Spritzschutz!

Blog-Autor Tobias Kuhn    Tobias Kuhn
   13. Januar 2012
   16 Kommentare

Das bald anstehende Frühjahr nutzen viele unserer Kunden, um sich über anstehende Arbeiten am Haus bzw. auch an den Außenanlagen zu kümmern. Ob es das Neuanlegen der Gartenanlagen beim kürzlich bezogenen SchwörerHaus ist oder Veränderungen bei bereits bestehenden Gärten und Wegen, bei beidem bitten wir Sie immer ein Auge auf das Thema „Spritzschutz“ zu haben.

Folgende Situationen sollten dabei unbedingt vermieden werden:

der Pflasterbelag im Hof oder auf der Terrasse oder auch das Blumenbeet vor dem Haus wird bis unmittelbar an den Außenputz der Außenwand geführt.

Neben der optischen Beeinträchtigung, welche sich nach kurzer Zeit durch Verschmutzung und Algenbildung auf der Fassadenoberfläche einstellen wird, gibt es auch technische Argumente, die gegen diese Ausführung sprechen. Durch die ständige Feuchtigkeitsbelastung wird nicht nur die Fassade Ihres Hauses stark in Mitleidenschaft gezogen, sondern es können auch Schäden an der Konstruktion entstehen.

Einer der wichtigsten Punkte, den es hier von Ihrer Seite aus zu beachten gilt, ist der Schutz der Konstruktion vor Spritzwasser. Dieser wird unter anderem durch einen mindestens 15cm hohen Absatz des Gelände gewährleistet.

Wo kein Absatz zur Putzkante eingehalten werden kann (z.B. Türeingang), kann auf genormte Lösungen, z.B. mit einer Ablaufrinne zurückgegriffen werden.

Ausführungsdetails für Schwörer Kunden befinden sich in Ihrem Bauherrenordner bzw. auf unserem neuen Kundenportal (www.schwoerer-service.com).

16 Kommentare zu “Spritzschutz!”

  1. Stefan D. sagt:

    Hallo,

    ich habe eine Frage zu unserer Planung.
    Wir wollen ums gesamte Haus eine Holzterrasse anzulegen. Diese möchte ich mit einem Abstand zum Haus von ca 2-5 cm montieren. Der Aufbau ist: Kies, Betonsteine, Balken und dann Holzdielen. Die Oberkante der Holzdielen wird ungefähr die Höhe der Schnittstelle Keller/Haus haben. Muss ich mir nun spezielle Gedanken wegen dem Spritzschutz machen oder ist die Konstruktion in Ordnung?
    Vielen Dank im voraus!

  2. Tobias Kuhn sagt:

    Hallo Stefan,

    für den Holzbelag, welchen Sie an Ihr SchwörerHaus heranführen möchten, gilt ebenfalls die dringende Empfehlung, diesen Holzbelag mindestens 15cm tiefer als die Putzkante auszuführen. Alternativ können Sie den Anschluss des Terassenbelags an Ihre Fassade mit einer sogenannten “Birco-Rinne” ausführen. Durch den Einsatz dieser Rinne können Sie den Holzbelag auf gleichem Höhenniveau wie die Putzkante der Erdgeschosswand ausführen. Ausführungsdetails (Skizzen) finden Sie im Kundenportal. (http://www.schwoerer-service.com)
    Nur so kann ein Spritzschutz für Ihre Außenwand hergestellt und Ihre Konstruktion dauerhaft vor Feuchtigkeit geschützt werden.

  3. M. Renner sagt:

    Hallo Herr Kuhn,

    als Schwörer-Kunde stehen wir vor der Erstanlage der Terrasse. Z.B. in Ihrem Musterhaus in Fellbach ist keine der genannten Varianten verwirklicht, sondern eine Art Schotter- oder Kieszone ca. auf Höhe Fensterbretter, die dann höhengleich in die Terrassenplatten übergeht (auch zu sehen im Katalog 12/2009, S. 5). Die auf S. 10 und 56 abgebildeten Häuser haben die gleiche Konstruktion oder sogar auf diese Zone wurde verzichtet und wohl direkt Platten angebaut. Wie sieht hier die “Variante D” aus?

    Vielen Dank für Ihre Antwort.

  4. Tobias Kuhn sagt:

    @ M. Renner

    vielen Dank für Ihren Hinweis.

    Bei der Gestaltung der Außenanlage ist wichtig, dass der entsprechende Spritzschuz von mindestens 15cm ab Unterkante Putzfassade einhalten wird. Diese 15cm sind nur realisierbar, wenn das Gelände mit grobkörnigem Steingut (Kies) aufgefüllt wird. Der “Spritzschutz-Streifen” sollte mindestens 30cm breit sein. Das Wasser in Form von Niederschlag wird an den Steinen gebrochen. Damit wird verhindert, dass das Wasser an die Fassade zurück spritzt und diese somit ständig mit Feuchtigkeit beaufschlagt wird.

    Diese eben beschriebene Variante finden Sie ab sofort ergänzt auf http://www.schwoerer-service.com unter “Variante D” zeichnerisch dargestellt.
    Ich hoffe wir konnten weiterhelfen, ansonsten können Sie mich gerne auch anrufen.

  5. Wolfram sagt:

    Hallo Herr Kuhn,

    wo liegt denn der Unterschied zwischen Variante A und Variante D? Abgesehen vom Untergrund kann ich auf den Skizzen keinen Unterschied erkennen. Mir ist beim Musterhaus in Königs Wusterhausen auch aufgefallen, dass die Oberkante des Kies-Streifens wohl näher als 15 cm an die Putzkante herangeführt ist.

    Wie sieht es in überdachten Bereichen aus? Sind auch under dem Balkon die 15 cm einzuhalten oder kommt man hier mit einem kleineren Abstand aus?

    Viele Grüße
    Wolfram

  6. Manfred sagt:

    Hallo Hr. Kuhn,

    wir werden in Kürze (endlich) unser Eingangspodest gestalten lassen. Wie sieht es da mit dem Spritzschutz aus? Für diesen Bereich ist es doch von Schwörer eingeplant, mit dem Belag des Eingangspodests bis unter die Metallkante des Eingangstürelements zu fahren. Eine Rinne zu Spritzschutzzwecken habe ich bei noch keinem Schwörerhaus gesehen, ist das also eine “Ausnahme” zur Spritzschutzregel?

    Es wäre schön, wenn auch andere Blog-Leser Ihre Erfahrungen/Lösungen mit dem Eingangsbereich mitteilen würden, vielen Dank!

    Beste Grüße,
    Manfred

  7. Manfred sagt:

    Kurze Nachfrage,

    wird der Blog gelesen und wird eventuell auf Fragen geantwortet?

  8. Claudia Potell sagt:

    Hallo Manfred,

    bitte entschuldigen Sie die Verzögerung. Leider kann Herr Kuhn diese Woche aus gesundheitlichen Gründen nicht im Haus sein. Sollten Sie dringend eine Antwort benötigen können Sie gerne meinen Kollegen Herrn Geiselhart anrufen, er kennt sich hier ebenfalls sehr gut aus, Tel. 07387/16-180. Im anderen Fall wird sich Herr Kuhn gleich nach seiner Rückkehr bei Ihnen melden. Vielen Dank!

  9. Manfred sagt:

    Hallo Fr. Potell,

    danke für die Rückmeldung. Ich war nur die schnellen Antworten von Hrn. Schwarz im anderen Track gewöhnt :-) .

    Gruß,
    Manfred

  10. Richard Geiselhart sagt:

    Hallo Manfred,

    Die Detailausführung für die Eingangspodestplatte sieht einen Anschluß an das Haustürelement vor, welches durch die thermisch getrennte Übergangsschiene den Anschluß zwischen Fassade und waagrechtem Belag (Podestplatte) darstellt. Lediglich seitlich ist ein kleiner Anschlußbereich, wo der Übergang von Podestplatte zu Fassade einen schlechteren Spritzschutz aufweist. Da aber in aller Regel hier mit Hauseingangsüberdachungen die Eingangsbereiche geschützt werden, stellt dies normalerweise kein Problem dar. Sollten Sie weitere Detailinfos benötigen oder Fragen haben, können Sie mich gerne anrufen (Tel.-Nr. s. oben).

  11. Daniel Jauss sagt:

    Hallo Herr Geiselhart,

    wo ist denn der Unterschied zwischen Variante A und Variante D? Außer dass einmal Kies und einmal “normaler Boden” (Pflaster) zu sehen ist. Aber in beiden Fällen scheinen es 15 cm Höhen-Abstand zu sein. Heißt das also, dass die 30cm Kies ums Haus gar keinen Vorteil bieten, sondern dass ich auch direkt ans Haus Pflastern kann, solange ich nur 15 cm unter der Kellerdecke bleibe?

    Viele Grüße,

    Daniel Jauss

  12. Tobias Kuhn sagt:

    Guten Tag Herr Jauss,

    Das ist richtig. Der einzigste Unterschied zwischen Variante A und Variante D ist die Ausführung des Belags. Einmal Pflastersteine uns einmal Kiesstreifen mit Rabattplatte. Der Abstand bleibt beides mal gleich – 15cm ab UK Putzkante.

  13. Sabine Jourdan sagt:

    Hallo,

    wir zerbrechen uns auch den Kopf mit dem Spritzschutz. Unsere Idee ist, die geplante Holzterasse bündig mit OK Lichtschacht zu verlegen. D.h. daß die gewünschten 15 cm zu UK Putz nicht eingehalten werden. Bei uns bleiben dann gerade mal 8 cm übrig. Ist ein Kiesstreifen hier ausreichend, oder ist in diesem Fall die “Birco-Rinne” sinnvoller. Wo läuft das Wasser dieser Rinne wiederum hin?
    An der Kellerwand wurde eine Noppenbahn verlegt, diese hört unterhalb der geplanten Terrasse auf. Ist das ein Problem, wenn die Oberkante der Noppenbahn mit Kies zugeschüttet wird?

    Grüße
    S. Jourdan

  14. Daniel Jauss sagt:

    Hallo Herr Kuhn,

    viele Dank für ihre Antwort.

    Eine Frage habe ich noch:
    Wir möchten gerne auf der Hausseite an der die Terrasse sein wird, eine Percola als Überdachung über die Terasse anbringen. Ich verstehe es so, dass ich in diesem Fall die 15 cm zu UK Putz nicht notwendig sind.

    Da aber zwischen der Hausstellung, und der Erstellung der Percola durchaus ein paar Monate vergehen können nun meine Frage: Ist es möglich den Spritzschutz einige Monate nicht eingehalten zu haben, ohne dass die Bausubstanz leidet und die Garantie verfällt?

    Viele Grüße,

    Daniel Jauss

  15. Tobias Kuhn sagt:

    Hallo Frau Jourdan,

    was die Noppenbahn auf der Außenseite Ihres Kellers angeht ist es besser, wenn Sie dort noch ein Streifen Noppenbahn überlappend anbringen. Dieser kann dann bündig mit der Geländeoberkante beziehungsweise Oberkante des Spritzschutzstreifens oder max. 5cm unter dem Niveau des Spritzschutzstreifens abschließen.

    Die Lichtschächte sind in der Regel höhenverstellbar, sodass diese passend auf den Spritzschutzstreifen (15 cm Abstand zur Putzkante) oder auf das Geländeniveau eingestellt werden können. Dies ist jedoch nur im unaufgefüllten Zustand möglich. Sollten diese bereits angefüllt sein, dann können diese mit “normalem” Gartenwerkzeug freigelegt werden und nach Öffnen der seitlichen Klemmhebel nach oben oder unten justiert werden. Die aktuell von SchwörerHaus verbauten Lichtschächte haben einen Verstellbereich von insgesamt 25cm.

    Die 15 cm Abstand des Spritzschutzstreifens verstehen sich als Mindestmaß und sollte in jedem Fall eingehalten werden.

  16. Tobias Kuhn sagt:

    Hallo Herr Jauss,

    Wenn dieser Zustand nur kurzzeitig vorhanden ist, d.h. einige Wochen oder wenige Monate, ist die Sache unbedenklich. Wichtig ist nur, dass die auftretende Feuchtigkeit wieder ablüften kann. Also während dieser Zeit am Besten keine Gegenstände direkt vor die Fassade stellen. (Blumentöpfe etc.)

    Unter dem überdachten Bereich sind die 15cm nicht zwingend erforderlich.



Schreiben Sie einen Kommentar