Bauherren – Eigenleistungen
| Richard Geiselhart 3. August 2010 33 Kommentare |
Da ich bei SchwörerHaus für die Qualitätssicherung zuständig bin, komme ich auch mit vielen Kunden ins Gespräch. Dabei werden dann immer wieder viele Fragen zu Materialien gestellt, denn Kunden möchten bei ihrem Eigenheim oft auch selbst mit anpacken und damit Geld sparen. So kommen häufig Fragen, wie man es richtig macht und welche Materialien man verwenden sollte bzw. welche Voraussetzungen bei der Produktauswahl zu beachten sind.
Die meisten Arbeiten, die Bauherren gerne selbst machen wollen, sind die Maler- und Bodenbelagsarbeiten. Hier lassen sich mit wenig Gerätschaften einige Arbeiten in Eigenregie herstellen und der Kunde kann so seinen Maßstab an Qualität selbst festlegen. Ich möchte an dieser Stelle kurz auf das Thema der Wandbeschichtung eingehen, denn viele Bauherren wählen aus optischen Gründen gestrichene Wandflächen oder flächige Putze und Spachteltechniken aus den unterschiedlichsten Formen und Farben aus. Hierbei wird leider sehr oft nicht berücksichtigt, dass sich Wände (egal ob in Massiv- oder Holzbauweise) bewegen. Durch die dünnen Putze und Farbbeschichtungen werden diese Bewegungen nicht aufgenommen und es führt zu feinen Rissen in der Endbeschichtung, was man natürlich optisch erkennen kann und sich dann fragt, woher das jetzt kommt. Um dies zu verhindern, muss zuerst eine Entkopplungsschicht in Form einer aufgeklebten Armierungsschicht auf den Wandflächen aufgebracht werden, bevor dann der Endbelag eingebaut wird. Dadurch werden die Bewegungen zwischen Wand und dem Endbelag aufgenommen und der optische Endbelag bleibt rissfrei. Ein kleiner aber wichtiger Punkt, den man optisch nicht sieht, der aber das Endergebnis langfristig schön bleiben lässt.
Ich wünsche mir, dass viele Bauherren diesen Bericht lesen und diese Information auch in ihre Überlegungen mit einbeziehen und ich würde mich freuen, wenn es hierzu auch Rückmeldungen oder Fragen gibt.

Hallo Herr Geiselhart,
auch auf uns wird noch einiges an Eigenleistung zu kommen…
Wir würden unsere Wände z.b. gerne mit farbigen Vliestapeten tapezieren. Wie müssen wir die Wände dafür vorbereiten? Müssen wir die von Schwörer fertigen Rigips-Wände vorher weiß streichen? Oder gar dünn verputzen? Oder können wir die Wände direkt, so wie sie uns Schwörer hinterlässt tapezieren?
Was gibt es sonst noch zu beachten beim Thema Eigenleistung?
Können wir auf den von Schwörer eingebrachten Trockenestrich direkt darauf Fliesen und Korkboden verlegen?
Was müssen wir beachten, wenn wir Deckenspots einbauen wollen? (Hitzeschutz? etc.)
Bei der Außengestaltung würde uns z.b. auch interessieren wie muss unsere Terasse aussehen / aufgebaut sein, damit sie zu einem Schwörer Haus “passt”? Wir haben eher zufällig erfahren, dass Schwörer dazu Vorgaben macht, damit es keine Probleme mit der Gewährleistung gibt, aber leider wurde uns die Information wie eine Terasse sein muss bisher vorenthalten.
Hallo Herr Geiselhart,
ich möchte meinen Fragenkatalog noch um eine weitere Frage ergänzen.
Wie baut die Firma Schwörer bei einem schlüsselfertigen Haus die Innentüren ein?
Werden die Türen geschäumt, geklebt oder geschraubt?
Bei uns sind die Innentüren Eigenleistung und daher haben wir uns die vergangenen Tage mit dem Thema Türen für unser Haus beschäftigt. Nun sind wir auf Ungereimtheiten bei den Türöffnungsmaßen in unserem Grundriss gestoßen. Laut Türenverkäufer passen in unsere Öffnungen keine Standardtüren rein, da der Arbeitsraum zum schäumen auf gar keinen Fall ausreichen würde.
Vielleicht können sie uns zu diesem Thema etwas sagen?
Hallo Frau Kirstahler,
bei meinem privaten Bauvorhaben haben wir die Türen auch in Eigenleistung eingebaut. Erst vor wenigen Tagen haben wir die letzte Türzarge gesetzt, inzwischen sind alle Türblätter eingehängt.
Die „Tür-Rohbau-Maße“ von SchwörerHaus sind so ausgelegt, dass Standardtüren bestens passen. Die Türzargen werden nicht ausgeschäumt, es genügt ein Montagekleber, der für Türen geeignet ist. Diesen erhalten Sie im Baumarkt.
· Im ersten Schritt an den Stellen der Türöffnung ein wenig Holz ausstemmen, an denen die beiden Bandtaschen der Zargen und der Schlosskasten später sitzen
· Die Türzarge zusammen setzen, verleimen und trocknen lassen
· Montagekleber an der Türöffnung auftragen und die Türzarge einsetzen
· Mit der Wasserwaage die Position überprüfen und mit zwei Abstandhaltern (Türspannern) leicht fixieren
· Mindestens 48 Stunden trocknen lassen und nicht belasten.
· Türblatt einsetzen
Hallo Frau Potell,
vielen Dank für ihre Antwort.
Wir haben gestern mit einem anderen Türenverkäufer gesprochen, der uns die Türen auch bei unseren “seltsamen” Türrohbaumaßen “zur Not” einbauen würde.
Sie schreiben, dass die Rohbaumaße von Schwörer bestens für Standardtüren ausgelegt sind. In unserem Fall weichen allerdings (laut Grundrissplan) die Öffnungen von der “DIN 18100″ ab und sind zu klein.
Ist das bei allen Schwörer Häusern so üblich, weil Schwörer davon ausgeht, dass die Türen geklebt und nicht geschäumt werden oder sind die Rohbaumaße bei uns falsch?
Hallo Frau Kirstahler,
anbei die Antworten auf Ihre Fragen.
Frage: “Terrassenanschluss und Gelände”
Die Vorschriften vom Gelände- oder Terrassenanschluss macht nicht direkt die Fa. SchwörerHaus,
sondern die DIN. Hauptsächlich geht es um den Spritzschutz im Sockelbereich der Wände.
Allerdings haben wir mehrere Muster-Beispiele erarbeitet, die Sie mit Ihrem Architekten bei der Planung
detailliert durchsprechen können. So kann schon im Vorfeld alles in die Wege geleiten werden, falls Sie z.B.
eine barrierefreie Terrasse möchten.
Auch unsere Bauleiter haben alle nötigen Zeichnungen oder Bilder um Ihnen oder Ihrem Garten-
gestalter hier weiter helfen zu können.
Frage: “Deckenspots”
Bei Deckenspots ist unbedingt darauf zu achten, dass diese für den Einsatzzweck in gedämmten
Decken vom Hersteller zugelassen werden.
Meist ist das nämlich nicht der Fall und es müssten dann zusätzlich noch “Brandschutz-Boxen” in
die Decken eingebaut werden, damit Ihnen nicht die Leuchtmittel oder der Trafo ständig kaputt geht.
Frage: “Belag auf Trockenboden”
Egal ob Fliesen, Lamitat, Teppich, Kork, usw. alle Beläge können direkt auf unserer Trockenboden
verlegt werden.
Es muss aber unbedingt die Verlegeanleitung des Belags beachtet werden. Denn bei vielen Fliesen-
und Parkettklebern wird eine zusätzliche Grundierung gefordert.
Bei weiteren Fragen können Sie sich gerne an mich (Tel. 07387-16531) oder ab dem 21.09. an Herrn Geiselhart (Tel. 07387-16302) wenden.
Freundliche Grüße,
Florian Schmid
Technische Unterstützung
Konstruktion/Entwicklung
SchwörerHaus
Hallo Frau Kirstahler,
das stimmt, die Öffnungsmaße im Erdgeschoss und Dachgeschoss entsprechen nicht den Vorgaben der DIN 18100. Sie sind geringer und betragen in der Breite 747, 872 oder 997 mm und in der Höhe 2090 mm ab Oberkante Kellerdecke bzw. Bodenplatte. Aufgrund der zentimeter-genauen Fertigung unserer Häuser können die Öffnungsmaße so gering wie möglich gehalten werden, daher ist der zusätzliche „Spielraum“ den die DIN hier erlaubt bei uns nicht nötig. Bitte beachten Sie beim Einbau, dass ein Ausschäumen nicht möglich ist. Unsere Montagetrupps verwenden einen geeigneten Montagekleber. Weitere Informationen zum Türeinbau in Eigenleistung finden Sie in den “Wichtigen Hinweisen für den Bauherren” im Bemusterungsprotokoll Ihres Hauses. Besonders wichtig ist zudem die Bedienungsanleitung der jeweiligen Tür.
Hallo Frau Potell,
vielen Dank für ihren Hinweis zum Einbau von den Türen. Wir werden unseren Türenbauer darüber informieren, dann sollte doch eigentlich alles gut klappen!
Hallo Herr Schmid,
auch ihnen vielen Dank für die ausführlichen Antworten!
Können sie oder ein Kollege uns bitte diese Musterbeispiele für den Selbstbau einer Terasse mailen?
Wir versuchen nun schon seit Wochen an dieses Beispielblatt, die Zeichnungen von Schwörer dran zu kommen, aber leider schickt es uns keiner, trotz mehrmaliger Erinnerung…. Wir sind bereits mitten “im Bau” für unsere Terasse, daher wäre es uns schon sehr wichtig dieses Beispielblatt auch endlich zu erhalten.
Hallo Herr Schmid,
noch eine kurze Anmerkung bzgl. Terasse und Aussengestaltung.
Auch wir sind gerade dabei, unsere Terasse zu planen und anzulegen. Dass es solche Beispielblätter bzw. -zeichnungen gibt, ist für uns neu. Daher möchte ich Sie wie Frau Kirstahler bitten, uns solche Musterbeispiele zukommen zu lassen. Hier möchte ich noch einen kleinen Kritikpunkt anbringen – wir fühlten uns etwas alleingelassen was die Fertigstellung des Außenbereichs betrifft wie z.B. die Art und Weise des Sockelverputzes, wie die Lüftungsstutzen aufzufüllen sind, … bzw. Kurzinfos, auf was insgesamt zu achten ist. Wir erhielten auf Nachfrage Auskünfte (kein Problem), aber ein kurzes Infoblatt mit allem Notwendigen wäre nicht schlecht.
Hallo Frau Berghaus,
vielen Dank für Ihre Rückmeldung – sehr gerne unterstützen wir Sie dabei. Am schnellsten und besten können Ihnen Ihr Architekt oder Ihr Bauleiter weiterhelfen, da sie sich mit Ihrem Haus und den örtlichen Gegebenheiten sehr gut auskennen und Ihnen daher nicht nur die allgemeinen Informationen/Beispielzeichnungen, sondern vor allem individuelle Tipps geben können. Falls Fragen offen bleiben, hilft Ihnen natürlich gerne auch Herr Schmid (Tel. 07387/16-531) weiter.
Ihren Vorschlag mit dem Infoblatt finde ich sehr gut, wir werden uns hierzu etwas überlegen, um Sie und auch andere Kunden an dieser Stelle besser unterstützen zu können.
Wände, die mit Vliestapete tapeziert werden, müssen deutlich besser vorbereitet werden. Der Untergrund muss nochmals gespachtelt und geschliffen werden, denn er sollte ohne jegliche Fehlstellen sein, da diese ansonsten auch nach Fertigstellung der Wände sichtbar bleiben. Die Vliestapete kann gestrichen werden, jedoch ist je nach Farbton ein mehrmaliger Schichtaufbau (mind. 2x) notwendig.
Hallo,
sind gerade schwer in den Vorbereitungen zu unserem Schwörer Haus.
Geplant sind in den Schwörer Keller (Nutzkeller) Fließen zu legen.
Muss beim Schwöerer Fertigkeller eine Vorbereitung (wie Ausgleichsmasse oder gar Estrich )
erfolgen ? Oder ist der Kellerboden so toll das die Fließen direkt gelegt werden können ?
Währe Ihnen sehr dankbar um den einen oder anderen Ratschlag !
DANKE
@ O.Salo
grundsätzlich muss jede Bodenplatte, also die Kellerbodenflächen mit einem Estrich ausgeführt werden. Zum einen ist es kaum möglich, die Ebenheit und Voraussetzungen für das Verlegen von Endbelägen bereits mit dem Herstellen der Bodenplatte so maßgenau herzustellen. Weiterhin kommt es auch darauf an, wie die Nutzung der Räume angedacht ist. Man muss wissen, dass ein Betonboden mit einem 4cm Glattstrich ziemlich kalt ist, also auch hier immer die Frage nach der Nutzung. Es sollte auch berücksichtigt werden, dass die Treppe und die Antrittshöhe auf den Bodenaufbau abgestimmt ist.
Wir empfehlen mindestens einen 4cm Glattstrich, bei entsprechender Nutzung empfiehlt sich ein Fußbodenaufbau mit Dämmung.
Vielen Dank Herr Geiselhart für die Erklärung.
Hallo!
Wir haben uns nun für einen Rollputz im ganzen Haus entschieden. Wie sind die Wände von Schwörer denn beschaffen? Brauchen wir einen Tiefengrund oder würde auch ein Sperrgrund genügen?
Ein Bekannter(Stukkateur-Meister) meinte, dass die Armierungsschicht nur bei Gipsfaserplatten an den Fugen nötig wären und bei Gipskartonplatten eben nicht. Welche Gipsplatten benutzt denn Schwörer?
Für Antworten wäre ich dankbar!
Gruß! Familie Manz
@Tina Manz
Hallo Tina,
wir wollten auch erst im ganzen Haus den Rollputz machen. Ich wahr zufällig gerade auf der Baustelle als der Maler da wahr. Er hat gemeint mach nur Rolllputz drauf und du wirst dein blaues Wunder erleben..da ging das überlegen dann los. Das Problem ist die Gipskartonplatten sind nur Q2 gespachtelt also Tapezierfertig. Bei Rollputz muß es Q3 sein. Das heißt ihr müßtet alle Wände-Decken nochmal komplett überspachteln. Danach alles noch einmal Schleifen. Und ersten ist das sau teuer…und 2 eine mega mäßige Arbeit. Wir haben dann selber im Wohn-Flur-Gästeklo-Küche einen Rauputz reingemacht. In den anderen Zimmern haben wir Tapeziert. Den der Maler spachtelt nur die Stöße der Platten!!! Da sind noch tausende von Klammern drin das müßtet ihr alles komplett überspachteln. Denn bei diesem Rollputz siehst du alles der ist ja nur 1mm stark und zieht sich noch ein wenig zusammen. Das gleiche Problem hatte ich auch bei den Tapeten. Raufaser ist perfekt alles andere raubt dir den letzten Nerv (so wahr es bei mir:-) ) Du siehst echt alles durch die Tapeten…Aber vielleicht hat da Schwörer ja noch ein Tipp für uns Ausbauer..zum Glück sind wir jetzt fertig.
Hoffe ich konnte dir ein wenig Helfen.
Gruß
Markus
Schwörer setzt Gipskartonplatten ein. Empfohlen wird übrigens eine Tapete. Holz arbeitet und es entstehen im Putz leicht Risse – das haben uns so schon mehrere Fertigteilhausanbieter gesagt.
@Tina
Hallo Tina,
noch was wegen den Gipskartonplatten. Du meinst sicher das Gewebeband das Schwörer empfiehlt. Gegen Riße an den Ecken. Ich hatte das Glück das mein früherer Arbeitskollege mein Haus aufgebaut und er mir echt viele Tipps geben konnte. Ich wollte das auch nicht machen, aber er meinte mach es den es ist echt Wichtig. Den es ist dein Haus!!!!! Nicht das später irgendwas an den Ecken reist. Wir haben ein Haus in Holzständerbauweise und das Arbeitet!!! Tipp mach es es Kostet zwar ein wenig Zeit bis man die Bänder angebracht hat aber es lohnt sich.
Für dein Rollputz falls du ihn doch machen willst würde ich Quarzgrund empfehlen. Wir beim Rauputz auch verwendet.
Mfg
Markus
Hallo Frau Manz,
es freut mich sehr, dass Sie Ihre Eigenleistungsarbeiten so gründlich und gewissenhaft planen und ausführen.
Grundsätzlich gibt es zu dem Thema Folgendes zu sagen:
Wenn auf einen Trockenbauuntergrund, egal ob Gipsfaser oder Gipskarton ein Oberflächenfeinputz aufgebracht werden soll, ist aufgrund der starren Putzstruktur, der minimalen Putzstärke und der Materialzusammenstzung eine Entkoppelung Grundvoraussetzung für eine dauerhaft mangelfreie Oberfläche. Sowohl an den Plattenstößen, als auch in der Fläche selber kommt es im Laufe der Zeit zwangsläufig zu Bewegungen. Diese sind zwar nur ganz minimal, können durch den Putz alleine aber trotzdem nicht aufgenommen werden. Die Folge davon sind Haarrisse an den Plattenstößen bzw. in der Fläche. Solche Vorgänge sind materialbedingt nicht zu verhindern und stellen ohne Entkoppelungsschicht keine Reklamation dar.
Aus diesem Grund empfehlen wir Ihnen, auf jeden Fall eine Entkoppelungs – bzw. Armierungsschicht einzubauen. Die Fa. Schwörer führt feine Endputze nur in Verbindung mit einer Armierungsschicht aus. Als Armierungsschicht kann zum Beispiel ein aufgeklebtes Vlies dienen, wie es Herr Geiselhart in seinem Beitrag bereits geschildert hat.
Was für eine Grundierung Sie vorher auf die Gipskartonplatten aufbringen sollten, muss Ihnen der Hersteller bzw. der Lieferant des Putzsystems vorgeben. In unseren Häusern finden Sie als Untergrund eine vorgrundierte, mit Fasern versetzte Gipskarton-Feuerschutzplatte vor.
Wie es Markus in seinem Beitrag schon richtig erwähnt hat, entspricht unsere Oberflächenqualität der Gipskartonspachtelung der Klasse Q2 nach DIN 18180/EN 520. Diese Oberflächengüte ist bei mittel und grob strukturierten Wandbekleidungen wie zum Beispiel eine Raufasertapete (Körnung RM oder RG) völlig ausreichend. Bei Putzsystemen mit einer Körnung kleiner 1mm wird auf jeden Fall eine Q3 Spachtelung empfohlen. Diese umfasst neben der Standardspachtelung Q2, ein breiteres Ausspachteln der Fugen, sowie ein scharfes Abziehen der restlichen Kartonoberflächen zum Porenverschluß mit Spachtelmaterial. Diese Spachtelung hat den Zweck, auch kleinste Unebenheiten in der Oberfläche zu beseitigen und somit eine noch feinere Oberfläche zu erzeugen, damit später keine, durch den Untergrund hervorgerufene, optische Mängel erkennbar sind.
Weitere Informationen können Sie dem Merkblatt 2 des Bundesverband deutsche Gipsindustrie e.V. entnehmen(http://www.gips.de/content/publikationen/igg/mb2/mb2.pdf).
Ich hoffe Ihnen weitergeholfen zu haben und wünsche Ihnen viel Erfolg bei den noch ausstehenden Eigenleistungsarbeiten.
ad Tapeten: hier möchte ich noch kurz einhaken. Es wird hier nur die Raufasertapete erwähnt. Wir wollen eine glatte Tapete haben, also eine Vliestapete und haben uns hierfür schon ein Angebot von Schwörer geben lassen. Ist hier nun eine feinere Spachtelung bereits integriert oder doch auch gar nicht notwendig? Danke für die Info.
Wenn Sie sich für unsere Vliestapete entscheiden, ist eine Untergrundvorbereitung in Q3 Qualität erforderlich. Diese zusätzlich anfallenden Arbeitsschritte sind in dem Mehrpreis für die glatte Vliestapete bereits berücksichtigt.
Bei glatten Vliestapeten kann ich dem Bauherrn nur raten das genauestens und unter verschiedenen Lichtverhältnissen zu kontrollieren.
Der Trupp arbeitet schnell, oftmal sicher auch zu schnell – so entstehen leider Fehler und das Schleifen wird schludrig oder es sind Einschlüsse unter der Tapete.
Wir wissen wovon wir reden denn wir haben glatte Vliestapeten, leider desöfteren nicht optimal geschliffen sondern unsauber. Das merkt man in der Bauphase leider kaum wenn dann aber alles weiss gestrichen ist und man dann eingezogen ist sieht man jede Welle. Unserer Meinung den Mehrpreis nicht wert denn der bezieht sich ja gerade auf den grösseren Arbeitsaufwand, das Material spielt da keine Rolle.
Im letzten Kommentar wurde richtig erwähnt, dass der Mehrpreis für die Vliestapete größtenteils auf den Zeitaufwand für die Untergrundvorbereitung zurückzuführen ist. Ob die verbesserte Oberflächengüte den Mehrpreis wert ist, muss jeder Bauherr für sich individuell entscheiden da auch hier die Ansprüche sehr unterschiedlich sind.
Es ist in der Tat so, dass das Verspachteln und das anschließende Verschleifen der Wandflächen incl. Ecken und Übergänge eine Arbeit ist, dessen Ergebnis von vielen verscheiedenen Faktoren abhängig ist. Nicht zuletzt spielt hier das handwerkliche Geschick des Malers eine wichtige Rolle. Unter anderem sind aber auch Farbgestaltung der Oberfläche, Belichtung und die Größe der zu beurteilenden Fläche, usw. maßgeblich für die Gesamterscheinung der Oberfläche.
@Max:
Ich kann Ihnen gerne anbieten, dass wir uns mal über die Wandflächen in Ihrem Haus unterhalten. Sie erreichen mich telefonisch unter der Nummer 0738716302. Ich bin sicher, dass wir auch hier eine Lösung finden werden.
Hallo,
ich habe eine Frage zum Ausbau des Dachbodens.
Unser Haus hat ein Dachgeschoß mit der Stufe “ausbaufähig”. Das Dach ist ja schwörerseitig sehr gut isoliert. Man sieht also diese weiße Folie und die Querlattungen. An einer Dachseite sieht man auch die Leitungen der Solaranlage, die breiter/tiefer sind als die Querlattungen.
Unser Bauleiter sagte mir damals, wenn ich mal das Dachgeschoß ausbauen will, darf ich die Rigipsplatten nicht an diese Querlattungen anbringen. Da die Solarleitung ja eh breiter ist als diese Lattungen könnte ich es sowieso nicht machen. Aber wenn ich es aber nicht an diese Lattungen anbringen darf, wie dann? An irgendwas muss ich ja eine Konstruktion befestigen, an der dann die Rigipsplatten angebracht werden.
vielen Dank
Dejan
Hallo Frau Potell!
Sie schreiben: “In der Höhe 2090 mm ab Oberkante Kellerdecke bzw. Bodenplatte.” Wieviel mm Fußbodenaufbau muß abgezogen werden? Nur der gewünsche Bodenbelag (bspw. Fliessen 10mm)? Wir haben Fußbodenheizung (lt Plan im EG 9,5cm, im OG 10,8cm), diese muß ich vermutlich zusätzlich von den 2090 mm auch abziehen, richtig? Ist es richtig, dass sich dadurch die Tür-Höhen im EG und OG unterscheiden?
Lt. Plan haben wir eine Flurtür 1,00 sowie Speisekammer 62, sind das die richtigen Maße?
Danke für eine Nachricht.
Mit freundlichen Grüßen
Frank Reutter Kom. 34286
Hallo Herr Dejan,
die Lattung die Sie beschrieben haben, ist die 24/70 Lattung, welche werkseits auf die Dachelemente aufgebracht wird. Diese Lattungsebene wird auch als Konterlattung bezeichnet. Um die Decke verkleiden zu können, muss bauseits zusätzlich eine 2. Lattungsebene installiert werden. Die Lattung verläuft quer zu der ersten Lattungsebene (Konterlattung). Hierfür können beispielsweise 40/48mm Hölzer benutzt werden. Die Einteilung der Lattung ist variabel und richtet sich nach dem Deckenbelag, welcher auf der Lattungsebene befestigt wird.
Durch die Konterlattung wird der Deckenbelag von den Dachsparren entkoppelt. Außerdem ist in der Lattungsebene eine unkomplizierte Leitungsführung möglich.
Wenn Sie Gipskartonbauplatten als Deckenbelag anbringen möchten, sollten Sie bei der Latteneinteilung auf den maximal möglichen Lattenabstand achten. Dieser gibt in der Regel der Hersteller der Gipskartonbauplatten vor.
Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen und wünsche Ihnen viel Erfolg beim anbringen der Konterlattung und des Deckenbelags.
Hallo Herr Kuhn,
ich habe nun auch noch eine Frage zum Thema Streich-/Rollputz:
unser Bauleiter meinte bei der Hausübergabe, wenn Streich-/Rollputz, dann sollte dieser auf Kunstharz-Basis (statt mineralisch) sein um spätere Risse zu vermeiden -> könnte in diesem Fall auf ein Anstrichvlies verzichtet werden oder ist eine Armierungsschicht dennoch notwendig?
Wie sähe es mit einer Flüssigraufaser aus? Wäre hier ebenfalls eine Armierungsschicht notwendig?
Herzlichen Dank für Ihre Antwort & freundliche Grüße,
Tanja
Hallo,
unser Dachstudio ist, wie im oberen Beitrag bereits erwähnt, nicht ausgebaut, aber vorbereitet. Wir haben oben Strom, für die Heizung und das Wasser sind aber Leitungen nach oben gezogen.
- Was muss ich dann also noch tun, um oben z.B. fliessendes Wasser zu haben? Die Leitungen stehen aus dem Boden heraus. Muss ich was im Keller anschliessen? Wenn ja was?
- Was muss für den Toilettenabfluß gemacht werden? Ich sehe oben zwar ein dickeres Rohr, das scheint aber Richtung Dach zu führen, da ist also kein Rohranfang zu sehen. Ist das bei allen Häusern so vorbereitet, sprich, können Sie mir dazu eine “Ferndiagnose” geben oder ist es da besser, ich wende mich an unseren Bauleiter?
- Eine nächste Frage betrifft Aussenlampen: Wie/Mit welchen Schrauben/Dübeln kann man Aussenleuchten anbringen? Ich habe da etwas “Skrupel”, einfach Löcher in die Aussenwand zu bohren. Bei den Aussenleuchten sind fünf Adern. Ich nehme an, das ist für eventuelle Bewegungs- oder Lichtsensoren, oder?
Ein Vorschlag an SchwörerHaus von mir ist, solche Sachen, wie z.B. Ausbau Dachstudio, Anbringung Ausenleuchten (mit welchen Schrauben), Vorschlag eines Aufbaus vom Kellerboden, in einer kleinen “Tippsammlung” zusammenzufassen und dem Bauherrn übergeben. Nicht jeder Bauherr hat schon vorher ein Haus gebaut und kennt sich damit aus. Bei der Hausübergabe wird zwar Vieles aber doch nicht Alles gesagt; und nicht alles, was gesagt wird, wird auch zu 100% behalten.
Vielen Dank im Voraus für die Beantwortung der Fragen.
Viele Grüße
Dejan
@ Tanja:
gerne beantworte ich Ihnen Ihre Fragen zum Thema Innenwandgestaltung.
Wenn ich Sie richtig verstanden habe, möchten Sie einen Wandbelag alternativ zur Tapete ausführen.
Sowohl bei einem Putzsystem (z.B. Streichputz) als auch bei der “Flüssigraufaser” empfehlen wir ausdrücklich eine flächige Armierung vorzusehen. Beide Systeme sind bei geringen Schichtdicken nicht in der Lage die auftretenden Bewegungen aufzunehmen, sodass es ohne die Armierung unter dem Putz zwangsläufig zu feinen Rissen (Haarrissen) in der Oberfläche kommt. Als flächige Armierung dient zum Beispiel ein Glasfaservlies. Auf dieses Glasfaservlies sollte eine Grundierung aufgebracht werden, um die Gipskartonspachtelstellen zu neutralisieren damit ein gleichmäßiges, optimales Erscheinungsbild erreicht wird.
Ob Sie als Endbeschichtung organisches oder mineralisches Putzmaterial verwenden spielt in diesem Fall aus technischer Sicht keine Rolle.
Wir empfehlen organisches Material zu benutzen, welches mit einer herkömmlichen Malerwalze vorgelegt und im Anschluss (nass in nass) mit einer zusätzlicher Rolle / Pinsel verschlichtet wird. Alternativ kann die Flüssigraufaser mit einem Spritzgerät appliziert und anschließend überstrichen werden.
Ich hoffe Ihnen weitergeholfen zu haben.
Hallo Dejan,
was die Befestigung Ihrer Außenbeleuchtung angeht gibt es folgendes zu beachten.
Wenn Sie die Putzoberfläche durch eine Schraube o.a. durchstoßen, sollten Sie immer darauf achten, dass diese ausreichend abgedichtet ist.
Am besten Sie füllen das Loch unmittelbar vor Eindrehen der Schraube mit einem geeigneten Fassadendichtstoff aus. Zusätzlich sollte die Schraube nach unten geneigt sein, dass etwaig auflaufendes Wasser nicht an der Schraube in die Konstruktion geleitet wird, sondern in Richtung Schraubenkopf von der Fassade weggeführt wird. Außerdem kann das Gehäuse der Lampe, bzw. die Trägerplatte welche auf der Fassade anliegt mit demselben Dichtstoff abgedichtet werden.
Meist werden Außenbeleuchtungen unter Dachvorsprüngen angebracht und sind dadurch nicht unmittelbar Wind und Regen ausgesetzt.
Bezüglich Ihrer Fragen zu den Wasserleitungen ist keine allgemeine Aussage möglich. Hier müssten wir uns Ihr Haus im Detail anschauen, um eine geeignete Lösung vorschlagen zu können. Gerne können Sie hierzu Kontakt mit unserem Modernisierungsservice (Herr Amann, Tel. 07387/16-394) aufnehmen.
Vielen Dank für Ihren Vorschlag mit der Tippsammlung, die Idee ist sehr gut. Einige Tipps/Infos zu Ausbaumaßnahmen/Eigenleistungen müssten in Ihrem Bauherrenordner bereits enthalten sein (z.B. Isolierung und Beplankung im Dachgeschoss), gerne prüfen wir inwiefern wir Ihre oben genannten Ideen mit aufnehmen können.
Hallo Herr Kuhn,
in unserem Haus wollen wir Kork und Laminat verlegen. Herr Hagemann hat uns bei der Bemusterung gesagt, daß wir keine Trittschalldämmung benötigen. Hier im Fachgeschäft erklärte man uns, daß wir die Dämmung doch brauchen.
Benötigen wir jetzt noch eine zusätzliche Dämmung, oder nicht?
Gruß
Harald Huber
Sehr geehrter Herr Huber,
da mein Kollege derzeit nicht im Haus ist, schreibe ich Ihnen.
Bedingt durch den technischen Aufbau der DämmWertDecke (zwischen Kellergeschoss und Erdgeschoss), die bei Ihnen realisiert wird, ist in unserem Leistungsumfang bereits eine Trittschalldämmung / eine Entkopplung vorhanden. Daher kann an dieser Stelle auf eine zusätzliche Maßnahme verzichtet werden. Im Dach- /Obergeschoss hingegen benötigen Sie eine geeignete Trittschalldämmung.
Hallo Zusammen,
wir wohne seit kurzem in einem Schwörer Haus und sind in den letzten Zügen des Umzugs.
Bezüglich der Befestigung von Antennendosen, Bilder und Hochschränke im Innenbereich würde mich interessieren welche Schraubenart sowie vor allem die Schraubenlänge ich nehmen soll.
Für den Aussenbereich wuerde mich das auch interessieren (anbringen einer Lampe) interessant war, dass unser Bautruppfuehrer unseren Briefkasten einfach mit einer “Schraube” montiert hat (ohne zusätzlichen Fassadendichtstoff).
Danke im vorraus für die Muehe
Gruß
Wolfgang
Hallo Wolfgang,
im Innenbereich können Regale, Hängeschränke oder ähnliches mit Schnellbauschrauben (umgansspralich Spax) befestigt werden. Hier ist eine Länge von 50mm völlig ausreichend. Das Gewinde sollte einfach in die 16mm starke Holzspanplatte reichen. Diese befindet sich unter der 10mm dicken Gipskartonplatte.
Ist die Schraube 90° zur Eindrehrichtung belastet, kann durch 1 Schraube ca. 45kg Last aufgeniommen werden, bei Belastung in Eindrehrichtung (Auszug) kann von ca. 35kg ausgegangen werden.
Bei Befestigungen im Außenbereich sollte die Schraube, wie Sie das schon richtigerweise festgestellt haben, mit Fassadendichtsoff abgedichtet werden. Verfügt der zu befestigende Gegenstand über ein geeignetes, dichtes Befestigungssytem kann auf den Dichtstoff ggf. verzichtet werden. Die Schraube sollte mind. 70mm lang sein, damit diese in die äußere Wandbeplankung reicht.
Wir wünschen Ihnen viel Freude in Ihrem SchwörerHaus.
Gruß T.Kuhn