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Hausbau Blog 2022

Kategorie: Tipps
Kommentare: 105

Da ich bei SchwörerHaus für die Qualitätssicherung zuständig bin, komme ich auch mit vielen Kunden ins Gespräch. Dabei werden dann immer wieder viele Fragen zu Materialien gestellt, denn Kunden möchten bei ihrem Eigenheim oft auch selbst mit anpacken und damit Geld sparen. So kommen häufig Fragen, wie man es richtig macht und welche Materialien man verwenden sollte bzw. welche Voraussetzungen bei der Produktauswahl zu beachten sind.

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Die meisten Arbeiten, die Bauherren gerne selbst machen wollen, sind die Maler- und Bodenbelagsarbeiten. Hier lassen sich mit wenig Gerätschaften einige Arbeiten in Eigenregie herstellen und der Kunde kann so seinen Maßstab an Qualität selbst festlegen. Ich möchte an dieser Stelle kurz auf das Thema der Wandbeschichtung eingehen, denn viele Bauherren wählen aus optischen Gründen gestrichene Wandflächen oder flächige Putze und Spachteltechniken aus den unterschiedlichsten Formen und Farben aus. Hierbei wird leider sehr oft nicht berücksichtigt, dass sich Wände (egal ob in Massiv- oder Holzbauweise) bewegen.

Durch die dünnen Putze und Farbbeschichtungen werden diese Bewegungen nicht aufgenommen und es führt zu feinen Rissen in der Endbeschichtung, was man natürlich optisch erkennen kann und sich dann fragt, woher das jetzt kommt. Um dies zu verhindern, muss zuerst eine Entkopplungsschicht in Form einer aufgeklebten Armierungsschicht auf den Wandflächen aufgebracht werden, bevor dann der Endbelag eingebaut wird. Dadurch werden die Bewegungen zwischen Wand und dem Endbelag aufgenommen und der optische Endbelag bleibt rissfrei. Ein kleiner aber wichtiger Punkt, den man optisch nicht sieht, der aber das Endergebnis langfristig schön bleiben lässt.

Ich wünsche mir, dass viele Bauherren diesen Bericht lesen und diese Information auch in ihre Überlegungen mit einbeziehen und ich würde mich freuen, wenn es hierzu auch Rückmeldungen oder Fragen gibt.

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105 KOMMENTARE
von Richard Geiselhart
18. März 2020, 11:17
Hallo Herr Baumann,

wir raten von dieser Idee komplett ab.
Der Untergrund für solch feine Streichputze muss von den Anforderungen mindestens Q3 sein.
Bei einer Q2 Spachtelung ist das Einbringen der Rissbrücken von Wand zu Wand und von Wand zu Decke nicht enthalten, kann aber entsprechend bemustert werden.
Für einen feinen Streichputz empfehlen wir ganz dringend einen flächigen Malervliesuntergrund, der das Putzsystem von der Wand entkoppelt und sicherstellt, dass keine Risse in der Fläche entstehen. Ohne diese Entkopplungsebene wird es mit Sicherheit zu Rissen kommen, da ein dünnes Putzsystem die Quell und Schwindverhalten der Bausubstanz nicht aufnehmen kann und das ist dann dem fehlenden Aufbau geschuldet.

Viele Grüße
Richard Geiselhart
von Adrian Baumann
15. März 2020, 20:46
Hallo Herr Geiselhart,

anbei eine Frage hinsichtlich der Spachtelarbeiten, die von Schwörer durchgeführt werden:
In unserem derzeitigen Angebot ist eine Q2-Spachtelung seitens Schwörer enthalten. Wir planen, auf die Wände direkt einen Streichputz aufzutragen. Empfehlen Sie hierfür eine Q3-Spachtelung?
Sind in den Q2-Arbeiten auch bereits Rissbrücken an den Wänden mit verarbeitet?

Vielen Dank im Voraus und viele Grüße
Adrian
von Daniel Schäfer
3. Februar 2020, 08:28
Guten Tag Herr Bauer,

abhängig Ihres Untergrundes im Schwörer-Haus sind z.B. auf der Dämmwertdecke schon Entkopplungsplatten aufgebracht.
Diese dienen hier vorrangig des Höhenausgleichs, sowie der Entkopplung. Bei Trockenboden als Gipsfaser-Trockenelement oder mit den vorgefertigten Betonelementen wird keine Entkopplung verbaut.
Zu beachten ist, dass wir für die Verlegung von feuchteempfindlichen Böden, also hier Parkett, bei den Betonuntergründen eine Dampfbremse gegen Restfeuchte aus dem Beton empfehlen.
Bei Verklebung des Parketts erfolgt eine solche Dampfbemse in Form einer absperrenden Grundierung. Solche Aufbauten gibt es in der Regel im System der Bauchemie-Anbieter.
Wir verwenden hier Produkte der Marke Uzin. Im Aufbau die sperrende Grundierung PE 414 BiTurbo und den Kleber MK200.
Generell gibt es auch von den Parkettherstellern Aufbauempfehlungen die mit verschiedenen Bauchemie-Anbietern ausgearbeitet werden und auf die Böden abgestimmt sind.

Viel Erfolg
Daniel Schäfer
von Daniel Schäfer
3. Februar 2020, 07:53
Hallo Herr Braumann,

das „Sondermaß“ bezieht sich auf die Rohbauöffnung, die etwas kleiner ist als im Mauerwerksbau. Dies wird dadurch ermöglicht, dass keine zusätzlichen Toleranzen durch überstehende Mörtelfugen oder einzelne Steinreihen entstehen.
Um Standard-Maß-Türen verbauen zu können, muss lediglich am Holz ein kleiner Bereich als „Bandtasche“ an der Bandseite ausgestemmt werden.
Abhängig vom Türhersteller, kann es sein, dass an der Schließseite noch für die Befestigungsbleche des Schließbleches eine Aussparung gemacht werden sollte.

Dann ergibt sich ein kleiner Spalt, der mit Montagkleber und Unterlegplättchen ausgeglichen werden kann.

Viele Grüße
Daniel Schäfer
von Tobias Bauer
27. Januar 2020, 03:31
Für unseren 3 Schicht Fertigparkett in Dielenform (2420x187x15) mit schubfester Verklebung.
Benötigen wir dafür eine Entkopplungsmatte?
Wenn je welche und mit welchen Kleber wird diese auf dem Boden verklebt und welcher Kleber wird für den Parkettboden empfohlen.
von Juliana Braumann
23. Januar 2020, 11:06
Hallo,

ich würde gerne das Thema "Innentüren"nochmal ansprechen.

Einerseits lese ich den Hinweis von Schwörer bezüglich der Sondermaße und das verkleben der Türzarge, anderseits von einigen Bauherren dass Standard Maße nun doch passen?

Ist das von Haus zu Haus unterschiedlich?

und sollten wirklich keine Standardtüren passen, müsste ich Türen extra anfertigen lassen?

MfG
von Richard Geiselhart
13. Mai 2019, 08:47
Hallo Judith,

zunächst ist für diesen Endbelag eine Spachtelung in Q3 notwendig, damit es zu keinen sichtbaren Untergrundabzeichnungen kommt. Dann empfehlen wir ein Malervlies, welches als separate Armierungs-/Entkopplungsschicht mit Verarbeitungsfertigen Vliesklebern auf die Wand aufgeklebt wird. Danach kann dann mit Putzgrund die Fläche beschichtet und anschließend der Endputz aufgebracht werden.

Gruß Richard Geiselhart
von Judith S.
10. Mai 2019, 21:57
Sehr geehrter Herr Geiselhart,

wir möchten sehr feinen Rollputz mit 0,5mm Körnung in Eigenleistung aufbringen. Die Spachtelarbeiten in Q2 sind von Schwörer ausgeführt worden. Wie ich in diesem Thread bereits gelesen habe, sollte zunächst eine flächige Armierung, zum Beispiel ein Glasfaservlies, aufgebracht werden. Welche Methode würden Sie hierfür empfehlen? Sollte das Vlies in eine flächige Gipsschicht eingebettet werden oder sollte es mit Dispersionskleber aufgeklebt werden, ähnlich wie die Ausgleichsbänder für die Raumecken/Deckenstöße und anschließend verspachtelt werden?

Vielen Dank vorab für Ihre Hilfestellung.
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