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Wie kann man Gesund bauen mit kontrollierten Baustoffen?

Aus der Reihe 'Gesundes Wohnen & Bauen'

Redaktion SchwörerHaus
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Bis ein Baustoff in ein geprüft gesünderes Haus eingebaut wird, hat er schon eine Vielzahl von Prüfungen und Materialkontrollen hinter sich. Zum einen natürlich beim Hersteller und von diesem beauftragten Prüfinstituten. Nach dem Grundsatz »Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser« stellen wir bei SchwörerHaus zusätzlich eigene Untersuchungen an, um die gesundheitliche Qualität der von ihnen verwendeten Baustoffe und Einbauten zu gewährleisten.

Das Video zum Thema „Gesund Bauen“:

Diese im Fall von SchwörerHaus seit Jahrzehnten durchgeführten, mehrstufigen Kontrollen sind ein zentraler Baustein der unternehmenseigenen Qualitätssicherung und eine wichtige Voraussetzung für die Einführung des gesundheitlichen Qualitätsmanagements. Dabei spielt auch der Arbeitsschutz für die Arbeiter im Werk und auf der Baustelle eine wichtige Rolle.

Soll ein Baustoff oder ein Bauteil neu in die Liste der verwendbaren Produkte aufgenommen werden, werden seine Eigenschaften genau unter die Lupe genommen. In der werkseigenen Qualitätskontrolle prüft ein Wissenschaftler zuerst das Sicherheitsdatenblatt des Herstellers. Welche chemischen Stoffe sind in welchen Konzentrationen enthalten? Könnten dadurch gesundheitliche Probleme bei den Verarbeitern oder später bei den Eigentümern hervorgerufen werden? Und, ganz wichtig: Welche Stoffe könnten noch enthalten sein, sind aber vom Hersteller nicht deklariert? Erst wenn diese Fragen zufriedenstellend beantwortet sind, ist der Weg in die Produktion oder auf die Baustelle frei.

Oftmals gleicht die Suche nach zufriedenstellenden Antworten auf die genannten Fragen der Arbeit eines Detektivs. Maßstab und Hilfe zugleich sind dabei die Vorgaben der Europäischen Chemikalienverordnung zur Registrierung, Bewertung, Zulassung und Beschränkung chemischer Stoffe, kurz REACH. REACH ist nicht nur weltweit eines der modernsten und zugleich auch strengsten Chemikaliengesetze, es ist auch ein sehr detailliertes Regelwerk. In den Listen der Europäischen Chemikalienagentur ECHA sind Angaben, Gefahrenhinweise, Verarbeitungsregeln und Grenzwerte zu nahezu allen chemischen Stoffen enthalten.

Wie findet die Warenkontrolle von SchwörerHaus statt?

Bei der firmeneigenen Warenkontrolle von SchwörerHaus wird deshalb abgeglichen, ob in dem Produkt »besonders besorgniserregende Stoffe« (SVHC) enthalten sind oder Stoffe, die in nächster Zukunft auf diese Liste kommen könnten. Das war zum Beispiel beim Flammschutzmittel HBCD im Styropor-Dämmstoff der Fall. Dazu kommen Vorgaben und Hinweise zum Beispiel der BG BAU, die mit ihren Datenbanken wichtige Informationen zum Arbeitsschutz bereithält. Hierbei gilt es abzuwägen, wie sich das Emissionsverhalten des Produktes im Innenraum zum vorgeschriebenen Arbeitsschutz verhält. Ein Beispiel hierfür wären bei der Verwendung von Polyurethan die eingesetzte »Form« des Isocyanats oder bei Spanplatten die Verwendung von Frischholz statt Anteilen von möglicherweise belastetem Altholz.

Was passiert mit problematischen Produktbestandteilen?

Wird ein problematischer Produktbestandteil, zum Beispiel kritische halogenorganische Verbindungen, als Konservierungsmittel identifiziert, geht SchwörerHaus auf den Hersteller zu und klärt mit diesem, ob ein bestimmter Inhaltsstoff durch einen anderen ersetzt werden kann, ohne die sonstigen Eigenschaften zu verändern. Ist das nicht möglich, sucht die Einkaufsabteilung ein Alternativprodukt. Auch für dieses gelten die gleichen Maßstäbe. Zur Beurteilung wird auf Prüfzertifikate wie das eco-Institut, Eurofins, Blauer Engel und andere zurückgegriffen. Auch wird abgefragt, ob der Hersteller Schadstoffmessungen für das Produkt vorlegen kann.

Das Ziel ist stets, im Sinne des Arbeitsschutzes die Zahl und die verwendete Menge der Stoffe mit »problematischen « H-Sätzen zu reduzieren. Diese H-Sätze (Hazard Statements) beschreiben Gefährdungen, die von chemischen Stoffen oder Zubereitungen ausgehen. So gehen der Arbeitsschutz für die Mitarbeiter und der Gesundheitsschutz für die Bewohner eines Hauses Hand in Hand. Eine wichtige Rolle bei der Suche nach gesundheitlich geprüften Produktalternativen spielt auch das Bauverzeichnis Gesündere Gebäude von Sentinel Haus Institut und TÜV Rheinland, in dem das Unternehmen einen eigenen, individuell konfigurierten Bereich hat. Hier können speziell zugeschnittene Produktlisten zusammengestellt und gespeichert werden, auf die die Mitarbeiter Zugriff haben.

Fazit: SchwörerHaus sichert mit eigenen Ressourcen hohe Qualitätsstandards bei den verwendeten Bauprodukten. In Zusammenarbeit mit den Herstellern wird diese stetig gesteigert.

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