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Fertighaus aus dem Jahre 1930 in neuem (Schwörer)Kleid

Markus Amann
Kommentare: 9

Auf einer Pressereise des Bund Deutscher Fertigbau (BDF) im Mai 2011 hat der Journalist und ehrenamtliche Vorsitzende der Comundialis Stiftung Harald Gruber das Unter­nehmen SchwörerHaus kennen­gelernt und erfahren, dass neben dem Holzfertigbau auch eigene Holzprodukte hergestellt werden.

Im Anschluss an die Werksführung stellte er sein Projekt „Reno­vierung eines der ältesten Holz-Fertighäuser“ vor. SchwörerHaus unterstützt das Projekt und lieferte die Holz­fas­sade nach genauen Zuschnittplänen der ehrenamtlichen Handwer­ker. Im Frühsommer diesen Jahres war es dann soweit- die glückliche Renovierung war abgeschlossen.

Mit den hochwertigen Fassa­den-Schalbrettern aus dem Hause Schwörer wurde das aus den 1930er Jahren stammende „Finnenhaus“ in Hetzerath /Mosel wieder zum Schmuckstück. Dazu gemacht haben es die ehren­amt­lichen Helferinnen und Helfer die das architektonisch wohl einzigartige und lokalhistorisch höchst bedeut­same Gebäude modernisie­ren und zu einer „Sommerakade­mie zur Bewahrung vergessenen Wissens“ ausbauen.

Wie das in Elementbauweise zu­sam­mengezimmerte Holz-Fertig­haus vor über 80 Jahren den Weg aus Skandinavien in die südliche Eifel fand, weiß heute niemand mehr so genau. Dass offenbar damals jedoch schon das Thema Energiesparen ein wichtiges Thema war, fanden die Hobby-Handwerker bei ihren Modernisierungsarbeiten heraus. Sorgsam waren die Bretter­verschalungen der Außenwände nämlich mit einem für damalige Ver­hältnisse vermutlich höchst innovativen und durchaus effektiven Dämmstoff ausgekleidet: Wellpappe in mehreren Schichten!

Nach Fertigstellung der umfang­reichen Modernisierungsarbeiten wird das ursprünglich als Dorfarzt-Praxis und später als Bürgermeister-Wohnhaus genutzte historische Holz-Fertighaus als Tagungs- und Seminarhaus genutzt. Nach dem Willen der Initiatoren erhalten hier dann insbesondere auch Menschen mit geringem Einkommen die Möglichkeit, sich jeweils für mehrere Tage über Gesundheit für Körper und Seele, alte hauswirtschaftliche und handwerkliche Techniken, Kunst und Kultur oder Behutsam­keit im Umgang mit sich und der Welt auszutauschen und entspre­chende Erfahrungen zu sammeln.

9 KOMMENTARE
Manfred Hölz von Manfred Hölz
6. Februar 2014, 08:35
Hallo Axel,

diese Lattung ist, wie sie sagen, die Konterlattung. Wenn wir einen Dachausbau vornehmen, schrauben wir die eigentliche Traglattung
für die GKB Platten noch zusätzlich auf diese jetzt vorhandene Konterlattung. So ist es möglich, diese zweite Lattung
auch an die Zwischenwände festzuschrauben. So ist sichergestellt, dass es später zu keinen Haarrissen in den Ecken kommt.
Dies ist in einer Darstellung in Ihrer Baubeschreibung auch so dargestellt.

Selbstverständlich können die GKB Platten auch direkt auf die jetzt bei Ihnen vorhandenen Latten geschraubt werden, allerdings
ist darauf zu achten, dass der max. Abstand der Lattung, der von den Verarbeitungsrichtlinien der Gipsplatte abhängt, nicht
überschritten wird. Somit kann es evtl. notwendig sein, noch zusätzliche zu den vorhanden Latten, weiter anzubringen.

Noch ein Hinweis: sollten Einbaustrahler vorgesehen sein, ist auf die Mindesteinbautiefe der Leuchten zu achten! Sollte für diese
eine größere Einbautiefe erforderlich sein, muss auf jeden Fall eine zusätzliche Lattung angebracht werden.

Freundliche Grüße
Manfred Hölz
von Axel
5. Februar 2014, 14:14
Hallo Herr Hölz,

unser Anfang 2013 übergebenes SchwörerHaus hat einen nicht ausgebauten Dachboden.
Das Dach ist, wie bei Schwörer glaube ich Standard, gedämmt und auf der Dämmung befindet sich eine Folie, die an ihren Übergängen mit grünem Klebeband beklebt ist. Auf dieser Folie sind wiederrum horizontal Latten angebracht.

Ist das die sogenannte Konterlattung? Könnten wir auf diese Latten Riegibsplatten schrauben und tapezieren?

Viele Grüße,

Axel
Manfred Hölz von Manfred Hölz
17. Dezember 2013, 08:09
Hallo Herr Müller,

es werden genau die selben Arbeiten anfallen, die wir auch heute ausführen. Fensterthematik bleibt immer die selbe, bei Elektroleitungen machen wir die Beplankung runter, nehmen die Kabel einfach raus und legen neue rein, beplanken und tapezieren wieder - oder was auch immer in 50 Jahren für Oberbeläge ausgeführt werden :-)

Beim Vollwärmeschutz ist festzustellen, das bei einem heute gebauten SchwörerHaus das Aufbringen eines Vollwärmeschutzes als zukünfige Option immer noch möglich ist, wärend bei einem Haus aus Mauerwerk schon heute 16 - 20 cm Dämmung verbaut werden und mehr schon aus fassadenstatischen Gründen nicht mehr möglich sein wird.

Grüße
Manfred Hölz
von W. Müller
5. Dezember 2013, 14:53
Hallo liebes Schwörer-Team,

kürzlich hatte ich mit einem Kollegen die Diskussion, wie eigentlich eine Renovierung eines 40..50 Jahre alten Schwörerhauses (heute gebaut) in Zukunft aussehen wird. Gibt es dazu von ihrer Seite Überlegungen, die auch in die aktuelle Konstruktion einfließen?

Beispiel: Ein Ziegelhaus aus den 60-ern kann man mit Wärmedämmung außen + neue Fenster und Heizungsanlage wieder auf den energetisch aktuellen Stand bringen. Ggf. wird noch der Dachstuhl erneuert und innen ein paar Schlitze geklopft um die elektrischen Leitungen zu erneuern. Wie schaut das mit einem Schwörerhaus im Jahre 2060 aus? Was erwarten Sie da an typischen Arbeiten?

Gruß, W. Müller
von Simon
30. Juli 2013, 21:10
Liebes SchwörerTeam,
wir gehören zu den Leidtragenden des schweren Hagelsturms, der neulich über uns hinweg fegte.
Dach ist kaputt, Solarthermie ist zerstört, Löcher im Putz, ... Es ist zum Davonlaufen.
Trotzdem gibt es einen Lichtblick, und das seid Ihr, liebes SchwörerTeam. Ihr habt es geschafft, nach schon 2 Tagen vor Ort zu sein und das Dach abzudichten bzw. neu zu decken. Man fühlt sich nicht alleine!
Dies ist wieder mal eine weiterer Grund, warum man mit Schwörer bauen sollte. Auch wenn das Haus schon steht, kümmert sich Schwörer um seine Kunden. DAS ist Service. Weiter so!!!!!
Markus Amann von Markus Amann
15. März 2013, 09:22
Hallo Wolfgang,

mit etwas handwerklichem Geschick und ohne Höhenangst ist es sicher unproblematisch ein Schneefanggitter zu montieren und kann, wie von Herr Müller beschrieben, auch selbst gemacht werden.
Allerdings sollte man bei neueren Häusern beim Anheben der Dachziegel darauf achten, dass die Sturmklammern, welche seit 2012 in bestimmten, berechneten Dachbereichen angebracht sind, nicht entfernt werden.

Gruss Markus Amann
von W. Müller
14. März 2013, 22:24
Hallo,

habe das vor ein paar Tagen an ein neu gebautes SchwörerHaus anbringen lassen. War kein großes Problem. Kommt aber sicherlich auf das System an. Unser System besteht aus Haltern, die an den Latten angeschraubt werden und auf den Platten aufliegen. An diesen werden die Schneefanggitter angebracht. Die gibts in 3m Stücken. Die Dachplatten müssen unten leicht aufgearbeitet werden, damit die Halter darunter hervorlaufen können. Denke, das könnte man (unter Anleitung) auch selber machen.

Gruß, W. Müller
von wolfgang
13. März 2013, 20:15
Hallo zusammen,
wie kritisch ist nachträglich die selbständige Montage eines Schneefanggitters an einem Schwörer Haus (unseres ist BJ 2011) ?
Kann mir jemand sagen was zu beachten ist und ob ich das lieber extern machen lassen sollte.
Gruß&Danke
Wolfgang
von Manuela Kugler
23. November 2012, 11:51
Da zeigt sich mal wieder, wie stabil ein solches Haus ist. Nach über 80 Jahren steht es noch und durch die Runderneuerung wird es wohl noch einmal 80 Jahre stehen. Vielen Dank für dieses innovative Projekt.

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