Konstruktion und Detailplanung eines SchwörerHauses

Blog-Autor Christoffer Walcher    Christoffer Walcher
   13. Oktober 2010
   13 Kommentare

Es scheint so, als ob der architektonischen Gestaltungsfreiheit heutzutage keine Grenzen mehr gesetzt sind. Um dieser Anforderung gerecht zu werden, muss schon vor der Planungsphase und Hauskonstruktion eines Fertighauses die generelle Machbarkeit der daraus neuen resultierenden Konstruktionen überprüft werden.

Vor der generellen Einführung einer neuen Konstruktion werden zu Beginn die bauphysikalischen Gegebenheiten überprüft. Hierzu zählen unter anderem der Wärme-, Feuchte- und Schall- und Brandschutz. Hinsichtlich des Wärmeschutzes ist es beispielsweise unsere oberste Prämisse, möglichst wärmebrückenfreie Konstruktionen zu planen. Nur so ist es möglich, energieeffiziente Gebäude und Passivhäuser planen und umsetzen zu können. Im nächsten Schritt müssen die internen Abläufe zwischen der Arbeitsvorbereitung, Konstruktion und Fertigung so koordiniert werden, dass die neuen Konstruktionen auch schließlich in den Fertigungsprozess passen. Somit wird gewährleistet, dass jedes individuell geplante SchwörerHaus beginnend mit der Planungsphase und Hauskonstruktion über die Fertigung bis hin zur Montage mit geprüften und normierten Konstruktionsdetails ausgeführt wird.

13 Kommentare zu “Konstruktion und Detailplanung eines SchwörerHauses”

  1. Max sagt:

    Was gibt es beim Bau eine Carports zu beachten?

    Ist eine Befestigung am Haus möglich oder muss es ein freitragender Carport sein?

  2. Christoffer Walcher sagt:

    Hallo Max,

    die Befestigung eines Carports an ein Schwörer Haus zur Aussteifung ist prinzipiell möglich. Am einfachsten ist es natürlich für uns, wenn der Carport schon in unserem Leistungsumfang enthalten ist.
    Hier werden dann die Befestigungspunkte der Tragkonstruktion des Carports auf das Fertighaus abgestimmt. Wenn der Carport in Eigenleistung montiert werden soll, ist es wichtig, dass Sie bereits schon während der Planungsphase mit Ihrem Architekt den Carport berücksichtigen. Hierdurch ist es möglich, dass bei der Planung Ihres Fertighauses der spätere Anschluss Carport – Aussenwand eingeplant werden kann.

  3. W. Mueller sagt:

    Hallo,

    ich hätte eine Frage zum sommerlichen Wärmeschutz. Die Schwörer Außenwand besteht ja grob aus Putz, Styropor, Beton/Spanplatte, Holzständer mit Mineraldämmung, Spanplatte, Gipskarton. Diese Materialien sind zumindest nach Lehrmeinung nicht besonders gut im sommerlichen Wärmeschutz. Viele Mitbewerber haben hierzu z.b. Holzfaserdämmplatten im Wandaufbau, die da weit besser sind als die Mineralfaser. Wie sieht SchwörerHaus das?

    Danke für eine Antwort,

    W. Müller

  4. Christoffer Walcher sagt:

    Hallo Herr Müller,

    es ist richtig, dass viele Anbieter von Holzfaserdämmstoffen mit dem sommerlichen Wärmeschutz werben, und hierfür die bauphysikalischen Werte der Phasenverschiebung und Amplitude eines Wandaufbaus aufzeigen.
    Eigene Baumessungen haben jedoch gezeigt, dass sich in der Realität keine signifikanten Unterschiede zwischen einer holzfasergedämmten und einer mineralwollgedämmten Wand nachweisen lassen. Der solare Eintrag ist durch die Fenster um ein vielfaches höher als durch die opaken Bauteile wie die Wände und Dächer. Aus diesem Grund wird der sommerliche Wärmeschutz maßgeblich durch die Verschattung der Fenster (z.B. Rolladen, Außenjalousien), oder durch verschattungsgebende Bauteile (z.B. Balkone, auskragende Dächer) über den Fenstern realisiert.

  5. M. Köhler sagt:

    Sehr geehrter Herr Walcher,

    wir würden gerne einen antiken Schrank im Flur aufstellen, der ältere Fraßspuren vom sog. Holzwurm zeigt, aber dagegen behandelt wurde. Absolute Sicherheit gibt es natürlich nicht, daß nicht doch noch eine Larve drinsteckt.
    Wie schätzen Sie die Gefahr ein, daß so ein Schädling evtl. bis zu den Holzbauteilen in der Wand vordringt bzw. sind diese behandelt, so daß diese Gefahr auszuschließen ist?

  6. Christoffer Walcher sagt:

    @ M.Köhler,

    Sie können bedenkenlos den antiken Schrank mit Fraßspuren vom Nagekäfer (Anobium punctatum, ugs. Holzwurm) in Ihrem Flur aufstellen. Auch selbst wenn noch lebende Larven im Schrank vorhanden sein sollten wäre dies kein Grund zur Sorge. Aufgrund des Einsatzes von ausschließlich technisch getrockneten Holzprodukten im SchwörerHaus (z.B. Konstruktionsvollholz, Brettschichtholz) ist ein Insektenbefall ausgeschlossen.

  7. S. Hanselmann sagt:

    Hall Herr Walcher
    wir haben schon ein Schwörer Haus aber es war kein Carport geplant,
    können wir nachträglich solche befestigingen am Haus fürs Carport anbringen?
    Liebe Grüße Stephanie Hanselmann

  8. Christoffer Walcher sagt:

    Hallo Frau Hanselmann,

    die nachträgliche Befestigung eines Carports an ein Schwörer Haus ist prinzipiell möglich. Bei der Planung des Carports muss allerdings darauf geachtet werden, dass
    dieser die Vertikallasten selbstständig in die Fundamente abträgt und die Anschlusspunkte zum Haus hin auf dessen Holzriegelwerk abgestimmt sind. Bitte nehmen Sie hierzu mit Herrn Jaksic aus der Modernisierungsabteilung (domagoj.jaksic@schwoerer.de Tel. 07387/16-260) Kontakt auf.

  9. Matthias Gabele sagt:

    Hallo Herr Walcher,
    eine Frage zum Ausbau unseres Spitzbodens. Wir haben uns entschieden den Spitzboden nicht auszubauen und haben nur eine Luke unter das Dach vorgesehen.
    Da unser Keller im Moment noch sehr feucht ist und die Trocknung sicherlich noch 1-3 Jahre dauert, möchten wir nun feuchtigkeitsempfindliche Sachen unter dem Dach verstauen.
    Was muß jetzt beim nachträglichen Ausbau beachtet werden?
    - dürfen die PTC Elemente (die im Moment sichtbar sind) mit Holzbrettern überbaut werden
    - ist es notwendig noch Dämmmaterial auf die Decke zu legen?
    - wenn ja, dürfen die PTC mit Dämmmaterial verkleidet werden?
    - können die Dämmmatten auf die Elektroleitungen gelegt werden?
    Als Dämmmaterial möchten wir die gelben Matten benutzen, die auch in unserem Haus verarbeitet wurden.
    Vielen Dank für ein kurzes Feedback.
    Mit freundlichen Grüßen
    Matthias Gabele

  10. Christoffer Walcher sagt:

    Hallo Herr Gabele,

    Sie können die PTC Heizregister natürlich mit z.B: Plattenwerkstoffen überbauen. Es muss
    allerdings darauf geachtet werden, dass eine Revision der PTC Elemente
    noch möglich ist. Der Spitzboden muss nicht nachträglich gedämmt werden.

  11. Max sagt:

    Wir haben den Spitzboden ebenfalls vor kurzem ausgebaut – und dabei auch gleichzeitig noch 16 cm Dämmung zwischen die Sparren eingebracht (obwohl das Dach natürlich auch schon gedämmt ist).
    Als Belag haben wir Rauhspund genommen – die Rohre und PTC’s aber nicht überbaut sondern entweder unter die Rohre geschoben (geht wenn man die Verschraubung löst und die Rohre anlupft) oder wenn das nicht ging eben drumherum gelegt. Sieht auf jeden Fall jetzt gut und sauber aus und man kommt überall noch dran – endlich kann man da oben laufen ohne zu balancieren und auch etwas verstauen.
    Die zusätzliche Dämmung bewirkt das deutlich weniger Wärme in den Spitzboden “abhaut” – vorher als ja nur der Rigips als Trennung da war hatten wir eig. immer gleiche Temperaturen im 1. OG und im Spitzboden – nun mit der Dämmung ist es im Spitzboden zur Zeit etwa 2,5 bis 3 Grad kühler und die wärmere Luft bleibt im Wohnraum. Ich schätze mal im Winter wenn die warme Luft die Wohnräume strömt wird man das auch deutlich merken wenn sie dort bleibt wo sie gebraucht wird – und das ist nicht im Spitzboden ;-)

  12. Christoffer Walcher sagt:

    Hallo Max,

    wir dämmen seit Jahrzehnten die Dächer bis zum First hinauf aus. Dieses Verfahren ist wirtschaftlich und gesamtenergetisch effizient und hinsichtlich der Bauphysik auf die SchwörerHaus Konstruktion abgestimmt, sodass man hier von einem bewährten System sprechen kann. So werden darüber hinaus auch weitere Punkte wie zum Beispiel die Gefahr des Tauwassers oder die luftdichte Anschlussproblematik zum Spitzboden hin konstruktiv einwandfrei gelöst. Es steht außer Frage, dass es natürlich möglich ist, durch Maßnahmen das Dämmniveau des Spitzbodens bis zu einem gewissen Grad hin optimieren zu können. Dann müssen jedoch auch die Belange an die Tauwasserfreiheit des Spitzbodens beachtet werden, sodass es hier nicht zu einem Tauwasserausfall durch zu kalte Oberflächentemperaturen (zum Beispiel Dachbodenluke) kommen kann! Falls Sie Fragen hierzu haben, können Sie mich gerne anrufen Tel. 07387 16 161.

  13. Max sagt:

    Na wir dachten wenn wir eh schon dran gehen da oben noch Boden draufzuhauen packen wir auch gleich noch Dämmung rein, ein ein vergleichsweise geringer Aufwand und wird energetisch was bringen.
    Im übrigen wurde das Thema “Spitzboden dämmen” auch schon in einem anderen Blog thematisiert wo keinerlei Bedenken geäussert wurden und man auch keine Dampfsperre verlegen muss usw. – habe versucht den Beitrag zu finden aber die Suchfunktion hier im Blog ist so dermaßen schlecht da man nicht nach Volltext durch alle Beiträge suchen kann sondern offenbar nur die Überschriften der Oberthemen – etwas was man verbessern sollte…



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