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Haus mit Bodenplatte oder Keller bauen?

Was ist günstiger?

Kategorie: Allgemein
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Sollte man sein Haus mit Keller bauen, oder ist eine Bodenplatte völlig ausreichend? Diese Frage stellen sich heutzutage viele Baufamilien. Das erkennt man an der Häufigkeit der Suchbegriffe, die bei Google zu diesem Thema verwendet werden: „Keller, Bodenplatte“, „Haus und Keller Kosten“ etc.

Was sind die Vor- und Nachteile beim Bau von Keller oder Bodenplatte? Wie sind die Kosten von Keller oder Bodenplatte? Was sind die Voraussetzungen und was muss man als Baufamilie beachten?

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Keller oder Bodenplatte: Wichtige Grundlagen für die Entscheidung

Wichtigste Voraussetzung und unerlässlich für die Entscheidung ob Keller oder Bodenplatte für Ihr Bauvorhaben besser geeignet ist, ist das Bodengutachten, sowie die Vermessung des Baugrundstücks. Vorteilhaft ist, das Bodengutachten und das Vermessen des Grundstücks so früh wie möglich in Auftrag zu geben. Am besten, sobald das richtige Grundstück gefunden ist. Diese liefern nämlich wichtige Grundlagen für das weitere Vorgehen.

Keller oder Bodenplatte: Die Einflussfaktoren

Es gibt viele verschiedene Einflussfaktoren, die auf die Entscheidung Keller oder Bodenplatte Auswirkungen haben. Das ist nämlich nicht immer nur eine Entscheidung der Baufamilie, sondern hängt auch von vielen Voraussetzungen und Gegebenheiten des Grundstücks ab.

Die Beschaffenheit des Baugrunds ist ein wichtiger Faktor für die Entscheidung ob Bodenplatte oder Keller zur Ausführung kommen. Wenn Keller, welche Anforderungen muss der Keller erfüllen? Die Tragfähigkeit des Baugrunds, die Topographie und mögliches Grund- oder Schichtenwasser spielen hierbei eine wichtige Rolle. Bei einem felsigen Untergrund setzt der Bau eines Kellers aufwändige und somit teure Erdarbeiten voraus. Eine schlechte Versickerung führt dazu, dass ein wasserundurchlässiger oder ein wasserdichter Keller zur Ausführung kommen sollten.

Bei der Bodenplatte wird es problematisch, wenn die oberen Erdschichten, wie zum Beispiel bei Lehm, nicht tragfähig sind und deshalb aufwändige Gründungs- und Verdichtungsarbeiten notwendig werden.

Ein frühzeitiges Bodengutachten bringt hier wichtige Erkenntnisse über die Bodenbeschaffenheiten und ist somit eine wertvolle Entscheidungshilfe.

Die Topographie, also die Form des Geländes, ist maßgeblich, ob besser ein Keller oder eine Bodenplatte zur Ausführung kommen sollte.

Die Neigung des Bauplatzes ist hierfür ein wichtiger Indikator. Denn es kann sein, dass für die Bodenplatte talseitig aufgefüllt werden muss oder hangseitig stark abgegraben werden muss. Des Weiteren können dadurch Stützmauern von Nöten sein – eventuell sogar auf beiden Seiten. Ist das Grundstück bis zu einem Meter geneigt, gilt es als eben. Ab einem Gefälle von zwei Metern spricht man von einer starken Hanglage. Allerdings ist nicht zu vernachlässigen in welche Himmelsrichtung das Gefälle liegt.

Hat das Grundstück eine Hanglage bietet sich ein Keller geradezu an, denn es fallen meist keine aufwändigen Erdarbeiten an, um das Grundstück eben zu machen. Bei der Bodenplatte wäre dies genau der Fall. Die Ausrichtung des Grundstücks ist essentiell für die Themen wie Einliegerwohnung, Terrasse, Zufahrt, Kanalanschluss (Entwässerung) oder Garage.


Der Platzbedarf für ein Haus ist individuell unterschiedlich. Wenn man einen Keller baut hat man die Möglichkeit, je nach Ausführung, den gewonnenen Platz als Stau-, Hobby- oder als Wohnraum zu nutzen. Dadurch könnte die Grundfläche des Hauses kleiner ausfallen. Ein Keller steigert grundsätzlich aber auch den Wiederverkaufswert eines Hauses. Gerade bei einem kleineren Grundstück entscheiden sich Kunden in den meisten Fällen für den Hausbau mit Keller.

Beim Bau mit Bodenplatte könnte das Haus zwar flächenmäßig grösser gebaut werden, allerdings nur, sofern es das Grundstück hergibt. Man büßt jedoch Raum im Erdgeschoss ein, zum Beispiel für einen Technikraum und einen Hauswirtschaftsraum. Die Faustregel hierbei lautet circa 10 Quadratmeter für den Technikraum und circa 20 Quadratmeter für den Hauswirtschafts-, Abstell- und Hobbyraum einzuplanen. Meistens ist bei diesen 30 Quadratmetern, als Anbauten im Erdgeschoss ausgeführt, die Preisneutralität zu einem Keller mit 60 Quadratmetern erreicht. 

Die fehlenden Abstellräume im Haus kann man zum Beispiel mit einem Anbau, einer großen Doppelgarage mit Abstellraum oder einem zusätzlichen Gartenhaus auffangen. Wobei man dafür auch wieder Platz auf dem Grundstück einplanen muss.

Das Baufenster sollte nicht mit der Grundstücksgröße verwechselt werden, sondern ist eine im Bebauungsplan genau definierte Fläche, innerhalb dieser gebaut werden darf. Bei eher kleinen Grundstücken wird das vorhandene Baufenster meistens komplett ausgenutzt.

Deshalb ist zu prüfen, ob bei Bau auf Bodenplatte – also Verzicht auf Keller, genügend Platz auf dem Grundstück vorhanden ist, um die notwendigen Nebengebäude zu realisieren. Nebengebäude können sein: Technikraum, Hobbyraum, Garage oder Gartenhaus.

Auch für den Aushub, der übrigens auch bei einer Bodenplatte anfällt, findet sich im Zweifelsfall kein Platz mehr. Damit fallen zusätzliche Lager- und Deponiekosten an. Da die Grundstücke immer kleiner werden, sollte man das Baufenster optimal nutzen.

Der Grenzabstand ist der Abstand, der zwischen Haus und Grundstücksgrenze liegt. Dieser muss eingehalten werden und stellt eine wichtige Kenngröße dar. Bei Bedarf, muss er groß genug sein, damit der Aushub für Bodenplatte oder Keller auch innerhalb des Grenzabstands gelagert werden kann.

Dabei spielt auch die Höhe des Kellers eine Rolle, denn umso höher dieser ist, umso mehr Aushub fällt an und das Loch wird größer, tiefer und breiter.

Falls keine natürliche Böschung herzustellen ist, weil zum Beispiel eine Nachbarbebauung dies verhindert, der Baugrund nicht fest genug ist oder der Grenzabstand zu klein ist, muss ein Verbau oder eine Spundwand realisiert werden, das bedeutet einen erheblichen Mehraufwand.
Wenn das Grundstück oder der Grenzabstand eher kleiner ist, wird ein Verbau wahrscheinlicher und die Möglichkeit zum Beispiel Humus zu lagern geringer.

Kosten: Keller und Bodenplatte

Aufgrund der beschriebenen Einflussfaktoren sind die Kosten für Keller oder Bodenplatte natürlich für jedes Bauprojekt sehr indiviuell und nicht pauschal zu benennen. Durch die in diesem Beitrag aufgeführten Einflussfaktoren und deren Auswirkungen erhalten Sie jedoch bereits ein gutes Gespür, an welchen Stellen Sie gegebenfalls mit Mehrkosten rechnen müssen beziehungsweise wann ein Haus mit Keller kostengünstiger sein könnte und wann eher ein Haus mit Bodenplatte in Frage kommt.

Grob kann man folgendermaßen rechnen: Die Kosten für eine Hausvergrößerung oder ein Nebengebäude von circa 30 Quadratmetern ist meist preisneutral zu den Kosten einer Haus-Unterkellerung eines 60 Quadratmeter großen Basiskellers. Das heißt, es muss nicht sein, dass ein Hausbau mit Bodenplatte am Ende kostengünstiger wird als ein Haus mit Keller. Das kommt eben immer auf die Gegebenheiten des Grundstücks an.

Hausbau mit Keller

Fällt die Entscheidung am Schluss auf einen Keller, bietet auch SchwörerHaus unterschiedliche Kellerarten nach dem Prinzip “Alles aus einer Hand” an, die alle als Fertigteilkeller in unserem Werk in Haigerloch-Stetten auf hochmodernen computergesteuerten Anlagen hergestellt werden. Welcher Keller für welche Zwecke und Gegebenheiten geeignet ist, lesen Sie in unserem Blogbeitrag „Verschiedene Kellerarten“.

Weitere Vor und Nachteile eines Kellers finden Sie auch in unserem Beitrag „Vor- und Nachteile eines Kellers

Um schlussendlich jedoch für Ihr individuelles Bauprojekt zu einer guten Entscheidung zu kommen, stellen wir Ihnen hier eine Checkliste Keller oder Bodenplatte zur Verfügung, die Ihnen helfen soll, Ihre Gegebenheiten zu prüfen und dabei keine wichtigen Punkte außer Acht zu lassen.

Für Fragen zu diesem Thema stehen Ihnen natürlich auch unsere Bauberater und Architekten jederzeit zur Verfügung.

Den passenden Berater für Ihre Region finden Sie auf unserer Webseite.

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