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Bitumendickbeschichtung

Kommentare: 12

Nach der Erstellung des Kellers wird eine sogenannte Bitumendickbeschichtung auch Schwarzanstrich genannt an die Kelleraußenwände angebracht.

Diese Bauwerksabdichtung laut unserer Bau- und Ausstattungsbeschreibung, erfolgt nach DIN 18 195 Teil 4. Die Abdichtung nach Teil 4 beinhaltet den Lastfall gegen Bodenfeuchtigkeit im Erdboden. Feuchtigkeit im Erdboden ist ein immer vorhandenes, kapillargebundenes und durch Kapillarkräfte auch entgegen der Schwerkraft ableitbares Wasser. Diese Ausführung setzt eine Drainage mit Ableitung nach DIN voraus. Die Drainage muss entweder an die Schmutz- oder Regenwasserentwässerung angeschlossen werden oder über eine Versickerung auf dem Grundstück über eine Rigole oder Sickerschacht.

Das Aufbringen der Bitumendickbeschichtung  kann nur auf einer trockenen Oberfläche geschehen, da Wasser die Haftfähigkeit beeinträchtigt. Ebenso ist auf die Außentemperatur zu achten (je nach Herstellerangaben des Bitumens). Bei dieser Ausführung muss eine Trockenschichtstärke der Abdichtung von 3 mm gewährleistet werden.

Falls keine Drainage durch z. B. die Baugenehmigung ausgeführt werden darf oder durch ein Bodengutachten mit aufstauendem oder drückendem Sickerwasser bzw. Grundwasser zu rechnen ist, kann hier ein wasserundurchlässiger Keller (WU-Keller = weiße Wanne, nach WU-Richtlinie) oder ein wasserdichter Keller (Tricosal-Wanne nach DIN 18 195 Teil 6) gewählt werden.

12 KOMMENTARE
Christoffer Walcher von Christoffer Walcher
19. Oktober 2016, 14:33
Hallo Jens,

Sie liegen Richtig mit Ihrer Vermutung – im mittleren Bereich ist die Erkerplatte mit einer Kerndämmung ausgeführt. Demnach
können Sie die Sockeldämmung nur eingeschränkt (im oberen Bereich) mit Dämmstoffdübel befestigen. Als Alternative können
Sie die Sockeldämmung mit einem mineralischen WDVS Klebe- und Armierungsmörtel vollflächig befestigen.

Freundliche Grüße
Christoffer Walcher
von Jens
19. Oktober 2016, 13:28
Hallo Herr Walcher,

vielen Dank für die ausführliche Antwort. Ich hätte noch eine letzte Frage (versprochen! ;-)): Aus optischen Gründen möchten wir an unserem Erker ebenfalls Sockeldämmung anbringen und anschließend verputzen (damit es einheitlich aussieht). Ich habe gestern mal an die "Bodenplatte" des Erkers geklopft. Es hört sich so an als befinde sich in der Mitte der Platte Dämmmaterial. Kann man die Sockeldämmung am Erker mit Dämmstoffdübeln befestigen oder raten Sie davon ab? Reiner Montageschaum hält laut Angabe auf der Dose nicht und angefüllt wird am Erker ja nichts (sind ja nur etwa 20 cm).

Danke nochmal für Ihre Tipps (leider erreiche ich unseren Bauleiter nicht mehr, daher wende ich mich immer an Sie...)

Viele Grüße
Jens
Christoffer Walcher von Christoffer Walcher
18. Oktober 2016, 08:15
Hallo Jens,

prinzipiell kann der sich ergebende Hohlraum mit einem nicht zu stark expandierendem Schaum verfüllt werden. Wichtig ist jedoch, dass der Schaum vor der Montage der Dämmung an den Sockel
aufgebracht wird. Die Sockeldämmung muss dann relativ zügig befestigt werden, da es sonst zu Schwierigkeiten mit dem aufgehenden Fugendichtband kommen kann. Ich würde Ihnen allerdings
empfehlen, ein Fugendichtband mit einer Breite von mindestens 20 mm einzusetzen. Das vereinfacht die Montage erheblich und ist darüber hinaus auch formstabiler.

Freundliche Grüße
Christoffer Walcher
von Jens
10. Oktober 2016, 11:37
Hallo Herr Walcher,

ich bin inzwischen bei Sto (Lento) fündig geworden. Das Fugendichtband hätte ich auf der kellerabgewandten Seite außen auf die Dämmung geklebt als Trennung zwischen Haus- und Kellerdämmung. Da das Fugendichtband nur 10 mm breit ist, bleibt hinter dem Band (Richtung Kellerwand) ein Hohlraum. Ein Stukkateur meinte kürzlich zu mir, er würde das mit Brunnenschaum ausschäumen. Ist das korrekt oder soll der Zwischenraum frei bleiben?

Danke nochmal für Ihre Unterstützung. Hoffe ich habe das Problem verständlich beschrieben. Leider kann man keine Anhänge verschicken, eine Skizze wäre bestimmt hilfreich gewesen.

Viele Grüße
Jens
Christoffer Walcher von Christoffer Walcher
27. September 2016, 16:45
Hallo Jens,

eine EPDM Dichtung ist für diesen Anwendungsfall nicht geeignet. Passende Fugendichtungsbänder aus Polyurethanweichschaum sind unter anderem im Online Handel sowie im Fachmarkt zu finden.
Die Fugendichtungsbänder werden hauptsächlich im Hochbau eingesetzt und sind in unterschiedlichen Dimensionen zu beziehen. Die Größe des Fugendichtungsbandes richtet sich nach der örtlichen Gegebenheit
(Fugentiefe und Fugenbreite).

Viele Grüße
Christoffer Walcher
von Jens
27. September 2016, 12:54
Hallo Herr Walcher,

vielen Dank für die Information. Können Sie mir ein spezielles Produkt für das Fugendichtungsband empfehlen? Im örtlichen Baumarkt konnten sie mit dem Begriff "Kompriband" nichts anfangen. Im Internet habe ich von der Firma Eternit das Produkt "EPDM Fugendichtungsband" gefunden, da kostet die 20 Meter Rolle aber 150 €. Gibt es eventuell auch was passendes von Sto?

Danke im Voraus und viele Grüße
Jens
Christoffer Walcher von Christoffer Walcher
5. September 2016, 08:13
Hallo Jens,

damit die Anschlussfuge dauerhaft dicht bleibt und um Putzabrisse vermeiden zu können muss die Sockeldämmung im Bereich
des Anschlussprofils mit einem passenden Fugendichtungsband (Kompriband) angeschlossen werden. Bezüglich der Befestigung
der Sockeldämmung müssen Sie auf die jeweiligen Verarbeitungsrichtlinien der Hersteller zurückgreifen, woraus die Art der
Verklebung / Verdübelung hervor geht.

Freundliche Grüße
von Jens
24. August 2016, 09:38
Hallo Frau Greiner,

gibt es von Ihrer Seite aus Richtlinien zur korrekten Anbringung der Sockeldämmung? Im Kundenportal bin ich leider nicht fündig geworden (hoffe ich habe nichts übersehen). Mir geht es in erster Linie um den korrekten Übergang von der Sockel- zur Hausdämmung.
Bei unserem Haus wurde von Ihren Monteuren nur im Bereich Kellerabgang eine Schiene aus Metall (wenn ich mich nicht täusche) an der Unterkante der Hausdämmung angebracht. Soll diese als Horizontaltrennung um das komplette Haus geführt werden? Wirkt das Metall nicht wie eine Kältebrücke zwischen Haus- und Kellerdämmung?

Vielen Dank im Voraus für die Informationen.

Jens
Claudia Baur von Claudia Baur
5. November 2012, 13:39
gerne :)

natalia.ruff@schwoerer.de
von B. Marx
5. November 2012, 12:12
Hallo Frau Baur,

hätten Sie mir auch noch die E-Mail-Adresse von Frau Ruff, ihrer Energiefachberaterin?
Kann hier von der Arbeit aus schlecht telefonieren.

Vielen Dank.

B. Marx
Claudia Baur von Claudia Baur
5. November 2012, 07:25
@ B. Marx

Die von Ihnen angegebenen C 25 oder C 30 Werte haben etwas mit der Betongüte zu tun. Falls Sie hier Fragen haben, können Sie sich gerne an unsere Kellerabteilung, Herrn Krögner (07387 16 170) wenden.

Bei Fragen zur Wärmedämmung und Wärmeleitgruppe am Keller können Sie sich gerne an unsere Energiefachberaterin Frau Ruff wenden, Tel 07387 16 398.
von B. Marx
31. Oktober 2012, 15:33
Hallo Frau Greiner,

können Sie mir sagen, welche Wärmeleitfähigkeit der Standard-Schwörerkeller besitzt (Material ist m.W. C25 oder C30). Sollte den Lambdawert in [W/m*k] für zur Berechnung des Gefrierpunktes haben.

Vielen Dank.

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