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3D-Visualisierungen

Hausbau Blog 2021

Kategorie: Architektur
Kommentare: 24

Die dreidimensionale Darstellung von Objekten und Produkten bei der Planung und Vermarktung hat zunehmend an Bedeutung gewonnen. Besonders in der Architektur ist der Einsatz von 3D-Visualisierungen bei größeren Projekten (Städteplanung, Gewerbebauten etc.) kaum noch wegzudenken. Ein weiterer Hype erlebt die Branche gerade durch das dreidimensionale Kino. Die Filme Toy Story 3, Avatar oder Alice im Wunderland sind wahre Kassenschlager.

Die Vorteile und Möglichkeiten dieser Modelle liegen auf der Hand: erhöhte Flexibilität in Materialauswahl und Beleuchtungsvarianten, realitätsnaher Eindruck durch virtuelles Begehen, Gebäudeplanung …

Ein Problem bei dieser Art der Projektvisualisierung besteht darin, dass die für die Baudurchführung erstellten CAD-Daten meist für eine 3D-Visualisierung nicht ausreichend sind (nur 2D , keine Materialien, keine Beleuchtungsinformationen,…). Es ist also eine Nachmodellierung oder Aufbereitung der Grunddaten erforderlich, um eine virtuelle Ansicht eines Architekturentwurfs berechnen zu können. Dieser Aufwand erhöht sich entsprechend, falls das Umfeld des Objekts mit in die Darstellung einbezogen werden soll (Garten, Nachbarschaftsobjekte, Sonnenstand …). Es gibt etliche Softwareanbieter, die Programme anbieten mit denen Sie Ihr Traumhaus am PC „designen“ können. Sie werden dann jedoch feststellen, dass es halt doch nicht wie ein echtes „SchwörerHaus“ aussieht.

Meiner Meinung nach ist es mit den derzeitigen Systemen und mit einem vernünftigen Aufwand dem Vertrieb nicht möglich, eine für den Interessenten optisch ansprechende Darstellung des Gebäudes zu erreichen.

Dieses Fazit habe ich bewusst so provokant getroffen, um eine Diskussion in unserem Blog zu starten. Also dann mal los…

24 KOMMENTARE
von Kirstahler
15. August 2010, 09:53
Hallo Herr Trauth,

das hab ich mir schon gedacht, dass die Hausbesichtigungen von den Gebietsvertretern organisiert werden. Aber da wären wir dann jetzt wieder beim Thema "Zusammenarbeit mit Architekten"! Da gibt es nun mal gute und weniger gute Berater/Architekten Teams wie wir ja jetzt bereits wissen... Wir wollen zwar unser Haus (wenn es dann mal steht) auch nicht unbedingt der Öffentlichkeit zur Verüfung stellen, allerdings wurden wir auch nie danach gefragt. Wenn kein einziger Kunde gefragt wird, ist es auch nicht verwunderlich, dass es keine einzige Hausbesichtigung in unserer Nähe gibt. Adressen von anderen Kundenhäusern, die man zumindest mal von außen anschauen kann, haben wir nur sehr mühselig erhalten und noch dazu doch wieder ein ganze Stück weiter weg. Adressen von Kundenhäusern die wirklich bei uns in der Nähe sind, haben wir ganz alleine und wirklich eher zufällig herausgefunden.

T.Kirstahler
von Tilman Jacobs
15. August 2010, 01:08
Das interessante an einer 3D-Visualisierung ist doch das virtuelle "Durchwandern" des Hauses. Ein Ansicht von Aussen kann auch in 2D sehr aussagekräftig sein. Wir haben mit einfachen Programmen unser Haus geplant ( Grundriss und Ansichten) und dann bei mehreren Firmen das Haus angefragt. Anbieter Nr.1 hat uns ein detailliertes Angebot inkl. eigener Zeichnungen ( Grundrisse , Ansichten, 3D-Darstellungen ) geschickt. Bei Anbieter Nr. 2 ist der Berater mit einem Architekten schon in der Angebotsphase zu uns nach Hause gekommen und sie haben auf einem Notebook innerhalb einer Stunde alle unsere Wünsche und ihre eigenen Ideen eingearbeitet, inkl. Teilmöblierung und 3D-Ansichten. Bei Nr. 3 - Schwörerhaus - wurden uns "nur" ein schriftliches Angebot vom Bauberater persönlich überbracht und besprochen. Das Angebot war allerdings nicht sehr detailliert, mit teilweise unverständlichen Texten und ohne Detailpreise.

Der sehr professionelle Auftritt von Anbieter Nr. 2 hat uns dann zu einer Vorentscheidung gebracht. Erst die Besichtigungen der Werke und die Vorbemusterung bei den drei Anbieter hat uns dann doch von Schwörer ganz überzeugt und wir freuen uns nun auf unser Schwörerhaus, dass in wenigen Tagen geliefert werden soll.

Unser Anbieterauswahlverfahren ( nur verkürzt dargestellt ) zeigt aber, dass eine möglichst frühe 3D-Visualisierung den Verkauf sehr unterstützen kann. Bei Häusern aus dem Katalog sollte das auch gar keine Problem sein. Bei frei geplanten Häusern ist der Aufwand natürlich höher, aber auch bei späteren Kunden wieder verwendbar. Das Archiv, das auch im Internet zur Verfügung gestellt werden könnte, würde schnell grösser werden. Der Aufwand ist deutlich geringer als ein Musterhaus zu erstellen und zu unterhalten, auch wenn eine professionelle 3D-Darstellung den Raumeindruck eines Musterhauses (noch) nicht ersetzen kann.

Am Ende ( bzw. Hausanfang) zählt dann aber doch die Qualität des Hauses und nicht die Qualität der 3D-Darstellungen, die nach dem Einzug dann auf der Festplatte verstauben.
von Peter Traut
13. August 2010, 14:22
Hallo Frau Kirstahler,

Sie haben Recht:
Bei einem völlig individuell geplanten Haus ist eine Visualisierung sehr hilfreich.

Eine sehr einfache Visualisierung kann relativ kostengünstig hergestellt werden. Eine wirklich gute Visualisierung ist aufwendig und daher auch kostenintensiv.
Denkbar wäre, dass eine gute Visualisierung zu einem vorher fest vereinbarten Betrag erstellt wird. Die Kosten hierfür werden bei einem späteren Abschluß angerechnet.

Unsere Gebietsvertretungen führen die Hausausstellungen von Kundenhäusern durch. Daher gibt es regionale Unterschiede in der Häufigkeit. Auch nicht jeder Kunde möchte sein Haus der Öffentlichkeit zur Verfügung stellen.

Jeder Gebietsvertreter weiß, wo und welche Häuser in seinem Gebiet stehen. Die meisten unserer Kunden lassen eine Besichtigung nach vorheriger Anmeldung zu. Zumindest eine Außenbesichtigung ist fast immer möglich.


Peter Traut
Verkaufsleiter SchwörerHaus
von Tina Kirstahler
11. August 2010, 06:52
Hallo Herr Traut,

die Musterhäuser sind meiner Meinung nach sehr wichtig! Wie sie bereits selbst schreiben: das Raumerlebnis und die Wahrnehmung kann man nur in echten Häusern erfahren. Für uns waren die Musterhäuser schon sehr wichtig um uns z.b. die verbaute Technik besser vorstellen zu können. Oder zu sehen was noch so alles machbar ist und wie dies dann aussehen könnte.

Allerdings bringen noch so viele Musterhäuser und Prospektbilder nichts, wenn man, wie in unserem Fall, ein komplett individuelles Haus geplant hat. Da kann ich mir 100 Musterhäuser anschauen und keines ist annähernd änlich gebaut wie unseres werden wird :-)

Zum Thema Kundenhäuser möchte ich noch dazu sagen, dass ich seit bereits 1 Jahr die Hausbesichtigungstermine auf der Schwörer Homepage beobachte. Leider ist nie ein Kundenhaus in unserer Nähe dabei...

Grüße
T.Kirstahler
von Johannes Haerle
10. August 2010, 23:20
Aufwand ist es schon. Aber es wird Programmtechnisch auch immer leichter.

Ich persoehnlich arbeite fuer realistische Renderergebnisse z.B. gerne mit dem Indigo-Renderer in Kombination mit Cinema 4D. Der Indigo-Renderer ist sehr einfach zu bedienen, dank der sauber eingestellten Presets. Die ersten Ergebnisse trotz wenig Kenntnisse in diesem Renderer waren verblueffend. Sie koennen auf der Homepage "www.JH-CAD-Architekt.de" jederzeit betrachtet werden.

Unterschiedliche Gestaltungsvarianten muss man sowieso einzeln vorbereiten und erzeugen, ist aber mittels verschiedener Plugins und ein gut organisiertes Projekt gar nicht so viel Aufwand, wenn die Hausgeometrieen beibehalten werden sollen, die Gestaltung also nur ueber die Materialisierung veraendert wird.

Aber ein Rendering braucht sowieso 5-20h Renderzeit, also mit Knopfdruck wird da nie etwas realistisches werden...da braucht es noch bestimmt ein halbes Jahrhundert bis die Computer so schnell sind ;-)

Eine CAD-Planung besitzt doch eigentlich sowieso jedes Haus, waere also bei einem Neubau nicht das Problem. Ich bin nur immer wieder erstaunt, wie wenig Architekten tatsaechlich 3D zeichnen, obwohl es meist schneller waere, als in 2D...und eben auch die Optionen einer automatischen Mengenermittlung, Flaechenberechnung, Kubaturenberechnungen, teils sogar Kostenberechnung, assoziative Ansichten/Schnittgenerierung und einer Visualisierung als Nebenprodukt haette...
von Peter Traut
10. August 2010, 15:21
Eine technisch korrekte Visualisierung erfordert einen gewaltigen Aufwand.
Es gibt kein Programm, das per Mausklick unterschiedliche Gestaltungsvarianten darstellen kann. Als Grundlage muß eine Konstruktionsplanung per CAD erfolgen. Alles andere sind Visualisierungen, die das gewünschte wirklichkeitsnahe Bild nicht vermitteln können.

Neben zahlreichen und guten Bilddarstellungen in unseren Prospektunterlagen bieten wir die Möglichkeit von Hausbesichtigungen in unseren Musterhäusern und Tausenden von Kundenhäusern, die auf Anfrage besichtigt werden können.

Ein in unterschiedlichen Ausführungen gebautes Haus zu besichtigen ist nach meiner Meinung wertvoller als eine schlechte Visualisierung.

Es wäre eine interessante Überlegung, ob durch eine sehr gute Visualisierung auf Musterhäuser verzichtet werden könnte. Ich meine, dass der Kunde das echte Raumerlebnis und die echte Wahrnehmung erfahren möchte.
Gerne höre ich hierzu auch weitere Meinungen.

Peter Traut
Verkaufsleiter SchwörerHaus
von Johannes Haerle
3. August 2010, 18:07
Hallo,

ich habe mich nun auch mal durch das Interessante Diskussionsthema durchgeangelt. Realistische Visualisierungen, die nicht mehr von einem echten Foto zu unterscheiden sind, sind durchaus schon machbar und teilweise auch gerade im Wettbewerbsbereich an der Tagesordnung. Allerdings benoetigen solche Visualisierungen ziemlich gute Fachkraefte, die raritaet auf dem Markt sind, und diejenigen, die es koennten, sind meist unbezahlbar. Meist werden dafuer speziallisierte Grafiker beauftragt. Welcher Bauherr zahlt aber schon gerne 2000 € mehr fuer sein Haus, um damit eine perfekte Visualisierung vorab zu bekommen?

Von dem her ist die Visualisierung "nur" ein Nebenprodukt der eigentlichen Hausplanung, die innerhalb von einigen Stunden erstellt sein muss, weil diese Leistung nicht fuer den Notwendigen Aufwand bezahlt wird. Realistische Ergebnisse setzten aber tiefgreifende Kenntnisse in Visualisierungssoftware wie Max-Studio, Rhino, Cinema 4D, Indigo-Renderer oder V-Ray voraus, die gut mit dem CAD-Programm kombiniert sein muss, um eine Reibungslose konvertierung zu gewaehrleisten. Dies sprengt aber bei weitem die eigentliche Taetigkeit eines Architekten oder Bauzeichners.

Da ich selber in dem Visualisierungsbereich stark taetig bin, und die Kluft des Realitaetsnahen Visualisierens im Kontrast zum minimalen Zeitaufwand mangels Bezahlung kenne, nehme ich an, dass sich realitaetsnahe Visualisierung im Einfamilienhausbau auf keinen Fall durchsetzten kann, sie wird eher Ausnahme fuer einige Stangenhaeuser bleiben, fuer die man Visualisierungen mehrfach fuer mehrere Projekte verwenden kann.

Gut ankommen tun auch (realitaetsferne) sketch-Renderings, die wie schnell gezeichnet aussehen. Diese werden aber gerne fuer groessere Projekte verwendet, um die Proportionierung darzustellen. Auf diese Weise wird die gute, alte Modelliererei ersetzten... ;-)

...so far...
von Markus Schwörer
2. August 2010, 11:42
Erstmal - Vielen Dank für Ihre Kommentare.
Ich habe absichtlich noch etwas gewartet, und gehofft dass sich ein Softwareanbieter an unserer Diskussion beteiligt. Vielleicht ergibt sich ja noch was...

Klar – auch ich als SchwörerHaus Besitzer hätte mir damals auch gewünscht ein 3D Modell unseres Hauses zu bekommen. Ich habe mich dann an Data-Becker Programmen versucht. Wenn ich aber diese Pläne mit unserem Haus vergleiche ist das eben schon ein gewaltiger Unterschied. Es stellt sich eben auch bei Ihren Kommentaren immer die Frage, wie perfekt muss es sein.
Soll der Vertrieb mit einer technisch korrekten Visualisierung, die sich mit einem überschaubaren Aufwand zu machen ist, zum Interessenten gehen, der von Schwörer perfekte Bilder und Prospekte gewohnt ist?

Ich möchte den Kommentar von Herr Borgert noch aufgreifen. Bisher haben wir die Konstruktion des Bauvorhaben erst nach der Bemusterung begonnen. Wir konstruieren seit kurzem die Grundrisse schon vor der Bemusterung. Dadurch ist es möglich den Kunden ganz exakte Pläne zu übergeben. Somit hat er die Möglichkeit schon vor der Bemusterung sich über die Haustechnikanschlüsse (Steckdosen, Schalter, Licht, TV, LAN, Telefon etc) und Decken und Wandbeläge Gedanken zu machen und evtl. die DXF Pläne in ein Visualisierungsprogramm zu übernehmen.
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