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3D-Visualisierungen

Markus Schwörer
Kategorie: Architektur
Kommentare: 24

Die dreidimensionale Darstellung von Objekten und Produkten bei der Planung und Vermarktung hat zunehmend an Bedeutung gewonnen. Besonders in der Architektur ist der Einsatz von 3D-Visualisierungen bei größeren Projekten (Städteplanung, Gewerbebauten etc.) kaum noch wegzudenken. Ein weiterer Hype erlebt die Branche gerade durch das dreidimensionale Kino. Die Filme Toy Story 3, Avatar oder Alice im Wunderland sind wahre Kassenschlager.

Die Vorteile und Möglichkeiten dieser Modelle liegen auf der Hand: erhöhte Flexibilität in Materialauswahl und Beleuchtungsvarianten, realitätsnaher Eindruck durch virtuelles Begehen, Gebäudeplanung …

Ein Problem bei dieser Art der Projektvisualisierung besteht darin, dass die für die Baudurchführung erstellten CAD-Daten meist für eine 3D-Visualisierung nicht ausreichend sind (nur 2D , keine Materialien, keine Beleuchtungsinformationen,…). Es ist also eine Nachmodellierung oder Aufbereitung der Grunddaten erforderlich, um eine virtuelle Ansicht eines Architekturentwurfs berechnen zu können. Dieser Aufwand erhöht sich entsprechend, falls das Umfeld des Objekts mit in die Darstellung einbezogen werden soll (Garten, Nachbarschaftsobjekte, Sonnenstand …). Es gibt etliche Softwareanbieter, die Programme anbieten mit denen Sie Ihr Traumhaus am PC „designen“ können. Sie werden dann jedoch feststellen, dass es halt doch nicht wie ein echtes „SchwörerHaus“ aussieht.

Meiner Meinung nach ist es mit den derzeitigen Systemen und mit einem vernünftigen Aufwand dem Vertrieb nicht möglich, eine für den Interessenten optisch ansprechende Darstellung des Gebäudes zu erreichen.

Dieses Fazit habe ich bewusst so provokant getroffen, um eine Diskussion in unserem Blog zu starten. Also dann mal los…

24 KOMMENTARE
von W. Müller
5. Mai 2014, 08:47
Hallo zusammen,

alter Beitrag aber immer wieder interessant. Eine gute 3D Freeware für die Raumplanung ist Sweet Home 3D. Damit habe ich mein Schwörer Haus vorgeplant und das war ganz gut so. Einarbeitungszeit hält sich in Grenzen. Zusammen mit meinem Nachbar (Informatiker), haben wir dann unsere geplanten Häuser noch in Google Sketch (Freeware) direkt auf der Grundlage der Satellitenbilder von Google Maps und des Bebauungsplans platziert. Damit lässt sich dann der Sonnenstand und damit die Beschattung durch Bäume/Nachbarhäuser/etc. für jeden Tag im Jahr simulieren. Das war extrem hilfreich, gerade für die Fensterplatzierung und in meinem Fall für die Planung der PV-Anlage. Das geht heute alles - sogar ganz ohne Geld für teure Software. Wenn das Schwörer mit anbieten könnte - wäre sicherlich ein tolles Feature für Leute, die keine Lust haben sich in die Programme einzuarbeiten. Aber zum Null-Tarif sicher nicht möglich, da schon zeitaufwändig, selbst für Profis.

Grüße, W. Müller
von Mykhaylo Falkovych
3. Mai 2014, 13:49
Absolut richtig erkannt. Wie in jedem Bereich stößt der Bauherr, Baufirma oder ein Immobilienmakler bei der Darstellung der Immobilie an seine Grenzen. Deswegen sollte für diese Aufgaben ein Profi beauftragt werden. Ein 3D Visualisierer mit Begabung und Erfahrung kann richtig tolle fotorealistische 3D Visualisierung für die Vermarktung der Objekte liefern.
von Jonas
19. November 2012, 00:27
Natürlich ist es möglich. Aber das was vor 2 Jahren. Die Technik entwickelt sich weiter.

In 5 Jahren haben wir Filme mit Schauspielern die längst tot sind...
von Stefanie Jäger
4. Dezember 2010, 14:23
Ehrlich gesagt bin ich etwas bestürtzt, dass über dieses Thema überhaupt diskutiert werden muss. Die Entwicklung von semi- bzw. nicht professionellen Software-Tools und diversen Internetanwendungen in 3-D ist enorm und für viele Leute bereits bekannt oder sogar selbstverständlich. Um den Zug nicht zu verpassen, sollte man also nicht zu lange warten.
Die Frage sollte wohl vielmehr sein, in welchem Umfang bzw. Qualität so eine Software eingesetzt werden soll und wie dies für die Firma Schwörer bzw. deren Kunden finanzierbar ist.

Ein kleines Beispiel:
Vor 3 Jahren planten wir ohne jeglicher Erfahrung mit 3-D-Software o.ä. unsere Küche eines gewissen bekannten großen schwedischen Möbelherstellers ;-) Natürlich ist die Darstellung nicht perfekt, reichte für diese Zwecke aber völlig aus. Das Ergebnis ist eine perfekt durchdachte Küche, die genau auf unseren Ansprüchen zugeschnitten ist. Besonders toll war auch, jederzeit den Überblick über die Gesamtkosten zu haben, die Daten online zu speichern, im Möbelhaus abrufen zu können, und direkt zu bestellen. So konnte nichts übersehen oder vergessen werden. Bequemer kann es kaum sein.

Warum also nicht auch ähnlich für Schwörer? Die genaue Grundriss-Planung gehört natürlich in die Hand eines Profis. Doch um einen ersten groben Eindruck von der Architektur zu bekommen wäre eine zumindest einfache 3D-Darstellung hilfreich um den ein oder anderen Denkfehler zu vemeiden (z.B. ungünstige Fensteranordnung).
Doch damit nicht genug. Wie schön wäre doch eine Web-Anbindung an eine zentrale, immer aktuelle Schwörer-Datenbank mit Mustermöbeln und allen Ausstattungsmöglichkeiten (Texturen usw.) incl. der einzelnen Kosten für letzteres. So könnte jeder verschiedene Varianten unter Berücksichtigung der Kosten an der eignen individuellen Grundrissplanung durchspielen und einfach darstellen lassen. Das würde einem nicht nur die Bemusterung vereinfachen sondern auch die ein oder andere (Kosten-)Überraschung ersparen.
von Gerd Knobling
8. November 2010, 12:03
Anspruchsvolle Visualisierungen sind derzeit noch Handarbeit. Betrachtet man aber die Tendenz die die Spieleindustrie vorgibt und dadurch die Entwicklung von Grafiksystemen erschwinglich macht wird der Trend sein einem Bauherrn ein Tool an die Hand zu geben mit dem er sich im Wohnzimmer vor seinem 3d Fernseher bequem durch sein neues Haus steuert und verschiedenste Varianten ausbprobieren kann. Materialwahl und Licht sind jetzt schon kein Problem mehr. Wäre das nicht ein phantastisches Marketing Tool ? Gleichzeitig könnte er den Entwurf so anpassen dass er zu seinen Bedürfnissen passt. Architekten geben nur noch die Allgemeinen Regeln vor in denen sich dieses Anpassaung bewegt.
Glauben Sie mir, die Zukunft sieht so aus daß man zwichen Real und virtuell nicht mehr unterscheiden kann. Spätestens in 5 Jahren.
von boden
12. Oktober 2010, 10:19
Das raumerlebnis ist das wichtigste. Ausserdem ist animation nochmal etwas anderes als stills. Es muss nicht immer total realistisch sein. Real und virtual in einem Bild zusammenbringen ist auch von Hilfe.

ciao
andreasBoden
von Peter S.
27. August 2010, 17:01
Hallo Herr Schwörer,
ich glaube Sie kommen künftig an einer 3D Darstellung nicht herum :-)
Die Antworten Ihrer Kunden und Ihrer potentiellen Kunden (zu letzteren zähle ich mich, da ich ernsthaft vor habe ein Fertighaus zu kaufen), zeigen doch eindeutig, dass dies ein Kundenwunsch ist und für Ihr Unternehmen einen weiteren Wettbewerbsvorteil in der Beratungsphase darstellen könnte.
Ich würde es auch sehr begrüßen, wenn Sie dies realisieren könnten. Man kann und sollte einfach den Hinweis geben, dass die 3D Darstellung keinen Anspruch auf 100%ige korrekte Abbildung darstellen kann. Man könnte z. B.zu erst mit den Standardhäusern beginnen, diese in 3 D Form darzustellen. Das Thema mit individuell geplanten Häusern könnte man zu einem späteren Zeitpunkt (bei entsprechender Resonanz) angehen.
Viele Grüße
Peter S.
von Kirstein Heinz
27. August 2010, 10:23
Hallo Herr Trauth,
ich habe zufällig heute auf diese Seite geschaut, da wir unser Schwörerhaus verkaufen, was aber absolut nichts mit Qualität, Service und Schwörer zu tun hat. Wir wollen uns einfach nur verkleinern, das ist alles. Unser Haus wurde vor 16 Jahren gekauft und gebaut. Am 30.3. 1994 bestellt am 30.9.1994 eingezogen !! da die bisherige Wohnung dringend benötigt wurde. Auch das ist ein absolutes Plus für Schwörer. Alle 4 Geschwister von uns haben Ferighäuser gekauft, 2 davon sind Schwörer -Häuser und absolut zufrieden damit, die anderen nicht so wirklich. Auch unser Käufer war positiv gestimmt, da es ein Schwörer Haus war, das angeboten wurde.
Nun aber zum Thema 3D. Damals (vor 16 Jahren) war es fast unmöglich eine 3 D Variante zu erstellen, PC und Software war einfach noch nicht entsprechend vorhanden. So kauften wir unser Haus direkt vom Prospekt und hatten dann natürlich Änderungswünsche, die dann auch ausgeführt wurden.
Kurzum ist m.E. eine 3 D Darstellung heute sicher mit günstigen Programmen möglich (wie Herr Schwörer selbst erwähnte Data Becker usw.) und evtl. günstigen Studenten, die das gerne und sicher günstig machen.
Das muss nicht so absolut perfekt sein, denn viele Leute haben erst dann eine echte Vorstellung. Wir hätten uns damals dies auch gewünscht und sicher dann noch etwas geändert. Daher glaube ich schon an die 3 D Zukunft und wir werden in ein paar Jahren dann sicher dieses 3 D Haus an unserem 3 D Fernseher ansehen. Ein Verkaufsargument ist das sicher und da sollte sich Fa.Schwörer nicht verschliessen. Ansonsten würde ich heute sofort wieder ein Schwörer Haus kaufen und bauen, wenn es nötig wäre. Alles aus einer Hand ist das absolute Plus und wir können nur bestätigen das alles super geklappt hat. Ach ja - die Bemusterung dauerte 2 Tage und die würde heute in 3 D Zeiten viel schneller abgeschlossen sein !! Auch ein Argument - Sie sparen Arbeitszeit. Unsere neue Küche in der zukünftigen Wohnung haben wir schon in 3 D gesehen - aber nur noch nicht gekocht :-)
Gruß aus dem Pfaffenwinkel.
von Kirstahler
15. August 2010, 09:53
Hallo Herr Trauth,

das hab ich mir schon gedacht, dass die Hausbesichtigungen von den Gebietsvertretern organisiert werden. Aber da wären wir dann jetzt wieder beim Thema "Zusammenarbeit mit Architekten"! Da gibt es nun mal gute und weniger gute Berater/Architekten Teams wie wir ja jetzt bereits wissen... Wir wollen zwar unser Haus (wenn es dann mal steht) auch nicht unbedingt der Öffentlichkeit zur Verüfung stellen, allerdings wurden wir auch nie danach gefragt. Wenn kein einziger Kunde gefragt wird, ist es auch nicht verwunderlich, dass es keine einzige Hausbesichtigung in unserer Nähe gibt. Adressen von anderen Kundenhäusern, die man zumindest mal von außen anschauen kann, haben wir nur sehr mühselig erhalten und noch dazu doch wieder ein ganze Stück weiter weg. Adressen von Kundenhäusern die wirklich bei uns in der Nähe sind, haben wir ganz alleine und wirklich eher zufällig herausgefunden.

T.Kirstahler
von Tilman Jacobs
15. August 2010, 01:08
Das interessante an einer 3D-Visualisierung ist doch das virtuelle "Durchwandern" des Hauses. Ein Ansicht von Aussen kann auch in 2D sehr aussagekräftig sein. Wir haben mit einfachen Programmen unser Haus geplant ( Grundriss und Ansichten) und dann bei mehreren Firmen das Haus angefragt. Anbieter Nr.1 hat uns ein detailliertes Angebot inkl. eigener Zeichnungen ( Grundrisse , Ansichten, 3D-Darstellungen ) geschickt. Bei Anbieter Nr. 2 ist der Berater mit einem Architekten schon in der Angebotsphase zu uns nach Hause gekommen und sie haben auf einem Notebook innerhalb einer Stunde alle unsere Wünsche und ihre eigenen Ideen eingearbeitet, inkl. Teilmöblierung und 3D-Ansichten. Bei Nr. 3 - Schwörerhaus - wurden uns "nur" ein schriftliches Angebot vom Bauberater persönlich überbracht und besprochen. Das Angebot war allerdings nicht sehr detailliert, mit teilweise unverständlichen Texten und ohne Detailpreise.

Der sehr professionelle Auftritt von Anbieter Nr. 2 hat uns dann zu einer Vorentscheidung gebracht. Erst die Besichtigungen der Werke und die Vorbemusterung bei den drei Anbieter hat uns dann doch von Schwörer ganz überzeugt und wir freuen uns nun auf unser Schwörerhaus, dass in wenigen Tagen geliefert werden soll.

Unser Anbieterauswahlverfahren ( nur verkürzt dargestellt ) zeigt aber, dass eine möglichst frühe 3D-Visualisierung den Verkauf sehr unterstützen kann. Bei Häusern aus dem Katalog sollte das auch gar keine Problem sein. Bei frei geplanten Häusern ist der Aufwand natürlich höher, aber auch bei späteren Kunden wieder verwendbar. Das Archiv, das auch im Internet zur Verfügung gestellt werden könnte, würde schnell grösser werden. Der Aufwand ist deutlich geringer als ein Musterhaus zu erstellen und zu unterhalten, auch wenn eine professionelle 3D-Darstellung den Raumeindruck eines Musterhauses (noch) nicht ersetzen kann.

Am Ende ( bzw. Hausanfang) zählt dann aber doch die Qualität des Hauses und nicht die Qualität der 3D-Darstellungen, die nach dem Einzug dann auf der Festplatte verstauben.
von Peter Traut
13. August 2010, 14:22
Hallo Frau Kirstahler,

Sie haben Recht:
Bei einem völlig individuell geplanten Haus ist eine Visualisierung sehr hilfreich.

Eine sehr einfache Visualisierung kann relativ kostengünstig hergestellt werden. Eine wirklich gute Visualisierung ist aufwendig und daher auch kostenintensiv.
Denkbar wäre, dass eine gute Visualisierung zu einem vorher fest vereinbarten Betrag erstellt wird. Die Kosten hierfür werden bei einem späteren Abschluß angerechnet.

Unsere Gebietsvertretungen führen die Hausausstellungen von Kundenhäusern durch. Daher gibt es regionale Unterschiede in der Häufigkeit. Auch nicht jeder Kunde möchte sein Haus der Öffentlichkeit zur Verfügung stellen.

Jeder Gebietsvertreter weiß, wo und welche Häuser in seinem Gebiet stehen. Die meisten unserer Kunden lassen eine Besichtigung nach vorheriger Anmeldung zu. Zumindest eine Außenbesichtigung ist fast immer möglich.


Peter Traut
Verkaufsleiter SchwörerHaus
von Tina Kirstahler
11. August 2010, 06:52
Hallo Herr Traut,

die Musterhäuser sind meiner Meinung nach sehr wichtig! Wie sie bereits selbst schreiben: das Raumerlebnis und die Wahrnehmung kann man nur in echten Häusern erfahren. Für uns waren die Musterhäuser schon sehr wichtig um uns z.b. die verbaute Technik besser vorstellen zu können. Oder zu sehen was noch so alles machbar ist und wie dies dann aussehen könnte.

Allerdings bringen noch so viele Musterhäuser und Prospektbilder nichts, wenn man, wie in unserem Fall, ein komplett individuelles Haus geplant hat. Da kann ich mir 100 Musterhäuser anschauen und keines ist annähernd änlich gebaut wie unseres werden wird :-)

Zum Thema Kundenhäuser möchte ich noch dazu sagen, dass ich seit bereits 1 Jahr die Hausbesichtigungstermine auf der Schwörer Homepage beobachte. Leider ist nie ein Kundenhaus in unserer Nähe dabei...

Grüße
T.Kirstahler
von Johannes Haerle
10. August 2010, 23:20
Aufwand ist es schon. Aber es wird Programmtechnisch auch immer leichter.

Ich persoehnlich arbeite fuer realistische Renderergebnisse z.B. gerne mit dem Indigo-Renderer in Kombination mit Cinema 4D. Der Indigo-Renderer ist sehr einfach zu bedienen, dank der sauber eingestellten Presets. Die ersten Ergebnisse trotz wenig Kenntnisse in diesem Renderer waren verblueffend. Sie koennen auf der Homepage "www.JH-CAD-Architekt.de" jederzeit betrachtet werden.

Unterschiedliche Gestaltungsvarianten muss man sowieso einzeln vorbereiten und erzeugen, ist aber mittels verschiedener Plugins und ein gut organisiertes Projekt gar nicht so viel Aufwand, wenn die Hausgeometrieen beibehalten werden sollen, die Gestaltung also nur ueber die Materialisierung veraendert wird.

Aber ein Rendering braucht sowieso 5-20h Renderzeit, also mit Knopfdruck wird da nie etwas realistisches werden...da braucht es noch bestimmt ein halbes Jahrhundert bis die Computer so schnell sind ;-)

Eine CAD-Planung besitzt doch eigentlich sowieso jedes Haus, waere also bei einem Neubau nicht das Problem. Ich bin nur immer wieder erstaunt, wie wenig Architekten tatsaechlich 3D zeichnen, obwohl es meist schneller waere, als in 2D...und eben auch die Optionen einer automatischen Mengenermittlung, Flaechenberechnung, Kubaturenberechnungen, teils sogar Kostenberechnung, assoziative Ansichten/Schnittgenerierung und einer Visualisierung als Nebenprodukt haette...
von Peter Traut
10. August 2010, 15:21
Eine technisch korrekte Visualisierung erfordert einen gewaltigen Aufwand.
Es gibt kein Programm, das per Mausklick unterschiedliche Gestaltungsvarianten darstellen kann. Als Grundlage muß eine Konstruktionsplanung per CAD erfolgen. Alles andere sind Visualisierungen, die das gewünschte wirklichkeitsnahe Bild nicht vermitteln können.

Neben zahlreichen und guten Bilddarstellungen in unseren Prospektunterlagen bieten wir die Möglichkeit von Hausbesichtigungen in unseren Musterhäusern und Tausenden von Kundenhäusern, die auf Anfrage besichtigt werden können.

Ein in unterschiedlichen Ausführungen gebautes Haus zu besichtigen ist nach meiner Meinung wertvoller als eine schlechte Visualisierung.

Es wäre eine interessante Überlegung, ob durch eine sehr gute Visualisierung auf Musterhäuser verzichtet werden könnte. Ich meine, dass der Kunde das echte Raumerlebnis und die echte Wahrnehmung erfahren möchte.
Gerne höre ich hierzu auch weitere Meinungen.

Peter Traut
Verkaufsleiter SchwörerHaus
von Johannes Haerle
3. August 2010, 18:07
Hallo,

ich habe mich nun auch mal durch das Interessante Diskussionsthema durchgeangelt. Realistische Visualisierungen, die nicht mehr von einem echten Foto zu unterscheiden sind, sind durchaus schon machbar und teilweise auch gerade im Wettbewerbsbereich an der Tagesordnung. Allerdings benoetigen solche Visualisierungen ziemlich gute Fachkraefte, die raritaet auf dem Markt sind, und diejenigen, die es koennten, sind meist unbezahlbar. Meist werden dafuer speziallisierte Grafiker beauftragt. Welcher Bauherr zahlt aber schon gerne 2000 € mehr fuer sein Haus, um damit eine perfekte Visualisierung vorab zu bekommen?

Von dem her ist die Visualisierung "nur" ein Nebenprodukt der eigentlichen Hausplanung, die innerhalb von einigen Stunden erstellt sein muss, weil diese Leistung nicht fuer den Notwendigen Aufwand bezahlt wird. Realistische Ergebnisse setzten aber tiefgreifende Kenntnisse in Visualisierungssoftware wie Max-Studio, Rhino, Cinema 4D, Indigo-Renderer oder V-Ray voraus, die gut mit dem CAD-Programm kombiniert sein muss, um eine Reibungslose konvertierung zu gewaehrleisten. Dies sprengt aber bei weitem die eigentliche Taetigkeit eines Architekten oder Bauzeichners.

Da ich selber in dem Visualisierungsbereich stark taetig bin, und die Kluft des Realitaetsnahen Visualisierens im Kontrast zum minimalen Zeitaufwand mangels Bezahlung kenne, nehme ich an, dass sich realitaetsnahe Visualisierung im Einfamilienhausbau auf keinen Fall durchsetzten kann, sie wird eher Ausnahme fuer einige Stangenhaeuser bleiben, fuer die man Visualisierungen mehrfach fuer mehrere Projekte verwenden kann.

Gut ankommen tun auch (realitaetsferne) sketch-Renderings, die wie schnell gezeichnet aussehen. Diese werden aber gerne fuer groessere Projekte verwendet, um die Proportionierung darzustellen. Auf diese Weise wird die gute, alte Modelliererei ersetzten... ;-)

...so far...
von Markus Schwörer
2. August 2010, 11:42
Erstmal - Vielen Dank für Ihre Kommentare.
Ich habe absichtlich noch etwas gewartet, und gehofft dass sich ein Softwareanbieter an unserer Diskussion beteiligt. Vielleicht ergibt sich ja noch was...

Klar – auch ich als SchwörerHaus Besitzer hätte mir damals auch gewünscht ein 3D Modell unseres Hauses zu bekommen. Ich habe mich dann an Data-Becker Programmen versucht. Wenn ich aber diese Pläne mit unserem Haus vergleiche ist das eben schon ein gewaltiger Unterschied. Es stellt sich eben auch bei Ihren Kommentaren immer die Frage, wie perfekt muss es sein.
Soll der Vertrieb mit einer technisch korrekten Visualisierung, die sich mit einem überschaubaren Aufwand zu machen ist, zum Interessenten gehen, der von Schwörer perfekte Bilder und Prospekte gewohnt ist?

Ich möchte den Kommentar von Herr Borgert noch aufgreifen. Bisher haben wir die Konstruktion des Bauvorhaben erst nach der Bemusterung begonnen. Wir konstruieren seit kurzem die Grundrisse schon vor der Bemusterung. Dadurch ist es möglich den Kunden ganz exakte Pläne zu übergeben. Somit hat er die Möglichkeit schon vor der Bemusterung sich über die Haustechnikanschlüsse (Steckdosen, Schalter, Licht, TV, LAN, Telefon etc) und Decken und Wandbeläge Gedanken zu machen und evtl. die DXF Pläne in ein Visualisierungsprogramm zu übernehmen.
von Ilka Pietsch
28. Juli 2010, 14:30
Hallo Herr Borgert,
zu Ihrer Bezeichnung "sehr einfach" möchte ich doch noch einmal etwas hinzufügen.
"Sehr einfach" ist der Umgang mit den vielen Planungsprogrammen, die fast jeder Möbelhersteller ins Netz stellt und "sehr einfach" ist auch der Umgang mit den meisten "gängigen" Programmen - da stimme ich Ihnen zu. Ich hingegen bin eine Perfektionistin und stelle dementsprechend auch Ansprüche, die "gängige Programme" dann meistens schnell an ihre Grenzen bringen, daher plane ich ja auch mit einer Profi-Version und damit erreicht man das gewünschte Ergebnis nicht in 30 Minuten. Ich denke, wenn schon Visualisierung, dann möchte der Kunde doch auch wirklich "sein Haus" sehen und eine so persönliche Umsetzung bedeutet nun mal Arbeit.
Natürlich wäre es toll, wenn Schwörer diesen "Service" bieten würde, das sehe ich genauso.
Aber wie weit soll dieser dann gehen?
Ich bin durchaus für die Visualisierung der Planungen - sicherlich! - mit meinem Beitrag wollte ich eher erklären, warum Schwörer sich da wohl schwer tut.
von Thomas
27. Juli 2010, 14:16
Ich kann mich meinen Vorrednern nur anschließen. Eine 3D Visualisierung ist für Bauherren eine wichtige Entscheidungshilfe, die (Mehr-)Kosten dafür halten sich wirklich in Grenzen und sind z.B. bei der Küchen- bzw. Badplanung eigentlich fast schon Standard. Die Fa. Schwörer wäre gut beraten, diesen "Zug" nicht zu verpassen und diese Technologie zu nutzen. Für uns wäre dies auf jeden Fall ein weiterer Punkt um uns für diese Firma zu entscheiden.
von Tina Kirstahler
22. Juli 2010, 08:38
Ich persönlich fände eine 3D Visualisierung sehr gut.

Diese müsste keinenfalls perfekt und 100% richtig sein! Es geht lediglich darum, dass man sich sein Haus etwas besser vorstellen kann. Dadurch würde einem vielleicht auch manche Entscheidung bei der Bemusterung leichter fallen. Zum Glück haben mein Mann und ich ein recht gutes räumliches Vorstellungsvermögen, aber es gibt Leute, die haben dies nun mal nicht. Obwohl wir uns das meiste in unserem künftigen Haus sehr gut vorstellen können, scheitert es dann doch an zwei, drei Stellen, bei denen wir im Moment einfach keinen Plan haben wie dieses oder jenes dann mal aussieht. Da müssen wir jetzt einfach abwarten, bis das Haus geliefert wird, damit wir weiter denken können.
Da wäre eine 3D Visualisierung einfach eine gute Hilfe.
von Frank Borgert
21. Juli 2010, 06:41
Ich sehe zwar auch, dass für die Schwörer-Berater ein erhöhter Aufwand entsteht, der ggf. in geringfügig höheren Kosten endet. Aber muss ich mir bei einem Gesamtinvest von in unserem Fall ca. 370.000 € Gedanken über Mehrkosten von 250 € machen?
Auf der anderen Seite glaube ich, dass sich mehr Bauherren für ein Schwörerhaus entscheiden würden, denn eine 3D-Darstellung wäre (nahezu, zumindest unter den Fertighausherstellern) erst einmal ein Alleinstellungsmerkmal und erleichtert vielen potenziellen Kunden, sich das grob geplante Gebäude vorzustellen.
Ich möchte Fr. Pietsch auch ein wenig widersprechen, denn für erfahrene Bediener ist es wirklich ziemlich einfach, mit den gängigen Programm des Marktes ein 3D-Gebäude zu erzeugen. Da solche Programme auch Pläne wie Grundrisse, Schnitte uns Ansichten ausgeben, dürfte der Gesamtaufwand auch nicht wirklich größer sein als bei herkömmlichen Zeichnungen, wo ich ggf. Schnitte und Ansichten einzeln zeichnen muss.

Eine weitere Möglichkeit wäre es, dem Kunden das Programm (das muss dann aber wirklich sehr einfach strukturiert und bedienerfreundlich sein) und "seine" Pläne mitzugeben, damit er z.B. Wand- und Bodenbeläge einplanen kann. Der Kunde könnte so z.B. die Bemusterung vorbereiten.

Viele Grüße aus dem Münsterland,
Frank Borgert, der sich schon auf sein Haus freut...
von Ilka Pietsch
14. Juli 2010, 15:30
Ich denke schon, dass durchaus eine nahezu perfekte Visualisierung möglich ist und spreche aus Erfahrung, denn ich plane seit längerem selber mit entsprechenden (semi-professionellen) Programmen.

Herr Schwörer bringt es jedoch selbst auf den Punkt: "...mit einem vernünftigen Aufwand dem Vertrieb nicht möglich..."

Es bedarf vieler Stunden Einarbeitung (auch von computer-erfahrenen Personen), um mit einem wirklich geeigneten Programm "traumwandlerisch" umzugehen und auch wenn man (frau) diese Fertigkeit erreicht hat, ist ein individuelles Haus nicht "mal eben schnell" visualisiert.

Die Kosten für entsprechende Schulungen aller Vertriebsmitarbeiter wären demnach immens und eine derartige Kundenberatung würde viel zusätzliche Zeit für die PC-Arbeit verschlingen, heißt, der Berater "schafft" weniger Kundenberatungen durch den stark erhöhten Aufwand pro Kunde.

Das will der Schwörer-Kunde sicher nicht auch noch zusätzlich zahlen (denn die Kosten für diesen Service würde ja zwangsläufig der Kunde tragen).

Daher mein Tipp: Wer sich so gar nicht vorstellen kann, wie Änderungen wirken könnten, kann seinen Plan auch von anderer Stelle in ein 3-D-Modell umsetzen lassen. Das ist gar nicht sehr teuer und hilft dem einzelnen sicherlich, Fehlentscheidungen zu vermeiden (verständlicherweise kann ich an dieser Stelle dazu hier keine LInks nennen).

Kleine Anmerkung: Ich schreibe hier gänzlich privat (bin auch nicht "vom Fach") als angehende Bauherrin und ohne jeglichen kommerziellen Hintergrund.
von rhein2
8. Juli 2010, 13:43
Dem Kommentar von Frau Kreupl kann ich mich nur anschließen.
Wir haben 2006 ein Schwörer - Haus gebaut. Der Vorteil, dass man eigene Ideen in die Planung einbringen kann, würde mit einer 3D-Visualisierung noch viel besser zum Tragen kommen.
Der Bauherr ist ja am Ende in der Regel kein Architekt und kann sich die tatsächliche räumliche Wirkung bestimmter Änderungen nicht wirklich vorstellen. Hätte es so etwas zum Zeitpunkt unseres Bauvorhabens gegeben, hätten wir es mit Sicherheit genutzt und vielleicht manches etwas anders angeordnet (z.B. Fenster). Da war auch die Beratung durch den betreuenden Architekt (war bei uns ein Bauingenieur) nicht so optimal.
Aber unser Haus ist trotzdem sehr schön geworden (eben auch individuell) und wir sind sehr zufrieden damit.
von Bettina Kreupl
8. Juli 2010, 06:40
Ich bin der Meinung, dass man jede Visualisierung erkennt, egal ob sie nun gut oder weniger gut umgesetzt ist.

Ich denke, dass es den Menschen nicht auf 100% Perfektion ankommt (wer oder was ist schon perfekt), sondern dass sie ihr Haus greifen können/wollen, visuell.
Das ist wie mit anderen Dingen auch, Menschen wollen riechen, schmecken, fühlen....das geht bei einem Haus nicht, welches erst in Gedanken entsteht, aber man kann durch eine Visualisierung einen ersten Eindruck bekommen und das ist denke ich, der springende Punkt.
Das hat etwas mit Gefühlen zu tun, Empfindungen, wenn wir etwas betrachten.
Was löst es in uns aus, wenn wir es betrachten, gibt es uns ein Wohlgefühl, können wir uns damit identifizieren, gefällt es uns.
Wenn wir etwas sehen, wird es greifbar und man bekommt annähernd ein Bild, wie es einmal aussehen kann. Es ist nun mal kein bestehendes Objekt, dass man fotografiert und da da und dort bearbeitet um es bestmöglich darzustellen.

Ich habe bewusst das Thema von einer anderen Seite beleuchtet (nicht die technische Seite), weil egal in welchem Bereich, viel über Emotionen geht und diese Seite sollte man nicht vergessen oder unterschätzen.


In diesem Sinne viel Spaß beim (hoffentlich) diskutieren

Bettina Kreupl
von Marco Lachmann
6. Juli 2010, 11:54
Stimmt! das ist wie bei einer guten Fotografie. Trotz ausgereifter Technik und fast unendlich großer Auswahl an Kamera-Equipment schaffen es nur wenige kompetente Fotografen ein Gebäude verkaufsfördernd abzubilden.

Nicht die Technik oder die Software ist entscheidend für eine gute 3D Darstellung von Gebäuden, vielmehr die Fähigkeiten und das Können des Grafikdesigners setzen ein Haus richtig in Szene!

MbG
Marco Lachmann

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