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  • Sägewerk Holzplatz

Grüner Standort auf der Schwäbischen Alb 2021

SchwörerHaus Firmensitz in Oberstetten ist klimaneutral

Kategorie: Allgemein
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Seit Anfang des Jahres 2021 ist Schwörer am Firmensitz in Oberstetten CO2-Neutral und damit im gleichen Zuge auch einer der ersten klimaneutralen Haushersteller in Deutschland. Bei der Laudatio zur Preisverleihung des Umweltpreises Baden-Württemberg 2020 wurde hervorgehoben, dass SchwörerHaus bis spätestens 2022 klimaneutral werden möchte. Nun konnte das ambitionierte Ziel bereits schneller als geplant erreicht werden.

Den Grundstein für die tolle CO2-Bilanz am Firmensitz in Hohenstein-Oberstetten legt der geschlossene ökologische Produktionskreislauf. Durch ein nachhaltiges Produktionskonzept kann über den gesamten Produktlebenszyklus, vom Baumstamm bis zum fertigen Haus, die Umweltbelastung so gering wie möglich gehalten werden. Wesentliche Bestandteile sind ein eigenes Sägewerk mit der Verarbeitung des Hauptbaumaterials Holz, welches überwiegend aus PEFC-zertifizierter, nachhaltiger Forstwirtschaft aus Wäldern im Umkreis von etwa 60 Kilometern um den schwäbischen Firmensitz stammt. Im firmeneigenen Holzwerk wird das heimische Holz dann ohne chemischen Holzschutz zu qualitativ hochwertigen Bau- und Werkstoffen veredelt. Holzreste die industriell nicht mehr weiterverarbeitet werden können, landen im eigenen Biomasse-Heizkraftwerk und werden so wertvoller Energie- und Wärmelieferant.

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Bild ökologischer Produktionskreislauf

Angeregt durch die Klimaschutzinitiative der deutschen und die Erfahrung der Möbelhersteller, hat SchwörerHaus Ende 2020 mit der branchenunabhängigen Nachhaltigkeitsberatungsgesellschaft Focus Zukunft eine umfassende CO2-Bilanz für den Firmensitz in Oberstetten erstellt. Wo das Unternehmen in Punkto Klimabilanz genau steht, sollte dabei genauer unter die Lupe genommen werden.

Bei der Bilanzierung berücksichtigt wurden die anfallenden Emissionen in Produktion und Verwaltung (Scope 1 und 2) und die Emissionen aus den vor- und nachgelagerten Stufen der Wertschöpfungskette (Scope 3). Insgesamt (Scope 1 bis 3) emittierte SchwörerHaus im Berichtsjahr 10.820 Tonnen CO2e. Umgerechnet pro Mitarbeiter/in ergibt sich so ein Wert von 8,25 Tonnen CO2e. Nach Angaben von Focus Zukunft, liegt Schwörer als mittelständisches Unternehmen im ländlichen Raum im Vergleich mit anderen Unternehmen in dieser Größe und Branche bereits im „sehr guten Bereich“. Die emittierten Emissionen setzten sich folgendermaßen zusammen:

  • Scope 1: 3.095 Tonnen CO2e
  • Scope 2: 3.376 Tonnen CO2e
  • Scope 3: 4.348 Tonnen CO2e

Produktionskreislauf:

Aufforstungsprojekt „Guanaré Forest Plantations“

Um die aktuellen Emissionen zu kompensieren, wird in Uruguay das Aufforstungsprojekt „Guanaré Forest Plantations“ unterstützt. Als holzverarbeitender Betrieb liegt es SchwörerHaus in den Genen, über eine Aufforstung das CO2 aus der Atmosphäre zu binden. Das Projekt umfasst insgesamt 21.298 ha Land, das zuvor von Fleischrindern beweidet wurde.

Nun werden dort Forstplantagen zur Gewinnung hochwertiger, langlebiger Holzprodukte und zur Speicherung großer Mengen Kohlendioxid aus der Atmosphäre errichtet. Die Wälder basieren hauptsächlich auf Eucalyptus grandis Plantagen in 22-jährigen Rotationen. Es wird erwartet, dass die Aufforstung über die gesamte Laufzeit des Projekts insgesamt 7.644.960 Tonnen CO2 Äquivalenter binden wird.

Neben den positiven Auswirkungen auf den Klimaschutz schafft das Guanaré-Projekt vermutlich fast 1.000 neue Jobs, wodurch es erheblich zur Reduktion der ländlichen Armut beiträgt. Die qualitativ hochwertigen und stabilen Arbeitsplätze sind für eine Region Uruguays mit einem bisher sehr hohen Armutsniveau extrem wertvoll.

SchwörerHaus war und ist es wichtig, ein Projekt in einem ärmeren Kontinent zu unterstützen, um so neben den ökologischen auch die wirtschaftlichen und sozialen Standards weltweit zu verbessern.

Ziele und Maßnahmen

Kurz- bzw. Mittelfristig wird SchwörerHaus den eigenen Fußabdruck weiter minimieren. So soll der Kraftstoffverbrauch im Unternehmen (Scope 1) weiter gesenkt werden, indem der interne Fuhrpark mittelfristig auf elektrisch betriebene Fahrzeuge umgestellt wird. Zwei neu angeschaffte Elektro-Seitenstapler für die Holzindustrie sparen bspw. 19.000 Liter Diesel im Jahr 2021 ein. Ebenso wird der bisher zugekaufte Strom (Scope 2) durch die Eigennutzung einer Kessellinie kurzfristig mit eigenem grünem Strom substituiert. Das spart jährlich rund 3.000 Tonnen CO2 ein.
Bis 2030 verpflichtet sich SchwörerHaus zu folgenden ambitionierten Reduktions-Zielen:

  • Scope 1: Reduktion der Emissionen um 40 Prozent
  • Scope 2: Reduktion der Emissionen um 40 Prozent
  • Scope 3: Reduktion der Emissionen um 20 Prozent

SchwörerHaus hat sich bewusst für diese ambitionierten Reduktions-Ziele entschieden, um so den eigenen CO2-Fußabdruck bereits kurz- bzw. mittelfristig stark minimieren zu können. Letzten Endes sollte dies das Ziel eines jeden Unternehmens sein.

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