kenntnis über das, was eben am WGT passiert, sehr wichtig. Trotzdem hat Schwörer bislang nur die Mini-Bediengeräte und die einzeilige Anzeige am WGT, die solche entsprechenden Daten nur über den Reset-Code 88 (wie ich eben in einem anderen Thread erfahren habe) anzeigt. Doch selbst mit dieser sehr umständlichen Anzeigemöglichkeit sind eben Auswertungen sehr aufwändig und vor allem lassen sich die Daten nirgends gleichzeitig erfassen, darstellen und dann auswerten.

In der Dokumentation zum WGT habe ich am Bedienteil etwas von einer "PC-Schnittstelle" gelesen. Ich frage mich, ob man hier nicht eine Verbindung zum Computer herstellen könnte, vielleicht auch über's Netzwerk, um dann mit einer Software die Anlage SEHR komfortabel bedienen und auch die Gegebenheiten analysieren zu können!

Liebes Schwörer-Team, wie ist hier denn der Stand? Ich denke, viele Energiesparwillige hätten gerne eine PC-Anbindung ihrer WGT mit Bedien- und Auswertemöglichtkeit!

Zum Thema Abschattung:
Wir haben zur warmen Jahreszeit unsere Rolläden natürlich auch auf "Halbmast" an den intensiv bestrahlten Seiten und es klappt eigentlich ganz gut, das Haus im Sommer kühl zu halten - nicht zuletzt dank des 200 mm Erdwärmetauscherrohrs, das um's Haus herum läuft. Zumeist erreichen wir so um die 23°C-25°C an sehr heißen Tagen.

Viele Grüße, Jochen Schreck
von Jochen Merzbach
5. November 2010, 00:48
Sehr geehrter Herr Schwarz und liebe Leser,
Da ich bereits einen (Erfahrungs-)Kommentar zum Winterbetrieb der FLH geschrieben habe, würde ich gerne unsere Erfahrungen für den Sommerbetrieb einbringen.
Ich kann der von Hr. Schwarz erläuterten Handhabe nur zustimmen.
Wir haben an unserem SchwörerHaus (Südlage) ca. 24 qm Glasfläche in Form von jew. 6 Parallelschiebetüren bzw. Hebe,- Schiebeelemente pro Geschoss. Bei einer Wärmeleistung von ca. 0,8 kW pro qm Glasfläche in unserem ISO Plus Haus (KFW 40), kann man sich leicht ausrechnen welche Wärmeleistung hier in der Südlage im Sommer erreicht wird. Beschattung ist daher bei einem gut isolierten SchwörerHaus die halbe Miete.
Durch ein kontinuierliches Beschatten der Fenster am ganzen Haus ist bei uns ein enormer Effekt aufgetreten, der in Kombination mit weiteren Maßnahmen tolle Ergebnisse brachte:
Durch Programmierung der elektr. Rolladen gegen 11:00 Uhr Mittags auf eine Zwischenposition, ist es uns gelungen im Hochsommer eine Durchschnittstemperatur von 23-26 Grad Celsius im EG zu halten. In den frühen Morgenstunden des Tages lüfteten wir manuell oder mit der Betriebsart "Sommer Abluft".
Dadurch "zogen" wir uns die kühle Morgenluft in und durch das Haus. Dies machten wir wie folgt:
Im EG alle Fenster ankippen und Funktion Sommer Abluft für 30 min. Einschalten. Dann gleichzeitig im OG die Hebe,- Schiebeelemente weit öffnen. Nach ca. 30 min. Sank die Innentemperatur im EG um ca. 2-3 Grad.
Voraussetzung für diese Vorgehensweise ist, das sie die aktuelle Aussentemperatur und Innentemperatur laufend kennen und beobachten. Solange es draußen kühler ist als im Haus ist diese Vorgehensweise funktionell. Nachdem die kühlere Morgenluft im Haus war, aber die Aussentemperatur langsam höher wurde als die Innentemperatur, schlossen wir die Fenster schnell wieder und schalteten die FLH aus. Dies kann man an der Steuerung der FLH auch Zeitlich fest programmieren um die Abschaltung zu automatisieren. Lediglich hin und wieder schalteten wir Mittags die Anlage auf Kühlbetrieb ein um die Kochgerüche zu entfernen.
Wir versuchten gleichzeitig die Fenster und Schiebetüren beim Ein,- und Austritt nach außen weitestgehend geschlossen zu halten um die "Kälte" im Haus zu behalten.
Parallel zu o.g. Vorgängen nutzten wir Morgens oder Abends erneut die Kühlfunktion der WP, um das Haus insgesamt weiter kühl zu halten und die Hauserwärmung zu verhindern.
Auch die Temperatur im OG konnten wir gleichzeitig mit dieser Methode auf sehr angenehme Schlaftemperaturen halten und hatten wenig Probleme mit hohen Raumtemperaturen in der Nacht.
Allerdings merkte man auch, dass im OG die Kühlfunktion der WP etwas an Wirkung verlor, da die Länge der Luftleitungen sich hier negativ auf die Austrittstemperatur am Ventil auswirkt.
Ich habe mit vielen Eigenversuchen, Temperaturmessungen, Dokumentationen, Tests und kleinen Eigenstudien die Effektivität der Anlage sowohl im Winter,- als auch im Sommerbetrieb ausführlich getestet und konnte dabei laufend auf Unterstützung und Hilfestellung seitens SchwörerHaus zählen.
Ich bin der Meinung, wenn sie die Funktion, Wirkungsweise und das Verhalten der FLH näher kennen und die Ergebnisse ihrer Handlungen als Erkenntnis weiterverarbeiten erzielen sie ebenso hervorragende Ergebnisse sowohl im Sommer,- als auch im Winterbetrieb.
Wir sind mit der FLH sehr zufrieden und hoffen das unser Tipp dem einen oder anderen weiterhilft.
Mit besten Grüßen aus Wachtberg, Familie Merzbach
Claudia Potell von Claudia Potell
3. November 2010, 15:37
Hallo Sabine,

vielen Dank für Ihre Hinweise und Fragen. Seit heute Nachmittag ist ein neuer Artikel von Herrn Schwarz zum Thema WGT/Frischluftheizung nur Nutzung in den Wintermonaten online geschaltet. Hier gibt er hilfreiche Anwendertipps. Falls Fragen offen bleiben, können Sie auch gerne bei ihm anrufen.

Hier gehts direkt zum neuen Artikel <a href="http://blog.schwoererhaus.de/index.php/anwendertipps-fur-die-frischluftheizung/" rel="nofollow">"Anwendertipps für die Frischluftheizung"</a>
von Sabine
3. November 2010, 14:36
Sehr geehrter Herr Schwartz,
eine Antwort auf die Fragen von Dejanzu vom 15. Oktober 2010 und 26. Oktober 2010 würde auch mich interessieren. Was die effiziente Nutzung der Anlage im Winter angeht, sind auch für uns (neue Schwörer-Effizienzhaus-55-Besitzer) noch viele Fragen offen.

Insbesondere stellt sich für uns die Frage, wie wir im Herbst/Winter mit der Anlage umgehen sollen, wenn wir den ganzen Tag außer Haus sind. Macht es dann - bei ausgeschalteten PTCßs - überhaupt Sinn, bei der WGT eine Temperatur einzuschalten, bei der die Wärmepumpe aktiviert wird, solange wir nicht da sind? Ist es nicht sinnvoller, nur abends die Wärmepumpe anzuschalten und zusätzlich ein paar PTCs kurz aufzudrehen?

Allein durch die Wärmepumpe ist ja ohnehin nicht viel Wärmegewinn zu erwarten, wenn wir nicht da sind und im Haus keine Geräte laufen, oder?

Vielen Dank für Ihre Antwort
Sabine
von Dejan
26. Oktober 2010, 07:12
Hallo Herr Schwarz,
vielen Dank für Ihre Antwort. Da wir die neue Generation der Geräte mit Sommerbypass haben, ist uns logischerweise der Begriff der Leerkassette unbekannt :-)
Ist es richtig, dass ich im Winter bei der Fernbedienung die Temperatur auf z.B. 30° einstelle, Zusatzheizung einschalte und den Raumthermostat auf z.B. 20°? Wird dann zuerst die WRG "ausgeschöpft" bevor die PTC-Elemente sich einschalten? Empfiehlt es, die Temperatur der WRG auf die maximale Temperatur von 35° einzustellen?
Die PTC-Elemente werden ja nicht eingeschaltet, wenn bei der Fernbedienung die Zusatzheizung ausgeschaltet ist, oder? Steigt der Stromverbrauch schon beim Einschalten der zusatzheizung oder nur dann, wenn der Raumthermostat die jeweiligen PTC-Elemente anspricht, d. h. sind alle Raumthermostate auf Minimum gesetzt (die PTC-Elemente dürften also nicht heizen), die Zusatzheizung aber auf "an", wird dann mehr Strom verbraucht, als wenn die Zusatzheizung "aus" ist?
Vielen Dank im Voraus und viele Grüße
Dejan
von Albrecht Schwarz
19. Oktober 2010, 07:23
Hallo Dejan,
in der Tat handelt es sich bei der Sommer-Leer-Kassette um einen Sonderartikel, der bei den meisten, heutigen Seriengeräte nicht mehr notwendig ist. Diese Sommer-Leerkassette wurde durch den automatischen Sommerbypass ersetzt und bewirkt, dass im Sommer die Wärmerückgewinnung ausgeblendet wird. Diese sinnvolle und automatische Bypass-Einrichtung ist bei SchwörerHaus in den letzten Jahren zum Standard geworden. Aus früheren Zeiten gibt es noch eine Geräteserie, die in Ausnahmefällen (z.B. Platzgründen) auch heute noch zum Einsatz kommen kann. Es handelt sich dabei um Hochschrankgeräte mit den Grundflächenabmessungen 60x60 cm, also Küchenmaße. Bei diesen Geräten lässt sich der automatische Sommerbypass nicht integrieren. Als Ersatz für die sommerliche Nutzung der Anlage kann im Sommerhalbjahr der Wärmetauscher aus dem Gerät entnommen und durch die so genannte Sommer-Leerkassette ersetzt werden. Durch diese Leerkassette findet ebenfalls keine Wärmerückgewinnung statt. Es kann also die hoffentlich kühlere Nachtluft ohne Vorwärmung ins Haus gelangen.

Jeder Anlage legen wir 2 Bedienungsanleitungen bei, einmal handelt es sich dabei um die kompakte und übersichtliche Kurzanleitung, die insbesondere der täglichen Anwendung dienen soll. Zum 2. gehört eine Gesamtanleitung zum Lieferumfang, aus der die technischen Daten, Funktionen und allgemeine Beschreibungen hervorgehen. In dieser Anleitung wird auch auf die Sommer-Leerkassette eingegangen.

Ich hoffe, wir konnten die Frage ausreichend beantworten.
von Dejanzu
15. Oktober 2010, 23:57
Hallo Herr Schwarz,

können Sie, analog zum Artikel zur Bedienung der WGT im Sommer auch einen Blog schreiben, wie man die WGT am effizientesten im Winter einsetzt? Wann muss die Zusatzheizung am besten aus-, wann eingeschaltet sein etc?

vielen Dank und viele Grüße
von Dejan
15. Oktober 2010, 09:19
Hallo Herr Walcher, hallo Herr Schwarz,
wird wohnen noch nicht so lange in einem Schwörerhaus, Begriffe wie "Sommer-Leer-Kassette" sind für uns neu. Gibt es zu der WGT eine (gute) Dokumentation, die einem da weiterhilft und solche Tipps gibt?

vielen Dank und viele Grüße
von Rudy
22. September 2010, 13:47
Hallo Herr Walcher,

bzgl. der Fenster habe ich dann den Kundendienstmann wohl falsch verstanden. Die Baubeschreibungen der Häuser kann man ja leider nicht mehr unkompliziert über die Schwörerseite einsehen.

Die Weiterentwicklung des Wärmeschutzes begrüße ich, wobei ich mir vorstellen kann, dass das nicht kostenneutral geschehen ist.
Christoffer Walcher von Christoffer Walcher
22. September 2010, 12:27
Guten Tag Rudy,
das von SchwörerHaus patentierte Passiv-Solution-Fenster (“Doppelfenster“ bzw. Kastenfensterkonstruktion) wird immer noch im Passivhaus eingesetzt, da übliche Isolierglasfenster für Passivhäuser (3fach Verglasung, Ug-Wert 0,5 W/m²K) im Vergleich zu den Passiv-Solution-Fenstern schlechtere U-Werte aufweisen. Zudem ist es neben den Außenbauteilen wie Außenwände, Dachelemente und der Passivhausdecke eine zentrale Bauteilkomponente in der hochgedämmten Gebäudehülle.
Hinsichtlich des sommerlichen Wärmeschutzes werden die in Ihrem Schwörer Haus eingesetzten Rollos zur Verschattung so nicht mehr angeboten. Die jetzige Generation der Schwörer Passivhäuser wurden dahingehend weiterentwickelt, dass diese nun entweder mit Rolladen oder wandintegrierten Außenjalousien ausgestattet werden können.
von Rudy
21. September 2010, 14:26
Hier ein kleiner Erfahrungsbericht aus einem Schwörer-Passivhaus Bj. 2006:
Die Beschattung von außen gibt es bei uns mangels geeigneter Bäume und wegen der Doppelfenster mit dem dazwischen liegenden Rollo nicht (inzwischen gibt es im Schwörer-Passivhaus diese Doppelfenster aber nicht mehr).
Wir schatten also mit den Rollos ab, was natürlich auch eine gewisse Wirkung hat (der Zwischenraum zwischen den Fenstern wird aber sehr warm). Dazu kommt die Wirkung des Erdwärmetauschers in Kombination mit der o.g. Sommer-Leer-Kassette, die ich an den ersten sommerlichen Tagen einsetze und erst im Bereich September/Oktober wieder durch den Wärmetauscher ersetze, und dauerhaft der Lüfterstufe II. Die Zulufttemperatur beträgt dann max. 21/22°C. An kühlen Sommerabenden und/oder –morgen bzw. -tagen wird auch, sofern möglich, ordentlich durchgelüftet.
So betrugen die Maximaltemperaturen im heißen Sommer nicht mehr als 27°C im Haus (ausgenommen die Küche, wenn dort gekocht wurde). Der ständige Luftaustausch macht das ganze noch ein bisschen erträglicher.

Auch ich würde mich über weitere Erfahrungsberichte und Tipps freuen ;-)

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